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	<title>Verdünnung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T17:58:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verd%C3%BCnnung&amp;diff=493944&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikitarisch: Verdünnung in der Praxis</title>
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		<updated>2025-08-09T14:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verdünnung in der Praxis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Verdünnung.png|hochkant=1.35|mini|Lösung vor und nach Verdünnung mit Lösungsmittel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verdünnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man meist den Vorgang des Verdünnens, aber auch die verdünnte Lösung selbst. Beim Vorgang des Verdünnens wird ein [[Lösungsmittel]] zur [[Lösung (Chemie)|Lösung]] eines Stoffes mit meist bekannter [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]] (Stammlösung) zugegeben. Das [[Volumen]] der Lösung nimmt dabei zu, die Konzentrationen der gelösten Stoffe sinken. Wird eine hoch konzentrierte Lösung oder gar eine flüssige Reinsubstanz (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schwefelsäure#Sicherheitshinweise|konzentrierte Schwefelsäure]]) verdünnt, muss man mit sehr starker Hitzeentwicklung rechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Streckung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine (unerlaubte) Verdünnung eines (teuren) Genuss- oder Lebensmittels oder [[Droge|Rauschmittels]] bezeichnet, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;gestreckter Wein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;gestrecktes Gewürz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gestrecktes [[Kokain]]&amp;#039;&amp;#039;, um den Vorrat oder Erlös zu vergrößern. Bei solchen [[Verfälschung]]en (siehe auch [[Lebensmittelverfälschung]]en) wird das billige &amp;#039;&amp;#039;[[Streckungsmittel]]&amp;#039;&amp;#039; zum teuren Preis der Ware mitverkauft und so ein höherer [[Profit]] erzielt. Zu Mangel- und Notzeiten wurde aber auch beispielsweise [[Mehl|Brotmehl]] durch [[Sägemehl]] oder andere Stoffe gestreckt (siehe dazu [[Hungerbrot]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Waste water discharge and dilution by water jets (Frankfurt-Höchst).jpg|alternativtext=Verdünnung von Abwässern im Industriepark Frankfurt-Höchst mit Wasserdüsen.|mini|Verdünnung von Abwässern im Industriepark Frankfurt-Höchst mit Wasserdüsen.]]&lt;br /&gt;
Nicht nur der Vorgang der Verdünnung, sondern auch das Resultat, die verdünnte Lösung selbst, kann man als &amp;#039;&amp;#039;Verdünnung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen (in der [[Pharmazie]] abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;dil.&amp;#039;&amp;#039;von &amp;#039;&amp;#039;dilutus&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch)). Das bei einer Verdünnung zugegebene Lösungsmittel wird bei der Arbeit im Labor als &amp;#039;&amp;#039;Verdünnungsmittel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wird aber z.&amp;amp;nbsp;B. im Malerhandwerk im Fall von [[Anstrichmittel]]n und [[Lack]]en ebenfalls kurz &amp;#039;&amp;#039;Verdünnung&amp;#039;&amp;#039; genannt. In der Küche wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Verdünnung&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich fälschlich im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;Verflüssigung&amp;#039;&amp;#039; und als Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;Verdickung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Eindickung&amp;#039;&amp;#039; benutzt, ohne dass sich die Konzentration ändert und ohne dass sich das Volumen erhöht, beispielsweise wenn [[Gelatine]]-haltige Lebensmittel erhitzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verdünnung ist nicht ausschließlich durch Zugaben von [[Flüssigkeit]]en zu erreichen, sondern auch durch alle Maßnahmen, welche die Konzentrationen der gelösten Stoffe erniedrigen und das Volumen der Lösung erhöhen. Man kann also eine Verdünnung unter Erniedrigung der Konzentrationen gelöster Stoffe auch durch Temperaturerhöhung oder durch Zugabe von festen oder gelbildenden Stoffen erreichen, auch wenn dabei die Viskosität zunimmt (‚Verdickung oder Eindickung‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Verdünnungen, d.&amp;amp;nbsp;h. mehrere unterschiedlich verdünnte Lösungen der Ausgangslösung werden als [[Verdünnungsreihe]] bezeichnet. Die&lt;br /&gt;
Lösungen der Verdünnungsreihe werden mit zunehmenden Volumina des Verdünnungsmittels hergestellt, wobei die angestrebten Endvolumina  mittels auf Einlauf (oder Einguss) geeichter [[Messkolben]] vorgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andersartige Verdünnungen ==&lt;br /&gt;
* Verdünnungen von [[Pathogen]]en, [[Antigen]]en oder [[Antikörper]]n werden gelegentlich als [[Titer (Medizin)|Titer]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Die Vereinzelung von replizierbaren Partikeln wie Zellen oder Viren wird unter anderem beim [[Limiting Dilution Cloning]] verwendet, während bei Mikroorganismen teilweise auch ein [[Ausstrich (Mikrobiologie)|Ausstrich]] eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
* Das Wiederherstellen einer ursprünglichen [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]] von eingedickten Fruchtsäften oder [[Gefriertrocknung|gefriergetrockneten]] Proben wird als [[Rückverdünnung]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnungen ==&lt;br /&gt;
Bei der Verdünnung einer Lösung mit einem &amp;#039;&amp;#039;Verdünnungsmittel&amp;#039;&amp;#039;, das den gelösten Stoff nicht enthält,  bleibt die [[Stoffmenge]] &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; des gelösten Stoffs  konstant.&lt;br /&gt;
:Deshalb gilt: &amp;lt;math&amp;gt; n_1 = n_2 &amp;lt;/math&amp;gt;. Daraus wird mit  &amp;lt;math&amp;gt; n = c V &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; c_1 V_1 = c_2 V_2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wenn der Index 1 den Ausgangszustand und der Index 2 den Endzustand bezeichnet, berechnet sich die Konzentration der verdünnten Lösung zu&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; c_2 = c_1 V_1 / V_2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Verdünnung von 1:100 (1 ad 100) bedeutet, dass 1&amp;amp;nbsp;ml einer Lösung mit Lösungsmittel in einem [[Maßkolben|100 ml-Maßkolben]]  auf ein Endvolumen von 100&amp;amp;nbsp;ml aufgefüllt wird. (Der [[lat.]] Präfix „ad“ ‚zu‘ vor der Volumenangabe bezeichnet das Endvolumen der Verdünnung.) Dabei sinkt die Endkonzentration auf ein hundertstel der Ausgangskonzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Verdünnungsmittel den zu verdünnenden Stoff in bekannter Konzentration ebenfalls enthält, muss zur Berechnung der Endkonzentration das sog. [[Mischungskreuz]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Verdünnungen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#DDDDDD&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;Verdünnung&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Das entspricht ungefähr einem Tropfen [[Ethanol|Alkohol]] (80 [[Liter|µl]]&amp;lt;ref&amp;gt;Cefic: [http://www.truthaboutcoaltar.com/pdf/CEFIC%20What%20do%20ppm%20ppb%20ppt%20mean.pdf Measuring low concentrations] (PDF; 477&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;) auf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;100 || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−2&amp;lt;/sup&amp;gt; || ||8 [[Milliliter|ml]]||einen halben Esslöffel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1000 || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt; || ||8 [[Zentiliter|cl]]|| vier [[Pinnchen|Schnapsgläser]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;[[Million]] || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−6&amp;lt;/sup&amp;gt; ||[[Parts per million|ppm]] ||80 [[Liter|l]]|| eine kleine [[Mülltonne]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;[[Milliarde]] || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−9&amp;lt;/sup&amp;gt; ||[[Parts per billion|ppb]] ||80 [[Kubikmeter|m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;]]||einen [[Kesselwagen]] der [[Deutsche Bahn|DB]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;[[Billion]] || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−12&amp;lt;/sup&amp;gt; ||[[Parts per trillion|ppt]] ||80.000 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;||32 [[Schwimmbecken#Schwimmbecken bei den Olympischen Spielen|olympische Schwimmbecken]] (50 × 25 × 2 [[Meter|m]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;[[Billiarde]] || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt; ||[[Parts per million|ppq]] ||80 Mio. m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;|| einen Wasserwürfel mit der Kantenlänge der Höhe des [[Empire State Building]] (449 m)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;[[Trilliarde]]n || 10&amp;lt;sup&amp;gt;−23&amp;lt;/sup&amp;gt; ||||8 Mio. [[Kubikkilometer|km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;]] || den doppelten Inhalt des [[Mittelmeer]]s (4,3 Mio. km&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;)&amp;lt;br /&amp;gt;oder ein Alkohol-[[Molekül]] in einem halben Esslöffel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhart Jander]], K. F. Jahr: &amp;#039;&amp;#039;Maßanalyse. Theorie und Praxis der Titrationen mit chemischen und physikalischen Indikationen.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 1989, ISBN 978-3110119756.&lt;br /&gt;
* {{Holleman-Wiberg|Auflage=101.|Startseite=?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verdünnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Verdunnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikitarisch</name></author>
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