<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verbuschung</id>
	<title>Verbuschung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Verbuschung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbuschung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T16:08:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbuschung&amp;diff=1369268&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Didym: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbuschung&amp;diff=1369268&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-02T19:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbuschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Vergandung, Verblackung, Verstrauchung, Verwaldung) wird die Ausbreitung von [[Strauch|Sträuchern]] und [[Baum|Bäumen]] in [[Potenzielle natürliche Vegetation|potenziell]] [[wald]]fähigen [[Offenland]][[biotop]]en (etwa [[anthropogen]] entstandene [[Wiese (Grünland)|Wiesen]], [[Heide (Landschaft)|Heiden]], [[Alm (Bergweide)|Almen]] und [[Magerrasen]], aber auch in natürlichen [[Moor]]en und [[Savanne]]n) genannt. Im Alpenraum spricht man auch von der &amp;#039;&amp;#039;[[Vergandung]]&amp;#039;&amp;#039;. Verbuschung ist je nach [[Klima]] die Vorstufe zur Verwaldung. In [[Stachel (Botanik)|stacheligen]] Gebüschen können sich junge Bäume, geschützt vor [[Verbiss]], gut entwickeln. Bei zunehmendem [[Trockenstress]] infolge von naturferner Bewirtschaftung oder [[Klimawandel]] kann bei Ausfall der Bäume auch eine Verbuschung eines Waldes eintreten. Verbuschung und Verwaldung (auch &amp;#039;&amp;#039;Wiederbewaldung&amp;#039;&amp;#039;) sind eine Form der [[Sukzession (Biologie)|Sukzession]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten der Verbuschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wachholderheide Verbuschung NSG-Buttenhausener-Eichhalde Gr-Lautertal Schwaebische-Alb.jpg|mini|Verbuschung in der Wacholderheide, Schwäbische Alb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaldung ===&lt;br /&gt;
In Gebieten, die ursprünglich bewaldet waren (z.&amp;amp;nbsp;B. in Mitteleuropa), bedarf die Wiese oder Alm als Teil der [[Kulturlandschaft]] der menschlichen Pflege. Endet die Bewirtschaftung bei [[Sozialbrache]]n oder auf [[Grenzstandort]]en und hört die Nutzung auf, entsteht eine [[Brache]]. Durch die Verbuschung entstehen zuerst Gebüschformationen, dann Wald. Die in Mitteleuropa einst heimischen großen Pflanzenfresser, wie Wisent, Auerochse, Rothirsch und Wildpferd konnten diesem Prozess entgegenwirken und schufen nach der [[Megaherbivorenhypothese]] möglicherweise große Offenlandschaften im potenziellen [[Laubwald]]gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Strukturwandel in der alpenländischen Landwirtschaft kommt es häufig dazu, dass [[Alm (Bergweide)|Almen]] nicht mehr gepflegt und aufgegeben werden. Die Folge davon ist auch hier eine deutlich beobachtbare Verbuschung (auch [[Vergandung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.almforschung.eu/index.php/almweide.html |titel=Almweide · Flächenentwicklung |abruf=2015-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Arbeitsschritt, der die [[Alm (Bergweide)|Alpen]] vor der Verbuschung bewahren soll, ist das [[Schwendbau|Schwenden]]. Die Auswirkung der Verbuschung auf die Artenvielfalt ist abhängig von den sich ausbreitenden Pflanzenarten. Am weitesten verbreitet ist die Ausbreitung der [[Grün-Erle]], deren Ausbreitung mit einem signifikanten Rückgang der [[Artenvielfalt]] und [[Beta-Diversität]] in Verbindung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias Zehnder, Andreas Lüscher, Carmen Ritzmann, Caren M. Pauler, Joel Berard |Titel=Dominant shrub species are a strong predictor of plant species diversity along subalpine pasture-shrub transects |Sammelwerk=Alpine Botany |Band=130 |Nummer=2 |Datum=2020 |Sprache=en |ISSN=1664-2201 |DOI=10.1007/s00035-020-00241-8 |Seiten=141–156 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s00035-020-00241-8 |Abruf=2021-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Kulturlandschaften verbuschten, wenn sie nicht mehr gepflegt beziehungsweise genutzt wurden. So wurden viele Steillagen der ostdeutschen Weinbaugebiete [[Saale-Unstrut (Weinanbaugebiet)|Saale-Unstrut]] und [[Sachsen (Weinanbaugebiet)|Sachsen]] nach der Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts (siehe auch [[Reblauskatastrophe in der Lößnitz]]) sich selbst überlassen. Über den Weg der Verbuschung und Bewaldung hatten sich vielerorts Waldflächen entwickelt, die erst nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] wieder aufgerebt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Savannenverbuschung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:JLP 2323-2.jpg|mini|Verbuschung am [[Waterberg]], Namibia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbuschung in [[Savanne]]ngebieten ist ein globaler Prozess, der einen Übergang von vormals grasdominierten [[Ökosystem]]en mit vereinzelten Büschen zu buschdominierten Systemen mit stark reduzierter Grasbedeckung und größeren Flächen offenen Bodens darstellt. Als früheste Beschreibung der Verbuschung von Savannengebieten gilt ein Text von [[Heinrich Walter (Botaniker)|Heinrich Walter]] aus dem Jahr 1954.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Walter |Titel=Die Verbuschung, eine Erscheinung der subtropischen Savannengebiete, und ihre ökologischen Ursachen |Sammelwerk=Vegetatio Acta Geobot |Band=5 |Datum=1954 |DOI=10.1007/BF00299544 |Seiten=6–10 |Online=https://link.springer.com/article/10.1007/BF00299544}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Modellierungen zeigen auf, dass große Teile der afrikanischen Savanne bis zum Jahr 2100 zu Wäldern werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Europäische Kommission |url=https://cordis.europa.eu/article/id/34780-savannahs-soon-to-be-covered-in-trees-not-grass-researchers-say/de |titel=Forscher: Bäume werden das Gras in den Savannen verdrängen |werk=CORDIS |hrsg=Europäische Kommission |datum=2012-07-02 |abruf=2022-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie Heiden in Mitteleuropa liegen die meisten Savannen grundsätzlich in waldfähigen Klimaten: [[Feuchtsavanne]]n bilden das Pendant zu [[Monsunwald|saisonalen Regenwäldern]] und [[Trockensavanne]]n zu tropischen [[Trockenwald|Trockenwäldern]]. Die Entstehung der [[Ökologie|ökologisch]] widersprüchlichen Baum-Gras–[[Pflanzengesellschaft]]en wird entweder auf regelmäßige Buschbrände ([[Feuerklimax]]) oder auf Überweidung durch große Tierherden zurückgeführt. In beiden Fällen spielt der Mensch häufig seit der Vorgeschichte eine initiale Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faktoren, die heute zu einem erneuten Vegetationswechsel führen, sind vielschichtig und wurden in den vergangenen Jahrzehnten in Fachkreisen viel diskutiert: Dazu gehört etwa die Vermeidung von natürlichen [[Buschfeuer]]n, der Ausschluss von Blattfressern sowie klimatische Faktoren, wie die globale Erhöhung von [[Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre|atmosphärischem Kohlendioxid]], welche das Wachstum von Büschen mit einem [[C3-Pflanze|C3-Stoffwechsel]], gegenüber Gräsern, mit einem [[C4-Pflanze|C4-Stoffwechsel]] begünstigt. Viele dieser Faktoren verstärken sich gegenseitig oder führen darüber hinaus zu weitreichenden Rückkopplungsprozessen, welche innerhalb des Ökosystems zu weiterer [[Bodendegradation|Landdegradation]] – zum Beispiel durch erhöhte Wind- und Wassererosion – führen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David J. Eldridge, Matthew A. Bowker, Fernando T. Maestre, Erin Roger, James F. Reynolds |Titel=Impacts of shrub encroachment on ecosystem structure and functioning: towards a global synthesis |Sammelwerk=Ecology Letters |Band=14 |Nummer=7 |Datum=2011 |ISSN=1461-0248 |DOI=10.1111/j.1461-0248.2011.01630.x |PMC=3563963 |PMID=21592276 |Seiten=709–722}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globales Ausmaß ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vegetation.png|mini|333x333px|Darstellung der terrestrischen Biome]]&lt;br /&gt;
Die [[Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung|UNCCD]] identifiziert die Verbuschung als einen wesentlichen Faktor für den weltweiten Verlust von Weideland. Verbuschung tritt auf allen Kontinenten auf und betrifft eine geschätzte Gesamtfläche von 500 Millionen Hektar (5 Millionen Quadratkilometer).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:42&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=Deng |first=Yuanhong |last2=Li |first2=Xiaoyan |last3=Shi |first3=Fangzhong |last4=Hu |first4=Xia |title=Woody plant encroachment enhanced global vegetation greening and ecosystem water-use efficiency |work=Global Ecology and Biogeography |issue=12 |volume=30 |pages=2337–2353 |date=2021-12 |doi=10.1111/geb.13386}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Ursachen, ihr Ausmaß und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung sind stark kontextabhängig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Nackley |first=Lloyd L. |last2=West |first2=Adam G. |last3=Skowno |first3=Andrew L. |last4=Bond |first4=William J. |title=The Nebulous Ecology of Native Invasions |work=Trends in Ecology &amp;amp; Evolution |issue=11 |volume=32 |pages=814–824 |date=2017-11 |doi=10.1016/j.tree.2017.08.003 |pmid=28890126}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:53&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=Stevens |first=Nicola |last2=Lehmann |first2=Caroline E. R. |last3=Murphy |first3=Brett P. |last4=Durigan |first4=Giselda |title=Savanna woody encroachment is widespread across three continents |work=Global Change Biology |issue=1 |volume=23 |pages=235–244 |date=2017-01 |doi=10.1111/gcb.13409 |pmid=27371937}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den von Verbuschung betroffenen Ökosystemen zählen geschlossene Buschlandschaften, offene Buschlandschaften, bewaldete Savannen, Savannen und Grasländer. Verbuschung tritt nicht nur in tropischen und subtropischen Klimazonen auf, sondern auch in gemäßigten Regionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:42&amp;quot; /&amp;gt; In den eurasischen Steppen erfolgt Verbuschung mit einer Rate von 1 Prozent pro Jahrzehnt, in Nordamerika mit 10–20 Prozent, in Südamerika mit 8 Prozent, in Afrika mit 2,4 Prozent und in Australien mit 1 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;Archer, S.R., Andersen, E.M., Predick, K.I., Schwinning, S., Steidl, R.J., Woods, S.R.: Woody Plant Encroachment: Causes and Consequences. In: Briske, D. (editors): Rangeland Systems (Springer Series on Environmental Management). Springer, Cham 2017. ISBN 978-3-319-46707-8 [[DOI:10.1007/978-3-319-46709-2_2]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:54&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=Liu |first=Xu |last2=Feng |first2=Siwen |last3=Liu |first3=Hongyan |last4=Ji |first4=Jue |title=Patterns and determinants of woody encroachment in the eastern Eurasian steppe |work=Land Degradation &amp;amp; Development |issue=13 |volume=32 |pages=3536–3549 |date=2021-08-15 |doi=10.1002/ldr.3938}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:53&amp;quot; /&amp;gt; In den europäischen Alpen liegen die dokumentierten Ausbreitungsraten zwischen 0,6 Prozent und 16 Prozent pro Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Treml |first=Václav |last2=Wild |first2=Jan |last3=Chuman |first3=Tomáš |last4=Potůčková |first4=Markéta |title=Assessing the Change in Cover of Non-Indigenous Dwarf-Pine Using Aerial Photographs, a Case Study from the Hrubý Jeseník Mts., the Sudetes |work=Journal of Landscape Ecology |issue=2 |volume=3 |pages=90–104 |date=2010-01-01 |issn=1803-2427 |doi=10.2478/v10285-012-0029-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Cannone |first=Nicoletta |last2=Sgorbati |first2=Sergio |last3=Guglielmin |first3=Mauro |title=Unexpected impacts of climate change on alpine vegetation |work=Frontiers in Ecology and the Environment |language=en |issue=2007 |volume=preprint |pages=1 |date=2007 |issn=1540-9295 |doi=10.1890/060141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Woody plant cover dynamics.webp|mini|401x401px|Dynamik der Gehölzbedeckung in Subsahara-Afrika 1986–2016]]&lt;br /&gt;
In [[Subsahara-Afrika]] hat die Gehölzbedeckung in den vergangenen drei Jahrzehnten um 8 % zugenommen, hauptsächlich durch Verbuschung. Insgesamt verzeichneten 750 Millionen Hektar nicht bewaldeter Biome einen erheblichen Nettozuwachs an Gehölzvegetation – mehr als das Dreifache der Fläche, die einen Nettoverlust an Gehölzbewuchs verzeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Venter |first=Z. S. |last2=Cramer |first2=M. D. |last3=Hawkins |first3=H.-J. |title=Drivers of woody plant encroachment over Africa |work=Nature Communications |issue=1 |volume=9 |pages=2272 |date=2018-06-11 |doi=10.1038/s41467-018-04616-8 |pmid=29891933}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf rund 249 Millionen Hektar afrikanischer Weidefläche wurde der langfristige Klimawandel als Haupttreiber der Vegetationsveränderungen identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:24&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=D&amp;#039;Adamo |first=Francesco |last2=Ogutu |first2=Booker |last3=Brandt |first3=Martin |last4=Schurgers |first4=Guy |last5=Dash |first5=Jadunandan |title=Climatic and non-climatic vegetation cover changes in the rangelands of Africa |work=Global and Planetary Change |volume=202 |date=2021-07 |doi=10.1016/j.gloplacha.2021.103516}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In ganz Afrika befinden sich 29 Prozent aller Bäume außerhalb klassifizierter Wälder. In einigen Ländern, wie Namibia und Botswana, liegt dieser Prozentsatz bei über 80 Prozent, was wahrscheinlich mit Verbuschung zusammenhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Reiner |first=Florian |last2=Brandt |first2=Martin |last3=Tong |first3=Xiaoye |last4=Skole |first4=David |last5=Kariryaa |first5=Ankit |last6=Ciais |first6=Philippe |last7=Davies |first7=Andrew |last8=Hiernaux |first8=Pierre |last9=Chave |first9=Jérôme |last10=Mugabowindekwe |first10=Maurice |last11=Igel |first11=Christian |last12=Oehmcke |first12=Stefan |last13=Gieseke |first13=Fabian |last14=Li |first14=Sizhuo |last15=Liu |first15=Siyu |title=More than one quarter of Africa&amp;#039;s tree cover is found outside areas previously classified as forest |work=Nature Communications |issue=1 |volume=14 |pages=2258 |date=2023-05-02 |doi=10.1038/s41467-023-37880-4 |pmid=37130845}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im südlichen Afrika wurde Verbuschung als Hauptfaktor für das „Greening“, also den durch Fernerkundung erfassten Anstieg der Vegetationsbedeckung, identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:41&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=Saha |first=M. V. |last2=Scanlon |first2=T. M. |last3=D&amp;#039;Odorico |first3=P. |title=Examining the linkage between shrub encroachment and recent greening in water-limited southern Africa |work=Ecosphere |issue=9 |volume=6 |pages=1–16 |date=2015-09 |doi=10.1890/ES15-00098.1 |bibcode=2015Ecosp...6....1S}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Mitchard |first=Edward T. A. |last2=Flintrop |first2=Clara M. |title=Woody encroachment and forest degradation in sub-Saharan Africa&amp;#039;s woodlands and savannas 1982–2006 |work=Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences |issue=1625 |volume=368 |pages=20120406 |date=2013-09-05 |doi=10.1098/rstb.2012.0406 |pmid=23878342}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zukünftige Trend der Biom-Veränderung durch Verbuschung in Afrika ist jedoch mit großer Unsicherheit behaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Martens |first=Carola |last2=Hickler |first2=Thomas |last3=Davis-Reddy |first3=Claire |last4=Engelbrecht |first4=Francois |last5=Higgins |first5=Steven I. |last6=von Maltitz |first6=Graham P. |last7=Midgley |first7=Guy F. |last8=Pfeiffer |first8=Mirjam |last9=Scheiter |first9=Simon |title=Large uncertainties in future biome changes in Africa call for flexible climate adaptation strategies |work=Global Change Biology |language=en |issue=2 |volume=27 |pages=340–358 |date=2021-01 |issn=1354-1013 |doi=10.1111/gcb.15390 |pmid=33037718}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südeuropa sind zwischen 1950 und 2010 schätzungsweise 8 Prozent der Landfläche von Weideland zu Gehölzvegetation übergegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Fuchs |first=R. |last2=Herold |first2=M. |last3=Verburg |first3=P. H. |last4=Clevers |first4=J. G. P. W. |title=A high-resolution and harmonized model approach for reconstructing and analysing historic land changes in Europe |work=Biogeosciences |issue=3 |volume=10 |pages=1543–1559 |date=2013-03-07 |doi=10.5194/bg-10-1543-2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Eurasische Steppe|Eurasischen Steppe]], dem größten Grasland der Welt, wurde eine durch den Klimawandel begünstigte Verbuschung von etwa 1 Prozent pro Jahrzehnt festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:54&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der arktischen Tundra hat die Bedeckung durch Sträucher in den vergangenen 50 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum stieg die Bedeckung durch Sträucher und Bäume in den Savannen Lateinamerikas, Afrikas und Australiens um 30 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:49&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal |last=García Criado |first=Mariana |last2=Myers-Smith |first2=Isla H. |last3=Bjorkman |first3=Anne D. |last4=Lehmann |first4=Caroline E. R. |last5=Stevens |first5=Nicola |title=Woody plant encroachment intensifies under climate change across tundra and savanna biomes |work=Global Ecology and Biogeography |issue=5 |volume=29 |pages=925–943 |date=2020-05 |doi=10.1111/geb.13072}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die Verbuschung kann negative Folgen für betroffene Ökosystem nach sich ziehen. Dazu gehören ein verringerter Grundwassereintrag, verringerte landwirtschaftliche Produktivität (insbesondere in der [[Weidewirtschaft]] aufgrund des verringerten Grasaufkommens) und eine Reduktion der [[Biodiversität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass in Savannen unter anderem Nagetiere, Reptilien, Raubtiere und Gliederfüßer negativ von der hohen Buschbedeckung betroffen sein können, dieser Effekt aber sehr kontextabhängig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Niels Dreber, Niels Blaum |Titel=Verbuschung afrikanischer Savannen: Eine Gefährdung für die Artenvielfalt? |Hrsg=J. L. Lozán, S.-W. Breckle, R. Müller, E. Rachor |Sammelwerk=Warnsignal Klima: Die Biodiversität |Datum=2016 |ISBN=978-3-9809668-1-8 |Seiten=210-215 |Online=https://www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/pdf/de/biodiversitaet/warnsignal_klima-die_biodiversitaet-kapitel-3_18.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zunehmender Gehölzanteil zulasten von Schilf bedroht röhrichtbrütende Singvögel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Sc. Felix Zitzmann |Titel=Schilfanbauflächen als Lebensraum für Röhrichtbrüter? - Abschätzung des Lebensraumpotenzials anhand der Auswirkungen der winterlichen Rohrmahd auf röhrichtbrütende Singvögel in natürlichen Schilfbeständen |Sammelwerk=Naturschutz und Landschaftsplanung (NuL) |Band=55 |Nummer=2 |Datum=2023-01 |ISSN=0940-6808 |DOI=10.1399/NuL.2023.02.02 |Seiten=26–35 |Online=https://www.nul-online.de/artikel.dll/CMGR_DOI?DOI=10.1399/NuL.2023.02.02 |Abruf=2025-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maßnahmen der Landschaftspflege ==&lt;br /&gt;
Wiesen und Heideflächen sind aufgrund ihrer Artenvielfalt und zur Erhaltung der traditionellen [[Kulturlandschaft]] oft schutzwürdig. Der Verbuschung wird darum durch [[Entkusselung]] oder [[Beweidung]] entgegengewirkt. In [[Beweidungsprojekt]]en werden [[Schafe]], [[Ziegen]], [[Heckrind]]er und Pferde saisonal oder ganzjährig eingesetzt, um größere Flächen offen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz müssen landwirtschaftlich genutzte Flächen von sogenannten Problempflanzen freigehalten werden. Bei nicht sachgerechter Sanierung können Flächen von der landwirtschaftlichen Nutzung ausgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), &amp;amp; Bundesamt für Umwelt (BAFU). (2019). [https://agridea.abacuscity.ch/abauserimage/Agridea_2_Free/4178_3_D.pdf?xet=1748837992443 &amp;#039;&amp;#039;Problempflanzen und Verbuschung: Ein Leitfaden für den Vollzug auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche&amp;#039;&amp;#039;.] Bern: BLW &amp;amp; BAFU.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scrub encroachment|Verbuschung}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160304103934/http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/135029/ Überweidung ist nicht die einzige Ursache für Verbuschung] Bezug zur Savannenverbuschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologischer Prozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogeographie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Didym</name></author>
	</entry>
</feed>