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	<title>Verbrechen - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbrechen&amp;diff=16139&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Naturrechtlicher Verbrechensgehalt */ Tippfehler (Leerzeichen)</title>
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		<updated>2026-01-03T20:35:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Naturrechtlicher Verbrechensgehalt: &lt;/span&gt; Tippfehler (Leerzeichen)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein schwerwiegender Verstoß gegen die [[Rechtsordnung]] einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] oder die Grundregeln menschlichen Zusammenlebens verstanden. Allgemein gesprochen handelt es sich um eine von der Gemeinschaft als [[Unrecht]] betrachtete und von ihrem [[Gesetzgeber]] als [[Kriminalität|kriminell]] eingestufte und mit [[Strafe]] bedrohte Verletzung eines [[Rechtsgut]]es durch den von einem oder mehreren [[Täter (Strafrecht)|Tätern]] [[Schuld (Strafrecht)|schuldhaft]] gesetzten, verbrecherischen [[Handeln|Akt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Rechtswissenschaft]] versteht unter einem Verbrechen in erster Linie die strafbare Handlung (Straftat) an sich und als solche. [[Gesellschaftswissenschaft]]lich befasst sich die [[Kriminologie]] mit dem Phänomen des Verbrechens und seinen Erscheinungsformen und Ursachen. Mit den Mitteln und Methoden der Verbrechensbekämpfung und -aufklärung beschäftigt sich die [[Kriminalistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der aus dem französischen Recht stammenden Systematik der strafbaren Handlungen, wie sie in den meisten kontinentaleuropäischen [[Strafrecht]]ssystemen in unterschiedlich abgewandelter Form verwendet wird, stellt das Verbrechen (frz. &amp;#039;&amp;#039;crime&amp;#039;&amp;#039;) die schwerste Form der Straftat dar und steht in dieser Betrachtungsweise dem [[Vergehen]] (frz. &amp;#039;&amp;#039;délit&amp;#039;&amp;#039;) als minderschwerem [[Tatbestand|Straftatbestand]] gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders schwere (ursprünglich: mit dem Verlust des Lebens zu ahndenden) Verbrechen werden auch als [[Kapitalverbrechen]] (von lat. &amp;#039;&amp;#039;caput&amp;#039;&amp;#039; = „Haupt“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Differenzierung zwischen strafbaren Handlungen unterschiedlicher Schwere ist bereits sehr früh in der Rechtsgeschichte belegt. Schon in der [[Constitutio Criminalis Carolina]] wurde zwischen &amp;#039;&amp;#039;causae maiores&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;causae minores&amp;#039;&amp;#039; (schwerwiegenden und minderschweren Anklagegründen) unterschieden; diese Trennung war für die Form der Bestrafung ausschlaggebend: Lebens-, Leibes- und Ehren[[strafe]]n oder [[Geldbuße]] und kurzzeitiges [[Kerker|Gefängnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche [[Reichsstrafgesetzbuch]] (RStGB) von [[1871]] unterschied in § 1 die strafbaren Handlungen in drei Kategorien: Verbrechen, [[Vergehen]] und [[Übertretung]]. Dabei orientierte es sich an dem unter [[Napoléon Bonaparte|Napoleon]] entstandenen französischen [[Code Pénal Impérial]] (1810), dessen Dreiteilung (&amp;#039;&amp;#039;crime – délit – contravention&amp;#039;&amp;#039;) das französische Strafrecht und die eng an das französische angelehnten Systeme (beispielsweise [[Belgien]]s) bis heute bestimmt. Von der angedrohten [[Strafart]] hing die Zuordnung zu den Kategorien ab: Taten, die mit [[Zuchthaus]] oder [[Todesstrafe]] bedroht waren, galten als Verbrechen, Taten die mit [[Gefängnisstrafe]] bedroht waren als Vergehen  und Taten die nur mit geringer [[Geldstrafe]] oder [[Haft]] bis zu sechs Wochen bedroht waren, als Übertretungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland wurde zum 1. April 1970 eine einheitliche [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] geschaffen. Die Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen erfolgt seitdem nach der Mindeststrafe (vgl. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1975 trat in der Bundesrepublik Deutschland an die Stelle dieser [[Trichotomie]] (Dreiteilung) die heute maßgebliche [[Dichotomie]] (Zweiteilung): Seither sind nur noch Verbrechen und Vergehen Straftaten. Die Übertretungen wurden abgeschafft und zum Teil durch [[Ordnungswidrigkeit]]en ersetzt. Ob diese Zweiteilung beibehalten werden soll, ist unter Strafrechtlern umstritten, da ihre praktische Bedeutung relativ gering ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Rechtssystemen gibt es die Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen nicht oder nicht mehr. Beispielsweise existieren in den ebenfalls vom französischen Modell ausgehend entwickelten Strafrechten [[Italien]]s, [[Spanien]]s und der [[Niederlande]] für Bagatellstraftaten zwar weiterhin die Übertretungen (&amp;#039;&amp;#039;contravvenzioni&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;faltas&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;overtredingen&amp;#039;&amp;#039;), alle anderen Straftaten werden dagegen einheitlich als „Delikte“ oder „Vergehen“ (&amp;#039;&amp;#039;delitti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;delitos&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;misdrijven&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Trotzdem werden auch hier schwere und weniger schwere Tatbestände entsprechenden Unterkategorien zugeordnet. In den meisten Rechtsordnungen des [[Common Law]] gibt es die Unterscheidung zwischen schweren oder „kapitalen“ Verbrechen (&amp;#039;&amp;#039;felonies&amp;#039;&amp;#039;) und weniger schweren kriminellen Verfehlungen (&amp;#039;&amp;#039;misdemeanors&amp;#039;&amp;#039;), wobei der eigentliche Ausdruck „Verbrechen“ (&amp;#039;&amp;#039;crime&amp;#039;&amp;#039;) im Englischen als Oberbegriff dient und systematisch eher der „Straftat“ als solchen entspricht. Die Unterscheidung ist wie im deutschen Recht das Strafmaß, doch während es im deutschen Recht auf das Mindestmaß (1 Jahr) der Strafe ankommt, wird in den Vereinigten Staaten nach dem Höchstmaß (1 Jahr) unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formeller Verbrechensbegriff ==&lt;br /&gt;
=== In Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Warnhinweis auf einer 1000 DM-Banknote (Serie 3).jpg|mini|Verbrechenstatbestand für [[Geldfälschung]] und Inumlaufbringen von falschen oder gefälschten Banknoten auf den Banknoten der [[Deutsche Mark|DM]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Strafrecht werden gemäß {{§|12|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuch]] (StGB) als Verbrechen alle gesetzlich normierten Delikte bewertet, die mit mindestens einem Jahr [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] bedroht sind (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Raub]], schwere [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]], Körperverletzung mit Todesfolge, [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]], [[Mord]], [[Brandstiftung]], [[Sexueller Missbrauch von Kindern (Deutschland)|sexueller Missbrauch von Kindern]], [[Rechtsbeugung]], [[Abgeordnetenbestechung|Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern]], [[Geldfälscher|Geldfälschung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delikte mit Androhung einer geringeren Mindeststrafe werden gemäß {{§|12|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 StGB als [[Vergehen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist für ein Vergehen in besonders schweren Fällen eine Mindeststrafe von einem Jahr oder mehr vorgesehen, bleibt die Tat dennoch ein Vergehen; Gleiches gilt entsprechend auch umgekehrt, wenn bei einem Verbrechen für minder schweren Fälle eine niedrigere Mindeststrafe angedroht wird ({{§|12|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 StGB). Unbeachtliche oder unbenannte Strafverschärfungen oder -milderungen sind dabei solche, bei denen die Voraussetzungen der Modifizierung nicht oder zumindest nicht abschließend aus dem Gesetz hervorgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henning Radtke]] in: Münchener Kommentar zum StGB, 4. Auflage 2020, StGB §&amp;amp;nbsp;12 Rn. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechendes gilt für [[Regelbeispiel]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Hecker]] in: Schönke/Schröder Strafgesetzbuch, 30. Auflage 2019, StGB §&amp;amp;nbsp;12 Rn. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit kann die effektive Mindeststrafe eines Verbrechens unter einem Jahr liegen und die eines Vergehens über ein Jahr hinausgehen. Die Einteilung kann sich aber ändern, wenn das Gesetz aus einem Tatbestand durch Hinzufügen weiterer Merkmale (benannte Strafänderungen) einen neuen Tatbestand bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Heger]] in Lackner/Kühl, StGB, 29. Auflage 2018, StGB §&amp;amp;nbsp;12 Rn.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Verbrechen und Vergehen wirkt sich auch auf die Strafbarkeit eines [[Versuch (Strafrecht)|Tatversuchs]] aus, der gemäß {{§|23|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 StGB bei Verbrechen immer strafbar ist, bei Vergehen dagegen nur dann, wenn es im Gesetz ausdrücklich so bestimmt ist (versuchter [[Hausfriedensbruch (Deutschland)|Hausfriedensbruch]] ist demnach z.&amp;amp;nbsp;B. nicht strafbar). Auch ist der [[Versuch der Beteiligung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. versuchte Anstiftung) bei einem Verbrechen strafbar, der zu einem Vergehen jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für den Verlust von [[Beamtentum|Amtsfähigkeit]] und [[Wahlrechtsausschluss|Wählbarkeit]] spielt nach {{§|45|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 StGB die Unterscheidung zwischen Verbrechen und Vergehen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Einteilung der Straftaten in Verbrechen und Vergehen ergeben sich auch [[strafprozessrecht]]liche Konsequenzen, etwa für die Bestimmung der [[Sachliche Zuständigkeit|sachlichen Zuständigkeit]] der [[Gericht]]e. Des Weiteren hat ein [[Angeklagter]], dem ein Verbrechen vorgeworfen wird, nach {{§|140|stpo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;2 der [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Strafprozessordnung]] (StPO) immer Anspruch auf die Bestellung eines [[Pflichtverteidiger]]s, wenn er selbst keinen [[Rechtsanwalt]] als [[Strafverteidiger (Deutschland)|Verteidiger]] benennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Strafbefehlsverfahren (Deutschland)|Strafbefehl]] ist nur für Vergehen vorgesehen ({{§|407|stpo|juris}} StPO), und auch eine [[Einstellung des Strafverfahrens (Deutschland)|Einstellung des Verfahrens]] nach {{§|153|stpo|juris}}, {{§|153a|stpo|juris}}, {{§|154d|stpo|juris}} StPO ist bei Verbrechen nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Österreich ===&lt;br /&gt;
Nach {{§|17|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029558}} des [[Strafgesetzbuch (Österreich)|österreichischen Strafgesetzbuches]] (Einteilung der strafbaren Handlungen) sind Verbrechen „vorsätzliche Handlungen, die mit lebenslanger oder mit mehr als dreijähriger Freiheitsstrafe bedroht sind“ ({{§|17|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029558}} StGB); alle übrigen strafbaren Handlungen sind [[Vergehen]]. Im Unterschied zur deutschen Regelung sind in [[Österreich]] auch der Versuch und die Bestimmung („Anstiftung“) eines Vergehens strafbar. Weiters ist die Zuständigkeit der Gerichte anders geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Das [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|schweizerische Strafgesetzbuch]] definiert Verbrechen als Taten, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind ({{Art.|10|StGB|ch}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 StGB). Vergehen sind Taten, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht sind (Art.&amp;amp;nbsp;10 Abs.&amp;amp;nbsp;3 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Versuch eines Verbrechens oder Vergehens ist strafbar ({{Art.|22|StGB|ch}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 StGB). Entscheidend ist hierbei der «point of no return» – der letzte entscheidende Schritt, von dem es kein Zurück mehr gibt. Der subjektive Tatbestand muss genau gleich erfüllt sein, wie beim vollendeten Delikt. Ausgenommen von Strafe ist der «Versuch aus grobem Unverstand», bei dem die von dem Täter verwendeten Mittel nicht tauglich sind, den angestrebten Erfolg zu verwirklichen; oder wenn an dem von dem Täter angegriffenen Objekt das Delikt überhaupt nicht begangen werden kann (Art.&amp;amp;nbsp;22 Abs.&amp;amp;nbsp;2 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übertretungen schliesslich sind Taten, die mit Busse bedroht sind ({{Art.|103|StGB|ch}} StGB). Versuch (und Gehilfenschaft) sind hier nur in vom Gesetz ausdrücklich bestimmten Fällen strafbar ({{Art.|105|StGB|ch}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Liechtenstein ===&lt;br /&gt;
Nach § 17 des [[Strafgesetzbuch (Liechtenstein)|liechtensteinischen Strafgesetzbuches]] (StGB) sind Verbrechen wie in Österreich „vorsätzliche Handlungen, die mit lebenslanger oder mit mehr als dreijähriger Freiheitsstrafe bedroht sind“, während Vergehen „[a]lle anderen strafbaren Handlungen sind, soweit in strafrechtlichen Nebengesetzen nicht etwas anderes bestimmt ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze.li/konso/1988.37 Strafgesetzbuch (StGB) vom 24. Juni 1987], veröffentlicht von der Landesverwaltung des Fürstentums Liechtenstein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materieller Verbrechensbegriff ==&lt;br /&gt;
Der materielle Verbrechensbegriff löst sich von den normativen Vorgaben des Strafrechts. Er ist im Vergleich zum formellen Verbrechensbegriff daher weniger scharf umschrieben und abgegrenzt. Für die Einordnung einer Tat als Verbrechen sind dabei u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Kriterien von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturrechtlicher Verbrechensgehalt ===&lt;br /&gt;
Im [[Naturrecht]] wird eine Trennung in moralisch an sich verwerfliche [[Delikt]]e (&amp;#039;&amp;#039;mala in se&amp;lt;ref&amp;gt;Black, H.C.; Nolan, J.M.; Nolan-Haley, J.M. (1990) Black&amp;#039;s law dictionary (6th edition). St. Paul. MN: West&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;) und schlicht verbotene Delikte (&amp;#039;&amp;#039;mala prohibita&amp;#039;&amp;#039;) vorgenommen. Diese Unterscheidung von natürlichen und bloß konventionellen Verbrechen spielt im [[strafrecht]]lichen Denken des [[Common Law]] noch heute eine bedeutende Rolle. Allerdings ist der „natürliche“ Verbrechensbegriff wegen der ihm innewohnenden Gefahr der [[Willkür (Recht)|Willkür]] und der [[immanent]]en [[Subjektivität]] in der Dogmatik umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehre vom Rechtsgut ===&lt;br /&gt;
Die juristische Lehre vom [[Rechtsgut]] bezeichnet als Verbrechen solche Handlungen, die geeignet sind, geschützte Rechtsgüter in strafwürdiger Weise zu verletzen. Rechtsgüter sind dabei die rechtlich geschützten individuellen Interessen der Teilnehmer am [[Rechtsgeschäft|Rechtsverkehr]]. Dieser „rechtsgutsbezogene“ Verbrechensbegriff ist enger als der natürliche Verbrechensbegriff und knüpft an die normativen Grundlagen einer [[Rechtsordnung]] (Gesellschaft) an. Er steht daher dem formellen Verbrechensbegriff schon recht nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehre vom sozialschädlichen Verhalten ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Sozialwissenschaften]] stammt der Begriff des [[Asozialität|antisozialen Verhaltens]], das im Kontext sozial unangepassten oder abweichenden Verhaltens ([[Devianz]]) definiert wird. Der daraus erwachsende Verbrechensbegriff stützt sich auf ein sozialwissenschaftliches Verständnis vom Handeln des Einzelnen in der Gesellschaft und bezieht in besonders hohem Maße Erkenntnisse der Kriminalistik ein. Um einen handhabbaren Verbrechensbegriff zu liefern, benötigt jedoch auch dieser Ansatz eine normative Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der interaktionistische Verbrechensbegriff ===&lt;br /&gt;
In der [[Kriminologie]] hat sich mittlerweile auch ein sogenannter „interaktionistischer Verbrechensbegriff“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Singelnstein, Tobias|Verlag=Uni-Taschenbücher GmbH. |Titel=Kriminologie Eine Grundlegung |Auflage=7. grundl. überarb. Aufl. |Ort=Bern |Datum= |ISBN=978-3-8252-4683-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; etabliert. Dieser bezeichnet Handlungen als Verbrechen, die von Strafverfolgungsinstanzen und der Gesellschaft entsprechend behandelt werden. Eine Besonderheit besteht hierbei darin, dass nicht entdeckte Straftaten nicht unter diesen Begriff fallen, da gegen sie mangels Wissen auch keine Sanktionierung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
In Deutschland gelten unter anderem folgende Verbrechenstatbestände:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafgesetzbuch ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
! [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|§ StGB]]&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
!data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| Mindeststrafe / Jahre&lt;br /&gt;
!data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| Höchststrafe / Jahre&lt;br /&gt;
!data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| Todesfolge&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|81|stgb|juris}}   || [[Hochverrat]] gegen den Bund || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;| ∞ ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|82|stgb|juris}}   || Hochverrat gegen ein Land || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|83|stgb|juris}}   || Vorbereitung eines hochverräterischen&amp;lt;br /&amp;gt;Unternehmens gegen den Bund || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|94|stgb|juris}}   || Landesverrat || 1 ||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;| ∞ ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|96|stgb|juris}}   || [[Landesverrat|Landesverräterische]] [[Spionage|Ausspähung]] || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|100|stgb|juris}}  || Friedensgefährdende Beziehungen||data-sort-value=&amp;quot;1&amp;quot;| 1&amp;lt;br /&amp;gt; ||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;| ∞ ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|105|stgb|juris}}  || Nötigung von [[Verfassungsorgan]]en|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|108e|stgb|juris}} || [[Abgeordnetenbestechung|Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern]] ||1 ||10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|129a|stgb|juris}} || [[Bildung terroristischer Vereinigungen]]|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|129a|stgb|juris}} || Rädelsführer und Hintermänner einer terroristischen Vereinigung ||data-sort-value=&amp;quot;1,6&amp;quot;| 1 oder 3 ||data-sort-value=&amp;quot;13&amp;quot;| 15 oder 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|146|stgb|juris}}  || [[Geldfälschung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;gewerbs- und bandenmäßig&amp;lt;/small&amp;gt;||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1&amp;lt;br /&amp;gt;2 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|152b|stgb|juris}} || Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;gewerbs- und bandenmäßig&amp;lt;/small&amp;gt;||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1&amp;lt;br /&amp;gt;2 ||data-sort-value=&amp;quot;12&amp;quot;| 10&amp;lt;br /&amp;gt;15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|154|stgb|juris}}  || [[Meineid#Deutschland|Meineid]] || 1 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|176|stgb|juris}}  || [[Sexueller Missbrauch von Kindern (Deutschland)|Sexueller Missbrauch von Kindern]] || 1 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞ {{§|176d|stgb|juris}}&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|176c|stgb|juris}} || Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern ||data-sort-value=&amp;quot;2,5&amp;quot;| 2 oder 5 || 15 || 10-∞ {{§|176d|stgb|juris}}&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|177|stgb|juris}}  || schwere Fälle von sexueller Übergriff, [[sexuelle Nötigung]], [[Vergewaltigung]]||data-sort-value=&amp;quot;1,8&amp;quot;| 1,2,3 oder 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞ {{§|178|stgb|juris}}&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|184b|stgb|juris}} || Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischen Inhalte||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1 oder 2 ||data-sort-value=&amp;quot;5,9&amp;quot;| 5, 10 oder 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|211|stgb|juris}}  || [[Mord (Deutschland)|Mord]]||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;| ∞ ||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;|  ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|212|stgb|juris}}  || [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]]|| 5 ||data-sort-value=&amp;quot;100&amp;quot;| ∞ ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|221|stgb|juris}}  || schwere [[Aussetzung (Strafrecht)|Aussetzung]] || 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;3,9&amp;quot;| 3-15&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|225|stgb|juris}}  || schwere [[Misshandlung von Schutzbefohlenen]] || 1 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|226|stgb|juris}}  || [[Schwere Körperverletzung (Deutschland)|Schwere Körperverletzung]]|| 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;3,9&amp;quot;| 3–15 ( {{§|227|stgb|juris}})&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|226|stgb|juris}}  || Absichtliches oder wissentliches Herbeiführen der schweren Verletzung || 3 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|226a|stgb|juris}} || Verstümmelung weiblicher Genitalien || 1 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|232a|stgb|juris}} || schwere [[Zwangsprostitution]] || 1 ||data-sort-value=&amp;quot;12&amp;quot;| 10 oder 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|232b|stgb|juris}} || schwere [[Zwangsarbeit]] || 1 ||data-sort-value=&amp;quot;12&amp;quot;| 10 oder 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|233a|stgb|juris}} || schwere Ausbeutung der Arbeitskraft unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|234|stgb|juris}}  || [[Menschenraub]]|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|234a|stgb|juris}} || Verschleppung || 1 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|235|stgb|juris}}  || schwere [[Entziehung Minderjähriger]] || 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;3,9&amp;quot;| 3-15&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|239|stgb|juris}}  || schwere [[Freiheitsberaubung]] || 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;3,9&amp;quot;| 3-15&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|239a|stgb|juris}} || [[Erpresserischer Menschenraub]]|| 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|239b|stgb|juris}} || Geiselnahme || 5 || 15 || 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|244|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;4 || [[Wohnungseinbruchdiebstahl]]|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|244a|stgb|juris}} || Schwerer Bandendiebstahl|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|249|stgb|juris}}  || [[Raub (Deutschland)|Raub]]|| 1 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞ ({{§|251|stgb|juris}})&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|250|stgb|juris}}  || [[Raub (Deutschland)#Schwerer Raub, § 250 Abs. 1 StGB|Schwerer Raub]]|| 3 oder 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;|10-∞ (§ 251)&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|252|stgb|juris}}  || [[Räuberischer Diebstahl]]|| 1 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞ (§ 251)&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|255|stgb|juris}}  || [[Räuberische Erpressung]]|| 1 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;|10-∞  (§ 251)&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|260a|stgb|juris}} || Gewerbsmäßige Bandenhehlerei || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|263|stgb|juris}}  || Gewerbsmäßiger Bandenbetrug || 1 || 10&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|306|stgb|juris}}  || [[Brandstiftung]]|| 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞ ({{§|306c|stgb|juris}})&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|306a|stgb|juris}} || [[Schwere Brandstiftung]]|| 1 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;|10-∞ ({{§|306c|stgb|juris}})&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|306b|stgb|juris}} || Besonders schwere Brandstiftung ||data-sort-value=&amp;quot;2,5&amp;quot;| 2 oder 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;|10-∞ ({{§|306c|stgb|juris}})&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|307|stgb|juris}}  || Herbeiführen einer Explosion durch Kernenergie || 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|307|stgb|juris}}  || Fahrlässige Gefährdung durch Herbeiführen einer Explosion durch Kernenergie || 1 || 10 ||data-sort-value=&amp;quot;5,9&amp;quot;| 5-15&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|308|stgb|juris}}  || [[Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion]]||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1 oder 2 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|309|stgb|juris}}  || Missbrauch ionisierender Strahlen ||data-sort-value=&amp;quot;1,7&amp;quot;| 1 oder 2 oder 5 || 10 oder 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|310|stgb|juris}}  || Vorbereitung eines Nuklearexplosionsverbrechens || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|313|stgb|juris}}  || Herbeiführen einer Überschwemmung ||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1 oder 2 || 10 oder 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|314|stgb|juris}}  || [[Gemeingefährliche Vergiftung]]||data-sort-value=&amp;quot;1,5&amp;quot;| 1 oder 2 || 10 oder 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|315|stgb|juris}}  || [[Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr]] in schweren Fällen || 1 || 15 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|315c|stgb|juris}} || [[Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr]] in schweren Fällen || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|316a|stgb|juris}} || [[Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer]] || 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|316c|stgb|juris}} || [[Angriffe auf den Luft- und Seeverkehr]] || 5 || 15 ||data-sort-value=&amp;quot;50&amp;quot;| 10-∞&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|339|stgb|juris}}  || Rechtsbeugung || 1 || 5 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|343|stgb|juris}}  || Aussageerpressung || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|344|stgb|juris}}  || [[Verfolgung Unschuldiger]]|| 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|345|stgb|juris}}  || Vollstreckung gegen Unschuldige || 1 || 10 ||&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
| {{§|356|stgb|juris}}  || schwerer [[Parteiverrat]] || 1 || 5&lt;br /&gt;
|--&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Verbrechenstatbeständen gelten für minder schwere Fälle niedrigere Strafdrohungen, die Taten gelten dann aber trotzdem als Verbrechen (vgl. oben „Formeller Verbrechensbegriff“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Völkerstrafrecht ===&lt;br /&gt;
* [[Völkermord]] nach {{§|6|VStGB|dejure}} [[Völkerstrafgesetzbuch]] (VStGB)&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] nach {{§|7|VStGB|dejure}} VStGB&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverbrechen]] nach {{§|8—12|VStGB|dejure}} VStGB&lt;br /&gt;
* [[Verbrechen der Aggression]] nach § 13 VStGB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebenstrafgesetze ===&lt;br /&gt;
* Unerlaubter Handel mit [[Betäubungsmittel]]n in nicht geringer Menge oder zwischen einer Person über 21 und einer unter 18 Jahren ({{§|29a|btmg_1981|juris}} [[Betäubungsmittelgesetz (Deutschland)|Betäubungsmittelgesetz]] (BtMG))&lt;br /&gt;
* Unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln bei gewerbs- oder bandenmäßiger Begehung oder bei Todesfolge, unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge  ({{§|30|btmg_1981|juris}} BtMG)&lt;br /&gt;
* Bestimmen einer Person unter 18 durch eine Person über 21 Jahren  zum unerlaubten Handeln mit Betäubungsmitteln, unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge bei bandenmäßiger Begehung oder Bewaffnung,  ({{§|30a|btmg_1981|juris}} BtMG)&lt;br /&gt;
* Verbreitung und Herstellung von [[Selbstladewaffe]]n ({{§|52a|waffg_2002|juris}} [[Waffengesetz (Deutschland)|Waffengesetz]])&lt;br /&gt;
* [[Schleusungskriminalität|Einschleusen von Ausländern]],  bei gewerbs- und bandenmäßiger Begehung oder Todesfolge ({{§|96|aufenthg_2004|juris}}, {{§|97|aufenthg_2004|juris}} [[Aufenthaltsgesetz]])&lt;br /&gt;
* Gewerbs- und bandenmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung ({{§|84a|asylvfg_1992|juris}} [[Asylgesetz (Deutschland)|Asylgesetz]])&lt;br /&gt;
* {{§|17|AWG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 bis&amp;amp;nbsp;3 und {{§|18|AWG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;7 und&amp;amp;nbsp;8 [[Außenwirtschaftsgesetz]]&lt;br /&gt;
* {{§|19-20a|KrWaffKontrG|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;19 bis&amp;amp;nbsp;20a}} und {{§|22a|krwaffkontrg|juris}} [[Kriegswaffenkontrollgesetz]] (KrWaffKontrG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Störung des Sozialverhaltens]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziale Persönlichkeitsstörung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Josette Baer, [[Wolfgang Rother (Philosoph)|Wolfgang Rother]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen und Strafe&amp;#039;&amp;#039;. Colmena, Basel 2017.&lt;br /&gt;
* Michael Jasch, [[Cornelius Prittwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Stefan Gosepath]], [[Wilfried Hinsch]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der politischen Philosophie und Sozialphilosophie&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Berlin 2008, S. 1398–1401.&lt;br /&gt;
* [[Bernd-Dieter Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriminologie.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2003.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Mannheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Kriminologie.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Rother (Philosoph)|Wolfgang Rother]]: &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen, Folter und Todesstrafe. Philosophische Argumente der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Geleitwort von [[Carla Del Ponte]]. Schwabe, Basel 2010.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Gustav Karl Starke: &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen und Verbrecher in [[Preußen]] 1854–1878: eine kulturgeschichtliche Studie; mit zwölf graphischen Tafeln.&amp;#039;&amp;#039; Enslin, Berlin 1884 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-98201}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=s|GND=4062653-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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