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	<title>Verbrannte Erde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbrannte_Erde&amp;diff=66835&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17469-34: /* Anwendung */ deutsch</title>
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		<updated>2026-03-20T15:12:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anwendung: &lt;/span&gt; deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sodankylä 1944.jpg|miniatur|275px|rechts|Finnland 1944: Im deutsch-finnischen [[Lapplandkrieg]] zerstörtes [[Sodankylä]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbrannte Erde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine seit der Antike praktizierte [[Taktik (Militär)|Kriegstaktik]], bei der eine [[Heer|Armee]] alles zerstört, was dem Gegner in irgendeiner Weise nützen könnte, also [[Gleis]]e, [[Straße]]n, [[Brücke]]n, liegengebliebene [[Fahrzeug]]e, Lebensmittelvorräte, [[Fabrik]]en, Wohnhäuser und manchmal bis hin zur kompletten Zerstörung von [[Stadt|Städten]] und Dörfern. Technische Werkzeuge, als Beispiele in jüngerer Geschichte, die verheerende Schäden für die Zivilbevölkerung hinterlassen, sind [[Schienenwolf]], [[Flammenwerfer]] und [[Brandbombe]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taktik der &amp;#039;&amp;#039;verbrannten Erde&amp;#039;&amp;#039; kommt dann zur Anwendung, wenn entweder die sich zurückziehende [[Armee]] nicht damit rechnen kann, in nächster Zeit besetztes oder eigenes [[Gebiet]] zurückzuerobern, oder der Gegner [[Guerilla]]taktik anwendet und auf die Unterstützung der Bevölkerung zählen kann. Im zweiten Falle kalkuliert die Taktik der verbrannten Erde bewusst ein, dass dies auch auf Kosten der eigenen Bevölkerung geht. In allen Fällen hat die Anwendung dieser Taktik oft Hungersnöte und andere schwerwiegende Auswirkungen zur Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist, ob die Taktik ein angegriffener Staat zur eigenen Verteidigung oder eine Kriegspartei, die ein Land überfällt, anwendet. Dementsprechend ist diese Kriegshandlung bereits seit Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts für Besatzungsarmeen durch die [[Haager Landkriegsordnung]] als [[völkerrecht]]swidrig geächtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Völkerrecht ==&lt;br /&gt;
Die Haager Landkriegsordnung in der Fassung von 1907&amp;lt;ref&amp;gt;Veröffentlichungen der Eidgenössischen Bundesbehörden [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c0_515_112.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt; legt in folgenden Artikeln einerseits fest:&lt;br /&gt;
* Art. 52: Die Bevölkerung eines Landes kann grundsätzlich zu „Natural- und Dienstleistungen“ herangezogen werden, die aber nur für die Bedürfnisse des Besetzungsheeres bestimmt sein dürfen und im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des besetzten Landes stehen müssen. Die Bevölkerung darf außerdem vom Besatzer nicht zu Kriegsunternehmungen gegen das eigene Vaterland gezwungen werden. Es sind bei nicht sofortiger Bezahlung Empfangsbestätigungen auszustellen sowie auf baldige Bezahlung hinzuwirken.&lt;br /&gt;
* Art. 53: Ein Besatzer darf nur solche „Art von Kriegsvorräten“ beschlagnahmen, die zu militärischen Aktionen dienen.&lt;br /&gt;
* Art. 55: Jede Besatzungsarmee soll unter Wahrung der Sorgfaltspflicht nur als verwaltender „Nutznießer der öffentlichen Gebäude, Liegenschaften, Wälder und landwirtschaftlichen Betriebe“ fungieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feindliches Eigentum darf nur in militärisch dringend gebotenen Fällen zerstört oder weggenommen werden (Art. 22, 23). Insbesondere ist es verboten, unverteidigte Städte, Dörfer, Wohnstätten oder Gebäude anzugreifen oder zu beschießen (Art. 25). Religiöse, historische, kulturelle und medizinische Gebäude und Einrichtungen, die keinem militärischen Zweck dienten, sind zu schonen (Art. 27).&lt;br /&gt;
[[Datei:Nürnberg Keitel.jpg|miniatur|Chef des [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] [[Wilhelm Keitel|Keitel]] (links) als Angeklagter beim Nürnberger Prozess]]&lt;br /&gt;
Diese Bestimmungen wurden allgemein formuliert und lassen im Einzelfall Interpretationsspielräume offen. Eindeutig war jedoch die Absicht aller Bestimmungen, das Ausmaß von Zerstörung und Verwüstung auf das militärisch notwendige Minimum zu begrenzen. Die Bestimmungen sind durch weitere Abkommen ergänzt worden. Die Artikel der Fassung von 1907 und spätere Vereinbarungen sind bis in die Gegenwart in vollem Umfang gültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher]] wurde Ende 1945 klargestellt, dass die Maßnahme der verbrannten Erde bei unverhältnismäßiger Zerstörung, der Plünderung von staatlichem oder privatem Besitz und wegen der [[Deportation]] von Zivilpersonen aus den besetzten Gebieten ein Kriegsverbrechen darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/imt/verf/01046/ Nürnberger Prozess], Justiz in Bayern, OLG Nürnberg, abgerufen am 20. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge wurden Verantwortliche wie z. B. General [[Hermann Balck|Balck]] in Nachfolgeprozessen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Frühe Fälle der Anwendung lassen sich für Russland in den Jahren [[Russlandfeldzug Karls XII.|1708]] und [[Russlandfeldzug 1812|1812]] nachweisen. 1864 verwüsteten Nordstaaten-Truppen im [[Sezessionskrieg]] bei [[William T. Sherman#Shermans Marsch zum Meer|Shermans Marsch zum Meer]] Teile der Südstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserreich Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Um den Vormarsch der russischen Truppen in [[Galizien]] zu behindern, vernichtete die [[Gemeinsame Armee|Österreichisch-Ungarische Armee]] auf ihrem Rückzug systematisch ganze Dörfer und vertrieb deren Bevölkerung, was eine enorme Flüchtlingswelle zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Mentzel: [https://waltermentzel.wordpress.com/portfolio/kriegsfluechtlinge-im-ersten-weltkrieg/ &amp;#039;&amp;#039;Kriegsflüchtlinge im Ersten Weltkrieg in Österreich-Ungarn&amp;#039;&amp;#039;], [[Abstract]] der 1997 erschienenen Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Kriegsflüchtlinge in Cisleithanien im Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 6. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Wotapek: [http://othes.univie.ac.at/59546/1/63658.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die provisorische Unterbringung cisleithanischer Flüchtlinge im Bezirk Gmünd ab 1914&amp;#039;&amp;#039;], Wien 2019, S.&amp;amp;nbsp;41, abgerufen am 6. Februar 2021 (PDF, 2,35&amp;amp;nbsp;[[Byte|MB]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Kaiserreich im Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Vor dem Rückzug auf die [[Siegfriedstellung]] wurde 1917 das zu räumende Gebiet an der [[Somme]] im Rahmen des [[Unternehmen Alberich|Unternehmens Alberich]] systematisch verwüstet und die Einwohner deportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/alberichs-grause-arbeit-in-den-doerfern-der-somme-1775225.html Alberichs grause Arbeit in Dörfern der Somme], FAZ, 25. Februar 2009, abgerufen am 26. Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Zwei Wochen nach Beginn des deutschen [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Angriffs auf die Sowjetunion]] befahl [[Josef Stalin]], die wirtschaftlich kriegswichtige Infrastruktur [[Ostverlagerung sowjetischer Industriebetriebe im Zweiten Weltkrieg|in den Osten der Sowjetunion zu evakuieren]] und alle Güter in den von den deutschen Truppen bedrohten Gebieten, die diesen von Nutzen sein könnten, zu zerstören. Er reagierte mit der Anwendung dieser Taktik als Verteidigungsmittel wie zuvor [[Alexander I. (Russland)|Alexander I.]] gegenüber dem Eroberungsversuch [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] und wie [[Peter I. (Russland)|Peter der Große]] gegenüber [[Karl XII. (Schweden)|Karl XII.]] Die Aufgabe übernahmen die paramilitärischen [[Vernichtungsbataillon]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Dimitri Wolkogonow]] erließ Stalin am 17.&amp;amp;nbsp;November 1941 den „[[Fackelmänner-Befehl]]“: Demnach waren „alle Siedlungspunkte, an denen sich deutsche Truppen befinden, auf 40 bis 60 Kilometer ab der Hauptkampflinie in die Tiefe zu zerstören und in Brand zu setzen&amp;amp;nbsp;…“. „Zur Vernichtung der Siedlungspunkte“, „zur Inbrandsetzung und Sprengung der Siedlungspunkte“, also der Dörfer, seien Luftwaffe, Artillerie und Jagdkommandos einzusetzen. Wolkogonow beschreibt, wie die eigene Armee unzählige sowjetische Dörfer vernichtete. Andere Orte wurden von Deutschen in Brand gesetzt, um Partisanenaktionen zu bestrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dimitri Wolkogonow: &amp;#039;&amp;#039;Stalin – Triumph und Tragödie.&amp;#039;&amp;#039; Econ, Düsseldorf/Wien 1993, ISBN 3-612-26011-1, S. 617.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Schlacht um Moskau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Reich im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|ARLZ-Maßnahmen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-308-0799R-11, Italien, Itri, Schienenwolf zerstört Gleise.jpg|mini|hochkant|Italien 1944: Zerstörung von Bahngleisen mittels &amp;#039;&amp;#039;[[Schienenwolf]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Erstmals wandte die deutsche Seite die Strategie in großem Umfang während ihres in weiten Teilen unkoordinierten Rückzugs nach der verlorenen [[Schlacht um Moskau]] um den Jahreswechsel 1941/42 herum an. Ziel war es, die nachdrängenden sowjetischen Kräfte zu verlangsamen und durch die Entziehung potenzieller Unterkünfte abzunutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Stein |Titel=Kontrollverlust und unumkehrbare Tatsachen. Die deutschen Rückzüge an der Ostfront des Zweiten Weltkriegs |Sammelwerk=[[Militärgeschichtliche Zeitschrift]] |Band=81 |Nummer=1 |Datum=2022-05-06 |Seiten=96 |DOI=10.1515/mgzs-2022-0004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der [[Schlacht von Stalingrad|Niederlage von Stalingrad]] befahl [[Adolf Hitler]] Anfang 1943, Waffen und Gerät nicht unzerstört in Feindeshand fallen zu lassen sowie alle Dörfer und Unterkunftsmöglichkeiten zu vernichten. Alle Männer zwischen 15 und 65 Jahren seien von der Truppe für [[Schanze (Festungsbau)|Schanzarbeiten]] mitzuführen. Entsprechend wurde von den deutschen Truppen auf ihrem Rückzug Vieh vertrieben, Maschinenparks demontiert oder zerstört und wurden Städte, Dörfer und Getreidefelder abgebrannt und Massendeportationen vorgenommen. Als Bezeichnung für das planmäßige Vorgehen bürgerte sich die Abkürzung ARLZ-Maßnahmen für die aufeinanderfolgenden Schritte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;uflockerung, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;äumung, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ähmung und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erstörung ein. Die deutschen Truppen entwickelten dabei eine große Zerstörungswut und verstießen zunehmend gegen das Plünderungsverbot. Wegen des [[Kriegsgerichtsbarkeitserlass]]es fehlte den Truppenkommandeuren weitgehend die Möglichkeit, mit Kriegsgerichtsverfahren gegen ihre eigenen marodierenden Truppen durchzugreifen. Die Verschleppung der Zivilbevölkerung sollte dem Gegner auch deren Arbeitskraft entziehen. Arbeitsfähige wurden zur [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeit]] ins Deutsche Reich verschickt oder mussten völkerrechtswidrig [[Tross]]- und Schanzarbeiten für die [[Wehrmacht]] leisten. So hielt sich die [[253. Infanterie-Division (Wehrmacht)|253. Infanteriedivision]] Ende April 1943 neben 1381 als „[[Hilfswilliger|Hiwis]]“ tätigen Sowjetbürgern auch 853 Zwangsarbeiterinnen, die in Kasernen untergebracht waren. Evakuierte wurden in Trecks von einigen zehntausend Menschen in Richtung Westen in Marsch gesetzt, immer wieder ohne ausreichende Versorgung und Unterbringung. Durch die Verwüstung des besetzten Landes erhielten die Partisanen starken Zulauf und gewannen gebietsweise die Oberhand.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Die Aporie des Krieges in&amp;#039;&amp;#039;: [[Karl-Heinz Frieser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9, &amp;#039;&amp;#039;Die Ostfront 1943/44&amp;#039;&amp;#039;, München 2007, ISBN 978-3-421-06235-2, S. 256&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, erließ Hitler den [[Nerobefehl]] (&amp;#039;&amp;#039;Alle militärischen Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie- und Versorgungsanlagen sowie Sachwerte innerhalb des Reichsgebietes, die sich der Feind zur Fortsetzung seines Kampfes irgendwie sofort oder in absehbarer Zeit nutzbar machen kann, sind zu zerstören&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Kriege ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Nachweise fehlen, dass die genannten Operationen von Historikern der Taktik „verbrannte Erde“ zugeordnet werden. Insbesondere Vietnam.}}&lt;br /&gt;
* der Drogenkonflikt in [[Lateinamerika]] seit Mitte der 1990er Jahre, {{Hauptartikel|Verbrannte Erde in Lateinamerika}}&lt;br /&gt;
* im [[Gallischer Krieg#Der gallische Aufstand unter Vercingetorix (52 v. Chr.)|Gallischen Krieg]] von den Kelten unter [[Vercingetorix]] gegen die Römer genutzt&lt;br /&gt;
* Beim Einmarsch des Kaisers [[Maximinus Thrax]] in [[Italien]] erwartete diesen im Gebiet um die Stadt [[Aquileia]] verbrannte Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Die Soldatenkaiser.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, S. 33, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* beim [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzug]] von Sultan [[Kılıç Arslan I.]] gegen die [[Kreuzzug|Kreuzfahrer]] bei ihrem Marsch durch [[Anatolien]]&lt;br /&gt;
* Die [[Mamelucken]]sultane ließen bei der Vertreibung der Kreuzfahrer Ende des 13. Jahrhunderts die Küstenstädte der [[Levante]] (bis auf [[Beirut]]) vernichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Fuess: &amp;#039;&amp;#039;Verbranntes Ufer.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Auswirkungen mamlukischer Seepolitik auf Beirut und die syro-palästinensische Küste (1250 - 1517).&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation an der Univ. Köln 2000), Brill, Leiden, 2001, ISBN 978-90-04-12108-9, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Krieg]]&lt;br /&gt;
* während der spanischen [[Reconquista]] 718–1492&lt;br /&gt;
* Im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] ließ Ludwig XIV. unter General [[Ezéchiel de Mélac|de Mélac]] große Teile der Pfalz und Nord-Baden-Württembergs vernichten. Vor allem das Rhein-Neckar-Gebiet mit Mannheim und Heidelberg waren betroffen. Siehe auch [[Heidelberger Schloss#Im Pfälzischen Erbfolgekrieg|Zerstörung des Heidelberger Schlosses]]. Des Monarchen Befehl „Brulez le Palatinat“ (Verbrennt die Pfalz) steht in unmittelbarem Zusammenhang mit verbrannter Erde.&lt;br /&gt;
* im [[Zweiter Burenkrieg|Burenkrieg]] von den Briten unter [[Horatio Herbert Kitchener|Kitchener]] genutzt&lt;br /&gt;
* im [[Sezessionskrieg|Amerikanischen Bürgerkrieg]] von General Sherman im &amp;#039;&amp;#039;[[William T. Sherman#Shermans Marsch zum Meer|Marsch zum Meer]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* im [[Philippinisch-Amerikanischer Krieg|Philippinisch-Amerikanischen Krieg]] durch die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
* von der deutschen [[Schutztruppe]] während des [[Maji-Maji-Aufstand]]es in der [[Deutsch-Ostafrika]]nischen Kolonie angewandt&lt;br /&gt;
* Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vergifteten Truppen beider Kriegsparteien beim Rückzug an der Ostfront Brunnen, verbrannten Dörfer und töteten Vieh.&lt;br /&gt;
* Im Dezember 1941 erhielt General [[Okamura Yasuji]] vom Hauptquartier (&amp;#039;&amp;#039;[[Daihon’ei]]&amp;#039;&amp;#039;) der Kaiserlich Japanischen Armee den Befehl Nr. 575, der die [[Politik der dreifachen Auslöschung]] ({{zh|v=三光政策|p=sānguāng zhèngcè|b=alles niederbrennen, niedermetzeln und ausplündern|en=Three Alls Policy}}, {{jaS|燼滅作戦}}, &amp;#039;&amp;#039;jinmetsu sakusen&amp;#039;&amp;#039;, „Operation Einäschern und Vernichten“) in Nordchina einführte und in erster Linie den Widerstand der [[Volksbefreiungsarmee|Roten Armee]] brechen sollte. Die daraufhin praktizierte Taktik der verbrannten Erde kostete nach Ansicht einiger Historiker die Leben von über 2,7 Millionen Chinesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitsuyoshi Himeta ({{lang|ja|姫田光義}}): {{lang|ja|日本軍による『三光政策・三光作戦をめぐって』}} (&amp;#039;&amp;#039;Concerning the Three Alls Strategy/Three Alls Policy By the Japanese Forces&amp;#039;&amp;#039;), Iwanami Bukkuretto, 1996, Bix, Hirohito and the Making of Modern Japan, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die deutsche Wehrmacht wandte sie im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auch beim Rückzug aus dem [[Finnland|finnischen]] [[Lappland]] und nördlichen [[Norwegen]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe „Wider das Vergessen“ [http://www.71nord.de/Erinnern.html#Zerst%C3%B6rungFinnmark Arbeitsgruppe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Geschichte der Hurtigrute von 1940 bis 1945“ {{Webarchiv|url=http://www.norwegische-postschiffe.de/hr_info_hist_1939_1945.htm |wayback=20160303175011 |text=Hurtigrute }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Vietnamkrieg]] verwendete die USA [[Herbizid]]e wie [[Agent Orange]], um Ernten zu zerstören und Waldland zu entlauben. Den Gegnern sollten damit Nahrungsbasis und Sichtschutz genommen werden. Auch [[Napalm]] wurde für diesen Zweck verwendet.&lt;br /&gt;
* Im [[Krieg in Afghanistan|Krieg in Afghanistan von 1996 bis 2001]] verfolgten die [[Taliban]] eine Politik der verbrannten Erde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPR&amp;quot;&amp;gt;{{cite news| url=http://www.npr.org/programs/morning/features/2002/aug/afghanistan/| work=NPR| title=Re-Creating Afghanistan: Returning to Istalif| date=2002-08-01| accessdate=2020-06-28| archiveurl=https://web.archive.org/web/20131023072254/http://www.npr.org/programs/morning/features/2002/aug/afghanistan/| archivedate=2013-10-23| offline= |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|last=Goodson|first=Larry P.|title=Afghanistan&amp;#039;s Endless War: State Failure, Regional Politics and the Rise of the Taliban|year=2002|publisher=University of Washington Press|isbn=978-0-295-98111-6|pages=121 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verbrannten ganze Landstriche und rissen ganze Städte nieder. Die Stadt Istalif, welche über 45.000 Einwohner hatte, wurde z.&amp;amp;nbsp;B. gänzlich zerstört, umliegendes Agrarland wurde in Brand gesteckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NPR&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner wurden ermordet oder vertrieben. Über 160.000 hungernde Flüchtlinge, die durch die Politik der Taliban ihr Zuhause verloren hatten, wurden zudem von den Taliban systematisch von UN-Hilfslieferungen abgeschnitten.&lt;br /&gt;
* Im Zuge der Operation Desertstorm im [[Zweiter Golfkrieg|Zweiten Golfkrieg]] wurden kuwaitische Ölfelder von den sich zurückziehenden irakischen Truppen in Brand gesteckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UN&amp;quot;&amp;gt;{{cite news| url=http://nl.newsbank.com/nl-search/we/Archives?p_product=NewsLibrary&amp;amp;p_multi=APAB&amp;amp;d_place=APAB&amp;amp;p_theme=newslibrary2&amp;amp;p_action=search&amp;amp;p_maxdocs=200&amp;amp;p_topdoc=1&amp;amp;p_text_direct-0=0F8B4F98500EA0F8&amp;amp;p_field_direct-0=document_id&amp;amp;p_perpage=10&amp;amp;p_sort=YMD_date:D&amp;amp;s_trackval=GooglePM| work=Associated Press|title=U.N. says Taliban starving hungry people for military agenda|date=1998-01-07 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Totaler Krieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Florian Wieler, Frédéric Bonnesoeur, Sibylle Suchan-Floß: &amp;#039;&amp;#039;Verbrannte Dörfer. Nationalsozialistische Verbrechen an der ländlichen Bevölkerung in Polen und der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, [[Metropol Verlag]] Berlin, 2024, ISBN 978-3-86331-732-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scorched earth (military)|Verbrannte Erde}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|verbrannte Erde}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=41751324|Titel=Finnland – Wilde Deutsche|Autor=|Jahr=1974|Nr=15|Seiten=128–133|Kommentar=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsvölkerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonomische Kriegsführung]]&lt;/div&gt;</summary>
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