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	<title>Verbannung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Verbannung&amp;diff=41164&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bleichi: /* Bekannte Beispiele */</title>
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		<updated>2026-04-11T16:53:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Beispiele&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Verweisung einer Person aus ihrer angestammten Heimat. Siehe auch: [[Die Verbannung]] (Film), [[In der Verbannung]] (Erzählung), [[Verbannte]] (Theaterstück).}}&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verbannung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Stadt-&amp;#039;&amp;#039;, bzw. &amp;#039;&amp;#039;Landesverweisung&amp;#039;&amp;#039;) – rechtshistorisch abgeleitet aus der [[Bann (Recht)|Banngewalt]] des [[König]]s – ist die [[Ausweisung|Verweisung]] einer Person aus ihrer gewohnten Umgebung oder angestammten [[Heimat]]. Anders als das [[Exil]] ist die Verbannung niemals freiwillig, sondern Folge eines andauernden [[Autorität|autoritativen]] [[Zwangsmittel|Zwangs]], der den Betroffenen die Rückkehr verwehrt oder ihre [[Freizügigkeit]] beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbannung erscheint in den frühesten deutschen Rechtsaufzeichnungen als Beugemittel für säumige Schuldner oder Angeklagte sowie als Mittel zur Beendigung von [[Fehde]]n. Seit dem [[Hochmittelalter]] tritt sie in Form der Stadtverweisung („[[Verfestung]]“) hervor&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu [[Dietmar Willoweit]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtverweisung in Recht und Praxis als Zeugnisse städtischen Selbstverständnisses im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Was machte im Mittelalter zur Stadt. Selbstverständnis. Außensicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicher Städte&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Kurt-Ulrich Jäschke]] und [[Christhard Schrenk]], Heilbronn 2007, S.&amp;amp;nbsp;271–283 (hier: S.&amp;amp;nbsp;271).&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde als polizeiliche Maßnahme auch gegenüber unerwünschten Fremden wie [[Fahrendes Volk|Fahrenden]] oder [[Juden]] praktiziert. Häufigen Gebrauch von der Verbannungsstrafe machten die [[mittelalter]]lichen und [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] Gerichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl A. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Stadtverweis als Sanktionsmittel in der Reichsstadt Augsburg zu Beginn der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wege strafrechtsgeschichtlicher Forschung&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Hans Schlosser (Rechtswissenschaftler)|Hans Schlosser]] und Dietmar Willoweit. Köln, Weimar, Wien 1999, S.&amp;amp;nbsp;193–237 (199).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den frühen europäischen Strafkodifikationen des 15. und 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ist die Verbannung häufig als Gnadenstrafe anstelle der [[Todesstrafe]] vorgesehen. Der mit Verbannung Bestrafte musste einen [[Eid]] ablegen, nicht wieder zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter bleibt der Verbannte auch innerhalb des [[Herrschaft]]s- oder Einflussbereichs derjenigen, die die Verbannung ausgesprochen haben, etwa in einer [[Strafkolonie]] oder abgelegenen Gegend des Landes. In der Geschichte praktizierten verschiedene Mächte wie das [[Zarismus|zaristische]] [[Russisches Kaiserreich|Russland]] beziehungsweise ab 1920 die [[Sowjetunion]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und [[Frankreich]] die Verbannung von [[Delinquent]]en in großem Maßstab, oft auch zum Zwecke der [[Kolonisierung]] abgelegener oder weit entfernter Gebiete ([[Sibirien]], [[Australien]], [[Französisch-Guayana]]). Als Kriminalstrafe ist die Verbannung seit Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aus den Rechtsordnungen des deutschsprachigen Raums verschwunden. In Frankreich wurde sie offiziell erst 1994 abgeschafft, allerdings schon zuvor wegen Verstoßes gegen Artikel&amp;amp;nbsp;3 der [[Europäische Menschenrechtskonvention|Europäischen Menschenrechtskonvention]] nicht mehr verhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Verbannung durch [[Scherbengericht]]e im antiken [[Athen]] betraf u. a. [[Aristeides von Athen|Aristeides]], [[Themistokles]], [[Kimon]] und [[Thukydides]].&lt;br /&gt;
* Verbannung des ehemaligen Konsuls [[Marcus Tullius Cicero]] durch die [[Concilium plebis|Volksversammlung]] aus Italien 58–57 v. Chr.&lt;br /&gt;
* Der Dichter [[Ovid]] wurde im [[Römisches Reich|römischen Reich]] nach [[Constanța|Tomis]] im heutigen [[Rumänien]] verbannt.&lt;br /&gt;
* Zahlreiche [[Häretiker]] wurden im [[Römisches Reich|römischen Reich]] der Spätantike verbannt, beispielsweise [[Arius]].&lt;br /&gt;
* [[El Cid]] wurde zweimal aus dem [[Königreich Kastilien]] verbannt.&lt;br /&gt;
* [[Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg]] war von 1694 bis 1716 auf [[Schloss Ahlden]] verbannt.&lt;br /&gt;
* Die [[Dänemark|dänische]] Königin [[Caroline Mathilde]] wurde im 18. Jahrhundert auf das [[Schloss Celle]] im [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg]] verbannt.&lt;br /&gt;
* [[Napoléon Bonaparte|Napoleons]] Verbannungen auf die Inseln [[Elba]] und [[St. Helena]]&lt;br /&gt;
* Der tschechische Journalist [[Karel Havlíček Borovský]] wurde von 1851 bis 1855 nach [[Brixen]] in Südtirol verbannt.&lt;br /&gt;
* [[Archibald Douglas (Ballade)|Graf Archibald Douglas]] in der Ballade von Theodor von Fontane.&lt;br /&gt;
* Verbannung in Russland:&lt;br /&gt;
** [[Katorga]] (Sträflingsverbannung) der [[Dekabristen]] und später [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski|Dostojewskis]] nach [[Omsk]] in [[Sibirien]]&lt;br /&gt;
** [[Lenin]]s Verbannung nach [[Schuschenskoje]] bei [[Abakan (Stadt)|Abakan]] in [[Chakassien]]&lt;br /&gt;
** [[Stalin]]s Verbannung nach [[Turukhansk|Turuchansk]] am [[Jenissej]]&lt;br /&gt;
** [[Alexander Solschenizyn]]s Verbannung nach [[Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik|Kasachstan]]&lt;br /&gt;
* [[Alfred Dreyfus]] war von 1895 bis 1899 [[Dreyfus-Affäre#Verurteilung und Verbannung|auf die Teufelsinsel verbannt]].&lt;br /&gt;
* Der letzte deutsche Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] verbrachte die Zeit nach seiner Abdankung als [[Internierung|Internierter]] im niederländischen Exil.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)|Kronprinz Wilhelm]] verbrachte fünf Jahre ohne Rückkehrmöglichkeit nach Deutschland im erweiterten [[Hausarrest]] auf der niederländischen Insel [[Wieringen]] (1918–1923).&lt;br /&gt;
* Der letzte österreichische Kaiser [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Karl I.]] wurde nach seinem Restaurationsversuch in Ungarn 1921 von den Siegesmächten auf die atlantische Insel [[Madeira]] verbannt.&lt;br /&gt;
* Verbannungen im [[Italienischer Faschismus|italienischen Faschismus]]:&lt;br /&gt;
** [[Carlo Levi]]s autobiographischer Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Christus kam nur bis Eboli]]&amp;#039;&amp;#039; thematisiert seine Verbannung 1935/36 nach Süditalien.&lt;br /&gt;
** [[Cesare Pavese]]s autobiographischer Roman &amp;#039;&amp;#039;Il carcere&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Die Verbannung&amp;#039;&amp;#039;) erzählt von seiner achtmonatigen Verbannung 1935 nach [[Kalabrien]].&lt;br /&gt;
* Die aus Deutschland stammende Prinzessin [[Helena von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg|Helena von Dänemark]] wurde im Zweiten Weltkrieg für zwei Jahre aus Dänemark verbannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Konfination]]&lt;br /&gt;
* [[Gauverbot]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Erlanger]]: &amp;#039;&amp;#039;Interterritoriale Ausweisung und Weimarer Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart: Enke, 1932. Hochschulschrift. Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 1932&lt;br /&gt;
* Wolfgang Althof: &amp;#039;&amp;#039;Sträflingsinseln: Schauplätze der Verbannung&amp;#039;&amp;#039;. Mittler, Hamburg / Berlin / Bonn 2005, ISBN 3-8132-0843-5.&lt;br /&gt;
* Hermann Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Liebe, Macht, Verbannung – Frauenschicksale im Zarenreich: Frauenschicksale am Zarenhof&amp;#039;&amp;#039;. Katz, Gernsbach 2009, ISBN 978-3-938047-45-3.&lt;br /&gt;
* Ernst Gerhard Jacob, Willy Schulz-Weidner: &amp;#039;&amp;#039;Kolonien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Staatslexikon.&amp;#039;&amp;#039; (Vierter Band). Verlag Herder, Freiburg 1959, S. 1130–1137.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verbannung}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.brockhaus.de/ecs/enzy/article/verbannung Verbannung]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Brockhaus Enzyklopädie]], Onlineausgabe, [[Schwedische Nationalenzyklopädie|NE GmbH]].&lt;br /&gt;
* [https://mittelalter.hypotheses.org/12670  Corinna von Brockdorff: &amp;#039;&amp;#039;Die Strafe des Stadtverweises im Spätmittelalter&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundrechte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bleichi</name></author>
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