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	<title>Venus vor Gericht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:05:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Venus_vor_Gericht&amp;diff=2725752&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chris Retro am 4. Januar 2025 um 10:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-04T10:43:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Film&lt;br /&gt;
| Bild             =&lt;br /&gt;
| Deutscher Titel  =&lt;br /&gt;
| Originaltitel    = Venus vor Gericht&lt;br /&gt;
| Produktionsland  = [[Deutschland 1933 bis 1945|Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Originalsprache  = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
| Erscheinungsjahr = 1941&lt;br /&gt;
| Länge            = 90&lt;br /&gt;
| FSK              = &amp;#039;&amp;#039;ungeprüft&amp;#039;&amp;#039;, [[Vorbehaltsfilm]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.murnau-stiftung.de/movie/929 &amp;#039;&amp;#039;Venus vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;] bei Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| JMK              =&lt;br /&gt;
| Regie            = [[Hans H. Zerlett]]&lt;br /&gt;
| Drehbuch         = [[Hans H. Zerlett]]&lt;br /&gt;
| Produzent        = [[Ottmar Ostermayr]]&lt;br /&gt;
| Musik            = [[Leo Leux]]&lt;br /&gt;
| Kamera           = [[Oskar Schnirch]]&lt;br /&gt;
| Schnitt          =&lt;br /&gt;
| Besetzung        =&lt;br /&gt;
* [[Hannes Stelzer (Schauspieler, 1910)|Hannes Stelzer]]: Peter Brake, Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Hansi Knoteck]]: Charlotte Böller&lt;br /&gt;
* [[Paul Dahlke (Schauspieler)|Paul Dahlke]]: Gottlieb Böller, Bürgermeister&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Breuer]]: Benjamin Hecht, Kunsthändler&lt;br /&gt;
* [[Charlott Daudert]]: Marianne&lt;br /&gt;
* [[Ernst Fritz Fürbringer]]: Paul Dreysing, Zeichner&lt;br /&gt;
* [[Josef Eichheim]]: Prof. Semmel, Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Erhard Siedel]]: Der Kultusminister&lt;br /&gt;
* [[Carl Wery]]: Der Oberstaatsanwalt&lt;br /&gt;
* [[Hans Brausewetter]]: Der Staatsanwalt&lt;br /&gt;
* [[Hubert von Meyerinck]]: Dr. Knarre, Sachverständiger&lt;br /&gt;
* [[Justus Paris]]: Prof. Grimm, Sachverständiger&lt;br /&gt;
* [[Fritz Reiff]]: Der Vorsitzende Richter&lt;br /&gt;
* [[Peter Elsholtz]]: Der Verteidiger&lt;br /&gt;
* [[Adolf Gondrell]]: Bronsky, Agent&lt;br /&gt;
* [[Albert Hörrmann]]: Dr. Wertheimer, Referent des Kultusministers&lt;br /&gt;
* [[Peter Pasetti]]: Parteigenosse&lt;br /&gt;
* [[Liesl Karlstadt]]: Mathilde, Hausmädchen&lt;br /&gt;
* [[Fritz Hoopts]]: Brinkmann, Gerichtsvollzieher&lt;br /&gt;
* [[Beppo Brem]]: Martin, Hausdiener&lt;br /&gt;
* [[Eva Tinschmann]]: Rita, Empfangsdame&lt;br /&gt;
* [[Carl Ballhaus]]: Alfred, Peters Freund&lt;br /&gt;
* [[Heini Handschumacher]]: Reporter&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vogel (Schauspieler)|Rudolf Vogel]]: Dr. Gerhard Hümmelmann&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hauser (Schauspieler)|Heinrich Hauser]]: Obersturmbannführer Lotze&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Reismüller]]: Sekretärin&lt;br /&gt;
* [[Werner Nippen]]: Klaus, Peters Freund&lt;br /&gt;
* [[Charles Willy Kayser]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Lantzsch]]&lt;br /&gt;
* [[Kurt Stieler]]&lt;br /&gt;
| Synchronisation  =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Venus vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein deutscher [[Spielfilm]] von [[Hans H. Zerlett]] aus dem Jahr 1941. Der [[Propagandafilm]] versuchte, das Thema der &amp;#039;&amp;#039;[[Entartete Kunst|Entarteten Kunst]]&amp;#039;&amp;#039; aus Sicht des [[Nationalsozialismus]] darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um einen [[Vorbehaltsfilm]] der [[Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung]]. Er gehört damit zum Bestand der Stiftung, ist nicht für den Vertrieb freigegeben, und darf nur mit Zustimmung und unter Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Der Bildhauer Peter Brake, ein früher Anhänger des [[Nationalsozialismus]], ist ein Gegner der [[Moderne Kunst|modernen Kunst]], die er für entartet hält. Um ein Zeichen zu setzen, schafft er eine [[Venus (Mythologie)|Venus]]-Statue im Stil der [[Antikes Griechenland|griechischen Antike]] und vergräbt sie im Wald. Als sie im Jahr 1930 ausgegraben wird, hält man sie für eine zweitausend Jahre alte, antike Statue, die als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Venus vom Acker&amp;#039;&amp;#039; im Berliner Hinterzimmer des jüdischen Kunsthändlers Benjamin Hecht landet. Dieser sorgt dafür, dass sie vom Minister flugs für das Museum angekauft wird, was auch damit zu tun hat, dass der Minister dem jüdischen Händler als Abnehmer pornographischer Mappen verbunden ist. Dies versetzt den jungen Bildhauer Brake in Aufruhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brake erklärt vor Gericht, dass er der Schöpfer der Statue sei, aber man glaubt ihm nicht und will ihn des [[Meineid]]s überführen. Die Einzige, die die Wahrheit bezeugen könnte, ist die junge Frau, die Peter für die Figur Modell gestanden hat. Doch da diese inzwischen mit einem Bürgermeister verheiratet ist, will ihr Peter keine Schwierigkeiten bereiten und schweigt. Erst als sie von dem Prozess erfährt, macht sie eine Aussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund des Films ==&lt;br /&gt;
In dem im Jahr 1930, also zur Zeit der von den Nationalsozialisten verhassten [[Weimarer Republik]], spielenden Film, drei Jahre vor der „[[Machtergreifung]]“ durch die Nationalsozialisten, werden Werke der „Entarteten Kunst“ gezeigt; [[Otto Freundlich]]s &amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039; (1925), die Plastik &amp;#039;&amp;#039;Tänzerin&amp;#039;&amp;#039; von [[Marg Moll]] (1930) sowie Gemälde von [[Ernst-Ludwig Kirchner]], [[Erich Heckel]] und [[Wassily Kandinsky]], die sich in den Depots des NS-Regimes befanden, zuvor als &amp;#039;&amp;#039;artfremd&amp;#039;&amp;#039; beschlagnahmt und im Jahr 1937 in der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Entartete Kunst (Ausstellung)|Entartete Kunst]]&amp;#039;&amp;#039; gezeigt wurden. Die verloren geglaubten Skulpturen &amp;#039;&amp;#039;Kopf&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tänzerin&amp;#039;&amp;#039; wurden 2010 beim [[Berliner Skulpturenfund]] im Trümmerschutt wiederentdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brake fungiert im Film als &amp;#039;&amp;#039;[[Alter Ego]]&amp;#039;&amp;#039; des NS-Vorzeigekünstlers [[Arno Breker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot;&amp;gt;Catrin Lorch: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-verlorene-moderne-begraben-um-zu-bleiben-1.1446796 &amp;#039;&amp;#039;Begraben, um zu bleiben&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. August 2012, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird als „Provokateur einer neuen Kunst“ dargestellt, der versucht, mit einer vergrabenen Skulptur „dem verlotterten Kunstgeschmack seiner Zeit einen Streich zu spielen.“ In seiner Verteidigungsrede vor Gericht klagt er die &amp;#039;&amp;#039;Moderne Kunst&amp;#039;&amp;#039; an:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Heute verherrlicht man nicht mehr den [[Schönheit|schönen]] Körper, sondern den [[Hässlichkeit|hässlichen]], man geht neue Wege in der Kunst, wenn man eine Frau als Gorillaweibchen darstellt – das ist modern, das ist geistvoll, das bringt einen Namen und vor allen Dingen Geld.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus transportiert der Film auch andere Stereotype dessen, was die Nationalsozialisten als [[Kampfzeit]] bzw. [[System (Nationalsozialismus)|System]] sahen: In einer Szene wird Brake vom Gerichtsvollzieher besucht. Als dieser in Brakes Atelier eine Hakenkreuzfahne sieht, zieht er ab, ohne etwas gepfändet zu haben; beim Abschied hebt er lächelnd die Hand zum [[Hitlergruß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Film erhielt das Prädikat „volkstümlich wertvoll“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 wurde der Film im Rahmen der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Verschollene Moderne&amp;#039;&amp;#039; des [[Museum für Kunst und Gewerbe]] [[Hamburg]] gezeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwin Leiser]] zählt &amp;#039;&amp;#039;Venus vor Gericht&amp;#039;&amp;#039; mit [[Karl Ritter (Regisseur)|Karl Ritters]] &amp;#039;&amp;#039;[[Über alles in der Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Gustav Ucicky]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Heimkehr (1941)|Heimkehr]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Arthur Maria Rabenalt]]s &amp;#039;&amp;#039;[[… reitet für Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; zu den Filmen des Jahres 1941, in denen Juden zwar als Gegenspieler der Helden vorkommen, aber nur mehr als ungefährliche Randfiguren und nicht, wie noch 1940, als gefährliche Untermenschen (so in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rothschilds (1940)|Die Rothschilds]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Jud Süß (1940)|Jud Süß]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Der ewige Jude]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Leiser]]: &amp;#039;&amp;#039;„Deutschland, erwache!“ Propaganda im Film des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1968, S. 16, 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Catrin Lorch]] schrieb anlässlich der Neuaufführung des Films 2012 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es ist „nicht ganz richtig, wenn man die unlustige Komödie als flankierende [[Propaganda]] oder gar als Rechtfertigung der ungeheuren Kampagne &amp;#039;&amp;#039;Entartete Kunst&amp;#039;&amp;#039; versteht. […] Der Film &amp;#039;&amp;#039;Venus vor Gericht&amp;#039;&amp;#039; packt da nur die Verfolgung der Nazis während der frühen dreißiger Jahre auf die schon längst erfolgreich verzerrte [[Kunstgeschichte]] drauf. Und anders als beispielsweise die Filme von [[Leni Riefenstahl]], in denen sich Körperkult und verstockte Modernität des [[Faschismus]] manifestieren, ist der so dumpf Täter und Opfer vertauschende Film – schließlich war es ja erst der Kunstgeschmack des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]], der aus Malerei und Plastik Delikte machte – nur ein kulturelles Zeitzeugnis.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der während der NS-Zeit im Deutschen Reich uraufgeführten deutschen Spielfilme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0034355}}&lt;br /&gt;
* [https://www.murnau-stiftung.de/movie/929 Venus vor Gericht] bei der [[Murnau-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|ae63c08f020043f8991e687ef8c621c9}}&lt;br /&gt;
* {{OFDb|46957|Venus vor Gericht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Filme von Hans H. Zerlett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarzweißfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmkomödie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorbehaltsfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitischer Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Propagandafilm (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtsfilm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chris Retro</name></author>
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