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	<title>Vegetationsgottheit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T09:52:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vegetationsgottheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Fruchtbarkeitsgottheit|Fruchtbarkeitsgötter]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. -göttinnen ist ein Begriff der Religionsgeschichte und [[Mythologie]], der zumeist einen Göttertypus definiert, der gelegentlich, sofern er die zyklischen Momente der Natur repräsentiert, auch als „Sterbender Gott“ bezeichnet wird oder  mit dem [[Ritus|Ritual]] der [[Hierogamie|&amp;#039;&amp;#039;Heiligen Hochzeit&amp;#039;&amp;#039;]] verbunden sein kann. Ein Kennzeichen der jeweiligen [[Gott]]heiten ist es, dass sie unter anderem im Kreislauf der Vegetationsrhythmen in die Unterwelt hinabsteigen, um im [[Frühling]] in das Diesseits zurückzukehren oder aber in der Unterwelt als [[chthonisch]]e Gottheit als [[Todesgott]] über das Totenreich herrschen, mitunter zusammen mit einer Gefährtin/Gefährten, die periodisch auf die Oberwelt darf, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Persephone]]. Eine besondere Variante stellt dabei die sog. [[Dema-Gottheit]] dar, eine weitere die [[Muttergöttin|Muttergottheiten]]&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
== Ursprung und Funktion ==&lt;br /&gt;
{{Quelle}}&lt;br /&gt;
Vegetationgottheiten sind insbesondere mit dem Ackerbau des [[Neolithikum]]s entstanden (Hirtennomaden hatten eher Astral- bzw. Himmelsgötter) und haben sich häufig auch noch bis in die [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]] erhalten, mitunter wie bei [[Osiris]] und [[Hades]] in einer Funktion als [[Totengericht|Totenrichter]], wenn ihr [[chthonisch]]er Charakter in den Vordergrund trat. Weibliche Gottheiten fungieren häufig auch als Muttergöttinnen.&lt;br /&gt;
Der Typus tritt aber oft nicht rein auf, sondern hat häufig auch anderer Aufgaben angenommen. So ist zum Beispiel die [[akkadisch]]e [[Ischtar]] zwar eine originäre Vegetationsgöttin&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard J. Bellinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Lexikon der Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag, Augsburg 2001, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;, fungiert aber auch als Göttin des [[Abendstern]]s, also als [[Astralgottheit]]. Die Verbindung mit dem Vegetationskult ergibt sich in diesem Falle aber durch kalendarische Bezüge bäuerlicher Kulturen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was das [[Paläolithikum]] angeht, so wird auch hier über Gottheiten wie den Herrn oder die [[Herrin der Tiere]] spekuliert, die in irgendeiner Art und Weise auch mit der Fruchtbarkeit von Mensch und Tieren zu tun haben könnte (vgl. [[Religion im Paläolithikum]]). Dies ist jedoch nicht Gegenstand dieses Artikels, vgl. dazu [[Schamanismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einige Beispiele ==&lt;br /&gt;
Vgl. die einzelnen Lemmata in: &amp;lt;ref&amp;gt;Bellinger.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Afrika: In den dortigen [[Afrikanische Religionen|ethnischen Religionen]] gibt es zahlreiche verschiedene Vegetationsgottheiten.&lt;br /&gt;
* [[Altes Ägypten]]: [[Osiris]], [[Min (Ägyptische Mythologie)|Min]], [[Min-Amun]], [[Kamutef]]&lt;br /&gt;
* Antikes [[Griechenland]]: [[Adonis]] (ebenso in Palästina), [[Hades]], [[Demeter]], [[Plutos (Mythologie)|Pluto]]&lt;br /&gt;
* [[Araber]]: Rudâu&lt;br /&gt;
* [[Etrusker]], Rom: Ähnlich wie Griechenland, dazu [[Minerva]]&lt;br /&gt;
* [[Germanen]]: [[Freyr]], [[Freyja]], [[Baldur]]&lt;br /&gt;
* [[Hethiter]]: [[Telipinu (Gottheit)|Telipinu]]&lt;br /&gt;
* [[Māori]]: [[Rongo]] und [[Haumia-tiketike]]&lt;br /&gt;
* [[Mesoamerika]]: [[Xipe Totec]]&lt;br /&gt;
* [[Mesopotamien]]: [[Dumuzi]], [[Abu (Gottheit)|Abu]], [[Ereschkigal]], [[Ischtar]]/[[Astarte]]&lt;br /&gt;
* Palästina (syro-kanaanäisch und phönizisch): [[Ba’al]], [[Aschera (Göttin)|Ashera]]&lt;br /&gt;
* Indien: Indra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vegetationsmythen ==&lt;br /&gt;
Wesen, Funktion und Entstehung der Vegetationsgötter lassen sich besonders gut anhand der [[Mythen]] ablesen und entschlüsseln, die mit ihnen in Verbindung stehen, zumal sie oft das Einzige sind, das von ihnen überliefert ist. Agrarmythen werden ab  dem 10. vorchristlichen Jahrtausends zu Beginn des Neolithikums angenommen&amp;lt;ref&amp;gt;Julien Ries: &amp;#039;&amp;#039;Ursprung der Religionen.&amp;#039;&amp;#039; Pattloch Verlag, Augsburg 1993, S. 62–65.&amp;lt;/ref&amp;gt;, lassen sich jedoch erst mit dem Beginn der [[Schriftkultur]], im vorderen Orient etwa um 3500 v. Chr. nachweisen. Es ist hier keinerlei Vollständigkeit angestrebt, vielmehr werden hier paradigmatisch die wichtigsten Vegetationsmythen samt ihren Wandlungen, Verflechtungen und überregionalen Bezügen etc. kurz beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mythen des altmediterranen Raumes ===&lt;br /&gt;
Sie finden sich hier vor allem in Kleinasien, Palästina sowie im Bereich der römischen, griechischen und etruskischen Kulturen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 86–109; Comte, S. 12–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alteuropäische Mythen ===&lt;br /&gt;
Vor allem [[Kelten]], Germanen und Slawen sowie die Kaukasusregion bieten hier reichlich Beispiele.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 170–205; Comte, S. 284–314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mythen des indoiranischen Raumes ===&lt;br /&gt;
Der indische und iranische Raum ist gekennzeichnet durch eine Überlagerung vorindoeuropäischer und indoarischer Mythen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 14–33, 40–47; Comte, S. 130–137, 170–211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostasiatische Mythen ===&lt;br /&gt;
Sie betreffen vor allem Zentralasien, Hinterindien, China und Japan sowie Indonesien.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 34–39; 48–85; Comte, S. 212–245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrikanische Mythen ===&lt;br /&gt;
Afrika bietet hier ein besonders archaisches Bild, das sich dennoch relativ einheitlich darstellt, was Themen und Strukturen der Mythen betrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 206–229; Compte, S. 268–283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ozeanische und australische Mythen ===&lt;br /&gt;
Die Mythen dieser Region zeigen ein besonders vielfältiges Bild mit einem teilweise ebenfalls sehr archaischen Zustand. Vor allem [[Adolf Ellegard Jensen|Jensens]] Theorie der [[Dema-Gottheit]], die auf diese Region bezogen und aus ihr abgeleitet ist, hat die Analyse der ozeanischem mythen stark befruchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altamerikanische Mythen ===&lt;br /&gt;
Was die relative Einheitlichkeit angeht, gilt Ähnliches wie in Afrika. Hier wie dort ist jedoch die Überlagerung durch die Hochreligionen, in Afrika vor allem den Islam, in Amerika insbesondere das Christentum zu berücksichtigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cavendish, S. 258–267; Comte, S. 268–283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Reste von Vegetationsmythen in den [[abrahamitische Religionen|abrahamitischen Religionen]] === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard J. Bellinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Lexikon der Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Weltbild Verlag, Augsburg 2001, ISBN 3-8289-4154-0.&lt;br /&gt;
* John Bowker: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Oxford-Lexikon der Weltreligionen.&amp;#039;&amp;#039; Anaconda Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-522-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Brockhaus Enzyklopädie]] in 24 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; 19. Aufl. F.A. Brockhaus GmbH, Mannheim 1994, ISBN 3-7653-1200-2.&lt;br /&gt;
* Joseph Campbell: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie der Urvölker&amp;#039;&amp;#039; Die Masken Gottes. Sphinx, Basel 1991, ISBN 3-85914-001-9.&lt;br /&gt;
* Richard Cavendish, Trevor O. Ling: &amp;#039;&amp;#039;Mythologie. Eine illustrierte Weltgeschichte des mythisch-religiösen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Christian Verlag, München 1981, ISBN 3-88472-061-9.&lt;br /&gt;
* Fernand Comte: &amp;#039;&amp;#039;Mythen der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20863-0.&lt;br /&gt;
* [[Mircea Eliade]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der religiösen Ideen.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bde., Verlag Herder, Freiburg i. Br., 1978/2002, ISBN 3-451-05274-1.&lt;br /&gt;
* Emil Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Steinzeit.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 1999, ISBN 3-406-42125-3.&lt;br /&gt;
* [[Adolf Ellegard Jensen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die getötete Gottheit. Weltbild einer frühen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* [[Adolf Ellegard Jensen]]: &amp;#039;&amp;#039;Mythos und Kult bei Naturvölkern&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 1991, ISBN 3-423-04567-1.&lt;br /&gt;
* Julien Ries: &amp;#039;&amp;#039;Ursprung der Religionen.&amp;#039;&amp;#039; Pattloch Verlag, Augsburg 1993, ISBN 3-629-00078-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The New [[Encyclopedia Britannica]].&amp;#039;&amp;#039; 15. Aufl. Encyclopedia Britannica Inc., Chicago 1993, ISBN 0-85229-571-5.&lt;br /&gt;
* Sergej Aleksandrovich Tokarew: Die Religion in der Geschichte der Völker. Dietz Verlag, Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetationsgottheit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rheinpaul</name></author>
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