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	<title>Vathypetro - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:45:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vathypetro&amp;diff=218375&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silverije am 29. Dezember 2024 um 19:44 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-29T19:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vathypetro Ausgrabungsstätte 33.jpg|mini|hochkant=1.35|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Ausgrabungsstätte von Vathypetro&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vathypetro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Βαθύπετρο}}) wird eine Ausgrabungsstätte 3&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich von [[Archanes]] auf [[Kreta]] in [[Griechenland]] genannt. Sie liegt an der Straße von Archanes zum Ort [[Vathypetro (Ort)|Vathypetro]], etwa 800&amp;amp;nbsp;Meter westlich von Vathypetro und 900&amp;amp;nbsp;Meter östlich des südlichen Ausläufers des [[Giouchtas]]. Hier ist eine der ältesten Weinpressen der Welt zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ausgegrabene Anlage stammt aus der [[Minoische Kultur|Spätminoischen Zeit]] und war Teil einer Siedlung, die sich über drei Hügeln erstreckte. Überreste der Bebauung in direkter Umgebung der Ausgrabungsstätte wurden in neuerer Zeit größtenteils durch den [[Weinbau]] zerstört. Um 1580&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. (SM I A) wurde mit dem Bau des westlichen Gebäudes, das wohl als Landsitz geplant war, begonnen. Der Landsitz wird auch als Herrenhaus, Villa oder kleiner Palast bezeichnet. Er verfügte wie alle minoischen Paläste über eine Säulenhalle, eine typische Westfassade, Hallen mit Lichtschächten, ein Lustralbecken, eine Pfeilerkrypta, ein Säulenlager und einen Innenhof. Auch die Ausrichtung des Gebäudes erinnert an die Palastanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Weinpresse 01.jpg|mini|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Weinpresse (Raum 40)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Bevor das Westgebäude jedoch fertiggestellt werden konnte, wurde es um 1550&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch ein [[Erdbeben]] zerstört. Kurze Zeit später wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Man änderte jedoch die Raumaufteilung. Aus dieser Zeit sind neben den Grundmauern der Gebäude eine minoische Weinpresse (Kelteranlage), eine Anlage zur Gewinnung von [[Olivenöl]], minoische [[Keramik]] sowie Webgewichte und die Reste einer antiken Töpferwerkstatt erhalten geblieben. Man geht deshalb davon aus, dass der Gebäudekomplex in ein Bauernhaus mit Werkstätten umgewandelt wurde. Um 1470&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. (SM I B) wurde die Anlage endgültig zerstört und verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung ==&lt;br /&gt;
Von 1949 bis 1953 und nochmals 1955 bis 1956 führte der griechische Archäologe [[Spyridon Marinatos]] hier Ausgrabungen durch. Spyridon Marinatos, der vor Ort ein Museum plante, rekonstruierte bis 1973 die Mauern teilweise. Später stellte man fest, dass es schwierig ist die alte von der neuen Bausubstanz zu unterscheiden. Im Jahre 1979 grub [[Jannis Sakellarakis]] hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan of Vathypetro.jpg|mini|links|Plan der Ausgrabungsstätte:&amp;lt;br /&amp;gt;A = Westhaus,&amp;lt;br /&amp;gt;B = Osthaus,&amp;lt;br /&amp;gt;C = Töpferofen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Ausgrabungsstätte 65.jpg|mini|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Westfassade mit Teilen einer Ölmühle&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Eine gepflasterte Straße führte von Westen zum Eingang des Westhauses, der sich im Nordwesten befand. Man erreichte zunächst den Westhof (1). Gleich links vor der Westfassade bei Raum 19 sieht man die Überreste einer Ölmühle. Die Mauer der Westfassade springt an einer Stelle etwas zurück und bildet so eine Nische mit Sitzbank. Bei dieser Nische handelt es sich vermutlich um ein Heiligtum. Gleich dahinter befindet sich das Säulenlager (Raum 10), das wieder errichtet wurde und in dem man große Vorratsgefäße fand. Dahinter passiert man die Räume 9, 8, und 7. Die Räume 7 und 8 waren vermutlich Treppenhäuser, über die man das Dach erreichte. In den Räumen an der Westfassade fand man hell bemalter Verputz, Steinlampen, ein Bronzeidol, ein Bruchstück eines Bronzekessels, einige Goldblättchen und drei Steinsiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Ausgrabungsstätte 52.jpg|mini|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Teil einer Ölmühle (Raum 11)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Etwa 25 Meter südlich des Eingangs wendete man sich nach links und erreichte nach etwa 6&amp;amp;nbsp;Meter den Einganghof. Die vier Säulen des Eingangshofs (Räume 3 und 5) waren irregulär angeordnet. Durch eine Tür im Norden erreichte man Raum 11, dessen Decke von einer Säule getragen wurde. Hier befindet sich ebenfalls ein Teil einer Ölmühle. Durch die östliche Tür erreichte man den Korridor (Raum 23), der zur nördlich gelegenen Minoischen Halle führte. Nach Osten öffnete sich diese Halle zu einem kleinen Innenhof (26). Die Fassade der Halle bildeten drei runde Säulen. Später wurde die Halle durch eine Mauer in zwei Räume (24 und 25) unterteilt. Man fand hier Töpferscheiben, weshalb man davon ausgeht, dass sich hier während der zweiten Nutzungsphase eine Töpferwerkstatt befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Ausgrabungsstätte 04.jpg|mini|links|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;„Dreiteiliges Heiligtum“, dahinter die minoische Halle&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Östlich des kleinen Innenhofs identifizierte Marinatos die drei eckigen Nischen als dreigeteiltes Heiligtum. Während [[Jan Driessen]] und Jannis Sakellarakis diese These unterstützen lehnen viele Archäologen diese ab. Falls es sich wirklich um ein dreigeteiltes Heiligtum handelt, wäre es das erste Beispiel für diese Tempelform, die man bisher nur von minoischen Darstellungen kennt. Die nördliche Nische soll genau nach dem Sonnenaufgang an den [[Äquinoktium|Äquinoktien]] ausgerichtet sein. Driessen und Sakellarakis vermuten deshalb einen engen Zusammenhang zwischen Kult und Ackerbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Ausgrabungsstätte 55.jpg|mini|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Lustralbad (Räume 16 und 17)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vathypetro Pithoi 02.jpg|mini|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Vorratsgefäße (Raum 40)&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Durch die westliche Tür der minoischen Halle erreicht man über Raum 14 das sogenannte Lustralbad (Räume 16 und 17). Kehrt man zum Eingangshof zurück so erreicht man durch die östliche Tür Raum 35. Von hier führte eine Treppe im Süden ins Obergeschoss. Nach Osten erreichte man über Raum 36 die rekonstruierten Räume 40, 41 und 42. Bei Raum 40 handelte es sich ursprünglich um die sogenannte Säulenkrypta. Während der zweiten Phase wurde hier die heute noch vorhandene Weinpresse installiert. Der Boden ist mit Steinplatten gepflastert und ein Steinbecken diente dem Auffangen von verschütteten Flüssigkeiten. Die Decke wurde von einer Säule getragen. Am südlichen Ende des Raumes fand man einige Vorratsgefäße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Raum 36 erreicht man nach Osten über zwei weitere Räume (43 und 48) einen schmalen Korridor, der nördlich des Osthauses vorbeiführt. Dieses lag etwa 15&amp;amp;nbsp;Meter östlich des Westhauses. Es ist wesentlich kleiner und weniger gut erhalten. Während das Westhaus aus akkurat behauenen Steinquadern errichtet wurde, sind die des Osthauses wesentlich grober ausgeführt. Man vermutet deshalb, dass es nicht gleichzeitig mit dem Westhaus, sondern erst am Anfang des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vor. Chr. errichtet wurde. Etwa 15&amp;amp;nbsp;Meter östlich des Osthauses fand man die Überreste eines Töpferofens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vathypetro|Vathypetro}}&lt;br /&gt;
* [http://odysseus.culture.gr/h/2/eh251.jsp?obj_id=886 Informationen des griechischen Kulturministeriums] (englisch, griechisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.minoancrete.com/vathypetro.htm Private Website zu Vathypetro und anderen minoischen Ausgrabungsstätten] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.kreta-umweltforum.de/Merkblaetter/183-06%20-%20Phourni%20-%20Vathypetro.pdf Kreta Umwelt Info] (PDF; 332&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.pinakas.de/Vathypetro_Choudetsi.html Vathýpetro und Choudétsi]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20180612142222/https://www.hellinon.net/NeesSelides/Kriti/Vathypetro.htm Τοποθεσία Βαθύπετρο] (griechisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=35/12/35.3/N|EW=25/09/03.0/E|type=landmark|dim=1000|region=GR-M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7559361-0|VIAF=246318324}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minoische Siedlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archanes-Asterousia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte (Griechenland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silverije</name></author>
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