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	<title>Vaspurakan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vaspurakan&amp;diff=1261818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KureCewlik81: /* Reichsgliederung */</title>
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		<updated>2025-07-13T03:57:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Reichsgliederung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:93-vaspurakan908-1021.gif|miniatur|225px|rechts|Das Reich Vaspourakan, 908–1021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Insel Akdamar im Vansee und die Kirche zum Heiligen Kreuz.jpg|miniatur|225px|rechts|Die Insel [[Aghtamar]], Residenz des Königs Gagik I. (908–943/944)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vaspurakan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hyS|Վասպուրական}}, Bedeutung: Nobles Land oder Land der Prinzen&amp;lt;ref&amp;gt;Hovannisian, Richard G.:Armenian Van/Vaspurakan, 1999, Mazda Publishers in Costa Mesa, CA. {{Webarchiv|url=http://www.sscnet.ucla.edu/history/centers/armenian/source110.html |wayback=20110608063519 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-21 01:43:55 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Geschichte Armeniens|armenisches]] [[mittelalter]]liches Reich im südwestlichen [[Armenien]], zwischen dem [[Vansee]] in der heutigen Ost[[türkei]] und dem [[Großer Zab|Großen Zab]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Während des Großteils seiner Geschichte wurde Vaspurakan von der Dynastie der [[Arzruni]] beherrscht. Die Arzruni errichteten nach 800 ein Fürstentum am Vansee. Auf seinem Höhepunkt 908 nahm Vaspurakan das Land zwischen Vansee und [[Urmiasee]] ein. Zu dieser Zeit unterstand Vaspurakan dem Königreich [[Ani (historische Stadt)|Ani]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 800 wurde das Gebiet von arabischen Einfällen heimgesucht. 851 fand ein Aufstand gegen die arabischen Herrscher statt, der von dem armenischen Nationalepos Sasnay crer, „die verrückten Helden von [[Sason (Türkei)|Sason]]“ besungen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaspurakan wurde nach 908 zum Königreich erhoben. Die Einfälle der [[Oghusen|oghusischen]] Türken ab 1018 führten zur Eingliederung Vaspurakans an das [[Byzantinisches Reich|Byzantinische Reich]], das die stärkste nichtmuslimische Kraft der Region war. [[Matthias von Edessa]] berichtete 1018 über eine „barbarische Nation von Türken“, die zwischen [[Van (Türkei)|Van]] und [[Naxçıvan (Stadt)|Naxçıvan]] ein armenisches Fürstentum angegriffen habe. Seinem Bericht zufolge habe das armenische Heer erstmals „berittenen, langhaarigen Bogenschützen“ gegenübergestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kreiser, Christoph Neumann Kleine Geschichte der Türkei, 2009, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1021 wurde es nach Verhandlungen in [[Trabzon|Trapezunt]] zwischen [[Basileios II.]] und David, dem Sohn von König [[Seneqerim Johannes]], von [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] im Austausch zu Territorien in Mittelanatolien annektiert. Der letzte König Seneqerim Johannes zog mit 14.000 Familien nach [[Sivas|Sebasteia]] und gründete in Kappadokien die Städte [[Arapgir]] und [[Kemaliye|Akn]]. Senekerim-Johannes verwaltete als &amp;#039;&amp;#039;magistros&amp;#039;&amp;#039; [[Ämter und Titel im byzantinischen Reich|Stratege von Kappadokien]] und Titularkönig sein Lehen in Kappadokien bzw. [[Kleinarmenien]] von Sebasteia aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dédéyan1524&amp;quot;&amp;gt;Gérard Dédéyan (éd.): &amp;#039;&amp;#039;Les Arméniens entre Grecs, Musulmans et croisés. Etude sur les pouvoirs arméniens dans le Proche-Orient méditerrannéen (1068 - 1150)&amp;#039;&amp;#039;, Fundação Calouste Gulbenkian, Lissabon 2003, ISBN 972-8767-14-5, Bd. 2, S. 1524&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hewsen116&amp;quot;&amp;gt;Robert H. Hewsen: &amp;#039;&amp;#039;Armenia. A Historical Atlas&amp;#039;&amp;#039;, The University of Chicago Press, Chicago und London 2001, S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Strategos]] [[Nikephoros Komnenos]] gliederte Vaspurakan ab etwa 1022 auch de facto in das Byzantinische Reich ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Byzanz gehörte Vaspurakan zum [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Thema]] [[Basprakania]] oder Media.&amp;lt;ref&amp;gt;Hewsen, Robert H.: Armenia: a historical atlas, 2001, The University of Chicago Press, ISBN 0-226-33228-4, S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt; 1041, nachdem König Gagik, Sohn des Johannes, auf dem Gebiet von Byzanz Zuflucht gesucht hatte, griff der [[Seldschuken]]herrscher [[Tughrul Beg]] (arm. Tullup) Ani an und belagerte es. Ani wurde 1064 durch Tugruls Neffen [[Alp Arslan]] eingenommen. 1050 wurde Basprakania mit dem Thema Talon vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Annexion]] durch Byzanz gab es im Jahr 1004 mit [[Derenic]], Sohn des [[Gurgen Khatchik]], einen Herrscher über Antzivaziq. Dieser hatte zwei Brüder namens Gugik und Aschot. König Seneqerim Johannes’ Enkelin heiratete später König [[Gagik II. von Ani]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Teil der Dynastie lebte mit [[Khatchik der Große|Khatchik dem Großen]] fort. Eine Nachfahrin von ihm heiratete später den König [[David von Ani]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 15. Jahrhundert bemühte sich Katholikos [[Zacharias III. von Aghtamar]] um eine Wiederbelebung des Königtums von Vaspurakan. Sein Nachfolger und Vetter, Katholikos [[Stephanos V. von Aghtamar]] (1465–1487), salbte 1466 [[Smbat Sefedinean]], einen Neffen des Zacharias, zum einzigen neuzeitlichen König von Vaspurakan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrscher ==&lt;br /&gt;
* Hamazasp II., Prinz (800–836). Heiratete die Tochter des [[Armenische Bagratiden|Bagratiden]] Aschot Msaker&lt;br /&gt;
* Aschot I. Abulabus Ardzruni, Prinz (836–852). Sohn des Hamazasp II.&lt;br /&gt;
* Gurgen I. Ardzruni, Prinz (852–853). Bruder des Aschot I.&lt;br /&gt;
* Abu Djafar Ardzruni, Prinz (853–854). Wahrscheinlich der Bruder des Aschot I.&lt;br /&gt;
* Gurgen II. Ardzruni von Mardastan, Prinz. (854–857). Entfernter Verwandter.&lt;br /&gt;
* Grigor Derenik Ardzruni, Prinz (857–868). Verheiratet mit Sdesia, Tochter des Aschot I.&lt;br /&gt;
* Aschot I. Abulabus Ardzruni, Prinz (868–874). Zweites Mal&lt;br /&gt;
* Grigor Ardzruni, Prinz (874–887). Zweites Mal&lt;br /&gt;
* Gagik Abu Morvan Ardzruni, Regent für Sargis Aschot (887–897), danach Prinz (897–898)&lt;br /&gt;
* Sargis Aschot, Prinz (898–900). Sohn des Grigor Ardzruni&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Muslimische Gouverneure&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Emir Afschin (900).&lt;br /&gt;
* Safi (900–901).&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wieder lokale Dynastie&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Sargis Aschot (901–904)&lt;br /&gt;
* [[Gagik I.|Khatchik Gagik III. Ardzruni]], Herrscher von [[Rechtuniq]] (887–897). Prinz von Nordwest-Vaspurakan (904–937). König von ganz Vaspurakan (937–943). Bruder des Sargis Aschot&lt;br /&gt;
* Gurgen III. Artzruni, Herrscher von Parskahaiq (887–897). Prinz von Südost-Vaspurakan (904–925). Bruder des Sargis Aschot&lt;br /&gt;
* Derenic Aschot III., König (943–953). Sohn des Gagik III.&lt;br /&gt;
* Abuschal Hamazasp III., König (953–972). Bruder des Derenic Aschot III.&lt;br /&gt;
* Aschot Sahak, König (972–983). Sohn des Abuschal Hamazasp III.&lt;br /&gt;
* Gurgen Khatchik, König (983–1003) und Herrscher von Antzevaziq. Bruder des Aschot Sahak&lt;br /&gt;
* [[Seneqerim Johannes]], König (1003–1021) und Herrscher von Rechtuniq. Auch König von Sivas (1021). Bruder des Gurgen Khatchik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichsgliederung ==&lt;br /&gt;
Das Königreich Vaspurakan hatte keine feste Hauptstadt. Der königliche Hof zog von einer Stadt in die andere. Darunter waren zum Beispiel [[Van (Türkei)|Van]] und Ostan/Vostan (heute [[Gevaş]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Robert H. Hewsen, Armenia: a historical atlas, 2001, The University of Chicago Press, ISBN 0-226-33228-4, S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vapusrakan war in insgesamt 35 Kantone unterteilt. Diese waren nach dem lokalen Herrscher (arm: [[Nacharar]]) benannt.&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Aghiovit&lt;br /&gt;
* Aghvandrot&lt;br /&gt;
* Akeh&lt;br /&gt;
* Andzakhidzor&lt;br /&gt;
* Antzevasiq&lt;br /&gt;
* Arberani&lt;br /&gt;
* Archishaovit&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Arnoyotn&lt;br /&gt;
* Artavanian&lt;br /&gt;
* Artashesian&lt;br /&gt;
* Artaz&lt;br /&gt;
* Atrpatunik&lt;br /&gt;
* Bagan&lt;br /&gt;
* Bujnunik&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Bogunik&lt;br /&gt;
* Darni&lt;br /&gt;
* Ervandunik&lt;br /&gt;
* Gavityan&lt;br /&gt;
* Gazrikan&lt;br /&gt;
* Gokhten&lt;br /&gt;
* Gukan&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Kirchunik&lt;br /&gt;
* Kughanovit&lt;br /&gt;
* Mardastan&lt;br /&gt;
* Metz Aghbak&lt;br /&gt;
* Metznunik&lt;br /&gt;
* Nakhichevan&lt;br /&gt;
* Rechtuniq&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Patspatounik&lt;br /&gt;
* Palouniq&lt;br /&gt;
* Taygirian&lt;br /&gt;
* Tchevashrot&lt;br /&gt;
* Tornavan&lt;br /&gt;
* Tosb&lt;br /&gt;
* Varajnuni&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Kirche zum Heiligen Kreuz (Akdamar)|Kirche zum Heiligen Kreuz]]&amp;#039;&amp;#039; (ar: Surb Chatsch) auf der Insel [[Aghtamar]] wird zwischen 915 und 921 von König Gagik Arzruni gegründet. Das Kloster [[Varagavank]] (tr: Yedi Kilise) am Berg Varag 9&amp;amp;nbsp;km östlich von Van gründete König Seneqerim Johannes. Es wurde zum berühmtesten und wichtigsten Kloster der Gegend Van. Hier druckte später [[Mkrtitsch Chrimjan|Chrimian Hairik]] die erste armenische Zeitung namens &amp;#039;&amp;#039;Arciv Vaspurakani&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Der Adler von Vaspurakan&amp;#039;&amp;#039;). Bis zum späten 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert residierte der armenische Erzbischof von Van in diesem Kloster. Das Kloster wurde am 30.&amp;amp;nbsp;April 1915 im Zuge des [[Völkermord an den Armeniern|Völkermords an den Armeniern]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sirarpie Der Nersessian]]: &amp;#039;&amp;#039;Armenia and the Byzantine Empire: a Brief Study of Armenian Art and Civilization.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: Harvard University Press. 1947.&lt;br /&gt;
* Robert W. Thomson (Hrsg.): [[Thomas Artsruni]], History of the House of the Artsrunik. Detroit, Wayne State University Press 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armenien im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Staat in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region (Großarmenien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KureCewlik81</name></author>
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