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	<title>Vasile Lupu - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-64835-4 am 18. September 2025 um 15:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-18T15:44:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Vasile Lupu.png|mini|Vasile Lupu]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vasile Lupu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vasile Coci&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; der Beiname &amp;#039;&amp;#039;Lupu&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „der Wolf“; * um [[1595]], wahrscheinlich in  [[Arbanassi]], [[Osmanisches Reich]]; † [[April]] [[1661]] in [[Konstantinopel]], Osmanisches Reich) war [[Hospodar|Herrscher]] des [[Fürstentum Moldau|Fürstentums Moldau]] von April 1634 bis zum 13. April 1653 und vom 8. Mai bis zum 16. Juli 1653.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Vasile Lupu war [[Aromunen|aromunischer]] Herkunft. Der Geburtsort war [[Arbanassi]], wahrscheinlich bei Tarnowo im heutigen [[Bulgarien]] (möglich auch &amp;#039;&amp;#039;Dolno Arbanassi&amp;#039;&amp;#039;, heute Arnautskaja, Teil von [[Rasgrad]]). Der Vater [[Nicolae Coci]] bekleidete Hofämter in den Fürstentümern Moldau und Walachei. Der Junge erhielt eine gute griechische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1619 bis 1620 war er Großschatzmeister in der Walachei, 1625 zweiter [[Logothet]], 1627 Mundschenk, 1629 bis 1630 Hetman und 1631 Statthalter der unteren Moldau.&amp;lt;ref&amp;gt;Şerban Papacostea: &amp;#039;&amp;#039;Vasile Lupu&amp;#039;&amp;#039;. In: Mathias Bernath, Karl Nehring (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. München 1981, S. 389–390 ([https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1831 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1625 schloss Vasile Lupu eine Ehe mit Tudosca, der Tochter des Bojaren Costea Bacioc in [[Iași|Jassy]]. Um 1633 führte er einen Aufstand der Bojaren gegen den walachischen Fürsten [[Alexandru Ilias]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fürst von Moldau seit 1634 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mănăstirea Hlincea2.jpg|miniatur|Fresco im Kloster Hlincea, links Vasile Lupu, rechts Ehefrau Ekaterina Cercheza]]&lt;br /&gt;
Lupu wurde im April 1634 mit Hilfe des Osmanischen Reiches als Nachfolger des gestürzten [[Moise Movilă]] auf den moldauischen Thron eingesetzt, wohl gegen den Willen eines Teils der einheimischen Bojaren wegen seiner fremden Herkunft. Gegenüber der [[Hohe Pforte|Hohen Pforte]] erfüllte er seine Verpflichtungen und zahlte Tribut, dabei stützte er sich auf lokale Bojaren und den Klerus. Er setzte etliche Griechen in hohe Staatsämter ein und erhöhte so auch den Einfluss der griechischen Kultur in der Moldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lupu versuchte seine Herrschaft auf die [[Walachei (Region)|Walachei]] und [[Siebenbürgen]] auszudehnen und erhielt zeitweilig vom Sultan den Titel des walachischen Herrschers zugesagt. 1637 unternahm er einen erfolglosen Feldzug in der Walachei, musste sich aber nach dem Eingreifen der Osmanen, die den Fürsten [[Matei Basarab]] stützten, wieder zurückziehen. Zwei Jahre später wurden seine Truppen 1639 nach einem Vorstoß auf [[Bukarest]] in einem Gefecht in der Nähe des Dorfes Ojogeni (Nanishur) besiegt. 1640 erfolgte der Gegenangriff eines walachischen Heeres unter Ion Movila, der ebenfalls nach dem Schiedsspruch der Osmanen an der Linie Trotus-Milcov aufgegeben werden musste. In den folgenden Jahren blieben die Beziehungen zu Basarab neutral, erst im letzten Regierungsjahr kam es 1652 zu neuen Auseinandersetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Regierungszeit erzielte das Land bedeutende Erfolge in Wirtschaft und Kultur. Der Wohlstand kam jedoch nur der herrschende Klasse zugute, für die arme Bevölkerung und die Bauernschaft war seine Herrschaft nur die Fortsetzung der üblichen hohen Steuerbelastung und Tyrannei. In dieser Zeit wurde in [[Iași|Jassy]] die Kathedrale der drei Heiligen Könige erbaut. Vasile Lupu ließ 1642 im Zusammenwirken mit dem Metropoliten von Kiew, [[Petro Mohyla|Patrescu Movila]], die erste Buchdruckerei der Moldau gründen. Zudem führte er 1646 als Erster im Fürstentum ein [[Kodifizierung|kodifiziertes]] Gesetz namens &amp;#039;&amp;#039;Carte româneascǎ de învățătură&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Pravila lui Vasile Lupu&amp;#039;&amp;#039;) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1639 und 1649 wurden 47 Gesandtschaften des Fürstentum Moldau nach [[Moskau]] geschickt, um mit dem dortigen Großfürstentum einen Rückhalt gegenüber der [[Hohe Pforte|Hohen Pforte]] zu erhalten. Außerdem suchte er ab 1645 gute Beziehungen zum [[Polen-Litauen]] und verheiratete seine Tochter [[Maria Lupu|Maria]] mit dem litauischen Großkämmerer und späteren Großhetman [[Janusz Radziwiłł (1612–1655)|Janusz Radziwiłł]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Während des Chmelnyzkyj-Aufstandes 1648–1650 ===&lt;br /&gt;
1648 brach der [[Chmelnyzkyj-Aufstand]]es gegen [[Polen-Litauen]] aus, bei dem ab 1650 auch Moldauer unter dem Kommando von Sila Woloschin und Mudrenko eine Allianz mit den [[Saporoger Kosaken]] bildeten. Die moldauischen Bojaren unterstützten jedoch im Gegensatz zu den meisten Bürgern die Polen. Der Hetman [[Bohdan Chmelnyzkyj]] musste eine mögliche Bedrohung durch den moldauischen Herrscher ausschalten und nahm deswegen Verhandlungen mit dem Sultan auf, die aber erfolglos blieben. Chmelnyzkyj nutzte einen Konflikt der Moldauer mit den Krimtataren, besetzte Jasi und zwang Lupu im Bund mit den Tataren zum Einlenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Polen unter König [[Johann II. Kasimir]] über die Kosaken und Krimtataren in der [[Schlacht bei Beresteczko]] im Jahr 1651 versuchte sich Lupu aus dem ihm auferlegten Bündnis wieder zu befreien. Er unterbrach die Verhandlungen mit den Kosaken und bemühte sich um eine Einigung mit dem polnischen König. Chmelnyzkyj beschloss erneut, den Souverän in ein Bündnis mit der Ukraine zu zwingen, und im Frühjahr 1652 zog eine ukrainische Armee an die Grenzen der Moldau. Nachdem er die polnischen Streitkräfte unter General [[Marcin Kalinowski|Kalinowski]] in der [[Schlacht bei Batoh]] besiegt hatte, musste Vasile Lupu die Verhandlungen mit Chmelnyzkyj wieder aufnehmen und forderte ein dauerhaftes Bündnis. Um das neue Bündnis zu festigen, heiratete Vasiles Tochter [[Ruxandra Lupu|Ruxandra]] am 31. August 1652 [[Tymofij Chmelnyzkyj]], den Sohn des [[Ataman]] der Kosaken [[Bohdan Chmelnyzkyj]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dariusz Milewski: &amp;#039;&amp;#039;Between a magnate and a Cossack: two marriages of Vasile Lupu’s daughters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Series Byzantina.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 6, 2008, S. 45–64 ([https://bazhum.muzhp.pl/media//files/Series_Byzantina/Series_Byzantina-r2008-t6/Series_Byzantina-r2008-t6-s45-64/Series_Byzantina-r2008-t6-s45-64.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstände gegen Lupu 1652–1653 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss dieser Union wandten sich aber die moldauischen Bojaren von Lupu ab. Diesen Umstand nutzten die Machthaber der Walachei und Siebenbürgens, mit deren Hilfe eine Verschwörung durch den Bojaren [[Gheorghe Ștefan]] organisiert wurde. Siebenbürgische Truppen marschierten in Moldawien ein, Verschwörungstruppen schlossen sich ihnen an und Vasile Lupu bat Chmelnyzkyj um Hilfe. Für Chmelnyzkyj war es sehr wichtig, einen Verbündeten auf dem moldauischen Thron zu halten und er sandte eine 12.000 Mann starke Kosakenarmee unter der Führung Tymofij Chmelnyzkyjs. Die moldauischen Abteilungen schlossen sich den Kosaken an, gemeinsam wurde die Armee von Gheorghe Ștefan und den Siebenbürgern unter [[Johann Kemény]] 1652 geschlagen. Die aufständischen Bojaren wurden darauf von [[Georg II. Rákóczi]] und Matei Basarab unterstützt, im April 1653 musste Lupu nach Polen flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen Rückkehr auf seinen Thron versuchte er im Mai 1653 noch einmal in die Walachei einzubrechen, das Kriegsglück wandte sich aber endgültig gegen ihn. Die Walachen unter Matei Basarab besiegten die Truppen unter Tymofij Chmelnyzkyj am 27. Mai 1653 in der Schlacht bei Finta. Vasile Lupu unterlag Mitte Juli in der Schlacht an der Sirca und wurde von den Truppen unter Gheorghe Ștefan bis Oktober in [[Suceava]] belagert. Während der Belagerung wurde Tymofij getötet und die Kosaken zogen in die Ukraine ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht und Gefangenschaft 1653–1661 ===&lt;br /&gt;
Lupu war nun vollständig isoliert und konnte den moldauischen Thron nicht mehr behaupten. Er flüchtete zu den Krimtataren, wurde an die Hohe Pforte ausgeliefert und im [[Yedikule]]-Gefängnis von Istanbul eingekerkert und erst 1661 einige Monate vor seinem Tode freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Ștefăniță Lupu]] war von Ende 1659 bis 1661 Fürst in Moldau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehen und Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Vasile Lupu war  zuerst mit Tudosca (1600–1639), Tochter des Bojaren Costea Băcioc verheiratet.&lt;br /&gt;
Kinder waren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ioan († 1639)&lt;br /&gt;
* [[Maria Lupu|Maria]] (1627–1660), Ehefrau des Großhetmans von Litauen [[Janusz Radziwiłł (1612–1655)|Janusz Radziwiłł]]&lt;br /&gt;
* [[Ruxandra Lupu|Ruxandra]] (Roxana, 1632–1687), Ehefrau des Kosakenführers [[Tymofij Chmelnyzkyj]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach heiratete Vasile Lupu 1645 die Tscherkessin  [[Ecaterina Cercheza]] (um 1620–1666).&lt;br /&gt;
Nachkommen waren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ștefăniță Lupu|Ștefăniță]] (1641–1661), Fürst von Moldau 1659–1661&lt;br /&gt;
* Ioan († 1648)&lt;br /&gt;
* Alexandru († 1648)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Miron Costin]]: &amp;#039;&amp;#039;Grausame Zeiten in der Moldau. Die Moldauische Chronik von 1591–1661&amp;#039;&amp;#039; (= Rumänische Geschichtsschreiber Band 1), Styria Verlag Graz/Wien/Köln 1980. ISBN 3-222-11170-7.&lt;br /&gt;
* Şerban Papacostea: &amp;#039;&amp;#039;Vasile Lupu&amp;#039;&amp;#039;. In: Mathias Bernath, Karl Nehring (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. München 1981, S. 389–390 [https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1831 online]&lt;br /&gt;
* Daniel Ursprung: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftslegitimation zwischen Tradition und Innovation. Repräsentation und Inszenierung von Herrschaft in der rumänischen Geschichte in der Vormoderne und bei Ceaușescu.&amp;#039;&amp;#039; Aldus Verlag, Brașov 2007. [https://books.google.de/books?id=ZCdCkEbmo4oC&amp;amp;pg=PA122&amp;amp;lpg=PA122&amp;amp;dq=Lupu S. 122], u. ö&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * Franz Babinger: &amp;#039;&amp;#039;Originea şi sfîrşitul lui Vasile Lupu&amp;#039;&amp;#039;, aus Academia Română, Memoriile secţiunii istorice, Band XVII (1935/36) S. 63–82. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vasile Lupu}}&lt;br /&gt;
* [https://moldovenii.md/md/people/844/ Vasile Lupu] Moldovanii (rumänisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119065991|LCCN=n/92/55104|VIAF=153189336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lupu, Vasile}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürst (Moldau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Chmelnyzkyj-Aufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1661]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lupu, Vasile&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Coci, Vasile (Geburtsname); Basileios&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Fürst des Fürstentums Moldau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1595&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Arbanassi]], [[Osmanisches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=April 1661&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Konstantinopel]], Osmanisches Reich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-64835-4</name></author>
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