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	<title>Vartenberk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vartenberk&amp;diff=2603982&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SteinundBaum: üa Baustein entfernt</title>
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		<updated>2025-09-15T11:00:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;üa Baustein entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zámek Vartenberk 2024.jpg|mini|Schloss Vartenberk (2024)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vartenberk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Vartemberk&amp;#039;&amp;#039;, deutsch &amp;#039;&amp;#039;Wartenberg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Warttenberg&amp;#039;&amp;#039;) liegt nordöstlich der [[Tschechien|nordböhmischen]] Kleinstadt [[Stráž pod Ralskem]] auf dem Zámecký vrch (352&amp;amp;nbsp;m) über dem Tal der [[Ploučnice]]. Es wurde Ende des 15. Jahrhunderts als [[Renaissance]]schloss auf den Grundmauern einer [[Gotik|gotischen Burg]] des 12. bis 13. Jahrhunderts errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Burg ===&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Burg wurde erstmals im Jahr 1281 erwähnt. Sie lag an der Nordwestseite des langgestreckten Hügels, von dem einst auch der [[Burgturm]] aus der [[Vorburg]]anlage nach Norden ragte. Massive, tonnenschwere [[Gewölbe]], Mauern und ein [[Burggraben|Graben]] umschlossen die einstige [[Bastion]]. An ihrer Ostseite befand sich das Burgtor mit einer [[Zugbrücke]] über den Graben.[[Datei:Warttenberg CoA.jpg|mini|Wappen der Fürsten von Vartemberk (Warttenberg)]]Man vermutet, dass die Burg von [[Markvart z Března|Marquard von Březno]] und seinem Sohn [[Wartenberg (böhmisches Adelsgeschlecht)|Beneš von Vartemberk]] zum Schutze der Handelswege nach [[Zittau]] gegründet wurde. Aus jener Zeit wurden die Schriften des Marquard P. de Wartenberc überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Burg „warta“ oder „varte“ – der [[Wartturm]] (Wachtturm) und „pork“ oder „berk“ – der Berg, war auch namensgebend für die nahegelegene Siedlung und spätere Stadt Wartenberg (heute [[Stráž pod Ralskem]]). Die Burg von Vartemberk, einstige Ausgründung der Hauptburg [[Ralsko (Berg)|Ralsko]], diente als Schutzbastion „Wartturm zur Rollburg“ (stražna podrólski). Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem der mächtigsten Adelshäuser im [[Königreich Böhmen]]. Das Burgtor zeigte stolz das von einem Drachen umschlungene gold-schwarze Wappen der Fürsten von Vartemberk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burgherr Beneš wurde zum [[Prag]]er Burggrafen und zeugte vier Söhne. Diese gründeten später die vier wichtigsten Zweige des Hauses Vartemberk – Haus Veselí von Vartemberk, Haus Kumburk von Vartemberk, Haus Kostel von Vartemberk und das Haus Děčín von Vartemberk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Hussiten|hussitischen]] Feldzüge im Jahr 1426 und 1427 wurde die Burg von den Heeren des [[Sirotci|Waisenführers]] [[Jan Čapek ze Sán]], der später wieder zum [[Katholizismus]] konvertierte, belagert und besetzt. Čapek wurde seinerzeit zum neuen Burgherrn ernannt und erlangte mit seiner Herrschaft über Vartemberk noch mehr Macht und Einfluss in Böhmen. Ehemalige Diener und Beamte vom Hof Vartemberk stellen sich in seinen Sold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1438 ging die Burg der Vartemberks an die [[Mähren|mährischen]] Heere des [[Johann Sokol von Lamberg]] und nach dessen Tod ging sie in die [[Böhmen|böhmische]] Herrschaft des [[Riesenberg (Adelsgeschlecht)|Diepold von Riesenberg]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der letzte Vartemberk ===&lt;br /&gt;
Der letzte Vartemberk am Hof und zugleich letztes Mitglied im Familienzweig der Vartemberks war Graf [[Graf Johann Georg III. von Wartenberg|Jan Jiří&amp;amp;nbsp;III.]] (Graf Johann Georg III. von Wartenberg und Roll), Nachkomme des im 13. Jahrhundert auf Vartenberk und Ralsko residierenden hohen Prager Hofbeamten [[Graf Johann Georg I. von Wartenberg und Roll|Jan Jiří&amp;amp;nbsp;I.]], des Bruders des Fürsten Děčín von Vartemberk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben von Jan Jiří III. wurde durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] geprägt. Er verbündete sich seinerzeit mit den [[Liste von Bauernaufständen|aufständischen Bauern]]. Als Anführer eines Bauernheeres gelang es ihm, die Burgherrschaft der Vartemberks für eine kurze Zeit wiederzugewinnen. Im Zuge der Zeit musste er dennoch den Niedergang des Hauses Vartemberk hinnehmen. Die Niederlage in der [[Schlacht am Weißen Berg]] führte letztlich zu seiner Verbannung vom Hof Vartemberk. Der [[Habsburg]]er [[Ferdinand II. (HRR)|Kaiser Ferdinand&amp;amp;nbsp;II.]] enteignete ihn, seine Besitzungen wurden beschlagnahmt, und er flüchtete ins sächsische Exil. Vermutlich fand er dort im Jahr 1631 oder 1647 seinen Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umbau zum Renaissanceschloss ===&lt;br /&gt;
Mit der Herrschaft der Hussiten sowie den Aufständen und Feldzügen des Dreißigjährigen Krieges wechselten die Burgherren von Vartenberk von Jahr zu Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1504 kauften die Hirschperger von Königshain die ursprünglich gotische Burg. Sie reparierten und vergrößerten sie und bauten sie in den Jahren bis 1563 nach und nach zu einem Renaissanceschloss um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. bis 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit dem Umbau und der Herrschaft Hirschhorn wechselte Schloss Vartenberk in die Besitzstände der Adelshäuser [[Haus Liechtenstein|Liechtenstein]] und [[Hartig (Adelsgeschlecht)|Hartig]]. Für eine kurze Zeit residierte auch Fürst [[Wallenstein|Albrecht von Wallenstein]] im Schloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1639, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde Schloss Vartenberk von den [[Schweden|schwedischen Truppen]] geplündert und verwüstet. Einige Jahre später ging das Schloss sogar in Flammen auf; 1645 stürmten erneut schwedische Truppen den Hof und setzten ihn in Brand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und frühes 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit Abschluss der Bauarbeiten im Schloss [[Mimoň]] zogen die Eigentümer Hartig im Jahr 1830 von Schloss Vartenberk auf Schloss Mimoň um. Die Hartigs blieben jedoch im Ort und auf dem Schloss Vartenberk weiterhin präsent. Sie nutzen es als privates Gästehaus und für den [[Winzer]]eibetrieb. Die Verwaltung des Hartiger Weinguts nahm ihren zentralen Sitz im Schloss Vartenberk ein, und der mit der Familie Hartig befreundete [[Mittelherwigsdorf|Herwigsdorfer]] Botaniker [[Heinrich Moritz Willkomm]] lebte und arbeitete dort bis zu seinem Tod im Jahr 1895.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1922 wurde das Schloss verstaatlicht und der Lehrer und Schriftsteller František Melichar aus [[Unhošť]] (Unhoscht) übernahm das Anwesen der Hartigs für einen symbolischen Preis. Er richtete ein Schulzimmer für die Unterrichtung tschechischer Kinder ein, starb aber bereits drei Jahre später.&amp;lt;ref name=f24&amp;gt; [https://www.forum24.cz/foto-vartenberk-zabrali-nacisti-i-soveti-po-dvaceti-letech-oprav-se-poprve-v-historii-otevre-verejnosti Schloss Vartenberk nach 20 Jahren Bauzeit wiedereröffnet] (abgerufen am 8. Oktober 2024) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945 bis heute ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Schloss in eine Erholungseinrichtung des Unternehmens [[ČKD Praha]] umgewandelt. &lt;br /&gt;
Unter Mitwirkung des Bildhauers Olbram Zoubek wurden die Renaissance-Sgraffitos an der Innenfassade restauriert. &lt;br /&gt;
Im Jahr 1969 wurde das Schloss von der [[Rote Armee|Sowjetarmee]] übernommen. Die Gebäude wurden durch die Anwesenheit der Soldaten stark beeinträchtigt und durch einen Brand von 1987 nahezu vollständig zerstört. Nach ihrem Rückzug hinterließ die Sowjetarmee vom Schloss Vartenberk nur eine marode Brache und ein Bild der Verwüstung. &lt;br /&gt;
;Sanierung&lt;br /&gt;
[[Datei:Stráž Vartenberk.jpg|mini|Zustand des Schlosses 2011]]&lt;br /&gt;
Die Sanierung des Schlosses gestaltete sich wegen der finanziellen Situation und der baulichen Probleme als eine schwierige Aufgabe. Bereits in den 1990er Jahren begann man mit den ersten notdürftigen [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierungs]]- und [[Reparatur]]arbeiten. Eine neue [[Dachstuhl|Dachkonstruktion]] wurde errichtet. Die Arbeiten standen in der finanziellen und technischen Verantwortung der Stadt Stráž pod Ralskem und des tschechischen Kulturministeriums. Im Oktober 2010 gab es einen großen Spendenaufruf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.straz.cz/text-verejna-sbirka-zamek-vartenberk/ |text=Spendenaufruf der Stadt Stráž pod Ralskem zur Beschaffung von finanziellen Mitteln – Zur Erhaltung des kulturellen Erbes: Wiederaufbau und Sanierung von Schloss Vartenberk. |wayback=20170120192543 |archiv-bot=2023-02-04 09:42:19 InternetArchiveBot}} 1. Oktober 2010 bis 10. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten zur äußerlichen Wiederherstellung von Schloss Vartenberk dauerten etwa 20 Jahre. Im Mai 2024 konnte das Schloss erstmals wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;f24&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marek Podhorský: &amp;#039;&amp;#039;Liberecký kraj.&amp;#039;&amp;#039; freytag &amp;amp; berndt, Praha 2002, ISBN 80-7316-032-3, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Českolipsko.,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;32.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Probouzející se Ralsko.&amp;#039;&amp;#039; Sdružení Náhlov v oblasti Ralsko, Ralsko 2005, ISBN 80-254-7878-5, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Vesnice zaniklé a současné,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;24.&lt;br /&gt;
* Marie Vojtíšková, Břetislav Vojtíšek: &amp;#039;&amp;#039;Stráž pod Ralskem. Obrazy z dějin města.&amp;#039;&amp;#039; Pro Městský úřad Stráž pod Ralskem vydalo Vydavatelství End, Česká Lípa 2002, ISBN 80-901955-7-1, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Vartemberkové,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Vartenberk Castle|Schloss Vartenberk}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ceskatelevize.cz/ivysilani/10169911673-pamatky-na-prodej/309294340280003/ Památky na prodej] – tschechische TV-Dokuserie zum Schloss Vartenberk&lt;br /&gt;
* [http://www.hrady.cz/index.php?OID=775 hrady.cz] – Informationen zum Schloss Vartenberk &amp;lt;small&amp;gt;(tschechisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.hrady.cz/wnd_show_pic.php?picnum=43436 hrady.cz] – Diashow zum Schloss Vartenberk&lt;br /&gt;
* Private Homepage von [http://vylet.skrleta.com/tip-na-vylet/liberecky-kraj/vartenberk Jiří Škrleta] – Fotografie und Information zum Schloss Vartenberk &amp;lt;small&amp;gt;(tschechisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.zamek-benesov.cz/historie-zamku/dolni-zamek-1562-1945/z-vartemberka-1612-1614/ zamek-benesov.cz] – Zdeněk Henig zur Schlossgeschichte Vartenberk &amp;lt;small&amp;gt;(tschechisch, englisch, deutsch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wappen der Burgherren – [http://www.zamek-benesov.cz/data/editor/74cs_2_big.jpg Beneš von Vartemberk]&lt;br /&gt;
* Wappen Vartemberks während der Herrschaft des Hussitenhauptmanns – [http://jetrichovicko.euweb.cz/znakvartenberku.jpg Jan Čapek ze Sán]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in der Region Liberec}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/42/20.083/N |EW=14/48/0.538/E |type=landmark |region=CZ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Okres Česká Lípa|Schloss Vartenberk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Česká Lípa|Schloss Vartenberk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stráž pod Ralskem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SteinundBaum</name></author>
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