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	<title>Variations sérieuses - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:42:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Variations_s%C3%A9rieuses&amp;diff=996984&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Subbass1: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2024-09-03T09:35:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses op. 54&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Mendelssohn-Werkverzeichnis|MWV U 156]]) sind ein Variationswerk für Klavier von [[Felix Mendelssohn Bartholdy]]. Das etwa dreizehn Minuten lange Werk wurde 1842 veröffentlicht und gilt als eines der Meisterwerke des Komponisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Mendelssohn war ein gewandter Improvisator und ein in allen satztechnischen Disziplinen erfahrener Komponist. Bereits im Alter von 11 Jahren unternahm er ausgedehnte Konzertreisen, auf denen er auch [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] in Weimar vorspielte, was zu seiner Zeit als eine der höchsten Ehren galt. Nun wäre zu vermuten, dass ihm die [[Variation (Musik)|Variationsform]] besonders gelegen hätte. Dennoch hat Mendelssohn erst im Jahr 1841 in schneller Folge drei Variationszyklen geschrieben, deren erster, die &amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses op. 54&amp;#039;&amp;#039;, als sein bedeutendstes Klavierwerk anzusehen ist.&lt;br /&gt;
Am 15. Juli 1841 schrieb Mendelssohn an seinen in London lebenden Freund [[Karl Klingemann (Diplomat)|Karl Klingemann]], dass er mit „wahrer Passion“ an seinen &amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses&amp;#039;&amp;#039; gearbeitet habe. Einige Monate später, im Januar des folgenden Jahres, erschien es im Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse ==&lt;br /&gt;
Der etwas ungewöhnliche Titel &amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses&amp;#039;&amp;#039; ist als Reaktion Mendelssohns auf die Musizierpraxis seiner Zeit zu deuten. 1842, zu einer Zeit, in der so genannte „Variations brillantes“, rein virtuose Fantasien über modische Themen, den Musikalienmarkt überschwemmten, legte Mendelssohn mit seinem op. 54 ein Werk vor, das sich einerseits an den Variationen in c-Moll von [[Ludwig van Beethoven|Beethoven]] zu orientieren scheint, andererseits antizipierte er den späteren virtuosen Variationsstil von [[Johannes Brahms|Brahms]], (vor allem zu dessen [[Variationen über ein Thema von Paganini (Brahms)|Variationen über ein Thema von Paganini]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptthema ===&lt;br /&gt;
Das 16-taktige [[Thema (Musik)|Thema]] gliedert sich deutlich in vier [[Periode (Musik)|Abschnitte]] von jeweils vier Takten. Bei dem Thema handelt es sich um eine Melodie in seufzenden [[Synkope (Musik)|Synkopen]] über einer choralartigen Akkordfolge. Die Variationen schließen ohne Pause aneinander an, wobei sich nahtlose Fortsetzungen und kontrastierende Schnitte abwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Variationen ===&lt;br /&gt;
* Nr. 1: Die getragene Achtelbewegung des Themas löst sich in Sechzehntel auf.&lt;br /&gt;
* Nr. 2: Aus den Sechzehnteln werden Sechzehntel-Triolen.&lt;br /&gt;
* Nr. 3: Rasantes [[Staccato]]-Wechselspiel zwischen oktavierten Bässen in der Linken und Akkorden in der Rechten.&lt;br /&gt;
* Nr. 4: Zweistimmiger Kanon, ebenfalls auf Staccato-Technik basierend.&lt;br /&gt;
* Nr. 5 ist von innerer Unruhe geprägt, die aus einer synkopisch nachschlagenden Begleitung resultiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 6: Das Thema wird in hohe und tiefe Lagen gespalten, was eine große Treffsicherheit des Pianisten voraussetzt.&lt;br /&gt;
* Nr. 7 wechselt zwischen Akkordschlägen und [[Arpeggio|Arpeggien]].&lt;br /&gt;
* Nr. 8: Sechzehntel-Triolen in der Rechten steigern die Bewegung, wobei die Linke mit Staccato-Achteln rhythmische Akzente setzt.&lt;br /&gt;
* Nr. 9: Die Achtel der Linken aus der vorigen Variation werden durch die gleichen Sechzehntel-Triolen wie in der Rechten ersetzt.&lt;br /&gt;
* Nr. 10 ist ein besinnliches [[Fugato]], welches die elegische Anfangsstimmung wiederherstellt.&lt;br /&gt;
* Nr. 11, ein träumerisches [[Cantabile]], erinnert an Werke von Schumann. Mit [[Crescendo]] und [[Ritardando]] erfolgt die Überleitung zur&lt;br /&gt;
* Nr. 12, die blitzartigen Entladungen gleicht. Hier verwendet der Komponist eine Mischung aus Repetitionen und Ablösungen der Hände, um einen heftigen Erregungszustand auszudrücken.&lt;br /&gt;
* Nr. 13 verlagert die Melodie in die Tenorlage, die Rechte umspielt sie mit leichten Staccato-Figurationen.&lt;br /&gt;
* Nr. 14, die einzige Variation in Dur, bringt einen neuerlichen Ruhepol, indem alle vorherigen schnellen Bewegungen völlig vergessen werden und ein auf das Einfachste beschränkter Choral erklingt.&lt;br /&gt;
* Nr. 15 „poco a poco più agitato“ führt mit abwechselnd angeschlagenen Vierteln in der Linken und Viertel-Akkorden in der Rechten in erzählter, klagender Weise (ähnlich wie in der fünften Variation) zur erregten Grundstimmung des Werkes zurück.&lt;br /&gt;
* Nr. 16 bereitet in rasenden Sechzehnteltriolen (Allegro vivace) bereits das Ende des Werkes vor, wobei in jeder Gruppe von jeweils drei Sechzehntel-Triolen die Linke den Einsatz gibt, und die rechte die zwei weiteren Triolen anschlägt.&lt;br /&gt;
* Nr. 17, die letzte ‚vollständige‘ Variation, ist der sechzehnten ähnlich, nur sind die Rollen der beiden Hände hier vertauscht. Hier beginnt Mendelssohn die Unruhe der schnellen Bewegung mit dynamischen Zeichen zu verstärken, verliert dann auch immer mehr das harmonische Gerüst des Themas und lässt die stärker werdenden Sechzehntelfiguren gewinnen, bis die verminderten fortissimo-Zerlegungen, die ein hohes pianistisches Können erfordern, im Höhepunkt des Werks, einem [[Tremolo]]-[[Orgelpunkt]] auf dem [[Quinte|Quintton]] mit der darüber wiederkehrenden Urgestalt des Themas, gipfeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nun beginnt das Presto, bestehend nur aus einzelnen Teilen der vorhandenen Motive mit einer fortissimo-[[Oktave]] in der tiefsten Lage. Nach einer gewaltigen Steigerung mit [[Synkope (Musik)|synkopierten]] [[Verminderter Akkord|verminderten Akkorden]] in der linken Hand, die an die Nr. 5 erinnern, zahlreichen [[Sforzato|Sforzati]] und einem virtuosen Zweiunddreißigstel-Lauf folgt der Rückzug im [[Diminuendo]], worauf das Werk mit ruhigen d-Moll-Akkorden endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses op. 54&amp;#039;&amp;#039; sind eines der geschätztesten Werke des Komponisten. Sein guter Freund, der Komponist und Pianist [[Ignaz Moscheles]] bekannte „Ich spiele die &amp;#039;&amp;#039;Variations sérieuses&amp;#039;&amp;#039; immer wieder, jedes Mal genieße ich die Schönheiten aufs neue“. Auch [[Ferruccio Busoni]] schätzte das Werk sehr. Viele Pianisten haben es aufgenommen, nennenswert darunter die Aufnahmen von [[Vladimir Horowitz]], [[Swjatoslaw Teofilowitsch Richter|Swjatoslaw Richter]] und [[Vladimir Sofronitzky]]. Bearbeitungen für [[Orgel]] existieren von [[Jan Albert van Eyken]] (in Absprache mit dem Komponisten),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.5nachzwölf.de/app/download/5818750136/2024-08-31+Programmheft.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mittagsmusik in Niedermünster, 31. August 2024 – Christoph Preiß&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,9 MB.) In: 5nachzwölf de. Abgerufen am 1. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reitze Smits,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.valeurajoutee.eu/product/f-mendelssohn-bartholdy-variations-serieuses-arr-reitze-smits/ |titel=F. Mendelssohn-Bartholdy – Variations serieuses (arr. Reitze Smits) |werk=Valeur Ajoutée |datum=2017-12-05 |sprache=nl |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gereon Krahforst]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gereonkrahforst.org/de/kompositionen/index.php |titel=Werke von Gereon Krahforst |abruf=2024-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Martin Schmeding]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.schmeding-organist.de/publikationen/diskografie/diskografie-4/mendelssohn-gesamtwerk/ |titel=Martin Schmeding Organist: Mendelssohn Gesamtwerk |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Variations Sérieuses Op.54 (Mendelssohn, Felix)|cname=Variations sérieuses}}&lt;br /&gt;
* [https://www.classicalarchives.com/mendelssohn.html Classical Archives – Mendelssohn] – Aufnahmen von Werken Mendelssohns&lt;br /&gt;
* Interpretationsbeispiele auf [[YouTube]]: [https://youtube.com/watch?v=0Leau1ZTYgA Vladimir Sofronitsky, Klavier] (1950) – [https://youtube.com/watch?v=OsaBlXH5fd8 Martin Schmeding, Orgel] (eigene Bearbeitung; [[Saalbau Essen#Kuhn-Orgel|Kuhn-Orgel der Philharmonie Essen]]; 2009)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Subbass1</name></author>
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