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	<title>Varian Fry - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Heied: /* Leben */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Varian Fry.jpg|mini|Varian Fry]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Varian Mackey Fry&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Oktober]] [[1907]] in [[New York City]]; † [[13. September]] [[1967]] in [[Redding (Connecticut)|Redding]], [[Connecticut]]) war ein [[USA|US-amerikanischer]] [[Journalist]] und [[Résistance|Freiheitskämpfer]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in [[Frankreich]]. Er führte in [[Marseille]] ein Rettungsnetzwerk, das etwa 2000 Menschen ermöglichte, vor den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zu fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel für Varian Fry (1907-1967), Varian-Fry-Straße (Berlin).jpg|mini|[[Gedenktafel]], Potsdamer Straße 1, in [[Berlin-Tiergarten]]]]&lt;br /&gt;
Varian Fry besuchte die [[Hotchkiss School]] und die [[Harvard-Universität|Harvard University]], die er 1931 als [[Bachelor of Arts]] abschloss; erst im Dezember 1965 sollte er den akademischen Grad Master of Arts (M.A.) in Geschichte an der [[Columbia University]] erhalten.&amp;lt;br /&amp;gt; Bis 1940 gab er Bücher für die Gesellschaft für Außenpolitik heraus, u.&amp;amp;nbsp;a. veröffentlichte er 1938 &amp;#039;&amp;#039;War in China: America’s role in the Far East&amp;#039;&amp;#039; (Krieg in China. Amerikas Rolle im Fernen Osten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1935 hatte er als [[Korrespondent]] für die amerikanische Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The Living Age&amp;#039;&amp;#039; Berlin besucht und war dabei mehrfach persönlich Zeuge der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten geworden. Aufgrund dieser Erlebnisse schwer erschüttert, begann er, für die Arbeit gegen den Nationalsozialismus Geld zu sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutsch-französischen [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Waffenstillstandsvertrag von Compiègne 1940]] nach Ende des Westfeldzugs war mit Artikel 19 die Auslieferung von Deutschen durch Frankreich auf Verlangen vereinbart worden. Es kursierten in Emigrantenkreisen Gerüchte über Auslieferungslisten mit bis zu 20000 Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Lackner (Journalist)|Lackner, Herbert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Flucht der Dichter und Denker – Wie Europas Künstler und Wissenschaftler den Nazis entkamen.&amp;#039;&amp;#039; Carl Ueberreuter Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-8000-7680-2, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25. Juni 1940 wurde in den Vereinigten Staaten das [[Emergency Rescue Committee]] (ERC) gegründet, um namhaften europäischen Intellektuellen, Künstlern, Politikern und Gewerkschaftlern die Ausreise und Flucht aus dem unbesetzten [[Vichy-Regime|Vichy-Frankreich]] nach Übersee zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang D. Elfe: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort – »Oh, there are ways, you know...«&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Auslieferung auf Verlangen – Die Rettung deutscher Emigranten in Marseille 1940/41.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-596-18376-0, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die strikten amerikanischen Quotenregeln mit jahrelangen Wartezeiten für reguläre Einreisevisen waren kein gangbarer Weg für eine rasche Flucht in die Vereinigten Staaten. Das ERC konnte aber über das Präsidialkomitee für politische Flüchtlinge (&amp;#039;&amp;#039;President’s Advisory Committee on Political Refugees&amp;#039;&amp;#039;) Besuchervisa für Notfälle erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang D. Elfe: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort – »Oh, there are ways, you know...«&amp;#039;&amp;#039; S. 295 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Varian Fry wurde nach Marseille geschickt, wo eine große Zahl von Regimekritikern und Künstlern versammelt war. Er erhielt finanzielle Mittel und Listen mit Personen, denen er die Ausreise ermöglichen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Marseille wurde seine Ankunft bekannt, und weit mehr Menschen wandten sich an ihn, um Hilfe zur Ausreise zu bekommen. Fry sammelte eine kleine Gruppe Freiwilliger um sich (darunter [[Albert O. Hirschman]]), die trotz wachsamer Aufsicht des [[Vichy-Regime]]s Menschen in der [[Villa Air Bel|Villa Air-Bel]] versteckten,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://museedelaresistanceenligne.org/media1697-La-villa-da &amp;#039;&amp;#039;La villa d’Air Bel à La Pomme à Marseille&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 6. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis sie – häufig unter der Führung von [[Lisa Fittko|Lisa]] und [[Hans Fittko]] – aus dem Land geschmuggelt werden konnten. Auf diesem Weg gelang es ihm, mehr als 2200 Flüchtlingen den Weg über die Grenze ins neutrale [[Portugal]] zu ermöglichen, von wo sie in die Vereinigten Staaten weiterreisen konnten. Anderen, darunter [[Walter Mehring]], ermöglichte er die Ausreise per Schiff von Marseille zu der französischen Kolonie [[Martinique]], von wo ebenfalls der Weg in die USA möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Arbeit ließ sich nicht lange geheim halten. Die US-Behörden waren misstrauisch, weil sie meinten, Fry setze sich besonders für „Linke und Juden“ ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knud von Harbou&amp;quot;&amp;gt;[[Knud von Harbou]]: &amp;#039;&amp;#039;Einsamer Retter&amp;#039;&amp;#039;. In: Süddeutsche Zeitung vom 9. September 2017, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl die US-Botschaft in Vichy-Frankreich als auch das Vichy-Regime selbst versuchten, seinem Streben Einhalt zu gebieten. Lediglich [[Hiram Bingham IV.|Hiram Bingham]] (1903–1988), der Vizekonsul der USA in Marseille, unterstützte ihn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knud von Harbou&amp;quot; /&amp;gt; Im Dezember 1940 wurde er inhaftiert, kam aber frei und arbeitete weiter. Nach 13 Monaten Arbeit in Marseille wurde er im August 1941 durch einen Hinweis der US-Botschaft endgültig von der französischen Polizei festgenommen und in die USA abgeschoben. Die Leitung des ERC-Büros bis zur offiziellen Schließung durch die französische Polizei im Juni 1942 übernahm [[Daniel Bénédite]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://maitron.fr/spip.php?article16229 &amp;#039;&amp;#039;Bénédite Daniel (Ungemach)&amp;#039;&amp;#039;] auf Le Maitron, aufgerufen am 31. Dezember 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Frys engsten Helfern befanden sich Amerikaner wie [[Miriam Davenport]], eine frühere Kunststudentin an der [[Sorbonne]], und die amerikanische Erbin [[Mary Jayne Gold]], eine Kunstliebhaberin, die in den frühen 30er Jahren nach [[Paris]] gekommen war. Als die Nazis 1940 in Frankreich einmarschiert waren, ging Gold nach Marseille, wo sie mit Fry zusammenarbeitete und half, die von ihm aufgebaute Organisation zu finanzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den von Fry geretteten Personen befanden sich unter anderen [[Hannah Arendt]], [[Ernst Josef Aufricht]], [[Georg Bernhard]], [[André Breton]] mit seiner Frau [[Jacqueline Lamba|Jacqueline]] und Tochter [[Aube Elléouët|Aube]], [[Marc Chagall]], [[Marcel Duchamp]], [[Max Ernst]], [[Lion Feuchtwanger]], [[Leonhard Frank]], [[Fritz Kahn (Autor)|Fritz Kahn]], [[Siegfried Kracauer]], [[Konrad Heiden]], [[Henry Jolles|Heinz Jolles]], [[Wifredo Lam]], [[Wanda Landowska]], [[Jacques Lipchitz]], [[Alma Mahler-Werfel]], [[Heinrich Mann|Heinrich]] und [[Golo Mann]], [[André Masson]], [[Walter Mehring]], [[Otto Fritz Meyerhof|Otto Meyerhof]], [[Soma Morgenstern]], [[Hans Natonek]], [[Hans Namuth]], [[Hertha Pauli]], [[Alfred Polgar]], [[Hans Sahl]], [[Franz Werfel]] sowie [[Helen Wolff|Helen]], [[Kurt Wolff (Verleger)|Kurt]] und [[Christian Wolff (Komponist, 1934)|Christian Wolff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 veröffentlichte Fry unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Surrender on Demand&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Auslieferung auf Verlangen&amp;#039;&amp;#039;) ein Buch über seine Zeit in Frankreich. 1968 gab der amerikanische Schulbuchverleger Scholastic eine Taschenbuchausgabe unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Assignment: Rescue&amp;#039;&amp;#039; heraus; in der Folge sind noch viele Auflagen unter beiden Titeln erschienen. Fry machte durch deutliche kritische Aussagen gegen die US-Einwanderungsregelungen von sich reden und brachte diese in direkten Zusammenhang mit dem Schicksal der Juden in Europa. Bereits im Dezember 1942 hatte er einen Artikel &amp;#039;&amp;#039;The Massacre of Jews in Europe&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.varianfry.org/sauvage_fry_oxford_en.htm#_edn164 &amp;#039;&amp;#039;The Massacre of the Jews&amp;#039;&amp;#039;], www.varianfry.org, abgerufen am 12. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten im September 1941 erhielt Fry keinerlei öffentliche Aufmerksamkeit und geriet in Vergessenheit. Der Zugang zum [[Emergency Rescue Committee|ERC]] wurde ihm sogar verwehrt. Er wandte sich an Künstler, die er gerettet hatte, darunter Marc Chagall, Max Ernst und André Breton, und bat sie, ein neues Hilfsprojekt für Exilanten zu unterstützen – vergebens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knud von Harbou&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fry engagierte sich in der Bürgerrechtsbewegung und wurde Mitglied der [[Fédération internationale des ligues des droits de l’Homme|Internationalen Liga für Menschenrechte]]. 1944 trat er der &amp;#039;&amp;#039;Liberal Party of New York&amp;#039;&amp;#039; bei. Von 1943 bis 1946 war er Direktor für Internationale Angelegenheiten der [[American Labor Conference]]. Ab 1946 versuchte er sich mit einer Filmproduktionsfirma (Cinemart), die den Betrieb 1953 einstellen musste. Danach arbeitete er als Werbetexter, u. a. für die [[The Coca-Cola Company|Coca-Cola Company]], als Journalist und als Lehrer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sheila Isenberg: &amp;#039;&amp;#039;A Hero of Our Own. The Story of Varian Fry.&amp;#039;&amp;#039; Random House, New York 2001, S. 250–254.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Nachleben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiergarten Varian-Fry-Straße-11.JPG|mini|Varian-Fry-Straße in Berlin am Potsdamer Platz]]&lt;br /&gt;
1967 wurde er „für seinen heldenhaften Beitrag für die Freiheit“ in die französische [[Ehrenlegion]] aufgenommen. Abgesehen davon geriet Fry lange Zeit fast in Vergessenheit, bis seine Taten durch die Veröffentlichung von Mary Jayne Golds Buch &amp;#039;&amp;#039;Crossroads Marseilles 1940&amp;#039;&amp;#039; (1980) wieder bekannt wurden. Er wurde nun teilweise als „amerikanischer Schindler“ bezeichnet. 1994 war Varian Fry der erste und bis 2005 einzige US-Bürger, der unter die [[Gerechte unter den Völkern|Gerechten unter den Völkern]] in [[Israel]]s Holocaust-Mahnmal [[Yad Vashem]] aufgenommen wurde. Am 1. Januar 1998 erhielt er eine zusätzliche Würdigung als Ehrenbürger des Staates Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 3. Dezember 1997 heißt eine Straße im neu angelegten zentralen [[Potsdamer Platz|Potsdamer-Platz-Areal]] in [[Berlin]] „Varian-Fry-Straße“. Im überdachten Wartebereich der gleichnamigen Bushaltestelle dort ist eine zweisprachige Gedenktafel in Englisch und Deutsch mit einem Foto Frys angebracht, auf der seine Rolle als Fluchthelfer für NS-Verfolgte dargestellt wird&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/themen/holocaust/erinnerungsorte/503352/halt-inne-bushaltestellen-projekt-varian-fry-strasse/ |titel=&amp;quot;Halt inne&amp;quot; - Bushaltestellen-Projekt: Varian-Fry-Straße |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |sprache=de |abruf=2023-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Straßenname brachte die in Berlin lebende Schriftstellerin und Produzentin [[Anna Winger]] auf die Idee für die Netflix-Serie [[Transatlantic (Fernsehserie)|Transatlantic]] (s.&amp;amp;nbsp;u.: Verfilmungen). Ihr Vater, der Anthropologe und Erziehungswissenschaftler [[Robert A. LeVine]], hatte bei einem Besuch in Berlin den Straßennamen gesehen und ihr von Varian Fry erzählt. Er hatte in seiner Zeit als [[Harvard University|Harvard]] Professor in Cambridge mit [[Albert O. Hirschman|Albert O.Hirschman]] und [[Lisa Fittko]] zwei der Mitarbeiter in Frys Fluchthilfeorganisation in Marseille kennengelernt und deshalb vorgeschlagen, Fry zum Thema einer Fernsehserie zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Doris Priesching [Interviewerin] |url=https://www.derstandard.at/story/2000145266945/unglaublicher-kreislauf-der-geschichte-anna-winger-ueber-serie-transatlantic |titel=&amp;quot;Unglaublicher Kreislauf der Geschichte&amp;quot;: Anna Winger über Serie &amp;quot;Transatlantic&amp;quot; |hrsg=Der Standard (Österreich) |datum=2023-04-07 |sprache=de |abruf=2023-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative von Samuel V. Brock, dem US-Generalkonsul in Marseille von 1999 bis 2002, wurde der Platz vor dem Konsulat in „Place Varian Fry“ umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin|Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin]] zeigte vom 18. November bis 30. Dezember 2007 in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin-Mitte die Ausstellung „Ohne zu zögern. Varian Fry: Berlin-Marseille-New York“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur&amp;#039;&amp;#039; setzte [[Uwe Wittstock]] der Gruppe um Fry ein literarisches Denkmal.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wittstock: &amp;#039;&amp;#039;Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2024, ISBN 978-3-406-81490-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 2023 die Netflix-Miniserie &amp;#039;&amp;#039;[[Transatlantic (Fernsehserie)|Transatlantic]]&amp;#039;&amp;#039; die sexuelle Orientierung Varian Frys thematisierte (mittels eines fiktiven Liebhabers namens Thomas Lovegrove), ergab sich eine Debatte über diesen bis dahin verschwiegenen Aspekt seines Lebens. Die Autorin der Romanvorlage, [[Julie Orringer]], wurde in der &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times|New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; von ihrer Schriftsteller-Kollegin [[Cynthia Ozick]] kritisiert, weil es zwar „hier und da“ Gerüchte zu Frys Homosexualität gab, diese aber nicht belastbar wären. Daraus eine durchgehende Lovestory mit einem fiktiven Charakter abzuleiten, findet Ozick bedenklich. Die Fry-Biografin Sheila Isenberg betonte, sie habe „keine Beweise für Homosexualität“ gefunden, weder in der Korrespondenz mit seiner ersten Frau, Eileen Hughes, noch im Gespräch mit der zweiten Ehefrau, Annette Riley Fry, oder mit anderen Menschen, die mit Fry im Emergency Rescue Committee gearbeitet hätten. Hingegen erinnerten LGBTIQ-Forscher und Schriftsteller – wie [[Andrew Sean Greer]] – dass es fast unmöglich sei, die persönlichen Geschichten von LGBTIQ zu dokumentieren, weil „sie diese verbrannt, unterdrückt, nicht aufgeschrieben, nicht mitbedacht oder ausradiert“ hätten. Schließlich meldete sich James D. Fry zu Wort, der Sohn des Flüchtlingshelfers: „Ja, mein Vater war ein ungeouteter Homosexueller.“ Er habe dies als junger Mann begriffen, nachdem sein Vater gestorben war – „durch etliche Hinweise, viele davon waren Forschenden niemals zugänglich“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://mannschaft.com/a/transatlantic-ist-es-wichtig-ob-varian-fry-schwul-war «Transatlantic»: Ist es wichtig, ob Varian Fry schwul war?]&amp;#039;&amp;#039;, 11. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auslieferung auf Verlangen. Die Rettung deutscher Emigranten in Marseille 1940/41&amp;#039;&amp;#039;. Hanser Verlag, München 1986, ISBN 3-446-13791-2. Hrsg. u. mit e. Anh. vers. von Wolfgang D. Elfe u. Jan Hans. Englische Originalausgabe unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Surrender on demand&amp;#039;&amp;#039;, New York 1945. Taschenbuchausgabe unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Assignment: Rescue.&amp;#039;&amp;#039; Scholastic, 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;War in China: America’s role in the Far East&amp;#039;&amp;#039;. With maps and charts by Henry Adams Grant, Foreign Policy Association, New York 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;War Atlas: a handbook of maps and facts&amp;#039;&amp;#039;. Foreign Policy Association, New York 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Peace That Failed: how Europe sowed the seeds of war.&amp;#039;&amp;#039; Foreign policy Association, New York 1939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie Beiträge in den Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;[[The Nation (USA)|The Nation]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;New Leader&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[The New Republic]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;New Europe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen und Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0225102|Assignment: Rescue (auch: The Story of Varian Fry and the Emergency Rescue Committee) (1997)}}&lt;br /&gt;
* Der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Villa Air Bel – Varian Fry in Marseille 1940/41]]&amp;#039;&amp;#039; von Jörg Bundschuh (1987, 90 Min.) wurde 1987 auf dem [[Chicago International Film Festival|Filmfestival von Chicago]] mit dem Silver Hugo Award ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kickfilm.de/varian-frey.html Inhaltsangabe].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** {{IMDb|tt0204029|Villa Air Bel – Varian Fry in Marseille 1940/41}}&lt;br /&gt;
* 1997 brachte der [[Irland|irische]] Filmregisseur [[David Kerr]] eine Dokumentation unter dem Titel „Varian Fry: The Artists’ Schindler“ heraus, mit Sean Barrett als Erzähler.&lt;br /&gt;
** {{IMDb|tt0250085|Varian Fry: The Artists’ Schindler}}&lt;br /&gt;
* In dramatischer Form wurde seine Geschichte wiedergegeben, als 2001 die amerikanische Schauspielerin [[Barbra Streisand]] den Fernsehfilm [[Varian’s War – Ein vergessener Held|Varian’s War]] mit [[William Hurt]] und [[Julia Ormond]] mitproduzierte.&lt;br /&gt;
** {{IMDb|tt0245540|Varian’s War}}&lt;br /&gt;
* 2023: &amp;#039;&amp;#039;[[Transatlantic (Fernsehserie)|Transatlantic]]&amp;#039;&amp;#039;, Netflix-Serie basierend auf dem Roman &amp;#039;&amp;#039;The Flight Portfolio&amp;#039;&amp;#039; von Julie Orringer, mit [[Cory Michael Smith]] als Varian Fry und [[Gillian Jacobs]] als [[Mary Jayne Gold]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rescue.org/de/artikel/die-wahre-geschichte-hinter-transatlantic-und-irc |titel=Die wahre Geschichte hinter Transatlantic und IRC |datum=2023-04-04|abruf=2023-04-05|werk=rescue.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Wittstock: &amp;#039;&amp;#039;Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur.&amp;#039;&amp;#039;C. H. Beck, München 2024, ISBN 978-3-406-81490-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Fachliteratur:&lt;br /&gt;
* [[Lisa Fittko]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein Weg über die Pyrenäen. Erinnerungen 1940/41.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1989, ISBN 3-423-11028-7 (&amp;#039;&amp;#039;dtv-Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 11028).&lt;br /&gt;
* [[Mary Jayne Gold]]: &amp;#039;&amp;#039;Crossroads Marseille 1940. A Memoir.&amp;#039;&amp;#039; Doubleday, New York 1980, ISBN 0-385-15618-9 (englisch).&lt;br /&gt;
* Karen J. Greenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Columbia University Library, New York. The Varian Fry Papers, the Fort Ontario Emergency Refugee Shelter papers&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Archives of the Holocaust&amp;#039;&amp;#039; 5). Garland, New York 1990, ISBN 0-8240-5487-3 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Emmanuelle Loyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Paris à New York. Intellectuels et artistes français en exil, 1940–1947.&amp;#039;&amp;#039; [[Éditions Grasset &amp;amp; Fasquelle]], Paris 2005, ISBN 2-246-68791-8 (französisch).&lt;br /&gt;
* Andy Marino: &amp;#039;&amp;#039;A Quiet American. The Secret War of Varian Fry.&amp;#039;&amp;#039; St. Martin’s Press, New York 1999, ISBN 0-312-26767-3 (englisch).&lt;br /&gt;
* Sheila Isenberg: &amp;#039;&amp;#039;A Hero of Our Own. The Story of Varian Fry.&amp;#039;&amp;#039; Random House, New York 2001, ISBN 0-375-50221-1 (englisch).&lt;br /&gt;
* Angelika Meyer, Marion Neumann (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Ohne zu zögern. Varian Fry: Berlin – Marseille – New York.&amp;#039;&amp;#039; 2. verbesserte Auflage. Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-00-022946-6 (Ausstellungskatalog, Berlin, Akademie der Künste, 18. November – 30. Dezember 2007).&lt;br /&gt;
* Anne Klein: &amp;#039;&amp;#039;Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe 1940–1942. Varian Fry und die Komitees zur Rettung politisch Verfolgter in New York und Marseille&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Reihe &amp;#039;&amp;#039;Dokumente, Texte, Materialien.&amp;#039;&amp;#039; des [[Zentrum für Antisemitismusforschung]], Band 61). [[Metropol Verlag]], Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-17-8 (zugleich: Berlin, Freie Univ., veränd. Diss., 2004: &amp;#039;&amp;#039;Flüchtlingshilfe 1940–1942&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Julijana Ranc |Titel=Odysseus und Don Quichotte – Zum hundertsten Geburtstag von Varian Fry (1907–1967) |Hrsg=[[Edita Koch]] |Sammelwerk=Exil. Forschung, Erkenntnisse, Ergebnisse |Band=27 |Nummer=1 |Verlag=Exil Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2007 |ISSN=0721-6742 |Seiten=5–39}}&lt;br /&gt;
* Giorgia Sogos: &amp;#039;&amp;#039;Varian Fry: „Der Engel von Marseille“. Von der Legalität in die Illegalität und zur Rehabilitierung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gabriele Anderl]], Simon Usaty (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schleppen, Schleusen, Helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung.&amp;#039;&amp;#039; [[Mandelbaum Verlag]], Wien 2016, ISBN 978-3-85476-482-3, S.&amp;amp;nbsp;209–220.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Strempel: &amp;#039;&amp;#039;Letzter Halt Marseille – Varian Fry und das Emergency Rescue Committee.&amp;#039;&amp;#039; In: Winrich C.-W. Clasen, W. Peter Schneemelcher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mittelmeerpassagen.&amp;#039;&amp;#039; CMZ-Verlag, Rheinbach 2018, ISBN 978-3-87062-307-4, S.&amp;amp;nbsp;185–194.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Strempel: &amp;#039;&amp;#039;Varian Fry. Der Amerikaner, der Europas Künstler rettete – The American Who Rescued Europe’s Artists.&amp;#039;&amp;#039; CMZ-Verlag, Rheinbach 2023, ISBN 978-3-87062-364-7 (zweisprachige Ausgabe).&lt;br /&gt;
* [[Rosemary Sullivan]]: &amp;#039;&amp;#039;Villa Air-Bel. World War II, Escape, and a House in Marseille.&amp;#039;&amp;#039; Harper Collins, New York 2006, ISBN 0-06-073250-4 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Uwe Wittstock]]: &amp;#039;&amp;#039;Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; [[C. H. Beck]], München 2024, ISBN 978-3-406-81490-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belletristische Darstellung:&lt;br /&gt;
* [[Eveline Hasler]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem letzten Schiff. Der gefährliche Auftrag von Varian Fry.&amp;#039;&amp;#039; [[Nagel &amp;amp; Kimche]], Zürich 2013, ISBN 978-3-312-00553-6.&lt;br /&gt;
* Kate Lord Brown: &amp;#039;&amp;#039;Das Sonntagsmädchen. Roman.&amp;#039;&amp;#039; [[Piper Verlag]], München 2014, ISBN 978-3-492-30545-7 (Titel der englischen Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;The House of Dreams&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Jean Malaquais: &amp;#039;&amp;#039;Planet ohne Visum. Roman.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Nautilus]], Hamburg 2022, ISBN 978-3-96054-294-0 (aus dem Französischen von Nadine Puschel, Originalausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Planète sans visa&amp;#039;&amp;#039;, Éditions Phébus, Paris 1999, vom Autor überarbeitete Neuausgabe der Erstausgabe von 1947).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116843373}}&lt;br /&gt;
* [http://www.varianfry.org/ Varian Fry Institute]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/kultur/article1387312/Der-Fluchthelfer-der-Dichter-und-Denker.html „Der Fluchthelfer der Dichter und Denker“], [[Die Welt]], 22.&amp;amp;nbsp;November 2007&lt;br /&gt;
* [https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/fry.html Varian Fry, USA] – auf der Seite von [[Yad Vashem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116843373|LCCN=n/80/60607|VIAF=91499080}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fry, Varian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Harvard University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthelfer für NS-Verfolgte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judenretter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fry, Varian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fry, Varian Mackey (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Journalist und Freiheitskämpfer im Zweiten Weltkrieg in Frankreich&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Redding (Connecticut)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heied</name></author>
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