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	<title>Variable (Logik) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T08:15:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Variable_(Logik)&amp;diff=1034491&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian959595: Ich glaube es ist besser wenn der Satz lautet: &quot;...Individuenvariablen (P (x,y)) gekennzeichnet werden (Bsp.: P = liebt; P(x,y) = x liebt y).&quot; denn vorher wird gesagt &quot;Symbolisiert werden Individuenvariablen in der Logik zumeist durch kleine lateinische Buchstaben vom Ende des Alphabets (x, y, z).&quot;.</title>
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		<updated>2023-04-12T16:44:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ich glaube es ist besser wenn der Satz lautet: &amp;quot;...Individuenvariablen (P (x,y)) gekennzeichnet werden (Bsp.: P = liebt; P(x,y) = x liebt y).&amp;quot; denn vorher wird gesagt &amp;quot;Symbolisiert werden Individuenvariablen in der Logik zumeist durch kleine lateinische Buchstaben vom Ende des Alphabets (x, y, z).&amp;quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Variable&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[formale Logik|formalen Logik]] ein „sprachliches Zeichen, für das beliebige Ausdrücke einer bestimmten Art eingesetzt werden können“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Detel&amp;quot;&amp;gt;Detel: &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Logik.&amp;#039;&amp;#039; 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu [[Konstante (Logik)|logischen Konstanten]] haben Variablen „keine selbständige Bedeutung“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tarski&amp;quot;&amp;gt;Tarski: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die mathematische Logik.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. 1977, S. 18f u. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sind „bedeutungsleere Zeichen, die nur dazu dienen, die Stellen anzuzeigen, an denen die bedeutungsvollen Konstanten ... einzusetzen sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenzen: &amp;#039;&amp;#039;Formale Logik.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. 1970, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Ausdrücke für eine Variable eingesetzt werden dürfen, wird durch eine vorgegebene Menge von Elementen bestimmt. Diese wird &amp;#039;&amp;#039;Grund-, Objekt-, Definitions- oder Variabilitätsbereich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Extension&amp;#039;&amp;#039; einer Variable genannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausdrücke, die für bestimmte Variable eingesetzt werden dürfen, heißen auch &amp;#039;&amp;#039;Werte&amp;#039;&amp;#039; dieser Variablen (siehe [[mathematische Logik]]). Variablen repräsentieren ihre Werte. Man sagt auch, dass die Variablen die Menge der Gegenstände, die durch die Konstanten (ihre Werte) bezeichnet werden, durchlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Variabilitätsbereich gibt zugleich vor, welcher Art die Ausdrücke angehören können (Individuennamen, Prädikatnamen, Aussagen etc.). Variablen haben die [[syntaktische Kategorie]] ihrer Werte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Variablen in der Logik gilt die Regel, dass für alle Vorkommnisse einer Variable in einem Kontext nur dieselbe Konstante eingesetzt werden darf („Zusammenhangsbedingung“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;&amp;gt;Reichenbach: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der symbolischen Logik&amp;#039;&amp;#039; (1999), S. 10–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Referenzbedingung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhält man durch Einsetzen von Konstanten für Variablen in einer Satzfunktion einen wahren Satz, „so sagt man, dass die Dinge, die durch diese Konstanten bezeichnet werden, die gegebene Satzfunktion erfüllen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tarski&amp;quot;/&amp;gt;  &amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;: Die Zahlen 1 und 2 erfüllen die Satzfunktion „x &amp;lt; 3“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tarski&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Logik ist die Wissenschaft, in der man am frühesten Variablen eingeführt hat. Schon [[Aristoteles]] führte Namenvariablen ein. In der Algebra wurden Variablen erst im 16. Jahrhundert verwendet. Erst dank der Einführung des Begriffs des [[Quantor]]s wurde die Rolle der Variablen für die wissenschaftliche Sprache voll erkannt. Dies war vor allem das Verdienst von [[Charles S. Peirce]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tarski&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Der Gebrauch von Variablen in der Logik dient […] demselben Zweck wie die entsprechende Verwendung in der Mathematik.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Individuenvariable ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck [[Individuenvariable]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hoyningen-Huene: &amp;#039;&amp;#039;Logik.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 178; Tugendhat, Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Logisch-semantische Propädeutik.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; (synonym: &amp;#039;&amp;#039;Gegenstandsvariable&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Essler&amp;quot;&amp;gt;Essler, Martínez: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Logik.&amp;#039;&amp;#039; Band I. 4. Auflage. 1991, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Individualvariable&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Copi: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Logik.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 172; Wunderlich: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsbuch Semantik.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1991, S. 345.&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind Variablen für [[Gegenstand|Gegenstände]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hilbert&amp;quot;&amp;gt;Hilbert, Ackermann: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der theoretischen Logik.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. 1972, S. 69 bzw. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung von Individuenvariablen können quantifizierte [[Prädikation]]en dargestellt werden. Sie gelten daher als „Garanten der Allgemeinheit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Muhr: &amp;#039;&amp;#039;Logik.&amp;#039;&amp;#039; 1992, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Symbolisiert&amp;#039;&amp;#039; werden Individuenvariablen in der Logik zumeist durch kleine lateinische Buchstaben vom Ende des Alphabets (x, y, z).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prädikatvariable ===&lt;br /&gt;
Die Prädikatvariable (Prädikatorenvariable) ist in der [[Prädikatenlogik]] ein „schematischer Buchstabe, der stellvertretend für beliebige [[Prädikat (Logik)|Prädikate]] einer bestimmten [[Stelligkeit]] steht“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prädikatvariable.&amp;#039;&amp;#039; In: Regenbogen, Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die engere Quantorenlogik ([[Prädikatenlogik erster Stufe]]) enthält nur Prädikatkonstanten, jedoch keine Prädikatvariablen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Essler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prädikate werden konventionell zumeist durch lateinische Großbuchstaben symbolisiert. Im Einzelnen herrscht Beliebigkeit. Man beginnt mit „A, B, C …“; „F, G, H …“ oder „P, Q, R …“. Zum Teil reserviert man andere Großbuchstaben für einstellige Prädikate (Eigenschaften) als für mehrstellige Prädikate (Relationen). Die Stelligkeit kann durch Indices (Bsp.: P²) oder durch Leerstellen, sei es durch Punkte (P..), Unterstriche (P_ _) oder Individuenvariablen (P (x,y)) gekennzeichnet werden (Bsp.: P = liebt; P(x,y) = x liebt y).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussagenvariable ===&lt;br /&gt;
Die Aussagenvariable (synonym: Satzvariable, Schemabuchstabe, Wahrheitswert-Variable&amp;lt;ref name=&amp;quot;Czayka&amp;quot;&amp;gt;Czayka: &amp;#039;&amp;#039;Logik.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Variable, die für Aussagen (Sätze, Urteile) steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist eine Aussagenvariable von&lt;br /&gt;
* einer &amp;#039;&amp;#039;Abkürzung&amp;#039;&amp;#039;: „Eine Aussagenvariable ist ein Zeichen, das nicht für irgendeine spezielle Aussage steht, sondern das einen Platz belegt, der von jeder beliebigen speziellen Aussage ausgefüllt werden kann.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Detel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* einer &amp;#039;&amp;#039;Aussagenkonstanten&amp;#039;&amp;#039;: Spezielle Aussagen sind „spezielle Werte von Aussagenvariablen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiwertigen Logik haben die Satzvariablen den Definitionsbereich {1,0}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Czayka&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Symbol für Aussagenvariablen werden zumeist kleine lateinische Buchstaben aus der Mitte des Alphabets beginnend mit den Buchstaben p, q, r … verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freie und gebundene Variablen ===&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind [[Freie Variable|freie]], [[Vollfreie Variable|vollfreie]] und gebundene Variablen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strobach: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Logik.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine freie Variable ist eine „Variable, die in einem Satz nicht quantifiziert ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Quine: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Logik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. 1993, S. 173.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gebundene Variable ist eine Variable, die im Wirkungsbereich eines Quantors steht. „Gebundene Variablen bezeichnen … keine Gegenstände, sondern helfen nur anzuzeigen, auf welche Stellen im Satz sich der Quantor bezieht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm K. Essler: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Logik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 381). 2., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1969, {{DNB|456577998}}, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Syntaktische und semantische Variablen ===&lt;br /&gt;
Unterschieden werden auch syntaktische und semantische Variablen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hilbert&amp;quot;/&amp;gt; Semantische Variablen stehen für beliebige wirkliche Aussagen. Syntaktische Variablen für beliebige Aussageformen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hilbert&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Objektsprachliche und metasprachliche Variablen ===&lt;br /&gt;
Es werden objektsprachliche und metasprachliche Variablen (auch: Meta-Variablen) unterschieden. Metasprachliche Variablen gehören einer [[Metasprache]] an. Für sie darf man Namen von Ausdrücken der entsprechenden Objektsprache einsetzen, z.&amp;amp;nbsp;B. eine Aussagenvariable. Mit der Hilfe von Meta-Variablen kann man allgemeine Gesetzmäßigkeiten formulieren, die für alle Sätze einer bestimmten Gestalt gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Sprachstufe gilt: „Aussagenvariablen gehören zu derselben Sprache wie die Aussagen, die ihre speziellen Werte bilden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;/&amp;gt; In Verbindung mit z.&amp;amp;nbsp;B. Anführungszeichen erhält man metasprachliche Variablen. Reichenbach nennt diese „Satznamenvariable …, da ihre speziellen Werte Namen von Aussagen sind.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichenbach&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129518-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematische Logik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian959595</name></author>
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