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	<title>Vansittartismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vansittartismus&amp;diff=232979&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Iluzalsipal am 8. September 2025 um 19:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen||Der folgende Artikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vansittartismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;vansittartism&amp;#039;&amp;#039;) ist ein britisches Erklärungsmodell für die [[Deutschland|deutsche]] [[Außenpolitik]] in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nach dem [[Vereinigtes Königreich|britischen]] Diplomaten [[Robert Vansittart, 1. Baron Vansittart|Robert Gilbert Vansittart]] (1881–1957) benannte Erklärungsmodell besagt, dass die aggressive Expansionspolitik zum deutschen Nationalwesen gehöre. Es gebe demnach keine Unterschiede zwischen Deutschen und [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Vansittart schlug in den 1930er Jahren wiederholt vor, [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschland]] abzuschrecken und einzudämmen, und während des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] vertrat er den Standpunkt, man müsse Deutschland nach dem Krieg [[Demilitarisierung|demilitarisieren]], um den europäischen Frieden dauerhaft zu sichern. Premierminister [[Arthur Neville Chamberlain]] hatte Vansittart allerdings bereits 1937 auf den einflusslosen Posten eines Beraters der Regierung versetzt, da er in ihm ein Hindernis für die britische [[Appeasement-Politik]] gegenüber [[Adolf Hitler]] vor dem [[Münchener Abkommen|Abkommen von München]] 1938 sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein von Vansittart in einer siebenteiligen Radioprogrammreihe der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] gehaltener Vortrag wurde im Frühjahr 1941 über eine Million Mal als 70-seitige Broschüre mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Black Record&amp;#039;&amp;#039; verbreitet. Die prominenteste Gegenposition vertrat der Verleger [[Victor Gollancz]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Shall our children live or die?&amp;#039;&amp;#039;, das noch im Erscheinungsjahr 1942 mehrere Auflagen erlebte. Zwischen diesen beiden Positionen entbrannte ein Streit unter deutschen Emigranten und in der britischen Öffentlichkeit. Während etwa der politische Publizist [[Heinrich Fraenkel]] sich noch 1941 gegen Vansittart wandte, ergriffen die Sozialdemokraten [[Fritz Bieligk]], [[Curt Geyer]], [[Carl Herz (Politiker, 1877)|Carl Herz]], [[Walter Loeb]], [[Kurt Lorenz (Schriftsetzer)|Kurt Lorenz]] und [[Bernhard Menne]] in einem Manifest am 2. März 1942 für Vansittart Partei.{{Zitat|Die Bezeichnung ‚Vansittartisten‘ wurde durch die Gegner dieser Gruppe aufgebracht, bezeichnete aber zutreffend den Ursprung dieser Gruppe, der außerhalb der Emigration lag. Die ‚Vansittartisten‘ selbst nannten sich in England ‚Fight-for Freedom‘-Bewegung und in den USA ‚Society for the Prevention of World War III‘.|Joachim Radkau|Die Exil-Ideologie vom „anderen Deutschland“ und die Vansittartisten, S. 39.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso dem Vansittartismus entgegengerichtet war die [[Zwei-Deutschland-Theorie]].&lt;br /&gt;
Die Anhängerschaft Vansittarts in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], auf die die Diskussion 1942 übergriff, war nicht sozialdemokratisch; die Diskussion beschränkte sich dort aber weitgehend auf die deutschsprachigen Emigranten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ilona Nord, Yorick Spiegel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spurensuche – Lebens- und Denkwege Paul Tillichs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tillich-Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Lit 2001, ISBN 3-8258-5043-9, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die Anhänger Vansittarts in England vor allem eine Abspaltung der emigrierten deutschen Sozialdemokratie waren, kritisierte die Mehrheit der deutschen Exilanten, vor allem die [[Sopade]] (Exil-[[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) in [[London]], die Thesen Vansittarts von der Gleichsetzung des [[Nationalsozialismus]] mit [[Deutschland]] als englischen Nationalismus.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der wundeste Punkt des ‚Vansittartismus‘ und das stärkste Argument seiner Gegner war die Tatsache, daß seine Grundthese ‚Hitler ist Deutschland‘ identisch war mit der Grundthese der [[NS-Propaganda]] […].|[[Joachim Radkau]]|Die Exil-Ideologie vom „anderen Deutschland“ und die Vansittartisten, S. 47.}}&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sogenannten Vansittartisten wurde in diesem Zusammenhang unterstellt, keineswegs nur einige hochrangige Nazis im Sinne einer ‚outlaw-theory‘ zur Verantwortung ziehen, sondern große Teile des gesamten deutschen Volkes streng bestrafen zu wollen, weil es sich insgesamt schuldig gemacht habe. Dafür wurde – von deutscher Seite aus – der Begriff der ‚Kollektivschuld‘ geprägt.|[[Wolfgang Wippermann]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wippermann: &amp;#039;&amp;#039;„Deutsche Katastrophe“. Meinecke, Ritter und der erste Historikerstreit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gisela Bock (Historikerin)|Gisela Bock]], Daniel Schönpflug (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Meinecke in seiner Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08962-4, S. 177–191, hier S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Vansittartismus&amp;#039;&amp;#039; gilt im heutigen Sprachgebrauch als Synonym für &amp;#039;&amp;#039;anti-deutsch&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Germanophobie|germanophob]]&amp;#039;&amp;#039; und wird häufig im Zusammenhang mit dem [[Morgenthauplan]] oder einer [[Kollektivschuldthese]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- chronologisch sortiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Robert Vansittart: &amp;#039;&amp;#039;Black Record. Germans past and present&amp;#039;&amp;#039;. Hamilton, London 1941.&lt;br /&gt;
* Heinrich Fraenkel: &amp;#039;&amp;#039;Vansittart’s gift for Goebbels. A German exile’s answer to black record&amp;#039;&amp;#039;. Fabian Society, London [1941].&lt;br /&gt;
* Victor Gollancz: &amp;#039;&amp;#039;Shall our children live or die? A reply to Lord Vansittart on the German problem&amp;#039;&amp;#039;. Gollancz, London 1942.&lt;br /&gt;
* Curt Theodor Geyer/Walter Loeb: &amp;#039;&amp;#039;Gollancz in German Wonderland&amp;#039;&amp;#039;. Hutchinson, London u. a. [1942].&lt;br /&gt;
* Hans Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Vansittartismus – Vansittartitis&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Zeitschrift für Politik]] 32, 1942, S. 691–698.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Willy Brandt]] |Titel=Forbrytere og andre tyskere (deutsch: [[Verbrecher und andere Deutsche]]) |Verlag=Aschehoug |Ort=Oslo |Datum=1946 |Sprache=no |Kommentar=Deutsche Ausgabe 2007}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Radkau]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Exil-Ideologie vom „anderen Deutschland“ und die Vansittartisten. Über die Einstellung deutscher Emigranten nach 1933 zu Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Aus Politik und Zeitgeschichte]]. Beilage zur Wochenzeitung [[Das Parlament]], 10. Januar 1970, S. 31–48.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Später]]: &amp;#039;&amp;#039;Vansittart. Britische Debatten über Deutsche und Nazis 1902–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-692-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Matthias Wolbold |Titel=Reden über Deutschland. Die Rundfunkreden Thomas Manns, Paul Tillichs und Sir Robert Vansittarts aus dem Zweiten Weltkrieg |Verlag=Lit-Verlag |Ort=Münster |Datum=2005 |Sprache=de |Reihe=Tillich-Studien |BandReihe=17 |ISBN=3-8258-9024-4 |Kommentar=zugleich Diss., Frankfurt am Main 2004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Anja Worm, Jan Gerber |url=https://jungle.world/artikel/2010/05/40315.html |titel=Hymnen des Hasses |werk=[[Jungle World]] |datum=2010-02-04 |abruf=2020-08-30 |abruf-verborgen=1 |sprache=de}} Enthält Auszüge aus {{Literatur |Autor=Curt Geyer, Walter Loeb |Titel=Fight for freedom: die Legende vom &amp;quot;anderen Deutschland&amp;quot; |Hrsg=Jan Gerber |Verlag=Ça Ira Verlag |Ort=Freiburg (Breisgau) |Datum=2009 |Sprache=de |ISBN=978-3-924627-19-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich (1933–1945) und dem Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufarbeitung des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Iluzalsipal</name></author>
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