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	<title>Vampirismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vampirismus&amp;diff=30327&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jensbest: erg.</title>
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		<updated>2026-02-20T11:44:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vampirismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von „[[Vampir]]“ ‚blutsaugendes Gespenst‘) bezeichnet grundsätzlich eine [[Affinität (Philosophie)|Affinität]] zum Blutsaugen – in Literatur und Historie meist wörtlich gemeint, aber auch im übertragenen Sinne zu verstehen: als das Gewinnen von (meist überirdischer) Stärke durch das Absaugen fremder Energien. Es gibt auch Begriffe wie &amp;#039;&amp;#039;emotionalen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;politischen&amp;#039;&amp;#039; Vampirismus (ein oft genanntes Beispiel hierfür: das „Ausblutenlassen“ der Besatzungsgebiete zur [[Kolonialzeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Auch wenn der [[Mythos]] des [[Vampir]]s, der die Menschen seit Tausenden von Jahren beschäftigt, bei den meisten Horror hervorruft (und sich dadurch auch gut verkaufen lässt), tragen sehr menschliche Bedürfnisse und Gelüste zu seiner [[Faszination]] bei: Geben und Nehmen (der Vampir nimmt seinem Opfer [[Blut]] und schenkt ihm dafür – zumindest in vielen [[Adaption (Literatur)|Adaptionen]] des Stoffes – eine gewisse [[Masochismus|masochistische]] [[Lust]]), [[Sterben]] und [[Gebären]] (das Opfer des Vampirs verliert infolge des Bisses sein sterbliches Leben und ersteht als [[Untoter]] wieder auf), Eros und Thanatos ([[Liebe]] und [[Tod]], eine [[Synthese]] von großer [[Tragik]] und [[Dramatik]], die auch das ewige [[Dilemma]] des Untoten beschreibt, der mit einer erotischen Begegnung – als die der [[Biss]] oder [[Kuss]] des Vampirs durchaus verstanden werden kann – unweigerlich den Tod bringt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte dieser Mythologie reicht zurück bis zum Beginn des [[Altes Testament|Alten Testaments]]: die erste &amp;#039;Untote&amp;#039; der Geschichte, schriftlich in der [[Kabbala]] (das heißt, in Schriften zur gleichnamigen jüdischen [[Geheimlehre]]) benannt, ist [[Lilith]], [[Adam und Eva|Adams]] erste Frau. Nach ihrer Vertreibung aus dem [[Garten Eden|Paradies]] (sie war Adam ungehorsam gewesen) suchte sie als &amp;#039;Nachtgeist&amp;#039; die junge Menschengemeinde heim und stahl kleine Kinder.&lt;br /&gt;
Seither ist der Vampir nahezu allgegenwärtig: Im alten [[Siebenbürgen|Transsilvanien]], das oft als Ursprungsland der Vampirsaga genannt wird, gehört der Glaube an [[Wiedergänger]] (Untote) und [[Nachzehrer]] (Tote, die auferstehen, um von den Lebenden zu zehren) seit Jahrhunderten zur Volkskultur. Auch in Deutschland kannte man den Mythos der Wiedergänger, er floss mit in die [[Massenhysterie]] zur Zeit der [[Hexenverfolgung]]en ein. Wie oben erwähnt, dient Vampirismus auch oft als [[Gleichnis]] für ungleiche Beziehungen im zwischenmenschlichen und vor allem politischen Bereich. In der Unterhaltungsindustrie ist der Vampir ein &amp;#039;Dauerbrenner&amp;#039;: Niemand verkörpert die Tragik von Lieben und Sterben, die Verbindung von &amp;#039;&amp;#039;sex and crime&amp;#039;&amp;#039; so echt wie die erotische, machtvolle Figur (oft dargestellt von schönen jungen Frauen oder [[charisma]]tischen Männern), die nur der Tod ihrer Opfer am Leben erhält. Die Faszination des Vampirs basiert auf [[Sex-Appeal]] und Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen ahmen das Verhalten dieses [[Fabelwesen]]s nach und praktizieren das Trinken von Blut, allerdings meist einvernehmlich (siehe Eintrag weiter unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sexuelle Komponente ==&lt;br /&gt;
Einige Anhänger des Vampirismus beziehen sexuelle Lust aus Bissen im Nackenbereich und eventuell dem Trinken kleiner Tropfen Blut. Dies kann, muss aber nicht, mit als erotisch empfundener Vampir-Ästhetik verbunden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vampirismus im sexuellen Bereich gilt als seltene [[Paraphilie]] mit Nähe zum [[Sadismus]]. Häufig wird Vampirismus als Form des [[Sexueller Fetischismus|sexuellen Fetischismus]] bezeichnet, dies ist jedoch im Allgemeinen nicht korrekt: Nur wenn das Blut alleine und nicht vorrangig das Beißen und Aussaugen sexuelle Erregung auslöst, ist die Einordnung als Fetisch gerechtfertigt. In der Vampir-Szene zeigt sich Fetischismus jedoch eher als [[Materialfetischismus]] (Lederbekleidung u. ä.). Hier kann es auch zu Verwechslungen kommen, denn in vampiristischen Szenen ist oft auch [[Fetischismus (Religion)|Fetischismus]] im ursprünglichen, nicht-sexuellen Sinne verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mark Benecke]] zitiert dazu aus dem &amp;#039;&amp;#039;Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen – Band IV&amp;#039;&amp;#039;, dass [[Hämatophilie]] (wörtlich „Blutliebe“; von griechisch &amp;#039;&amp;#039;haemato&amp;#039;&amp;#039; = ‚Blut‘ und &amp;#039;&amp;#039;philia&amp;#039;&amp;#039; = ‚Liebe‘), eine Krankheit sei, bei der der Betroffene sich zu Blut hingezogen fühlt, diese seien: „Über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten wiederkehrende intensive sexuell erregende Phantasien, sexuell dranghafte  Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich (in diesem Fall) auf Blut beziehen.“ Jedoch weist er auf eine für ihn wichtige Einschränkung hin, die das [[DSM-IV]] macht: „Die Person hat auf diese sexuell dranghaften Phantasien oder Bedürfnisse mit einer nicht einwilligungsfähigen oder -willigen Person gehandelt, oder die Phantasien, sexuell dranghaften Bedürfnisse oder Verhaltensweisen verursachen in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Benecke: &amp;#039;&amp;#039;Vampire unter uns! Band I Rh. pos.&amp;#039;&amp;#039;, S. 54, Edition Roter Drache, 2009, ISBN 978-3-939459-24-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Vampir (Subkultur)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Werwolf]]&lt;br /&gt;
* [[Lesbischer Vampirismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas M. Bohn: Der Vampir. Ein europäischer Mythos. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag, 2016. ISBN 978-3-412-50180-8&lt;br /&gt;
* Norbert Borrmann: &amp;#039;&amp;#039;Vampirismus oder die Sehnsucht nach Unsterblichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Kreuzlingen und München 1999, ISBN 3-424-01351-X.&lt;br /&gt;
* [[Massimo Introvigne]]: &amp;#039;&amp;#039;La stirpe di Dracula. Indagine sul vampirismo dall&amp;#039; antichità al nostri giorni&amp;#039;&amp;#039;. A. Mondadori, Milano 1997.&lt;br /&gt;
* Lee Byron Jennings: &amp;#039;&amp;#039;An Early German Vampire Tale: Wilhelm Waiblinger&amp;#039;s &amp;quot;Olura&amp;quot; (first published in 1986)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 423, Verlag Hans-Dieter Heinz, Akademischer Verlag, Stuttgart 2004 [2005], S. 295–306, ISBN 3-88099-428-5.&lt;br /&gt;
* Gerhard Katschnig: &amp;#039;&amp;#039;Phänomen der Endlichkeit: Vampirismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Aneta Jachimowicz, Alina Kuzborska, Dirk H. Steinhoff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Imaginationen des Endes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Warschauer Studien zur Kultur- und Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Peter Lang, Frankfurt am Main 2015, ISBN 3-631-65658-0, S. 289–304.&lt;br /&gt;
* Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Vampirismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Neudruck (Lizenzausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scheintod. Lebendig begraben&amp;#039;&amp;#039;) Tosa Verlag, Wien 2002, S. 89–95.&lt;br /&gt;
* Jean Marigny: &amp;#039;&amp;#039;Vampirisme et initiation.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Caron, Joseclyn Godwin, Wouter J[acobus] Hanegraaff, Jean-Louis Vieillard-Baron (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ésotérisme. Gnoses et Imaginaire Symbolique. Mélanges offerts à Antoine Faivre&amp;#039;&amp;#039; = (&amp;#039;&amp;#039;Gnostica. Texts et Interprétations.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Peeters, Löwen [und Paris] 2001. S. 639–652.&lt;br /&gt;
* Frater Mordor: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Noctemeron. Vom Wesen des Vampirismus.&amp;#039;&amp;#039; Bohmeier Verlag, Lübeck 2003, ISBN 3-89094-399-3&lt;br /&gt;
* Britta Radkowsky: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Vampire&amp;#039;&amp;#039;. [[UBooks-Verlag]], 2005, ISBN 3-86608-006-9&lt;br /&gt;
* [[Michael Ranft (Geistlicher)|Michael Ranft]]: Nicolaus Equiamicus: &amp;#039;&amp;#039;Traktat von dem Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern&amp;#039;&amp;#039; 1734, deutsche Übersetzung aus dem Lateinischen 2006 im [[UBooks-Verlag]]. ISBN 3-86608-015-8&lt;br /&gt;
* [[Laurence A. Rickels]]: &amp;#039;&amp;#039;Vampirismus Vorlesungen&amp;#039;&amp;#039;. Brinkmann &amp;amp; Bose, Berlin 2007, ISBN 978-3-922660-60-6&lt;br /&gt;
* Aribert Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Vampirismus. Seine Entwicklung vom Thema zum Motiv.&amp;#039;&amp;#039; Akad. Verlags-Gesellschaft, Frankfurt/M. 1973, ISBN 3-7997-0219-9.&lt;br /&gt;
* Patricia L. Skarda: &amp;#039;&amp;#039;Vampirism and Plagiarism: Byron&amp;#039;s Influence and Polidori&amp;#039;s Practice&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Studies in Romanticism.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, 1989, S. 249–269.&lt;br /&gt;
* Augustin Calmet: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrte Verhandlung der Materie von den Erscheinungen der Geister, und der Vampire in Ungarn und Mähren&amp;#039;&amp;#039;. Edition Roter Drache, 2007. ISBN 978-3-939459-03-3 – Ausgabe Augsburg 1751: [https://www.ub.uni-kiel.de/digiport/bis1800/K2868-1-2.html Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Konstantinos: &amp;#039;&amp;#039;Vampires: The Occult Truth&amp;#039;&amp;#039; Llewellyn Publications, U.S. 1996, ISBN 1-56718-380-8&lt;br /&gt;
* Hagen Schaub: &amp;#039;&amp;#039;Vampire. Dem Mythos auf der Spur.&amp;#039;&amp;#039; Marix Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-86539-255-8&lt;br /&gt;
* Norbert Borrmann: &amp;#039;&amp;#039;Vampirismus. Der Biss zur Unsterblichkeit&amp;#039;&amp;#039;, Diederichs, München 2011, ISBN 978-3-424-35055-5&lt;br /&gt;
* Mark Benecke: &amp;#039;&amp;#039;Vampire unter uns! Band I Rh. pos.&amp;#039;&amp;#039; Edition Roter Drache, 2009, ISBN 978-3-939459-24-8&lt;br /&gt;
* Mark Benecke: &amp;#039;&amp;#039;Vampire unter uns! Band II Rh. neg.&amp;#039;&amp;#039; Edition Roter Drache, 2010, ISBN 978-3-939459-42-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Vampire}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jensbest</name></author>
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