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	<title>Valvo - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T12:13:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;17387349L8764: akt</title>
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		<updated>2025-12-21T12:53:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;akt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EF83 von Valvo.JPG|mini|Elektronenröhre [[EF83]] von Valvo]]&lt;br /&gt;
Das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Valvo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde kurz nach der Einführung des [[Rundfunk]]s 1924 in Deutschland durch die Röntgenröhrenfirma C. H. F. Müller ([[Carl Heinrich Florenz Müller]], genannt &amp;#039;&amp;#039;Röntgenmüller&amp;#039;&amp;#039;) als &amp;#039;&amp;#039;Radioröhrenfabrik Hamburg&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg]] gegründet. Sie stellte zunächst Verstärker- und Sender-[[Elektronenröhre]]n (eingestellt 1975) für die damals junge und expandierende Rundfunktechnik her.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.radiomuseum.org/forum/50_jahre_valvo_bauelemente_fuer_die_elektronik.html |titel=50 Jahre Valvo-Bauelemente für die Elektronik {{!}}Radiomuseum.org |abruf=2025-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen ist heute bekannt als die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Microwave Techniques&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; GmbH (vormals die Valvo Bauelemente GmbH).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Name Valvo, hergeleitet aus dem englischen Wort &amp;#039;&amp;#039;valve&amp;#039;&amp;#039; (Ventil, Elektronenröhre), stand dabei für neuartige Röhrentypen, die so verbreitet waren, dass sie zum Teil, wie die 1924 gebaute Triode &amp;#039;&amp;#039;Normalröhre&amp;#039;&amp;#039;, als &amp;#039;&amp;#039;Valvo Normal&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurden. 1927 schlossen sich C. H. F. Müller und die Radioröhrenfabrik dem [[Philips]]-Konzern an. Schon in den 1930er Jahren erweiterte man das Fertigungsprogramm um weitere Bauelemente, um [[Kathodenstrahlröhre|Bildröhren]], [[Elektrolytkondensator]]en, [[Lautsprecher]], [[Widerstand (Bauelement)|Hochohmwiderstände]] und Spezialröhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spezialröhren wurden z.&amp;amp;nbsp;B. gefertigt: [[Ignitron]]s, [[Thyratron]]s und Hochvakuum-Hochspannungsgleichrichterröhren, gasgefüllte Zählröhren([[Dekatron]]e) und Hochvakuum-Zählröhren, Glimmlicht-Anzeigeröhren ([[Nixie-Röhre]]), Hochleistungs-[[Senderöhre]]n, Bildaufnahmeröhren ([[Vidikon]]e und [[Orthikon]]e), [[Photozelle]]n (gasgefüllt und Hochvakuum) und Photowiderstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem im Frühjahr 1939 ein riesiges neues Produktionsgebäude in Betrieb genommen worden war, wurde Valvo während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zum Rüstungsbetrieb umfunktioniert und produzierte vor allem Funktechnik und Elektronik für die Luftwaffe. Die Röhrenproduktion wurde 1940 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Studemund: &amp;lt;em&amp;gt;25 Jahre Valvo-Röhren.&amp;lt;/em&amp;gt; In: &amp;quot;Das Radio-Magazin&amp;quot;, Heft&amp;amp;nbsp;8/1949, S.&amp;amp;nbsp;211&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach den Bombenangriffen der [[Operation Gomorrha]] im Juli 1943 verlagerte das Unternehmen einen Teil seiner Produktion aus dem Hauptwerk im Hamburger Stadtteil [[Lokstedt]] ins sächsische [[Weißwasser]] und nach [[Horneburg]] im Landkreis Stade. Dort kamen [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiterinnen]] zum Einsatz, zum größten Teil aus dem [[KZ Auschwitz]] ins [[KZ Neuengamme|Konzentrationslager Neuengamme]] deportierte Jüdinnen. 1944 wurde in Horneburg ein [[Liste der Außenlager des KZ Neuengamme|Außenlager]] eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Bohmbach: &amp;#039;&amp;#039;Das KZ-Außenlager in Horneburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Heike Schlichting, [[Jürgen Bohmbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Alltag und Verfolgung – Der Landkreis Stade in der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Stade Band 23, Stade 2003, ISBN 3-9806197-7-X, S. 51–52&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im Hamburger Hauptwerk wurden Zwangsarbeiterinnen beschäftigt. 140 von ihnen starben am 18.&amp;amp;nbsp;Juni&amp;amp;nbsp;1944 bei einem Bombenangriff, weil ihnen der Zugang zu den Bunkern verweigert wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Gertrud Meyer: &amp;lt;em&amp;gt;Nacht über Hamburg: Berichte und Dokumente 1933–1945.&amp;lt;/em&amp;gt; Hamburg, Röderberg-Verlag 1971, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Ausbau zur Valvo GmbH, einer Organisation, die 1974 in Deutschland vier große Fertigungsstätten besaß und zusammen mit den Produkten der weiteren Philips-Werke so gut wie alle damaligen elektronischen und elektromechanischen Bauelemente vertrieb, setzte nach dem Krieg ein. Das Werk Lokstedt hatte die Bombenangriffe fast völlig unversehrt überstanden und konnte bereits im Sommer 1945 die 4 Jahre lang ausgesetzte Röhrenproduktion wieder aufnehmen&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Studemund: &amp;lt;em&amp;gt;25 Jahre Valvo-Röhren.&amp;lt;/em&amp;gt; In: &amp;quot;Das Radio-Magazin&amp;quot;, Heft&amp;amp;nbsp;8/1949, S.&amp;amp;nbsp;211&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Getrieben von der rasanten Entwicklung in der Rundfunk- und Fernsehtechnik wurden nicht nur die Röhren weiterentwickelt. Valvo war bis in die 1980er Jahre weltweit führend bei der Entwicklung von Fernsehbildröhren. Schon 1953, sechs Jahre nach Erfindung des [[Transistor]]s, wurden bei Valvo die ersten industriellen Transistoren für Verstärker-Endstufen entwickelt, die dann 1957 geliefert wurden. 1966 kamen die ersten [[Integrierte Schaltung|Integrierten Schaltungen]] aus Valvo-Fertigung auf den Markt und Anfang der 1970er Jahre gehörte Valvo mit zu den treibenden Kräften bei der Neuentwicklung von Bauelementen für die automatische Bestückung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu den neuen Bauelementen entstand bei der Valvo eine technische Dokumentation dieser neuen Komponenten. Bekannt und besonders bei Entwicklern und Bastlern beliebt waren die &amp;#039;&amp;#039;Valvo-Taschenbücher&amp;#039;&amp;#039;, handliche Bücher im Format [[Papierformat#Internationale Papierformate (ISO.2FDIN)|DIN A6]], die unter anderem die Betriebsdaten und Sockelbelegungen der meisten gebräuchlichen Röhrentypen enthielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Valvo-Taschenbücher-P1090135c.jpg|mini|Valvo-Taschenbücher der Jahre 1973/74/75]]&lt;br /&gt;
1974, im Jahr des 50. Betriebsjubiläums, umfasste das Produktspektrum von Valvo rund 30.000 elektronische und elektromechanische Einzeltypen, beschäftigte in Deutschland 8.000 Mitarbeiter, 5.000 davon in Hamburg, hatte bei einem Marktanteil von 21 % einen Umsatz von über eine Milliarde [[Deutsche Mark|DM]] und war damit der größte Bauelemente-Lieferant in der [[Bundesrepublik Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang der europäischen Bauelementeindustrie und damit auch von Valvo begann in den 1980er Jahren mit dem Erstarken der Industrie in [[Japan]]. Unrentabel gewordene Fertigungsstätten wurden von der Muttergesellschaft Philips verkauft oder geschlossen. Es begann mit den elektromechanischen Bauelementen, die 1988 verkauft wurden. Weitere Restrukturierungen wurden von Philips langfristig vorbereitet: 1989 wurde die Valvo GmbH in die Philips Bauelemente GmbH umbenannt; der Handelsname Valvo blieb zunächst bestehen. 1992 wurden die verbliebenen Bauelemente in zwei Bereiche aufgeteilt: die [[Elektrisches Bauelement#Passive und aktive Bauelemente|passiven Bauelemente]] und die Bildröhren in &amp;#039;&amp;#039;Philips Components&amp;#039;&amp;#039;, die [[Elektrisches Bauelement#Passive und aktive Bauelemente|aktiven Bauelemente]] in &amp;#039;&amp;#039;Philips Semiconductors&amp;#039;&amp;#039;. Mit diesem Schritt verschwand auch der Handelsname Valvo vom Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 wurde Philips Components veräußert, die keramischen Bauelemente wurden von [[Yageo]] übernommen und firmieren bis heute unter &amp;#039;&amp;#039;Phycomp&amp;#039;&amp;#039; auf dem Markt. Die [[Elektrolytkondensator]]en, [[Kunststoff-Folienkondensator]]en und die nichtlinearen Widerstände wurden mit der Firma Beyschlag aus [[Heide (Holstein)|Heide]], ebenfalls einem ehemaligen Philips-Unternehmen, und der amerikanischen Centralab zusammengefügt und unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;BCcomponents&amp;#039;&amp;#039; zunächst selbständig, dann nach drei Jahren Selbständigkeit im Jahre 2002 von [[Vishay]] übernommen. In diesem Jahr wurden von Philips die Bildröhrenaktivitäten in ein [[Joint Venture]] mit der koreanischen [[LG Group]] eingebracht, so dass der ursprüngliche Valvo-Kernbereich, die Röhren, nicht mehr 100%ig im Philips-Geschäftsbereich angesiedelt war. 2006 wurden auch die ehemaligen Valvo-Halbleiteraktivitäten von Philips ausgegliedert und firmieren jetzt unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[NXP Semiconductors|NXP]]&amp;#039;&amp;#039; weiter in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pressebox.de/pressemitteilung/nxp-semiconductors-germany-gmbh-hambrug/nxp-85-jahre-high-tech-aus-hamburg-von-der-radiorhre-zum-mikrochip/boxid/253597 |titel=NXP: 85 Jahre High Tech aus Hamburg - Von der Radioröhre zum Mikrochip |datum=2009-04-03 |sprache=de-DE |abruf=2025-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde der gesamte ehemalige Bereich der Valvo-Bauelemente aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 wurde der Spezialbereich der Valvo-Hochfrequenz-Zirkulatoren und -Isolatoren in die Selbstständigkeit entlassen. Die neue Firma kaufte kurz darauf den von Philips nicht mehr benutzten Handelsnamen Valvo Bauelemente GmbH und vertreibt bis heute seine Produkte unter dem Namen Valvo auf dem Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://valvo.com/ |titel=Microwave Techniques GmbH – Circulators, Isolators, Loads {{!}} High Power Microwave and RF |abruf=2025-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni 2023 wurde bekannt gegeben, dass Valvo durch die &amp;#039;&amp;#039;Microwave Techniques LLC&amp;#039;&amp;#039; aus [[Gorham (Maine)|Gorham, Maine]] gekauft wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://valvo.com/valvo-techniques-llc-acquires-valvo-bauelemente-gmbh/ |titel=Microwave Techniques LLC Acquires Valvo Bauelemente GmbH – Valvo Bauelemente GmbH |abruf=2023-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen firmiert seither (Stand 2025) als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Microwave Techniques&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; GmbH (vormals die Valvo Bauelemente GmbH).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Schaaff, W. Sparbier: &amp;#039;&amp;#039;40 Jahre VALVO-Empfängerröhren&amp;#039;&amp;#039;, Sonderheft der Valvo-Berichte, April 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Am Puls der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Jubiläumsschrift anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums, Hamburg 1974&lt;br /&gt;
* Valvo-Röhren aus Hamburg: Rundfunkindustrie in der Medienmetropole, Philipp Seuferling, Mai 2014 [https://www.researchgate.net/profile/Hans-Ulrich-Wagner/publication/322602596_Philipp_Seuferling_Alina_Laura_Tiews_und_Hans-Ulrich_Wagner_Der_Norden_geht_auf_Sendung_Beitrage_uber_die_Anfange_des_Rundfunks_in_Norddeutschland_C_Hamburg_Forschungsstelle_Mediengeschichte_2014/links/5a6229b10f7e9b6b8fd55cfd/Philipp-Seuferling-Alina-Laura-Tiews-und-Hans-Ulrich-Wagner-Der-Norden-geht-auf-Sendung-Beitraege-ueber-die-Anfaenge-des-Rundfunks-in-Norddeutschland-C-Hamburg-Forschungsstelle-Mediengeschichte-2014.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbleiterhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philips]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Hamburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
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