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	<title>Valiha - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:35:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valiha&amp;diff=348202&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:A61:A82:A101:CF1:1E65:7E75:6724 am 18. Dezember 2024 um 20:51 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-18T20:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Orchestre Hova1.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Valiha&amp;#039;&amp;#039;-Orchester aus Madagaskar, vor 1931]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Valiha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bambusröhren[[zither]] auf der Insel [[Madagaskar]]. Die &amp;#039;&amp;#039;valiha&amp;#039;&amp;#039; gilt als das Nationalinstrument des Landes und wird hauptsächlich zur Unterhaltung und ferner bei Ritualen gespielt, die für Besessenheit auslösende Geister (&amp;#039;&amp;#039;tromba&amp;#039;&amp;#039;) veranstaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform und Spielweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Valiha player in Ambohimahasoa.jpg|miniatur|hochkant|Valiha-Spieler im zentralen südlichen Bergland]]&lt;br /&gt;
Bei älteren Bauarten &amp;#039;&amp;#039;valiha-volo torotenany&amp;#039;&amp;#039; sind die [[Tonhöhe]]n durch kleine Hölzchen gegeben, die zwischen Rohr und [[Saite]]n geklemmt werden. Die Saiten bestehen aus dem Bambusrohr selbst, sind also idiochord. Die obere Schicht des Bambusrohrs zwischen zwei Wachstumsknoten wird mit einem Messer in Längsstreifen ausgeschnitten, wobei die Enden am Rohr bleiben und mit Bast oder Lederriemen umwickelt werden. Durch untergeschobene Holzklötzchen werden die Saiten gespannt. Ihre Zahl variiert je nach Durchmesser und Abstand der Bambusringe und kann mehr als 18 betragen. Ein Instrument kann über einen Meter lang sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Bambusröhre verlaufen bei den neueren Konstruktionen, die &amp;#039;&amp;#039;valiha-volo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;valiha jihy vihy&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, Metallsaiten über verschiebbare Brücken. Instrumente mit Saiten aus anderem Material werden heterochord genannt. Die &amp;#039;&amp;#039;valiha&amp;#039;&amp;#039; ist mit folkloristischen Motiven verziert und wird üblicherweise mit den [[Nagel (Anatomie)|Fingernägeln]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Stimmung werden drei Instrumente unterschieden: eine [[Pentatonik|pentatonische]], eine [[Diatonik|diatonische]] (&amp;#039;&amp;#039;valiha lalabdava&amp;#039;&amp;#039;) und eine [[Chromatik|chromatische]] &amp;#039;&amp;#039;valiha.&amp;#039;&amp;#039; In Madagaskar wird die &amp;#039;&amp;#039;valiha&amp;#039;&amp;#039; sowohl bei Familienfesten als auch bei religiösen Zeremonien gespielt. Das Instrument wird dabei entweder zwischen den Beinen oder unter dem Arm gehalten und mit beiden Händen gezupft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;valiha&amp;#039;&amp;#039; kann alle anderen Instrumente begleiten, aber auch solo gespielt werden. Sie findet Verwendung in traditioneller Volksmusik, aber auch in moderner madagassischer Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Bambusröhrenzithern liegen in den südostasiatischen Ländern [[Indonesien]], [[Malaysia]], [[Philippinen]] und [[Vietnam]]. Von besonderer musikgeschichtlicher Bedeutung ist die &amp;#039;&amp;#039;[[sasando]]&amp;#039;&amp;#039;, das alte Nationalinstrument der indonesischen Insel [[Roti (Insel)|Roti]]. Es ist eine heterochorde Bambuszither mit 10 bis 36 oder mehr Metallsaiten. Idiochorde Bambusröhrenzithern, die mit Stöckchen geschlagen als Perkussionsinstrument eingesetzt werden, sind die &amp;#039;&amp;#039;[[chigring]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Garo (Volk)|Garo]] im Nordosten Indiens und die &amp;#039;&amp;#039;[[gintang]]&amp;#039;&amp;#039; im dortigen Bundesstaat [[Assam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollröhrenzithern kommen auf dem afrikanischen Festland nicht vor. Zu den seltenen Halbröhrenzithern im südlichen Afrika gehören die heute obsolete &amp;#039;&amp;#039;[[tshidzholo]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Saitenträger häufig aus einem halbierten Bambusabschnitt besteht und die &amp;#039;&amp;#039;[[segankuru]]&amp;#039;&amp;#039;. Ihre aus einem Holzstab herausgeschnittene Rinne stellt den Übergang zu den vor allem in Ostafrika verbreiteten Schalenzithern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marovany (4169351628).jpg|mini|Kastenzither &amp;#039;&amp;#039;marovany&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Aus der relativ leisen Bambuszither entstand auf Madagaskar eine größere und lautere Kastenzither mit einem rechteckigen oder runden Korpus, die allgemein &amp;#039;&amp;#039;marovany&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;valiha&amp;#039;&amp;#039; und um [[Morondava (Stadt)|Morondava]] &amp;#039;&amp;#039;salegy&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;August Schmidhofer: [https://www.avmm.org/biblio/images/Individualitaet.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zur Individualität der Musikgestaltung in Madagaskar am Beispiel des Zithervirtuosen Mahia Andryasi.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Musicologica Austriaca,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17, 1998, S. 109–116&amp;lt;/ref&amp;gt; Zithern mit rundem Korpus sind an einer Hälfte und rechteckige Kastenzithern an den Breitseiten mit Saiten bespannt, sodass sie mit beiden Händen gezupft werden können. Eine ähnliche rechteckige Kastenzither auf den [[Komoren]] heißt &amp;#039;&amp;#039;ndzedze&amp;#039;&amp;#039; ([[Swahili (Sprache)|Swahili]], sprachverwandt mit &amp;#039;&amp;#039;[[Zeze (Zither)|zeze]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Valiha. Klingender Bambus. Madagaskar 3.&amp;#039;&amp;#039; CD bei Feuer und Eis, FUEC 712, 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* August Schmidhofer: &amp;#039;&amp;#039;Valiha.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachteil, Bd. 9, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1998, Sp. 1230–1235.&lt;br /&gt;
* Rashid Epstein Adams: &amp;#039;&amp;#039;The Making of a National Instrument: Imagery, Symbolism and the Social Function of the Malagasy Valiha.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Music in Art: International Journal for Music Iconography,&amp;#039;&amp;#039; Band 43, Nr. 1–2, 2018, S. 141–157, {{ISSN|1522-7464}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4794281-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zupfinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitherinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Madagaskar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bambus als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
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