<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Valentinus</id>
	<title>Valentinus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Valentinus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valentinus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-25T03:26:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valentinus&amp;diff=547837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: /* Rezeption */ Marcus (Gnostiker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valentinus&amp;diff=547837&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-21T17:52:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Marcus_(Gnostiker)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Marcus (Gnostiker) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Marcus (Gnostiker)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den christlich-gnostischen Lehrer Valentinus. Zu weiteren Personen siehe [[Valentinus (Begriffsklärung)]] und [[Valentin]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Valentinus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Βαλεντίνος|Valentinos}}, deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Valentin&amp;#039;&amp;#039;, selten &amp;#039;&amp;#039;Valentinian&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Valentius Gnosticus&amp;#039;&amp;#039;; * wahrscheinlich um [[100|100 n. Chr.]]; † nach [[160|160 n. Chr.]]) war ein [[Gnosis|christlich-gnostischer]] Lehrer. Er gilt als Begründer der „valentinianischen Gnosis“, die Anhänger seiner Lehre werden Valentinianer genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Markus Vinzent]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auferstehung Christi im frühen Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Herder Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-451-31212-0, S.&amp;amp;nbsp;156–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über das Leben des Valentinus ist wenig bekannt. Er lebte um die Mitte des 2. Jahrhunderts. Nach einer von [[Epiphanius von Salamis]] († 403) mit Vorbehalt wiedergegebenen Überlieferung wurde er in Phrenobis unweit von [[Alexandria]], einem ansonsten unbekannten Ort in Ägypten ([[Aegyptus]]), geboren und in Alexandria ausgebildet. Dort soll er bis gegen 135 n.&amp;amp;nbsp;Chr. gelebt haben. Er habe seine Lehre in Ägypten verbreitet, bevor er nach [[Rom]] ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Epiphanius von Salamis, &amp;#039;&amp;#039;Panarion&amp;#039;&amp;#039; 31,2,2 f.; 31,7,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Forschung gelten diese Angaben als plausibel, wenngleich nicht gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;314–331.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[Irenäus von Lyon]] († um 200) kam er unter Bischof [[Hyginus (Bischof von Rom)|Hyginus]] († 142) nach Rom und wirkte dort unangefochten als freier theologischer Lehrer bis in die Zeit von Bischof [[Anicetus]] (um 154–166).&amp;lt;ref&amp;gt;Irenäus von Lyon: &amp;#039;&amp;#039;Adversus haereses&amp;#039;&amp;#039; 3,4,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Epiphanius begab er sich nach [[Zypern]],&amp;lt;ref&amp;gt;Epiphanius von Salamis: &amp;#039;&amp;#039;Panarion&amp;#039;&amp;#039; 31,7,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; und zwar offenbar nach dem Romaufenthalt. Vermutlich übersiedelte er vor 161 von Rom nach Zypern.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;331–334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aeons.png|mini|600px|Die valentianische Äonenwelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[George Robert Stow Mead]], [[Helena Petrovna Blavatsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Pistis Sophia.&amp;#039;&amp;#039; Lucifer 6 (1890)(33), S. 230–239. London: The Theosophical Publishing Society; Vergleiche auch [[Epiphanios von Salamis]], &amp;#039;&amp;#039;Adversus haereses.&amp;#039;&amp;#039; I 31,5–6&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Seine Lehren werden als beeinflusst vom [[Zoroastrismus]], dem [[Mittelplatonismus]] und den [[Ophiten]] gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Lehren des Valentinus lässt sich wenig mit Sicherheit feststellen. Da die meisten Quellen nicht zwischen seiner Lehre und den Ansichten späterer Valentinianer unterscheiden, ist schwer zu ermitteln und in der Forschung umstritten, wie viel von dem späteren valentinianischen System auf den Gründer selbst zurückgeht. Immerhin lassen sich den Fragmenten einige Lehraussagen entnehmen. Ihnen zufolge wurde der Mensch durch [[Engel]] zwar unvollkommen geschaffen, aber vom obersten Gott nach einem himmlischen Vorbild im Akt der [[Schöpfung]] perfektioniert. Die Welt ist eine wohlgeordnete und von Gottes Geist durchwirkte Schöpfung.&lt;br /&gt;
Der Vater ist der (göttliche) Urgrund der Dinge, er ist die ewige und ungewordene Einheit, das Unnennbare, die Tiefe, der vollkommene [[Äon (Theologie)|Äon]]. Er erzeugte aus Bedürfnis nach Liebe, nach einigen mit der ‚Stille des Gedankens‘ als Gattin, den Geist ([[Nous]]) ({{grcS|νοῦς|nous}}) und die Wahrheit. Ihnen entsprossen Vernunft ([[Logos]], {{lang|grc|λόγος|lógos}}) und Leben, aus diesen hinwiederum der ideale Mensch und die ideale Kirche, und so weitere Paare, darunter auch Christus und der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] ({{grcS|ἅγιον πνεῦμα|hágion pneûma}}). Die Gesamtheit aller 30 Äonen heißt das [[Pleroma]] ({{lang|grc|πλήρωμα|pléroma}}), die Fülle der Geisterwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Offenbarung]] des höchsten Gottes, die durch seinen Sohn Jesus Christus erfolgt, reinigt das verdorbene Herz des Menschen. Der irdische [[Jesus von Nazaret]] wird als göttliches Wesen verstanden: Er isst und trinkt, hat aber keine Verdauung.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentin/Valentinianer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 34, Berlin/New York 2002, S.&amp;amp;nbsp;495–500, hier: 496 f.; Einar Thomassen: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus und der Valentinianismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph Riedweg u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 5/1), Basel 2018, S.&amp;amp;nbsp;867–873.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Martin R. von Ostheim]] (2013) war die Gnosis eine [[Synkretismus (Religionswissenschaft)|synkretistische Religion]], die in der valentianischen Gnosis christliche, [[Stoa|stoische]], [[Platonismus|platonische]] und [[Pythagoreer|pythagoreische]] Elemente aufgenommen hatte und in einer &amp;#039;&amp;#039;interpretatio gnostica&amp;#039;&amp;#039; umformte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin R. von Ostheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbsterlösung durch Erkenntnis. Die Gnosis im 2. Jahrhundert n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 2013, ISBN 978-3-7965-2894-1, S.&amp;amp;nbsp;7–8; 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Götter werden in der valentianischen Gnosis [[Äon (Philosophie)|Äonen]] (griechisch &amp;#039;&amp;#039;ἀιών&amp;#039;&amp;#039; aiṓn „Ewigkeit“) genannt. Es sind Geistwesen, die zumeist gepaart (Syzygien) auftreten. Die valentianische Schule beschreibt dreißig Äonen. Die Gesamtheit der höchsten Äonen wird als Pleroma bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin R. von Ostheim: &amp;#039;&amp;#039;Selbsterlösung durch Erkenntnis. Die Gnosis im 2. Jahrhundert n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 2013, ISBN 978-3-7965-2894-1, S.&amp;amp;nbsp;15–16; 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zentraler Text ist der Hymnus mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ernte&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(théros)&amp;#039;&amp;#039;, der eine [[Vision (Religion)|Vision]] des Valentinus beschreibt: {{Zitat|Alles sehe ich durch [[Pneuma]] aufgehängt, / alles erkenne ich als vom Pneuma getragen: / Fleisch an Seele gehängt, / Seele an Luft gebunden, / Luft an [[Aither|Äther]] gehängt, / aus der Tiefe Früchte hervorgebracht, / aus dem Mutterschoß ein Kind hervorgebracht.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum Text und zur Übersetzung Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;218–230.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} In dem hier dargelegten Modell des Kosmos befindet sich zuoberst das Pleroma, das Reich des reinen Geistes, darunter das Pneuma, unter diesem der Äther, darunter die Luft und schließlich die Materie oder das Fleisch. Der Geist des Visionärs, der bis zum Pleroma vorgedrungen ist, sieht von dort aus die unteren Bereiche und nimmt zugleich die Vorgänge in der „Tiefe“ der Gottheit wahr, wo der Logos gezeugt und geboren wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Leisegang]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gnosis.&amp;#039;&amp;#039; A. Kröner, Leipzig 1924. 5. Auflage, Kröner, Stuttgart 1985. ISBN 3-520-03205-8, S.&amp;amp;nbsp;283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon antike Gegner des Valentinianismus brachten das Gedankengut der von ihnen bekämpften Strömung mit dem [[Platonismus]] und dem [[Pythagoreer|Pythagoreismus]] in Verbindung, um es zu diskreditieren. Dies war ein antihäretisches Standardargument. So bezeichnete der Kirchenschriftsteller [[Tertullian]] Valentinus wiederholt als Platoniker, und [[Filastrius von Brescia]] warf ihm vor, er sei eher ein Pythagoreer als ein Christ.&amp;lt;ref&amp;gt;Belege bei Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;323 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hippolyt von Rom]] behauptete, die [[Häresie]] des Valentinus enthalte die pythagoreische und die platonische Lehre. [[Pythagoras]] und [[Platon]] hätten ihre Lehre einst aus ägyptischer Tradition geschöpft und für die Griechen zugeschnitten, und von ihnen habe sie Valentinus stillschweigend übernommen und daraus etwas Eigenes zu gestalten versucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hippolyt: &amp;#039;&amp;#039;Refutatio omnium haeresium&amp;#039;&amp;#039; 6,21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich verfügte Valentinus über eine gute philosophische Bildung, er kannte sich in der platonischen Kosmologie aus und machte sie sich zunutze. Allerdings gelangte er auch zu unplatonischen Ergebnissen und kann daher nur eingeschränkt als Platoniker betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;324–330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Clemens von Alexandria]] berichtete, dass Valentinus um das Jahr 110 n. Chr. ein Anhänger des Gnostikers [[Theudas (Gnostiker)|Theudas]] gewesen sein soll, und Theudas wiederum soll ein Anhänger des [[Apostel Paulus|Paulus]] gewesen sein. Valentinus habe gesagt, dass Theudas ihm die ‚geheime Weisheit‘ vermittelte, die Paulus seinem inneren Kreis privat beigebracht hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens, &amp;#039;&amp;#039;Stromateis&amp;#039;&amp;#039; 7.17.106.4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem den paulinischen Zusammenhang mit seiner visionären Begegnung mit dem auferstandenen Christus (siehe {{B|Röm|16,25}}, {{B|1 Kor|2,7}}, {{B|2 Kor|12}}), die ein wesentlicher Aspekt der ‚geheimen Lehre‘ war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tobias Nicklas]], [[Andreas Merkt]], Joseph Verheyden: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Perspectives on Paul.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 102 Novum Testamentum et Orbis Antiquus / Studien zur Umwelt des Neuen Testaments. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 978-3-647-59359-3, S.&amp;amp;nbsp;193 ([https://books.google.de/books?id=-dJbAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA193&amp;amp;lpg=PA193&amp;amp;dq=clemens+von+alexandria+theudas+valentianus&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=LW6htWLIDx&amp;amp;sig=ACfU3U3RBcQQm_ZoZjrCkl0Vv8Dfx6HUvA&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjhnOOnyqrlAhUHL1AKHaeqCg4Q6AEwB3oECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=clemens%20von%20alexandria%20theudas%20valentianus&amp;amp;f=false] auf books.google.de)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Valentinianpleroma-Matter.png|mini|400px|Das valentianische Pleroma. Es paaren sich jeweils ein weiblicher und ein männlicher Teil in [[schnittmenge]]nartiger Weise. Aus ihnen entwächst ein neues Äonenpaar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Plérome de Valentin&amp;#039;&amp;#039; aus [[Jacques Matter]]: &amp;#039;&amp;#039;Histoire critique du Gnosticisme.&amp;#039;&amp;#039; 1826, Bd. II, Tafel II.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Valentinus hat auch Jesus während seiner Lebenszeit bestimmte [[Esoterik|esoterische]] Geheimnisse mit seinen engen [[Apostel|Jüngern]] geteilt, die Enigmata aber vor Außenstehenden verborgen gehalten, {{B|Mk|4|11}}. Und im [[Matthäusevangelium]] sprach er, dass ihr die Geheimnisse des Himmelsreich verstündet, den anderen dies aber nicht gegeben sei {{B|Mt|13|11}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elaine Pagels]]: &amp;#039;&amp;#039;Versuchung durch Erkenntnis. Die gnostischen Evangelien.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp Taschenbuch 1456, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-518-37956-9, S.&amp;amp;nbsp;52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Textfundus der [[Nag-Hammadi-Schriften]] zeigte sich, dass sich der valentianische Gnostizismus stark vom [[Dualismus (Religion)|Dualismus]] anderer Lehrrichtungen unterscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Elaine Pagels: &amp;#039;&amp;#039;Versuchung durch Erkenntnis. Die gnostischen Evangelien.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-37956-9 (suhrkamp taschenbuch 1456), S.&amp;amp;nbsp;73–74 (Original: &amp;#039;&amp;#039;The Gnostic Gospels.&amp;#039;&amp;#039; New York 1979; deutsch von Angelika Schweikhart: Insel, Frankfurt/M. 1981).&amp;lt;/ref&amp;gt; So dominiert das Thema der ‚Einzigkeit Gottes‘ den Anfang des &amp;#039;&amp;#039;Tractatus Tripartitus&amp;#039;&amp;#039;, einem der valentianischen Schule oder Valentinus selbst zugeordneten Werk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Bei den später so genannten Valentinianern handelte es sich zur Zeit von Valentinus’ Tätigkeit in Rom nicht um eine kirchlich organisierte Kultgemeinde oder Sekte, sondern um eine Gruppe innerhalb der stadtrömischen christlichen Großkirche, deren Mitglieder sich nicht als „Valentinianer“ abgrenzten, sondern sich selbst einfach „Christen“ nannten. Erst später kam es infolge des Ausschlusses aus der Großkirche zumindest ansatzweise zur Bildung einer Kultgemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentin/Valentinianer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 34, Berlin/New York 2002, S.&amp;amp;nbsp;495–500, hier: S.&amp;amp;nbsp;498 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Valentinianismus]] war eine der am weitesten verbreiteten gnostisch-christlichen Bewegungen. Er entwickelte sich in einer italischen und einer östlichen („anatolischen“) Form. Zur westlichen Schule zählt man traditionell die valentinianischen Lehrer Alexander, Florinus, [[Herakleon (Gnostiker)|Herakleon]], [[Ptolemäus (Gnostiker)|Ptolemäus]], Secundus und Theotimus, zur östlichen [[Axionikos von Antiochia]], [[Marcus (Gnostiker)|Markos]] und [[Theodotos (Gnostiker)|Theodotos]]. Möglicherweise gehörte auch [[Bardesanes]] zur östlichen Strömung des Valentinianismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentin/Valentinianer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 34, Berlin/New York 2002, S. 495–500, hier: 498.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Moderne haben die Kirchenhistoriker bis ins 19. Jahrhundert Valentinus in unkritischer Übernahme der Angaben großkirchlicher Quellen als Erzketzer eingestuft. Die neuere Forschung zeichnet ein komplexes, differenziertes Bild, wobei wegen der ungünstigen Quellenlage viele Fragen offen bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die Bilanz bei Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S. 388–407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Daniel Dawson geht Valentinus sehr frei und kreativ mit biblischen Texten um und sieht den eigentlichen Ursprung der Wahrheit in visionären Erfahrungen, die die Schrift interpretieren. Demnach verwandelt Valentinus das Drama der Schrift in ein „Psychodrama“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Dawson]]: &amp;#039;&amp;#039;Allegorical Readers and Cultural Revision in Ancient Alexandria.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1992, S.&amp;amp;nbsp;165, 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[John Behr]] sieht Valentinus als den Führer einer Gruppe von Christen, die zur Spekulation neigen. Für ihn verschwimmt bei Valentinus der Unterschied zwischen Schrift und Kommentar, Schrift und Interpretation.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Behr]]: &amp;#039;&amp;#039;The Way to Nicea&amp;#039;&amp;#039;, Crestwood 2001, S. 20–22.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Christoph Markschies]], der sich bei seiner Beurteilung der Lehre auf die direkten Fragmente von Valentinus beschränkt, beschreibt ihn als „Denker, der allenfalls den Weg zu den großen Systemen der &amp;#039;Gnosis&amp;#039; bereitet, ihn aber noch nicht selbst geht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Die Gnosis.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-44773-0, S.&amp;amp;nbsp;90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Valentinus schrieb [[Lehren|Lehrbriefe]], [[Predigt]]en und [[Hymne]]n, die von seinen Schülern gesammelt wurden. Erhalten sind acht vermutlich echte [[Fragment (Literatur)|Fragmente]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs davon sind Passagen aus Briefen und Predigten, die [[Clemens von Alexandria]] zitiert, das siebte ist ein Zitat bei [[Hippolyt von Rom]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hippolyt, &amp;#039;&amp;#039;Refutatio omnium haeresium&amp;#039;&amp;#039; 6,42,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; das achte ein Hymnus, den Hippolyt&amp;lt;ref&amp;gt;Hippolyt, &amp;#039;&amp;#039;Refutatio omnium haeresium&amp;#039;&amp;#039; 6,37,7.&amp;lt;/ref&amp;gt; überliefert. Clemens erwähnt eine dogmatische Schrift &amp;#039;&amp;#039;Über die drei Naturen&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;περὶ τῶν τριῶν φύσεων&amp;#039;&amp;#039;), die jedoch verschollen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Philip Schaff]] ist möglicherweise ein Fragment davon bei [[Photios I.|Photios]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Photios I.|Photios]], &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philip Schaff]]: [http://www.ccel.org/ccel/schaff/encyc12.v.i.html &amp;#039;&amp;#039;Valentinus and his School.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;New Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene andere Schriften wie das [[Evangelium der Wahrheit]], der [[Diognetbrief]], der [[Rheginusbrief]] und die [[Pistis Sophia]] wurden Valentinus von einzelnen Autoren zugeschrieben, doch sind diese Annahmen spekulativ.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu Einar Thomassen: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus und der Valentinianismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christoph Riedweg]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 5/1), Basel 2018, S.&amp;amp;nbsp;867–873, hier: 867 f.; [[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Valentin/Valentinianer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 34, Berlin/New York 2002, S.&amp;amp;nbsp;495–500, hier: 496; Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus?&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1992, S. 337–363.&amp;lt;/ref&amp;gt;  In den [[Archäologischer Fund|Funden]] von [[Nag Hammadi]] sind wichtige Dokumente und Texte für die Erforschung der [[Gnosis]] enthalten. Die Schriften entstammen aus verschiedenen Richtungen der Gnosis, so finden sich Schriften der Valentinianer und der [[Sethianer|sethianischen Gnosis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Valentinus bzw. seinem Umfeld (Auswahl, Zuordnungen umstritten):&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tractatus tripartitus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Über die drei Naturen (&amp;#039;&amp;#039;περὶ τῶν τριῶν φύσεων&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Evangelium der Wahrheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexander Böhlig]], [[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Gnosis und Manichäismus: Forschungen und Studien zu Texten von Valentin und Mani sowie zu den Bibliotheken von Nag Hammadi und Medinet Madi.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 1994, ISBN 3-11-014294-5.&lt;br /&gt;
* Alexander Böhlig: &amp;#039;&amp;#039;Gnosis und Synkretismus. Gesammelte Aufsätze zur spätantiken Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1. Teil, Mohr, Tübingen 1989, ISBN 3-16-145299-2 ([https://gnosis.study/library/%D0%93%D0%BD%D0%BE%D0%B7%D0%B8%D1%81/%D0%98%D1%81%D1%81%D0%BB%D0%B5%D0%B4%D0%BE%D0%B2%D0%B0%D0%BD%D0%B8%D1%8F/DEU/B%C3%B6hlig%20A.%20-%20Gnosis%20und%20Synkretismus.pdf online als PDF, 18,6 MB])&lt;br /&gt;
* [[Hans Leisegang]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gnosis.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Kröner, Stuttgart 1985, ISBN 3-520-03205-8, S.&amp;amp;nbsp;281–297&lt;br /&gt;
* [[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus Gnosticus? Untersuchungen zur valentinianischen Gnosis mit einem Kommentar zu den Fragmenten Valentins.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1992, ISBN 3-16-145993-8.&lt;br /&gt;
* Christoph Markschies: &amp;#039;&amp;#039;Valentin/Valentinianer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 34, Berlin/New York 2002, S.&amp;amp;nbsp;495–500 [http://books.google.com/books?ie=UTF-8&amp;amp;hl=de&amp;amp;vid=ISBN3110173883&amp;amp;id=sruKaRneiyIC&amp;amp;pg=PA495&amp;amp;lpg=PA495&amp;amp;dq=valentinianer&amp;amp;sig=Nh6Sl7HrqWj1LUOnQUVLgIlMznA Google-Booksearch]&lt;br /&gt;
* Einar Thomassen: &amp;#039;&amp;#039;Valentinus und der Valentinianismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christoph Riedweg]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Kaiserzeit und der Spätantike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Grundriss der Geschichte der Philosophie]]. Die Philosophie der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 5/1). Schwabe, Basel 2018, ISBN 978-3-7965-3698-4, S.&amp;amp;nbsp;867–873, 1083 f.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629071114/http://www.bautz.de/bbkl/v/valentinos.shtml |autor=[[Klaus-Gunther Wesseling]]|artikel=Valentinos|band=12|spalten=1067–1084}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118803751}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118803751|LCCN=n85197536|VIAF=42228523}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologe (2. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gnostiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. oder 2. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 2. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Valentinus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Valentinos; Valentin; Valentinian; Valentius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Gnostiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 100&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=unsicher: [[Phrenobis]], [[Ägypten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 160&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
	</entry>
</feed>