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	<title>Valentinian I. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valentinian_I.&amp;diff=23100&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-64470-5: /* Aufstieg */ weniger schwülstig-pathetisch.</title>
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		<updated>2026-03-29T22:53:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufstieg: &lt;/span&gt; weniger schwülstig-pathetisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ValentinianI.jpg|mini|Bildnis Valentinians I. mit Perlendiadem auf einer Münze des Kaisers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Valentinian I.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Flavius Valentinianus&amp;#039;&amp;#039;; * [[321]] in [[Cibalae]] [heute Vinkovci], [[Pannonia (Provinz)|Pannonien]]; † [[17. November]] [[375]] in [[Legionslager Brigetio|Brigetio]] bei [[Komárom]] im heutigen [[Ungarn]]) war von 364 bis 375 [[Römisches Reich|römischer]] [[Kaiser]] im Westen des Imperiums. Als sein Hauptverdienst gilt die weitgehende Sicherung der Rhein- und [[Donaulimes|Donaugrenze]] ([[Donau-Iller-Rhein-Limes]]). Mindestens ebenso folgenreich war seine Entscheidung, die Herrschaft im Reich zwischen zwei Kaisern mit jeweils eigenem Hof und Verwaltungsapparat aufzuteilen, eine Maßnahme, die die so genannte [[Reichsteilung von 395]] vorwegnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg ==&lt;br /&gt;
Valentinians Vater Gratian hatte eine erfolgreiche Karriere in der Armee gemacht und war bis zum &amp;#039;&amp;#039;[[comes]]&amp;#039;&amp;#039; aufgestiegen. Valentinian selbst trat früh in die römische Armee ein, wurde um 360 [[Militärtribun|Tribun]] der &amp;#039;&amp;#039;scutarii&amp;#039;&amp;#039; und begleitete Kaiser [[Julian (Kaiser)|Julian]] nach [[Antiochia am Orontes|Antiochia]] in Syrien. Er behielt seinen Posten, obwohl er sich unter dem heidnischen Herrscher weiterhin offen zum [[Christentum]] bekannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Allerdings gibt es in der modernen Forschung auch gewisse Zweifel, ob sich durch ein Bekenntnis zum Christentum überhaupt Nachteile für Valentinian und auch Valens und Jovian ergeben haben. Vgl. dazu Noel Lenski: &amp;#039;&amp;#039;Were Valentinian, Valens and Jovian Confessors before Julian the Apostate?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Antikes Christentum.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 2002, S. 253–276.&amp;lt;/ref&amp;gt; Julian fiel 363 während eines Feldzugs gegen das [[Sassanidenreich]], und nach dem überraschenden Tod seines Nachfolgers [[Jovian]] wurde Valentinian von den Truppen zum Kaiser [[Proklamation|ausgerufen]] (26. Februar 364). Er verstieß seine erste Frau [[Marina Severa]], die Mutter seines ältesten Sohnes [[Gratian]], und heiratete [[Justina (Kaiserin)|Justina]], welche seinen zweiten Sohn gebar, [[Valentinian II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Solidus de Valentinien MAN (obverse).jpg|mini|[[Solidus]] Valentinians I.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Valentianus I Ny Carlsberg Glyptotek IN1475.jpg|mini|Büste eines römischen Kaisers, vermutlich Valentinians I. oder seines Bruders Valens, in der [[Ny Carlsberg Glyptotek]]]]&lt;br /&gt;
Valentinian residierte zunächst in [[Mailand]], dann in [[Paris]] und später vor allem in [[Trier]]. Vier Wochen nach seinem Regierungsantritt ernannte er in [[Naissus]] auf Drängen des Heeres einen Mitkaiser (&amp;#039;&amp;#039;[[Augustus (Titel)|Augustus]]&amp;#039;&amp;#039;), nämlich seinen Bruder [[Valens]], dem er den Ostteil des Imperiums übergab, allerdings ohne das &amp;#039;&amp;#039;[[Illyrien|Illyricum]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Griechenland]]. Das letzte Wort behielt sich Valentinian als &amp;#039;&amp;#039;senior Augustus&amp;#039;&amp;#039; ohnehin vor; dennoch gilt dieses Arrangement rückblickend als eine wichtige Vorstufe für die sogenannte [[Reichsteilung von 395]]. Valens, der seinen Bruder danach nie wieder traf, wurde vor allem mit der Abwehr der persischen [[Sassanidenreich|Sassaniden]] beauftragt, mit denen Jovian zwar 363 einen Frieden geschlossen hatte, mit denen aber vor allem in Armenien nach wie vor große Spannungen bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Usurpation]] des [[Procopius (Gegenkaiser)|Procopius]], eines entfernten Verwandten Julians, konnte wenig später niedergeschlagen werden. Obwohl Valentinian Christ war, kehrte er nicht zur aggressiven Christianisierungspolitik zurück, die vor allem Julians Vorgänger [[Constantius II.]] betrieben hatte, sondern gestattete faktisch eine weitgehende Religionsfreiheit. Eine Ausnahme bestand insoweit, als er das [[Diokletians Edikt gegen die Manichäer|Edikt gegen die Manichäer]] aus den Zeiten [[Diokletian]]s&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marie Theres Fögen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Enteignung der Wahrsager. Studien zum kaiserlichen Wissensmonopol in der [[Spätantike]].&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-58155-4, S. 26 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in abgeschwächter Form wieder aufleben ließ, indem er 372 [[dekret]]ierte, dass die [[Manichäismus|Manichäer]] als Unehrenhafte zu vertreiben waren. Überliefert ist das Reskript im [[Codex Theodosianus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Codex Theodosianus|CTh.]] 16,5,7, anno 381; CTh. 16,5,9, anno 382; CTh. 16,5,11, anno 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf gegen die Germanen ===&lt;br /&gt;
Die inneren Wirren und Bürgerkriege, die das Römische Reich seit etwa 350 durchlebt hatte, hatten zu einer massiven Vernachlässigung der Grenzverteidigung geführt. Dies war von plündernden Kriegergruppen ausgenutzt worden. 365 eilte Valentinian daher nach [[Gallien]], um die dort eingedrungenen [[Alamannen]] und [[Burgunden]] zu vertreiben. Valentinians gesamte Regierungszeit sollte von Abwehrkämpfen gegen die germanischen Krieger an Rhein und Donau geprägt sein. Alamannen wurden bei [[Charpeigne]] und [[Châlons-en-Champagne|Châlons-sur-Marne]] besiegt, eroberten jedoch 367 [[Mogontiacum]]. Kurz darauf siegte Valentinian in der [[Schlacht bei Solicinium]] (möglicherweise bei [[Sulz am Neckar]]), allerdings nur unter schweren Verlusten. Auch über die Franken errang Valentinian 366 einen Sieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser kombinierte eine traditionelle offensive Strategie, bei der römische Truppen aggressiv in feindliches Gebiet vordrangen und es verwüsteten, mit defensiven Maßnahmen. Er verstärkte die Grenzfestungen an Rhein und Donau (siehe [[Donau-Iller-Rhein-Limes]]) und im Balkanraum, was nachhaltige Wirkung haben sollte, wenngleich an eine wirkliche Verteidigung der langen Grenzen aus logistischen Gründen nicht zu denken war. Die Grenzverteidigungsstrategie Valentinians war ansonsten aber, wie gesagt, auf eine „Vorwärtsstrategie“ und auf Abschreckung ausgerichtet: Möglichst sollten die Feinde im eigenen Gebiet geschlagen werden, bevor sie das Imperium erreichen konnten, und die römischen Truppen sollten soviel Furcht verbreiten, dass Plünderer abgeschreckt wurden. Hinsichtlich der Zurückdrängung der alamannischen Krieger, die nur unter Aufbietung aller Kräfte möglich war, kam dem Kaiser zugute, dass diese über keine zentrale Führung verfügten und oft sogar dem Kaiser ihre Dienste als [[Foederaten]] anboten. Insgesamt gelang Valentinian eine Stabilisierung der Rheingrenze, die bis zum [[Rheinübergang von 406]] anhielt, als sich die Lage im Nordwesten zu Ungunsten Roms wendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kämpfe in Britannien und &amp;#039;&amp;#039;Africa&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
367 ernannte der zeitweilig schwer erkrankte Valentinian seinen ältesten Sohn [[Gratian]] zum Mitkaiser im Westen. Der Kaiser stützte sich jedoch nicht nur auf Familienmitglieder wie Valens und Gratian: Valentinians bester General war ein Hispanier mit Namen [[Flavius Theodosius]], der Vater des späteren Kaisers [[Theodosius I.|Theodosius I]]. Ihm gelang es, die Überfälle der [[Pikten]] und [[Skoten]] in [[Britannien]] zu unterbinden und wieder Ruhe auf der Insel herzustellen; zudem reorganisierte er die örtliche Zivil- und Militärverwaltung. Bald darauf ging Flavius Theodosius auch erfolgreich gegen die Alamannen vor. Von Bedeutung war daneben der germanische Heermeister [[Flavius Merobaudes (Heermeister)|Flavius Merobaudes]], der später maßgeblich an der Ausrufung von Valentinians Sohn [[Valentinian II.]] zum Kaiser beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schließlich 372 in &amp;#039;&amp;#039;[[Africa]]&amp;#039;&amp;#039; eine Rebellion unter Führung des [[Firmus (Africa)|Firmus]] ausbrach, schlug Flavius Theodosius auch diese nieder. Der Aufstand war jedoch sicherlich ein Warnsignal für Valentinian, denn auch römische Truppen hatten sich den Aufständischen angeschlossen. Die Provinz hatte seit längerer Zeit mit Überfällen von Stämmen wie den [[Austorianer]]n zu kämpfen; Valentinian hatte nicht die Mittel oder die Zeit gehabt, sich vorher um diese ökonomisch sehr wichtige Provinz zu kümmern, da seine ganze Aufmerksamkeit der Rheingrenze galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Nachfolge ==&lt;br /&gt;
Valentinian besetzte Gebiete der verbündeten [[Quaden]] und [[Sarmaten]] und trieb dort den Ausbau von Militärbasen – insbesondere der [[Kastell Göd-Bócsaújtelep|Großfestung Göd-Bócsaújtelep]] – voran,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zsolt Mráv]]: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Forschungen 2000–2001 im Gebiet der spätrömischen Festung von Göd-Bócsaújtelep (Vorbericht) 2002.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Communicationes archeologicae Hungariae 2003.&amp;#039;&amp;#039; Népművelési Propaganda Iroda. Budapest 2003. S.&amp;amp;nbsp;83–114; hier: S.&amp;amp;nbsp;99.&amp;lt;/ref&amp;gt; was durch die Mitschuld seines Oberbefehlshabers in der Provinz Valeria, dem Dux [[Marcellianus (dux)|Marcellianus]],&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Bund: &amp;#039;&amp;#039;Thronsturz und Herrscherabsetzung im Frühmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Bonner Historische Forschungen 44. Bonn 1979, ISBN 3-7928-0417-4, S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt; letztendlich zum Krieg von 374 führte. Ab Juni 374 griff Valentinian persönlich in die Kämpfe der über die Donau nach [[Pannonien]] vorstoßenden Quaden und Sarmaten ein. Zwar konnten die Römer einen großen Sieg erringen, doch der &amp;#039;&amp;#039;[[Limes Sarmatiae]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen Erbauung schon die Vorgänger Valentinians vorangetrieben hatten, wurde aufgegeben. Damit kam es auch zum vorzeitigen Ende des Bauvorhabens in Göd-Bócsaújtelep.&amp;lt;ref&amp;gt;Zsolt Mráv: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Forschungen 2000–2001 im Gebiet der spätrömischen Festung von Göd-Bócsaújtelep (Vorbericht) 2002.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Communicationes archeologicae Hungariae 2003.&amp;#039;&amp;#039; Népművelési Propaganda Iroda, Budapest 2003, S.&amp;amp;nbsp;101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Valentinian hatte sein Hauptquartier im [[Legionslager Brigetio]] (heute [[Komárom]]-[[Szőny]]) aufgeschlagen, wo er während der Friedensverhandlungen mit den Quaden starb. Todesursache war vermutlich ein [[Schlaganfall]], der von einem heftigen Wutausbruch des Kaisers ausgelöst wurde. Man sagte, dass das unverschämte Verhalten germanischer Unterhändler den Schlaganfall ausgelöst habe; diese hätten behauptet, der Bau des kaiserlichen Außenpostens auf ihrer Uferseite sei Grund genug für sie gewesen, die Römer anzugreifen. Über diese Aussage soll der Kaiser derart in Zorn geraten sein, dass er kollabierte. Beweisbar ist diese Vermutung jedoch nicht und als Todesursache kommt auch eine Infektionskrankheit in Frage.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Peter Moog und [[Axel Karenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Tode Valentinians I. in der Schilderung des Ammianus Marcellinus und anderer Autoren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 113–134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Valentinian starb am 17. November 375 nach mehrstündigem Todeskampf. Sein Leichnam wurde nach [[Konstantinopel]] gebracht und dort beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Beisetzung Valentinians siehe: Mark J. Johnson: &amp;#039;&amp;#039;On the Burial Places of the Valentinian Dynasty.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 40, Heft 4, 1991, S. 501–506, hier S. 501 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Valentinian begründete Dynastie sollte im Westen bis zum Tod seines Sohnes [[Valentinian II.]] im Jahre 392, im Osten bis zum Tode seines Bruders Valens in der [[Schlacht von Adrianopel (378)|Schlacht von Adrianopel]] 378 andauern. Im weiteren Sinne bestand die Herrschaft seiner Nachkommen sogar bis 455 fort: Kaiser [[Theodosius I.]], der Sohn des Flavius Theodosius, heiratete in zweiter Ehe Valentinians Tochter Galla und begründete damit die letzte Dynastie im Westen des Imperiums, die mitunter auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Theodosianische Dynastie|valentinianisch-theodosianische Dynastie]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Denn aus der Ehe zwischen Theodosius und Galla ging die Tochter [[Galla Placidia]] hervor, welche die Halbschwester der Kaiser [[Arcadius]] und [[Flavius Honorius|Honorius]] (395 bis 423), Gattin des Kaisers [[Constantius III.]] und Mutter des Kaisers [[Valentinian III.]] (425 bis 455), eines Urenkels Valentinians I., war. Der kurzzeitige Kaiser [[Olybrius]] (472) war mit einer Tochter Valentinians III. verheiratet, und der Vandalenkönig [[Hilderich]] (523 bis 530) war ein Ur-Ur-Urenkel Valentinians I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lapide Martiri Valentiniano Santo Stefano Maggiore Milano.jpg|mini|Gedenkstein an der [[Basilica di Santo Stefano Maggiore]] in Mailand in Erinnerung an vier Höflinge, die auf Befehl Valentinians I. im Jahr 367 hingerichtet wurden; sie werden in Mailand als [[Märtyrer]] verehrt.]]&lt;br /&gt;
In den Quellen (vor allem [[Ammianus Marcellinus]] und [[Zosimos]]) wurde Valentinians Kompetenz als hoch eingeschätzt; dem folgt die moderne Forschung in weiten Teilen. Besonders im militärischen Bereich erreichte Valentinian Beachtliches, vor allem angesichts der Lage des Imperiums nach der Regierungszeit Julians und Jovians, die von der Katastrophe des gescheiterten Perserkriegs überschattet gewesen war. Valentinian stabilisierte die Rheingrenze und errang mehrere Siege über die Germanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Valentinians Charakter soll oft harte Züge offenbart haben, zumal er eine eher geringe Bildung genossen hatte; dennoch soll er sich durchaus für Kultur interessiert haben (siehe auch [[Ausonius (Dichter)|Ausonius]]). Innenpolitisch hatte er zum [[Römischer Senat|Senat]] von Rom, in dem die Anhänger der traditionellen Kulte noch die Mehrheit stellten und die von den 369 bis 371 durchgeführten „Magieprozessen“ stark betroffen waren,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zusammenfassend Bertrand Lançon: &amp;#039;&amp;#039;Rome in Late Antiquity. Everyday Life and Urban Change, AD 312-609.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh 2000, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein eher schlechtes Verhältnis. Er mischte sich aber grundsätzlich kaum in religiöse Fragen ein und scheint, wie erwähnt, tolerant gegenüber dem [[Heidentum]] gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan den Boeft, Jan Willem Drijvers, Daniel den Hengst, Hans C. Teitler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ammianus after Julian. The Reign of Valentinian and Valens in Books 26–31 of the Res Gestae&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Mnemosyne (Zeitschrift)|Mnemosyne]] Supplementa.&amp;#039;&amp;#039; Band 289). Brill, Leiden u. a. 2007, ISBN 978-90-04-16212-9.&lt;br /&gt;
* Bernhard Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur römischen Außenpolitik in der Spätantike (364–395 n.Chr.)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Habelts Dissertationsdrucke.&amp;#039;&amp;#039; Reihe Alte Geschichte, Heft 31). Habelt, Bonn 1991, ISBN 3-7749-2347-7 (zugleich Dissertation, Universität Bonn 1985).&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hugh Martin Jones|A. H. M. Jones]]: &amp;#039;&amp;#039;The Later Roman Empire. 284–602. A Social Economic and Administrative Survey.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 1986, ISBN 0-8018-3284-5 (Nachdruck der Ausgabe 1964).&lt;br /&gt;
* [[André Piganiol]]: &amp;#039;&amp;#039;L’Empire chrétien (325–395).&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Presses Universitaires de France, Paris 1972 (zuerst erschienen 1947).&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Schmidt-Hofner]]: &amp;#039;&amp;#039;Reagieren und Gestalten. Der Regierungsstil des spätrömischen Kaisers am Beispiel der Gesetzgebung Valentinians I.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Vestigia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 58). C. H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57268-5 (Rezensionen bei [https://www.sehepunkte.de/2009/03/15068.html Sehepunkte] und [https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-11512 H-Soz-u-Kult]).&lt;br /&gt;
* Sebastian Schmidt-Hofner: &amp;#039;&amp;#039;Die kaiserlichen Regesten der Jahre 364 bis 375 n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Romanistische Abteilung, Band 125, 2008, S. 498–600.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Valentinianus I|Valentinian I.}}&lt;br /&gt;
* {{DIR|vali|Walter E. Roberts}}&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/15254c.htm|Valentinian I|A. A. Macerlean}}&lt;br /&gt;
* Walter Liedtke: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/valentinian-100.html &amp;#039;&amp;#039;17.11.0375 – Todestag des römischen Kaisers Valentinian I.&amp;#039;&amp;#039;] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] [[Zeitzeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 17. November 2020. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste Römische Kaiser&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Jovian]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Gratian]] und [[Valentinian II.]], [[Valens]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=364–375&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118803743|LCCN=n78089084|VIAF=76544789}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Valentinian 01}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiser (Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Valentinianische Dynastie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 321]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 375]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Valentinian I.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Flavius Valentinianus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Kaiser im Westen (364–375)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=321&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Cibalae (unsicher: Mikanovici), [[Pannonien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. November 375&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Legionslager Brigetio|Brigetio]] bei [[Komárom]] im heutigen [[Ungarn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-64470-5</name></author>
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