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	<title>Valens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T15:10:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Valens&amp;diff=36832&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arabsalam: /* Familie */Pic Valens- Aquädukt</title>
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		<updated>2025-08-01T01:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie: &lt;/span&gt;Pic Valens- Aquädukt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Solidus Valens - transparent background.png|mini|300px|[[Solidus]] des Valens von etwa 370. Auf der Rückseite sind Valens und sein Bruder [[Valentinian I.]] dargestellt. Sie halten zusammen den &amp;#039;&amp;#039;Globus cruciger&amp;#039;&amp;#039; (Reichsapfel), ein Symbol der Macht.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flavius Valens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Οὐάλης|Oualis|variant=mittel}}, * [[328]] in [[Cibalae]], [[Pannonia (Provinz)|Pannonia secunda]]; † [[9. August]] [[378]] in der [[Schlacht von Adrianopel (378)|Schlacht von Adrianopel]]) war [[Römisches Reich|römischer]] [[Kaiser (Römisches Reich)|Kaiser]] im Osten in den Jahren 364 bis 378.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Valens1.jpg|mini|Münzporträt des Valens]]&lt;br /&gt;
Valens war der jüngere Bruder [[Valentinian I.|Valentinians I.]], der ihn, kurz nach seiner Thronbesteigung, am 1. März 364 zum &amp;#039;&amp;#039;tribunus stabuli&amp;#039;&amp;#039; (Oberstallmeister) ernannte, was ihm einen Posten nahe beim Kaiser verschaffte. Am 28. März desselben Jahres wurde Valens zum &amp;#039;&amp;#039;[[Augustus (Titel)|iunior Augustus]]&amp;#039;&amp;#039; erhoben, und ihm wurde die Regierungsverantwortung über den Osten des Reiches übertragen. Danach sahen sich die Brüder nie wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Valens Aqueduct Bozdoğan Kemeri - panoramio.jpg|mini|Valens-Aquädukt im heutigen Istanbul (2011)]]&lt;br /&gt;
Valens wurde am 17. November 375 Nachfolger Valentinians als &amp;#039;&amp;#039;senior Augustus&amp;#039;&amp;#039; des Gesamtreichs. Mit seiner Frau [[Albia Domnica|Domnica]] hatte er die Töchter Anastasia und [[Carosa]] sowie den am 18. Januar 366 geborenen, im Jahre 369 zum Konsul ernannten, aber schon wenig später früh verstorbenen Thronfolger [[Valentinianus Galates]]. In der damaligen zweiten Reichshauptstadt [[Konstantinopel]] kann man noch heute beträchtliche Reste des von ihm errichteten [[Valens-Aquädukt]]es sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Während seiner Regierungszeit musste sich Valens mit den theologischen Problemen auseinandersetzen, die in der Regierungszeit seiner Vorgänger aufgekommen waren. Es kam teilweise zu Verfolgungen [[Neuplatonismus|paganer Philosophen]], doch ansonsten verhielt sich Valens den Heiden gegenüber tolerant. Im Streit zwischen den Anhängern des [[Bekenntnis von Nicäa|Nicänum]] und den Anhängern des sogenannten [[Arianismus]] (genauer wäre in diesem Kontext die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Homöer]]&amp;#039;&amp;#039;) unterstützte Valens Letztere, wobei es teils zu Ausschreitungen gegenüber den Nicänern kam. Der Religionspolitik des Valens traten unter anderem die Kirchenväter [[Athanasius der Große|Athanasius]] und [[Basilius der Große|Basilius]] entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Operationen ===&lt;br /&gt;
Valens schlug die Usurpation des [[Procopius (Gegenkaiser)|Procopius]] nieder, eines wohl mütterlichen Verwandten des Kaisers [[Julian (Kaiser)|Julian]], der am 28. September 365 in Konstantinopel die Thronfolge in Berufung auf seine Verwandtschaft zur [[Konstantinische Dynastie|konstantinischen Dynastie]] und angeblicher Nachfolgebestimmung seitens Julians für sich beanspruchte. Valens besiegte am 27. Mai 366 die gegnerische Armee in der [[Schlacht von Thyatira]] in [[Lydien]], und Procopius wurde hingerichtet. Neben vielen weiteren Anhängern des Gegenkaisers wurde kurz darauf auch dessen Verwandter [[Marcellus (Gegenkaiser)|Marcellus]], der angeblich selbst eine Usurpation plante, umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
367–369 führte Valens eine nur wenig erfolgreiche Strafexpedition gegen die ([[Terwingen|terwingischen]]) [[Goten]] durch, die den Aufstand mit Truppen zu unterstützen versucht hatten; der angebliche Erfolg brachte dem Kaiser den Sieger[[beiname]]n &amp;#039;&amp;#039;Gothicus maximus&amp;#039;&amp;#039; ein, welcher in der Dedikation des Geschichtswerkes des [[Eutropius (Historiker)|Eutropius]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
376 wandten sich drei gotische Kriegerverbände, die vor der im Vorjahr erfolgten [[Hunnen]]invasion zurückwichen, nach Süden auf das römische Reichsgebiet zu. Sie baten den Kaiser um Aufnahme. Der Übertritt der von [[Alaviv]] und [[Fritigern]] geführten [[Terwingen]] erfolgte in Absprache mit Valens; beide Heerführer stellten dem Kaiser dafür [[Hilfstruppen]]. Die [[Greutungen]] unter [[Alatheus]] und [[Safrax]] sowie die dritte, wohl ebenfalls aus Greutungen und [[Taifalen]] bestehende Gruppe unter [[Farnobius]] erzwangen sich im folgenden Chaos den Weg über den [[Donaulimes]]. Farnobius wurde besiegt und seine Gruppe in Italien angesiedelt. Sowohl die Terwingen als auch die Greutungen von Alatheus und Safrax, zu denen 377 auch Hunnen und Alanen stießen,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Kampers: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Westgoten.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76517-8, S.&amp;amp;nbsp;111.&amp;lt;/ref&amp;gt; erhielten Wohnsitze auf dem Gebiet der Provinz [[Moesia inferior|Moesia secunda]].&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Ziemann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Wandervolk zur Großmacht. Die Entstehung Bulgariens im frühen Mittelalter (7.–9. Jahrhundert).&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln, Wien 2007, ISBN 978-3-412-09106-4. S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser hielt sich damals in [[Antiochia am Orontes|Antiochia]] auf, wo er einen Feldzug gegen das neupersische [[Sassanidenreich]] plante, den großen Gegner Roms im Osten; Streitpunkt war wie so oft das Königreich [[Armenien]], zudem strebte Valens nach einer Revanche für die Niederlage, die Julian 363 im Osten erlitten hatte. Die Goten sollten im geplanten großen Krieg für den Kaiser kämpfen. Aufgrund von Hintertreibungen ihrer Lebensmittelversorgung durch römische Truppenkommandeure kam es jedoch schließlich 376 zum Aufstand der Goten gegen diese Bevormundung und den Vertragsbruch ([[Gotenkrieg (376–382)]]). Den römischen Truppen an der Donau gelang es nicht, die Rebellion zu unterdrücken. Valens sah sich daher im Sommer 377 gezwungen, gegen die aufständischen Goten militärisch vorzugehen, statt die Perser zu bekämpfen, und schloss einen Friedensvertrag mit den Sassaniden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Theodosius I. Roman Coin.jpg|mini|Theodosius I.]]&lt;br /&gt;
Als Valens im nächsten Jahr mit seinen Elitetruppen den Donauraum erreicht hatte, entschied er sich, nicht auf seinen Neffen [[Gratian]] zu warten, der ihm vom Westen mit einer starken Armee zur Hilfe eilte. Am 9. August 378 kam es zur [[Schlacht von Adrianopel (378)|Schlacht von Adrianopel]], in der Valens unter dubiosen Umständen ums Leben kam; wahrscheinlich starb er kämpfend auf dem Schlachtfeld, nachdem die meisten seiner Generäle bereits geflohen waren. Nach anderen Berichten wurde der verwundete Kaiser hingegen lebendigen Leibes verbrannt, als Goten ein Haus anzündeten, in dem er sich mit einigen Getreuen versteckt hatte. Jedenfalls wurde seine Leiche nie gefunden. Zugleich wurde ein großer Teil seines Heeres vernichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierungszeit des Valens ging mit dieser militärischen Katastrophe zu Ende, die der zeitgenössische Geschichtsschreiber [[Ammianus Marcellinus]] als bedeutsame Zäsur ansah und die von einigen Menschen als Anfang vom [[Untergang des Römischen Reiches|Ende des Römischen Reiches]], im Rückblick als eine Vorstufe zu den beiden [[Plünderung Roms (410)|Plünderungen Roms 410]] und  [[Plünderung Roms (455)|455]] verstanden wurde. Ammianus Marcellinus, die wichtigste Quelle für diese Zeit, ließ sein Geschichtswerk, die &amp;#039;&amp;#039;Res Gestae&amp;#039;&amp;#039;, mit dem Bericht über diese Schlacht enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bevölkerung, die bereits mehrheitlich zum Nicänum neigte, mag der Tod des Arianers Valens wie ein [[Gottesurteil]] vorgekommen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Judeich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht bei Adrianopel am 9. August 378 n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1891, S. 1–21 ([https://de.wikisource.org/wiki/Die_Schlacht_bei_Adrianopel_am_9._August_378_n._Chr. online])&amp;lt;/ref&amp;gt; So sah es jedenfalls [[Isaak von Dalmatien]]. Zum Nachfolger als Kaiser im Osten des Reiches ernannte der nunmehrige Seniorkaiser Gratian, Valentinians ältester Sohn, nach einer kurzen Zwischenzeit, in der Valens’ Ehefrau [[Albia Domnica]] als Regentin amtierte, mit [[Theodosius I.|Theodosius]] einen fähigen Mann, der nicht mit dem Kaiserhaus verwandt war. Dieser war der Sohn des [[Flavius Theodosius|gleichnamigen]] &amp;#039;&amp;#039;[[magister militum]]&amp;#039;&amp;#039; (Heermeisters) Valentinians und hatte sich fünf Jahre zuvor als &amp;#039;&amp;#039;[[Dux Moesiae primae|dux Moesiae superioris]]&amp;#039;&amp;#039; (Militärbefehlshaber in Mösien an der unteren Donau) bewährt; nach der Zwischenetappe eines Heermeisters in Illyricum, dem gesamten Balkangebiet, wurde er am 19. Januar 379 zum &amp;#039;&amp;#039;Augustus&amp;#039;&amp;#039; ernannt, vielleicht, um einer Usurpation zuvorzukommen. Theodosius begründete mit der später nach ihm benannten [[Theodosianische Dynastie|Herrscherfamilie]] die letzte [[Dynastie]] im spätrömischen Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan den Boeft, Jan Willem Drijvers, Daniel den Hengst, Hans C. Teitler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ammianus after Julian. The Reign of Valentinian and Valens in Books 26–31 of the Res Gestae&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mnemosyne Supplementa,&amp;#039;&amp;#039; Band 289). Brill, Leiden 2007, ISBN 978-90-04-16212-9.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Spätantike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Altertumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Abteilung, 6. Teil). 2. Auflage. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55993-8, S. 136–154.&lt;br /&gt;
* Noel Lenski: &amp;#039;&amp;#039;Failure of Empire. Valens and the Roman State in the Fourth Century A.D.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 2002, ISBN 0-520-23332-8.&lt;br /&gt;
* Franz Josef Wiebe: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Valens und die heidnische Opposition.&amp;#039;&amp;#039; Habelt, Bonn 1995, ISBN 3-7749-2678-6.&lt;br /&gt;
* [[Maijastina Kahlos]]: &amp;#039;&amp;#039;The Misunderstood Emperor? Valens as a Persecuting Ruler in Late Antique Literature.&amp;#039;&amp;#039; In: Éric Fournier, Wendy Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Heirs of Roman Persecution: Studies on a Christian and para-Christian Discourse in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 2019, S. 61–78.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Valens}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118913158}}&lt;br /&gt;
* {{DIR|valens|Noel Lenski}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste Römische Kaiser|VORGÄNGER=[[Valentinian I.]]|NACHFOLGER=[[Gratian]]|ZEIT=364–378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118913158|LCCN=n97033019|VIAF=64806218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Valens}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiser (Rom)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiser (Byzanz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Valentinianische Dynastie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 328]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 378]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Valens&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Valens, Flavius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Kaiser&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=328&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Cibalae, [[Pannonien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 378&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Adrianopel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arabsalam</name></author>
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