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	<title>Vajra - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:44:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vajra&amp;diff=146157&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-12-14T07:30:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vajra.jpg|mini|Vajra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Epirus234bc.jpg|mini|[[Zeus]] und Donnerkeil – Münze aus [[Epirus (griechische Region)|Epirus]] (ca. 200 v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vajra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („wadschra“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dorje&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („dordscheh“) ({{saS|वज्र|vajra}}; {{boS|རྡོ་རྗེ|Dorje|WYLIE=rdo rje}}; {{zhS|金剛&amp;lt;!--alternativ als Kurzzeichen: 金刚 --&amp;gt;|jīngāng}}; {{jaS|金剛|kongō}}), umschrieben als &amp;#039;&amp;#039;Donnerkeil, Diamantzepter, Donnerkeilzepter, Blitzstrahl, Blitzbündel&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Buddhismus|buddhistisches]] Ritualobjekt. Er ist das essentielle Symbol des [[Vajrayana]]; der Begriff Vajra gibt diesem seinen Namen, auch wird er in vielerlei Zusammenhängen zur [[Vajrayana|tantrischen]] Lehre [[Buddha]]s gebraucht. So zum Beispiel werden viele Gottheiten als Vajra-Gottheiten bezeichnet, viele Merkmale und Eigenschaften oder Zustände als Vajra-Merkmale oder -Zustände usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzung ==&lt;br /&gt;
[[Sanskrit]] &amp;#039;&amp;#039;vajra&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „hart“ oder „mächtig“. Die tibetische Entsprechung &amp;#039;&amp;#039;dorje&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den „König der Steine“ mit seinen unzerstörbaren Eigenschaften; seiner unzerstörbaren Härte und seiner unzerstörbaren Strahlkraft. Er steht im Buddhismus für die „wahre Wirklichkeit“. Wie der Diamant ist diese Leere unzerstörbar, d. h. unvergänglich, da „ungeworden“. Die makellose Reinheit und Durchsichtigkeit des Diamanten symbolisiert die – trotz aller Erscheinungen – vollkommene Makellosigkeit der Leere. Im [[Hinduismus]] erzählt ein Mythos, dass der Blitzstrahl [[Indra]]s oder sein [[Donnerkeil (Mythologie)|Donnerkeil]] Vajra, der aus den Knochen des Rishi Dadhichi gemacht sein soll, eine kreisförmige Waffe mit einem Loch in der Mitte sei. Mit diesem soll er entweder seine Feinde erschlagen oder seine gefallenen Krieger wieder zum Leben erwecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Rachel Storm: &amp;#039;&amp;#039;Vajra, Indra&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der östlichen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Reichelsheim 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits der [[babylon]]ische Gott [[Marduk]] trägt in einigen Darstellungen ein doppelseitiges Blitzbündel in Händen; in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] ist es das wichtigste [[Attribut (Kunst)|Attribut]] des Göttervaters [[Zeus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich soll ein Vajra physisch aus dem „Eisen des Himmels“ (tib.: &amp;#039;&amp;#039;gnam.lcags.&amp;#039;&amp;#039;) hergestellt werden. Ein [[Meteorit]], also ein Stein der vom Himmel fällt, der aus dem Nichts als [[Meteor#Sternschnuppen und Feuerkugeln|Sternschnuppe]] oder Feuerball auf die Erde herniederbrennt, um dort als Metall sich bis unter die Erde zu bohren, ist ein passendes Bild für die Natur des Vajra als Untrennbarkeit von [[Shunyata|Leerheit]] und Form. Nach der Lehre tauchen Meteoriten „häufig in der Mitte von Hagelstürmen, also von Unwettern auf, bei denen wie Pfeile elektrische Entladungen auf die Erde brennen, mit Temperaturen, die heißer als die der Sonnen sind, um in der Erde das Himmelsmetall zu hinterlassen.“ Dieses Objekt Vajra wird daher als Waffe analog zu den Gewalten der Natur gesehen. Daher wird der [[Meteoreisen|aus Meteorit]] hergestellte Vajra als Objekt mit besonderen Qualitäten angesehen; heutzutage wird zumindest in den Vajras besserer Qualität ein Teil dieser Substanz zur Herstellung noch mit verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vajrasattva Tibet.jpg|mini|Vergoldete Statue des Buddha [[Adibuddha#Vajrasattva|Vajrasattva]] mit einem Vajra in der rechten und einer [[Glocke]] (Sanskrit &amp;#039;&amp;#039;ghanta&amp;#039;&amp;#039;) in der linken Hand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Large carved stone Dorje in Patan, Nepal.JPG|mini|Steinerner Vajra in [[Lalitpur (Nepal)|Patan]], Nepal]]&lt;br /&gt;
Gemäß der Sichtweise der [[Buddhismus|buddhistischen]] Lehre symbolisiert der Vajra die unzerbrechlichen Qualitäten von [[Diamant]]en, die unzerstörbare Kraft eines Donnerkeils und die untrennbare Klarheit des Raumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er symbolisiert zentral die Undurchdringbarkeit, Unaufbrechbarkeit, Unteilbarkeit, Unzerstörbarkeit usw. der [[Bodhi|Erleuchtung]], des Buddhazustandes als Vajra-Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptsymbol der Erleuchtung repräsentiert er die untrennbaren Perfektionen der Weisheiten der fünf Buddhafamilien, sowie das Ziel der &amp;#039;&amp;#039;Körper der Weisheiten&amp;#039;&amp;#039; dieser fünf Familien. Der neunspeichige Vajra symbolisiert die fünf Buddhas der fünf Richtungen, sowie deren Gefährtinnen. Auch symbolisiert er die [[Die Neun Yanas|neun Yanas]] oder Wege, wobei jeweils das Zentrum und die acht Richtungen gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
In den indischen [[Veda|Veden]] wird der Vajra um 500 bis 1000 v. Chr. als eine tödliche Waffe aus Metall beschrieben, die zu den Attributen [[Indra]]s, des Herrn der Götter, gehört. Vorgestellt wird der Vajra als Metallstab mit hunderten oder tausenden von Speichen. Historisch ist der Gebrauch des Vajra sowohl als Waffe als auch als [[Zepter]] überliefert; als Waffe wurde er wohl geworfen oder geschwungen, und als Zepter ist die Ähnlichkeit zu den königlichen Symbolen des Westens unübersehbar. [[Walter Slaje]] (2022) nimmt an, dass im Rigveda unter &amp;#039;&amp;#039;vájra&amp;#039;&amp;#039; eine Schleuderwaffe verstanden wurde, die aus einem Schleuderriemen und einem geschleuderten Projektil aus Bleierz mit besonders großer Reichweite und hoher Durchschlagskraft bestand, analog zu den Steingeschossen und Schleuderbleien des Alten Orients und der Antike.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Slaje]]: &amp;#039;&amp;#039;Vájra. Zur Schleuderwaffe im Rigveda.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Studia Indologica Universitatis Halensis,&amp;#039;&amp;#039; Band 21) Universitätsverlag Halle-Wittenberg, Halle 2022, ISBN 978-3-86977-253-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vajra offen fünfstrahlig.jpg|mini|Offener fünfstrahliger Vajra aus Bronze]]&lt;br /&gt;
Der Vajra ist das vorherrschende [[Attribut (Kunst)|Attribut]] bei allen Darstellungen von [[Gottheit]]en bzw. [[Vajrayana#Yidam|Yidams]] des Vajrayana; bei [[Einhundert friedvolle und zornvolle Gottheiten|friedvollen Gottheiten]] ist er ein [[Zepter]] und eine unzerstörbare Waffe bei zornvollen Gottheiten. Der Vajra symbolisiert das männliche Prinzip, die Methode oder die „geschickten Mittel“ (englisch &amp;#039;&amp;#039;skilful means&amp;#039;&amp;#039;), der mit der rechten oder männlichen Hand gehalten wird. Er wird in der [[Tibetische Musik#Kultmusik|tibetischen Kultmusik]] meist zusammen mit einer Stielhandglocke (skt.: &amp;#039;&amp;#039;ghanta&amp;#039;&amp;#039;; tib.: &amp;#039;&amp;#039;dril bu&amp;#039;&amp;#039;) verwendet, die Weisheit symbolisiert und mit der linken oder weiblichen Hand gehalten wird. Ihr gemeinsames Auftreten, ihre gemeinsame Verwendung repräsentiert die perfekte Vereinigung von „Geschicklichkeit in den Mitteln“ und Weisheit. Der Gebrauch des Vajras und des Begriffes zieht sich durch alle Ebenen buddhistischer Philosophie und Praxis und ist untrennbar Teil der gesamten Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vajra wird dargestellt mit drei, fünf, sieben oder neun Speichen. Dabei wird immer der mittlere, gerade Strahl zur Spitze mitgezählt. Die fünf- oder neunspeichigen Versionen sind die gebräuchlichsten in den [[Buddhistisches Tantra|tantrisch buddhistischen Traditionen]]. Bei hochwertig gearbeiteten Vajras entspringen die äußeren Speichen, auch Strahlen genannt, jeweils aus dem Maul eines [[Makara (Mythologie)|Makaras]], eines Fabelwesens der indischen Mythologie. Vajras mit zur Spitze hin offenen Strahlen sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünfspeichige Vajra wird als Symbol bei zahllosen Ritualobjekten verwendet; so findet er sich auch als Ornament etwa an Kilas ([[Phurba]]s), Haumessern ([[Kartika (Messer)|Kartikas]]), Handglocken ([[Ghanta]]s) und Ritualstäben wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Doppelvajra ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vajra3.jpg|mini|Kreuzförmiger Doppelvajra aus Bronze]]&lt;br /&gt;
Eine Sonderform des Vajra ist der kreuzförmige Doppelvajra ({{saS|विश्ववज्रा|IAST=viśvavajrā}}, {{boS|རྡོ་རྗེ་རྒྱ་གྲམ་|WYLIE=rdo rje rgya gram}}). Er wird aus vier kreuzweise angeordneten Halbvajras gebildet, die von einer zentralen Kugel in die vier Richtungen ausgehen, und symbolisiert das Prinzip der absoluten Festigkeit. Der Legende nach trägt ein gigantischer, unbeweglicher Doppelvajra das gesamte Universum. In kolorierten Darstellungen ist die zentrale Nabe tiefblau, und die vier Halbvajras entsprechen den Himmelsrichtungen Osten (Weiß), Süden (gelb), Westen (rot) und Norden (grün). Dies entspricht auch den Buddhas der fünf Familien, mit dem blauen [[Adibuddha|Akshobhya]] im Mittelpunkt. Ein Doppelvajra ist auch das grundlegende Element eines gemalten Vajravali-[[Mandala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erhöhte Sitz von besonders verehrten, buddhistischen Lehrern ist oft mit einem Doppelvajra verziert. Dies geht auf die Legende zurück, wonach [[Siddhartha Gautama|Buddha Shakyamuni]] in [[Bodhgaya]] unbeweglich in einer Haltung saß, die danach als Vajra-Sitz bezeichnet wurde, bis er Erleuchtung erfuhr. Die Bodenplatte von gegossenen Bronzestatuen buddhistischer Gottheiten zeigt in der Regel einen eingeprägten Doppelvajra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Beer: &amp;#039;&amp;#039;The Handbook of Tibetan Buddhist Symbols&amp;#039;&amp;#039;. Serindia Publications Inc., Chicago 2003, ISBN 1-932476-03-2, S. 87ff.&lt;br /&gt;
* Anneliese und Peter Keilhauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1986, ISBN 3-7701-1347-0, S. 220.&lt;br /&gt;
* Walter Slaje: [https://hasp.ub.uni-heidelberg.de/journals/ejvs/issue/view/1570 &amp;#039;&amp;#039;A Stone of Contention: Afterthoughts on the Rigvedic vájra – and Why a Mace is not an Option&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Electronic Journal of Vedic Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, Nr. 2, 2024, {{ISSN|1084-7561}}, S. 1–56 ([https://hasp.ub.uni-heidelberg.de/journals/ejvs/article/view/26722/26122 PDF; 13&amp;amp;nbsp;MB], englisch).&lt;br /&gt;
* Rachel Storm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Enzyklopädie der östlichen Mythologie. Legenden des Ostens: Mythen und Sagen der Helden, Götter und Krieger aus dem alten Ägypten, Arabien, Persien, Indien, Tibet, China und Japan.&amp;#039;&amp;#039; Edition XXL, Reichelsheim 2000, ISBN 978-3-89736-305-2 (Stichwort „Vajra“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Symbol (Buddhismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mahayana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vajrayana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhismus in Tibet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultgegenstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegenstand der indischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologische Waffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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