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	<title>Vaginalkugeln - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Vaginalkugeln&amp;diff=142322&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-01T20:19:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dateigröße angepasst, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vaginalkugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lustkugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liebeskugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analkugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgasmuskugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, teilweise auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lustperlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liebesperlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder „Donnerkugeln“ genannt) sind ein [[Sexspielzeug]] und medizinisches Hilfsmittel. Eine weitere medizinische Variante wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vaginalkonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Alle diese Hilfsmittel eignen sich, die [[Beckenbodenmuskulatur|Beckenbodenmuskeln]] zu trainieren ([[Beckenbodentraining]]), die den unteren Abschluss des Bauchraumes bilden und ein wesentlicher Teil des inneren Halte- und Stützapparats sind. Sie können das [[Orgasmus#Der Orgasmus der Frau|Orgasmuserleben]] der [[Frau]] verbessern, das sich letztlich in rhythmischen Muskelkontraktionen insbesondere des Beckenbodens entlädt. Werden die Muskeln des Beckenbodens während des [[Geschlechtsverkehr]]s (rhythmisch) angespannt, komprimieren sie den [[Vagina des Menschen|Vaginalschlauch]] bzw. -eingang für den penetrierenden [[Penis]]. Für den Penis des [[Mann]]es können [[Selbstwahrnehmung|Körperwahrnehmungen]] eines stärkeren Umfasstwerdens entstehen ([[Vaginalverkehr]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Christmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heterosexualität: Ein Leitfaden für Therapeuten.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 2013, ISBN 978-3-642-73590-5, S.&amp;amp;nbsp;99 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner kann ein gezieltes Beckenbodentraining mit oder ohne Hilfsmittel u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m. die [[Schwangerschaftsrückbildung]]sphase unterstützen und einen [[Scheidenvorfall]], [[Zystozele|Blasenvorfall]], [[Uterusprolaps|Gebärmuttervorfall]], Formen der [[Harninkontinenz|Harn-]] und [[Stuhlinkontinenz]] verhindern oder deren Verlauf günstig beeinflussen. Ferner wird die [[weibliche Ejakulation]] günstig beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl F. Stifter: &amp;#039;&amp;#039;Die dritte Dimension der Lust. Das Geheimnis der weiblichen Ejakulation.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Heyne, München 1990, ISBN 3-453-04011-2, S.&amp;amp;nbsp;200 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;B. Graber, G. Kline-Graber: &amp;#039;&amp;#039;Female Orgasm. Role of Pubococcygeus Muscle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J. of Clinical Psychiatry&amp;#039;&amp;#039;, 1970, 40, S.&amp;amp;nbsp;34–39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiki directional muscle forcesfig2.jpg|mini|300px|Vier muskuläre Hauptkräfte kontrahieren bzw. entspannen sich in einer koordinierten Weise gegen die suspensorischen Beckenbänder, „PUL“ an der Urethra „U“ und USL am Uterus, um die [[Urethra]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„U“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Vagina des Menschen|Vagina]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„V“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und [[Rektum]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„R“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; um diese zu schließen oder zu öffnen. Die vorderen und hinteren Bänder („PUL“, „USL“) werden dabei zusammengezogen. „PUL“ = pubourethrales Ligament; „USL“ = [[Ligamentum uterosacralis]]; „PCM“ = vorderer Teil des [[Musculus pubococcygeus]]; „LP“ = Levator-Platte, [[Beckenboden#Einteilung der anatomischen Strukturen|Diaphragma pelvis]]; „LMA“ = gemeinsamer longitudinaler Muskel des Anus; „PS“ = [[Schambeinfuge]]; „S“ = [[Kreuzbein]]; „EAS“ = Musculus sphincter ani externus. Perspektive: sitzende Position.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsklärung, Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Es gibt unterschiedliche Sexspielzeuge bzw. Trainingsgeräte für den weiblichen Beckenboden, die mit dem Begriff „Lustkugeln“ bezeichnet werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beckenbodenmuskeln sind in drei Schichten übereinander angeordnet und werden bei der Frau durch drei Öffnungen (für Harnröhre, Vagina und [[Anus]]) durchbrochen. Jede [[Inspiration (Medizin)|Einatmung]] bringt das [[Zwerchfell]] (Diaphragma) nach [[Kaudal|unten, fußwärts]] in den Bauchraum. Hierbei erhöht sich der Druck im Bauchraum und wird an den (elastischen) Beckenboden weitergegeben. Umgekehrt führt die [[Exspiration|Ausatmung]] dazu, dass sich das Zwerchfell wieder nach [[Kranial|oben]] in Richtung Brustraum bewegt. Der Druck im Bauchraum und auf den Beckenboden nimmt dann wieder ab. In dieser Phase bewegt sich auch der Beckenboden leicht nach oben und unterstützt dabei die Ausatmung. Der Beckenboden lässt sich grob in drei Schichten gliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;erste Schicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird überwiegend aus [[Glatte Muskulatur|glatten Muskelfasern]] und Band- und Haltestrukturen gebildet, sie hängen die weiblichen Organe im Bauchraum auf bzw. stützen sie in Verbindung zur Lendenwirbelsäule ab.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zweite Schicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besteht aus [[Skelettmuskulatur|willkürlichen Muskelfasern]],&amp;lt;ref&amp;gt;Per Olov Lundberg: &amp;#039;&amp;#039;Die periphere Innervation der weiblichen Genitalorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sexuologie&amp;#039;&amp;#039;, 2002, 9 (3), S. 98–106; [https://www.sexuologie-info.de/pdf/Bd.9_2002_3.pdf sexuologie-info.de] (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; die den Beckenboden wie ein [[Sprungtuch]] halten. Man nennt es [[Beckenboden|Diaphragma pelvis]]; es wird in erster Linie von dem [[Musculus levator ani]] gebildet. Die Muskelfasern ziehen von der [[Steißbein]]spitze nach [[Ventral|vorne bauchwärts]] und sind wie ein Fächer an beiden Beckenknochenseiten befestigt. Einige Fasern dieser Muskelgruppe haben bei der Frau Verbindung zur Vaginalwand. Teile des Levator ani bilden den [[Anus|Musculus sphincter ani]], der den Anus umschließt. Die flächigen, horizontalen Muskeln des Beckenbodens und deren bindegewebige Hüllen, die [[Faszien]], spannen sich zwischen dem [[Schambein]], den beiden [[Sitzbein]]höckern (Tuber ischiadicum) und der Steißbeinspitze auf.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dritte, äußerste Schicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das [[Diaphragma urogenitale]], besteht aus mehreren willkürlich anzuspannenden Muskeln, die wiederum in zwei Schichten angeordnet sind und das Becken in erster Linie mit quer verlaufenden Fasern verschließen. Diese Schicht unterstützt die äußeren Schließmuskeln. Die äußerste Schicht verstärkt und unterstützt die entsprechenden Öffnungen des Beckenbodens, sie bildet die Schwellkörper- ([[Musculus ischiocavernosus]], [[Musculus bulbospongiosus]]) und die anale Schließmuskelschicht, Musculus sphincter ani externus. Die beiden letzteren strahlen (mit anderen Muskeln) in Form einer liegenden Acht in das [[Centrum tendineum perinei]] ein. Zu den weiteren Muskeln, die diese faserreiche, sehnige Bindegewebsplatte des Damms ([[Perineum]]) bilden, gehören Anteile des Musculus transversus perinei superficialis, des Musculus transversus perinei profundus und des Musculus levator ani.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von [[Skelettmuskel|skeletalen]] Muskelfasern: die „weißen“ und die „roten Muskelfasern“, wobei man die weißen Muskelfasern noch einmal in zwei Typen aufteilen kann. Die roten Muskelfasern kontrahieren eher langsam und werden daher auch als „slow-twitch-Fasern“, Typ-1- oder „ST-Fasern“ bezeichnet. Hingegen sind die weißen (oder auch „fast-twitch-Fasern“, Typ-2- oder „FT-Fasern“) diejenigen, die sich eher schnell zusammenziehen und daher für alle schnellen, kräftigen Bewegungen zuständig sind. Sie sind deutlich dicker, können wesentlich mehr Kraft entwickeln und werden von vergleichsweise schneller leitenden Nerven angesteuert. Ein Skelettmuskel weist dabei eine je nach genetischer Ausstattung und entsprechendem funktionellem Einsatz (Training) eine differente Zusammensetzung auf. So besteht etwa der &amp;#039;&amp;#039;Musculus levator ani&amp;#039;&amp;#039; aus 65 % ST-Fasern und 35 % FT-Fasern, anders als der externe urethrale Sphinkter (&amp;#039;&amp;#039;[[Musculus sphincter urethrae membranaceae]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus urethralis]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Maurice Stephan Michel, Joachim Wilhelm Thüroff, Günther Janetschek, Manfred Wirth: &amp;#039;&amp;#039;Die Urologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 2016, ISBN 978-3-642-39940-4, S.&amp;amp;nbsp;932.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Beckenbodentraining ist es sinnvoll, beide Muskeltypen zu trainieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;left&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Vaginalkugeln - Kegel-Training 1.jpg|Vaginalkugeln für das [[Beckenbodentraining]]&lt;br /&gt;
 Placement geisha.jpg|Platzierung von Lustkugeln in der Vagina, dunkelrosa die Beckenbodenmuskulatur&lt;br /&gt;
 Plancher pelvien.jpg|Weiblicher [[Beckenboden]]&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Gödl-Purrer: &amp;#039;&amp;#039;Beckenboden – Stabilisation des Beckenringes.&amp;#039;&amp;#039; CIFK, FH Joanneum, Graz 2009. [https://www.samm.ch/userdata/files/praesentationen/beckenboden_stabilisation_des_beckenringes_g_dl_interlaken_2009_pdf_leicht_barbara_goedl_purrer.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt; geschwächt etwa in der Folge einer [[Geburtsmechanik|Geburt]].&lt;br /&gt;
 Vessie et rééducation du périnée.jpg|Vor, während und nach dem [[Muskelaufbau|Training]] des tiefen und oberflächlichen [[Perineum|perinealen]] Muskel- und Bindegewebsraumes.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ben-wa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jade Eggs usually come in 3 different sizes.jpg|mini|Ben-wa-Eier aus [[Jade]], traditionelle Form, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Rückholbändchen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ben-wa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Kugeln oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Yoni]]-Kugeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind nicht mit einer Schnur verbunden und verfügen auch über keinen Rückholfaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brenda Love |Titel=Encyclopedia of Unusual Sex Practices |Verlag=Barricade Books |Ort=Fort Lee, NJ |Datum=1992 |ISBN=1-56980-011-1 |Seiten=125}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt unterschiedliche Arten, Rin-no-tama oder Ben-wa zu tragen. Sie können im Stehen und Gehen leicht zum Scheideneingang rutschen. Manche Benutzerinnen nehmen dies in Kauf. Andere tragen unter den Kugeln einen Tampon, um diese am Platz zu halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;haeberle&amp;quot; /&amp;gt; Die subtilste Methode ist wohl folgende: Die Kugeln werden mit dem [[Musculus pubococcygeus|Pubococcygeus-Muskel]] (kurz PC-Muskel) gehalten. Dies hat den Nebeneffekt, dass sie so wesentlich zum Training dieses Muskels beitragen (ähnlich wie die [[Beckenbodentraining|Kegelübung]]). Ein gut trainierter Pubococcygeal-Muskel ist wiederum für die Empfindungen beider Partner beim Liebesspiel vorteilhaft. Außerdem beugt er einigen Formen der [[Harninkontinenz]] vor. Lustkugeln werden daher auch im Rahmen der [[Rückbildungsgymnastik]] nach der Schwangerschaft empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angela Heller |Titel=Nach der Geburt: Wochenbett und Rückbildung |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2002 |ISBN=3-13-125041-0 |Seiten=127 f. |Online={{Google Buch |BuchID=dAnqeEGaTsAC |Seite=127}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Linda Tacke, Marion Stüwe |Titel=Wochenbett- und Rückbildungsgymnastik |Auflage=3. |Verlag=Hippokrates Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2013 |ISBN=978-3-8304-5504-2 |Seiten=74 |Online={{Google Buch |BuchID=bWW9zfXprRwC |Seite=29}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Analketten, Analperlen, Analkugeln ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Analbeads.JPG|mini|Analperlen als [[Sexspielzeug]]]]&lt;br /&gt;
Bei Analketten (auch Analperlen genannt) handelt es sich um ein Band, einen Faden oder eine fixe Verbindung aus Gummi, an dem sich in einer Reihe befestigte Perlen aus Gummi, Kunststoff oder Metall befinden. Diese &amp;#039;&amp;#039;Perlenkette&amp;#039;&amp;#039; wird im Lauf des Liebesspiels in den [[Anus]] der zu stimulierenden Person eingeführt. Für gewöhnlich wird sie während des [[Orgasmus]] wieder langsam herausgezogen und soll diesen verlängern und vertiefen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paget&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lou Paget]] |Titel=Der perfekte Liebhaber: Sextechniken, die sie verrückt machen |Verlag=Goldmann Verlag |Ort=München |Datum=2012 |ISBN=978-3-641-08146-1 |Seiten=156 f. |Online={{Google Buch |BuchID=4M-k1QvORNIC |Seite=156}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Variationen dieses Spielzeugs besitzen dickere Kugeln, die relativ starr miteinander verbunden sind und der analen Stimulation dienen, also eher den [[Butt-Plug|Analdildos]] ähneln. Dennoch ist auch bei diesen speziell ausgelegtem Sexspielzeug Vorsicht geboten, um ein einfaches Zurückholen zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
Eine Variante der Lustkugeln enthält keine Metallkugeln, sondern batteriebetriebene [[Vibrator]]en. Es gibt mittlerweile auch Versionen mit mehr als zwei Kugeln. Eine weitere Variante besteht aus nur einer Edelstahlkugel mit einer Innenkugel. Zur Kategorie der [[Analvibrator]]en gehören solche, die über Vibrationsfunktionen verfügen und für den [[Anus|Analbereich]] konzipiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vaginalkonen von Kegel, Kegeltraining ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kegel exerciser.JPG|mini|300px|Vaginalkonen nach dem [[USA|amerikanischen]] Gynäkologen Arnold Henry Kegel (1894–1976)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden nach ihren Erfinder dem [[USA|amerikanischen]] [[Gynäkologe]]n Arnold Henry Kegel (1894–1981) bezeichnet. Kegel veröffentlichte seine Ideen erstmals im Jahre 1948.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold H. Kegel: &amp;#039;&amp;#039;The nonsurgical treatment of genital relaxation; use of the perineometer as an aid in restoring anatomic and functional structure.&amp;#039;&amp;#039; Ann West Med Surg. (1948) 2 (5): 213–6. PMID 18860416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entwickelte die Vaginalkonen und ein Perineometer (einem Instrument zur Messung der Kontraktionskraft bei willkürlichen Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Do the Kegel – Dr Arnold Kegel.&amp;#039;&amp;#039; Original vom 26. Oktober 2010; abgerufen am 28. Oktober 2018; {{Webarchiv |url=http://www.dothekegel.com/arnie/index.html |text=dothekegel.com |wayback=20101026214408 |archiv-bot=2023-02-03 22:53:27 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Methode der Beckenbodenübungen sind weit verbreitet und ihre Indikation liegt in der Behandlung von [[Harninkontinenz#Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)|Stressinkontinenz]] und dem Scheidenvorfall. Der Nachweis ihrer Wirksamkeit beim Einsatz der Konen wird in systematischen Übersichten und randomisierten Studien mit Unterstützung der [[Cochrane Library]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Hagen, D. Stark: &amp;#039;&amp;#039;Conservative prevention and management of pelvic organ prolapse in women.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Cochrane Database of Systematic Reviews&amp;#039;&amp;#039;, 7. Dezember 2011, (12), Artikel CD003882 (englisch). [[doi:10.1002/14651858.CD003882.pub4]] PMID 22161382.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner gibt es Trainingsanordnungen, die die Vaginalkonen mit [[Biofeedback]]-Geräten kombinieren bzw. gesondert anwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;E.-M. Uher, M. Hexel: &amp;#039;&amp;#039;Apparatives Beckenbodentraining Durchführung und Stellenwert im Vergleich zum klassischen Beckenbodentraining.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Urologie und Urogynäkologie&amp;#039;&amp;#039;, 1998, 5 (1), S. 34–37 (Ausgabe für Österreich); [https://www.kup.at/kup/pdf/618.pdf kup.at] (PDF; 0,7&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rin-no-tama ===&lt;br /&gt;
Rin-no-tama ist ein Sexhilfsmittel, das ursprünglich aus Japan stammt, sich aber auch nach China, [[Annam]] und Indien verbreitete und bereits im 18. Jahrhundert in Frankreich bekannt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tendencies&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=K. L. Kerber |Titel=Sexual Tendencies |Verlag=Global Vision Publishing |Ort=Delhi |Datum=2006 |ISBN=81-8220-090-3 |Seiten=110 f. |Online={{Google Buch |BuchID=m6fj_3m1NWcC |Seite=110}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird nach Wunsch im Alltag und nicht während des Sexspiels getragen und dient der Stärkung des Beckenbodens. Die Lustkugeln können sich in Material, Kugelanzahl, Gewicht, Größe, Form, Aufbau und Farbe unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Boules de geisha.jpg|mini|300px|Rin-no-tama-Kugeln mit Rückholband; eine liegt in der Vagina, die andere vor dem Scheideneingang.]]&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Modell bestand aus drei silbernen Kugeln, die mit Kettchen verbunden waren. Die zuunterst getragene Kugel besaß einen seidenen Rückholfaden wie ein [[Tampon]]. Die obere Kugel war leer und diente dazu, die anderen beiden Hohlkugeln an ihrem Platz zu halten: die mittlere vor dem [[Gräfenberg-Zone|G-Punkt]], die untere vor dem Scheideneingang. Die mittlere Kugel war teilweise mit [[Quecksilber]] gefüllt. An der Innenseite der unteren Kugel befanden sich feine Drahtzungen, sie enthielt kein Quecksilber, sondern eine kleinere Kugel aus [[Eisen]] oder [[Blei]], die sich bewegte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tendencies&amp;quot; /&amp;gt; Die Giftigkeit von Quecksilber und Blei wurde außer Acht gelassen. Die mittlere und die untere Kugel erzeugten bei jeder Bewegung sanfte Schwingungen. Es gab Varianten mit zwei Kugeln (auch aus Messing), die von einem Papiertampon,&amp;lt;ref name=&amp;quot;tendencies&amp;quot; /&amp;gt; der nach innen in die Scheide geschoben wurde, an ihrem Platz gehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gängige Modelle bestehen aus zwei jeweils 3–4 cm großen Hohlkugeln aus Kunststoff. Beide enthalten eine kleinere Kugel aus einem schwereren Metall. Die beiden Kugeln sind mit einer kurzen Schnur verbunden, und an der unteren Kugel befindet sich eine Rückholschnur. Die Kugeln werden in die Scheide eingeführt und in Richtung des Muttermundes geschoben. Beim Gehen oder anderen Körperbewegungen schwingen die Metallkugeln in den Hohlkugeln und verbreiten als angenehm empfundene Vibrationen im Unterleib. Die Schwingungen sind allerdings kaum stark genug, um direkt zum Höhepunkt zu führen, können aber das sexuelle Verlangen steigern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;haeberle&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Erwin J. Haeberle]] |Titel=Die Sexualität des Menschen: Handbuch und Atlas |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin |Datum=1985 |ISBN=3-11-087365-6 |Seiten=205 |Online={{Google Buch |BuchID=yWypQ4r68owC |Seite=205}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Gehen]] haben die (schweren) Kugeln, bedingt durch die [[Schwerkraft]], die Tendenz aus der Vagina herauszurutschen, dies führt zu einem (reflektorischen) festhalten, d.&amp;amp;nbsp;h. einer Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur („passives“ Training).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Modell, der „Loveplug“, besteht nur aus einer [[Edelstahl]]kugel mit einer Innenkugel und einem Zierkettchen als Rückholhilfe. Die Anwendung von [[Gleitmittel#Sexualität|wasserlöslichem Gleitgel]] kann die vaginale Platzierung erleichtern.&lt;br /&gt;
Die Gewichte der Lustkugeln liegen je nach Hersteller zwischen 30&amp;amp;nbsp;g bis 50&amp;amp;nbsp;g für die Einzelkugeln, bei Doppelkugeln von 80–100&amp;amp;nbsp;g, zum Teil auch 150&amp;amp;nbsp;g und mehr, die [[Durchmesser]] schwanken von 3 bis 3,7&amp;amp;nbsp;cm, gelegentlich auch bis 5&amp;amp;nbsp;cm. Dabei lassen sich die Kugeln mit ca. 30–50&amp;amp;nbsp;g für die Trainingsanfängerinnen und die Kugeln mit ca. 80–150&amp;amp;nbsp;g für die Fortgeschrittenen einteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hygiene und Umweltgifte ==&lt;br /&gt;
Um Infektionen und ein Verschleppen untypischer Mikroorganismen in das [[Normalflora|natürliche]] [[Mikrobiom]] der [[Vulva#Physiologisches Mikrobiom der Vulva|Vulva]] und [[Vagina des Menschen#Vaginalmilieu|Vagina]] zu vermeiden, ist die Pflege der Kugeln nach dem Gebrauch wichtig. Das Reinigen kann mit warmem Wasser bzw. einem hautfreundlichen Detergens erfolgen, zum Teil werden spezielle Toycleaner angeboten. Die gesäuberten Kugeln sollten trocken und hygienisch aufbewahrt werden. Sexspielzeug, das sich im [[Darm]] befand, sollte nicht mehr im Bereich der Scheide verwendet werden, um dort Infektionen zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Qualitätsmerkmal von Lustkugeln ist auch die Beschichtung von Kugeln und Schnur mit geeigneten Elastomeren, wie beispielsweise [[Silikon]]gummi, was dem Zweck dient, kein [[Sekretion|Körpersekret]] in Nähte oder in die Schnur eindringen zu lassen.&lt;br /&gt;
Andere Materialien, Mineralien, Holz etc., sind mit entsprechender Vorsicht zu verwenden; so können poröse Oberflächen der Bildung eines [[Biofilm]]s Vorschub leisten. Hier ist der Einsatz von rückstandsfreien, [[Alkohole|alkoholischen]] Desinfektionsmittellösungen ([[Ethanol]] oder [[2-Propanol]]) dringend geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Herstellern werden Kunststoffe verwendet, bei denen während der Produktion zinnorganische Verbindungen in gewissen Konzentrationen zurückbleiben. Als Antioxidantien verhindern die [[Zinnorganische Verbindungen|zinnorganischen Verbindungen]] während der Kunststoffproduktion das Entstehen von [[Salzsäure]]. Als Stabilisatoren machen sie Plastik hitze- und lichtbeständig und insbesondere in der Silikonherstellung dienen sie als [[Katalysator]]en. Im Tierversuch erwies sich [[Dibutylzinn-Verbindungen|Dibutylzinn]] als hormonell wirksam ([[Endokrine Disruptoren]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;16 Liebeskugeln im Test. Raus mit Euch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ÖKO-TEST&amp;#039;&amp;#039;, August 2018, Kategorie: Gesundheit und Medikamente, 26. Juni 2018; [https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/16-Liebeskugeln-im-Test_111316_1.html oekotest.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunststoffe sollten dem [[Medizinprodukt]]egesetz entsprechen und gemäß EU-Verordnung 1907/2006/EC [[phthalat]]frei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollte zur [[Sicherheit]] und vor allem bei unbekannter Herstellungsmethode ein [[Kondom]] über die Vaginalkugeln gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Anal beads|Analperlen, Analkugeln|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexspielzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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