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	<title>VIAG - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:52:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=VIAG&amp;diff=132066&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Christof46: /* Eigentümer Bundesrepublik Deutschland */</title>
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		<updated>2024-08-07T10:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Eigentümer Bundesrepublik Deutschland&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Der gleichlautende ICAO-Code gilt für den [[Flughafen Agra]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = VIAG AG&lt;br /&gt;
| Logo             = VIAG.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = Aktiengesellschaft&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 7. März 1923&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = 2000&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = [[Fusion (Wirtschaft)|Fusion]]&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[München]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = &lt;br /&gt;
| Homepage         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;VIAG AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Vereinigte Industrieunternehmungen AG&amp;#039;&amp;#039;) war ein zuletzt in [[München]] ansässiger börsennotierter [[Mischkonzern]]. Ab den 1950er Jahren bis Mitte 1990 war der aktive Sitz in [[Bonn]] und davor in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.referenceforbusiness.com/history2/98/VIAG-AKTIENGESELLSCHAFT.html |titel= History of VIAG AKTIENGESELLSCHAFT |werk= Reference for Business.com |sprache=en |abruf=2024-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2000 wurde die VIAG mit dem ähnlich strukturierten [[VEBA|VEBA-Konzern]] zur [[E.ON]] fusioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung und Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Viag 1936.jpg|mini|Teilschuldverschreibung über 500 RM der Viag vom November 1936 ]]&lt;br /&gt;
Die VIAG wurde am 7. März 1923 in Berlin als Dachgesellschaft für bisher direkt gehaltene, industrielle Beteiligungen des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] gegründet. Das staatliche Engagement war eine Folge der Kriegswirtschaft des Ersten Weltkriegs und wurde mit der damaligen [[Autarkie]]politik begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Geschäftsfelder der VIAG waren die Erzeugung von elektrischer Energie sowie deren industrielle Nutzung:&lt;br /&gt;
* Energieerzeugung (teilweise auch als Minderheitsbeteiligungen): [[Innwerk]], [[Alzwerke]], [[Elektrowerke]], Bayerische Kraftwerke, in der [[Alpen-Elektrowerke]]-AG zusammengefasste österreichische Kraftwerke und Hochspannungsleitungen (ab 1938), [[Ostpreußenwerk]] ([[Prawdinsk#Ostpreußenwerk|Alle-Kraftwerk bei Friedland]] von 1923)&amp;lt;ref&amp;gt;Strunz: Kaliningrad-Königsberg, Trescher-Verlag, Berlin, 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Württembergische Landes-Elektrizitäts-AG]],&lt;br /&gt;
* Aluminiumindustrie: [[Vereinigte Aluminium-Werke]] (VAW), Bayerische Aluminium&lt;br /&gt;
* Elektro-Chemie: Bayerische Stickstoffwerke (später [[SKW Trostberg]]), Mitteldeutsche Stickstoffwerke (heute: [[Stickstoffwerke Piesteritz]])&lt;br /&gt;
* Andere: [[Deutsche Werke]], [[Reichs-Kredit-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sowohl die Energieerzeugung als auch die Aluminiumproduktion massiv gesteigert, es wurden neue Kraftwerke und Aluminiumhütten (u. a. [[Austria Metall|Mattigwerk]] in Ranshofen) errichtet. Dies lag auch an der Ausbeutung von tausenden Zwangsarbeitern. VIAG-Firmen wie die VAW bemühten sich auch aus Kostengründen intensiv um die Zuweisung von Zwangsarbeitern. Laut dem Historiker Manfred Pohl hatten die Firmen „einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Zwangsarbeitern“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Pohl |Titel=VIAG Aktiengesellschaft 1923–1998. Vom Staatsunternehmen zum internationalen Konzern |Verlag=Piper |Ort=München |Datum=1998 |ISBN=3-492-04036-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alleine in den Aluminiumhütten der VAW kamen rund 20.000 Zwangsarbeiter zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Belli |Titel=Der Fall VAW - Die Viag-Tochter schiebt die Verantwortung ab |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=48 |Datum=1999-11-25 |Online=https://www.zeit.de/1999/48/Der_Fall_VAW}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigentümer Bundesrepublik Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Anteile an der VIAG gingen mit Inkrafttreten des Grundgesetzes gemäß [[Aufteilung des Reichsvermögens|Art.&amp;amp;nbsp;134 GG]] auf die Bundesrepublik Deutschland über. Bis Mitte der 1980er Jahre konzentrierten sich die Beteiligungen weiterhin auf die industriellen Kernbereiche Energie, Aluminium und Chemie.&lt;br /&gt;
* Energie: [[Innwerk]] sowie Beteiligungen an [[Bayernwerk (Energieversorger)|Bayernwerk]], [[Bewag (Berlin)|Bewag]], Bawag, [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke]] und ab 1981 [[Thyssengas]],&lt;br /&gt;
* Aluminium: [[Vereinigte Aluminium-Werke]] Grevenbroich und Neuss (VAW), heute Teil von [[Norsk Hydro]],&lt;br /&gt;
* Chemie: [[SKW Trostberg]].&lt;br /&gt;
Die Strategie der Holding entsprach bis Ende der 1970er Jahre weitgehend einer treuhänderischen Vermögensverwaltung. Zum VIAG-Konzern gehörten vor Beginn der [[Privatisierung]] über 100 Gesellschaften, sie erwirtschafteten 1986 einen konsolidierten Umsatz von über 8,6 Mrd. DM und erzielten einen Konzernjahresüberschuss von 164 Mio. DM. 1986 erfolgte der erste Schritt zur Privatisierung, bei diesem Börsengang wurden 40 Prozent der Anteile zum Preis von 165,– DM/Stück veräußert. 1988 trennte sich die Bundesrepublik Deutschland über die Börse auch von den verbleibenden Aktien zum Preis von 210,– DM/Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Privatisierung ==&lt;br /&gt;
Um nach der Vollprivatisierung die Eigentümerstrukturen an dem Mischkonzern VIAG zu stabilisieren, erwarb das Bayernwerk, das damals zu 40 Prozent der VIAG und zu 60 Prozent dem Freistaat Bayern gehörte, über die Börse stufenweise eine Beteiligungsquote von 25 Prozent an der VIAG. Das Ergebnis war eine minderheitliche Überkreuzbeteiligung von VIAG und Bayernwerk und in Folge eine gemeinsam abgestimmte Konzernpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde nun ein aktives [[Portfoliomanagement]] betrieben. Zahlreiche Beteiligungen wurden oft auch gemeinsam mit dem Bayernwerk in kurzer Zeit meist mehrheitlich erworben: [[Didier-Werke]], [[Computer 2000]], [[Klöckner &amp;amp; Co]], [[Gerresheimer Glashütte]], [[Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg|PWA]], [[Schmalbach-Lubeca]], [[Kühne + Nagel]], [[Evonik Goldschmidt|Th. Goldschmidt]], [[Isar-Amperwerke]]. Die durch mehrere Kapitalerhöhungen finanzierte Expansionsstrategie wurde von der Börse wohlwollend aufgenommen, bei der letzten Kapitalerhöhung 1996 wurden die neuen Aktien zu 490,– DM/Stück ausgegeben, ein Teil der Beteiligungen wurde allerdings nach wenigen Jahren aus [[Portfolio]]gründen wieder veräußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 übernahm die VIAG die Kapitalmehrheit am Bayernwerk vom Freistaat Bayern. Im Gegenzug erhielt der Freistaat eine 25-Prozent-Beteiligung an der VIAG sowie einen Barausgleich, außerdem wurde der Sitz nach München verlegt. Mit einem konsolidierten Umsatz von 42 Mrd. DM zählte die VIAG im Folgejahr zu den zehn größten Industrieunternehmen Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 erhielt die VIAG die vierte deutsche [[Mobilfunk]]lizenz, die unter dem Namen [[VIAG Interkom]] vermarktet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[teltarif.de]]: [https://www.teltarif.de/rueckblick-20-jahre-o2/news/88065.html Rückblick: 20 Jahre o2] vom 7. Mai 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fusion zur E.ON ==&lt;br /&gt;
Aus Sorge vor feindlichen Übernahmen mit anschließender Zerschlagung fusionierte die VIAG am 27. September [[2000]] mit der [[VEBA]] zur [[E.ON]]. Außerdem war es gemeinsames Ziel der beiden ähnlich strukturierten Fusionspartner, anstelle der beiden bisherigen Konglomeratkonzerne einen neuen, auch global marktstarken Energiekonzern zu formen und die übrigen Industrie-Geschäftsfelder zu veräußern. Die VIAG-Energiebeteiligungen sind heute ein Teil der E.ON und erhielten entsprechende neue Firmennamen. Die [[Vereinigte Aluminium-Werke|VAW]] wurde 2002 an [[Norsk Hydro]] verkauft. Die VIAG-Tochter [[SKW Trostberg]] wurde mit der damaligen VEBA-Tochter [[Degussa-Hüls]] zur „neuen Degussa“ verschmolzen, die heute [[Evonik Degussa]] heißt. Auch alle sonstigen in den Jahren zuvor erworbenen Industriebeteiligungen sind inzwischen von der E.ON wieder veräußert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.referenceforbusiness.com/history2/98/VIAG-AKTIENGESELLSCHAFT.html VIAG AKTIENGESELLSCHAFT - Company Profile, Information, Business Description, History, Background Information]&amp;#039;&amp;#039;, Reference for Business&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre VIAG&amp;#039;&amp;#039;, Festschrift, erschienen im März 1998&lt;br /&gt;
* [[Manfred Pohl (Ökonom)|Manfred Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;VIAG Aktiengesellschaft 1923–1998. Vom Staatsunternehmen zum internationalen Konzern.&amp;#039;&amp;#039; Piper Verlag, München / Zürich 1998, ISBN 3-492-04036-5.&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zu|GND=2013388-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste DAX-Unternehmen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5269429-X|LCCN=n98074415|VIAF=149613518}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Viag}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Energieversorger (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:E.ON-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen im DAX (ehemalig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemals börsennotiertes Unternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Christof46</name></author>
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