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	<title>VÖEST - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-10T13:40:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|VÖST|Weitere Bedeutungen von „Vöst“ finden sich unter [[Voest]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Donau voest 1.jpg|mini|Anlagen der vormaligen VÖEST in Linz, gesehen von der Donau (2007)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;VÖEST&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lang: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Verstaatlichung in Österreich|verstaatlichter]] österreichischer Stahlkonzern mit Sitz in [[Linz]], [[Oberösterreich]]. Das Unternehmen bestand von seiner Gründung im Jahr 1938 bis zur Zerschlagung und Privatisierung in den 1990er-Jahren. Aus dem Konzern hervorgegangene Nachfolgeunternehmen sind insbesondere die [[Voestalpine]] und [[Siemens VAI]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H06156, Linz, Reichswerke &amp;quot;Hermann Göring&amp;quot;, Spatenstich.jpg|mini|Hermann Göring betritt einen Bagger anlässlich des Spatenstiches zum Bau der Werke.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VÖEST-Direktion.jpg|mini|Ehem. Direktionsgebäude in der Muldenstraße]]&lt;br /&gt;
==== Standortwahl ====&lt;br /&gt;
Für die Gründung eines Stahlwerkes in Linz sprachen mehrere Gründe. Zum einen waren die notwendigen Rohstoffe in der Nähe verfügbar: [[Eisenerz]] am steirischen [[Erzberg]], [[Kohle]] an den Kohlegruben in [[Schlesien]] und [[Böhmen]] und Kalk in den oberösterreichischen [[Kalkalpen]]. Auch bot sich die Umgebung von Linz durch die verkehrsgünstige Lage an der [[Donau]] und der [[Westbahn (Österreich)|Westbahn]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Erwägung als Standort wurde ursprünglich unter anderem das Gebiet um [[Pichling (Linz)|Pichling]] und [[Asten]] gezogen. Man kam jedoch zum Entschluss, dass dort zu viel landwirtschaftliche Nutzfläche verloren ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort wurde schließlich die nahe der [[Donau]] gelegene Dorfsiedlung [[St. Peter (Linz)|St. Peter/Zizlau]] ausgewählt, die seit 1915 Stadtteil von Linz war. Der breite Streifen im Osten von Linz war aufgrund der Hochwassergefahr nahezu unbebaut. Man entschied sich daher, die Siedlung abzutragen und die Einwohner in andere Stadtteile umzusiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Areal besaß ein Ausmaß von 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;1,5&amp;amp;nbsp;km, heute gehören rund 5&amp;amp;nbsp;km² zum Industriegebiet. Das Gebiet wurde großflächig mit [[Schotter]] aufgeschüttet, um künftigen Hochwassern vorzubeugen. Bei der Schottergewinnung in der Umgebung von Linz entstanden der [[Weikerlsee]] sowie Teile des [[Pichlinger See]]s. Nördlich angrenzend auf demselben Areal wurde von der nationalsozialistischen Herrschaft auch die &amp;#039;&amp;#039;Stickstoffwerke Ostmark AG&amp;#039;&amp;#039; gegründet – die spätere &amp;#039;&amp;#039;Chemie Linz&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Agrolinz Melamine International]], [[Borealis AG|Borealis]] und weitere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spatenstich ====&lt;br /&gt;
Am 13. Mai 1938 – zwei Monate nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das Deutsche Reich – erfolgte der [[Spatenstich]] zur Errichtung der &amp;#039;&amp;#039;Reichswerke Aktiengesellschaft für Erzbergbau und Eisenhütten ‚Hermann Göring’ Linz&amp;#039;&amp;#039; als Tochtergesellschaft der &amp;#039;&amp;#039;[[Reichswerke Hermann Göring|Hermann-Göring-Werke]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktionsbeginn 1941 ====&lt;br /&gt;
Der erste [[Hochofen]] konnte am 15. Oktober 1941 angeblasen werden&amp;lt;ref name=&amp;quot;expeditionvoestalpine&amp;quot;&amp;gt;http://www.expeditionvoestalpine.com/begreifen/19&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin begannen die [[Eisenwerke Oberdonau]], die Division für Roheisenerzeugung, mit der Produktion von Panzerteilen. Diese wurden im nahe gelegenen [[Nibelungenwerk]] [[St. Valentin (Niederösterreich)|St. Valentin]] montiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1944 konnten drei weitere Hochöfen fertiggestellt werden. Bis zur Zerstörung der Werksgebäude durch US-amerikanische Bombenangriffe im Juli 1944 wurden rund 1,5 Millionen Tonnen Roheisen für die Erzeugung von Panzerblechen produziert. Bis zuletzt arbeiteten rund 20.000 Menschen im Werk, das neben den anderen neuen Industrieunternehmen zum wirtschaftlichen Motor der Stadt geworden war. Unter den Arbeitern befanden sich allerdings auch 8.500 [[Zwangsarbeiter]] und 6.390 Häftlinge aus dem [[KZ Mauthausen]], die in zwei Lagern am Betriebsgelände untergebracht waren und hauptsächlich in der Division &amp;#039;&amp;#039;Hochofenschlacke Linz Ges.m.b.H&amp;#039;&amp;#039; tätig waren. Die Bevölkerungszahl der Stadt stieg von 112.000 im Jahre 1938 auf 194.000 im Jahr 1945 an. Allerdings befanden sich auch rund 40.000 Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Umsiedler, Flüchtlinge (teils aus Siedlungen nördlich der Donau, da man die nahende Besatzungszeit durch die Russen fürchtete) und Bombengeschädigte in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1990er-Jahre beauftragte die voestalpine AG eine Historikerkommission mit der geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung der Zwangsarbeit am Standort Linz. Deren zweijährige Forschungsarbeit mündete 2001 einerseits in das von [[Oliver Rathkolb]] herausgegebene zweibändige Werk &amp;#039;&amp;#039;NS-Zwangsarbeit: Der Standort Linz der Hermann Göring AG Berlin, 1938–1945&amp;#039;&amp;#039; und andererseits in die wissenschaftliche [[Tagung]] &amp;#039;&amp;#039;Industrie und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; in Kooperation mit der [[Johannes Kepler Universität Linz|JKU]] und dem [[Landestheater Linz]], an der auch [[Gerd Wysocki]] teilnahm. Dieser untersuchte bereits 1982 die Geschichte des [[Reichswerke Hermann Göring#Beispiel Salzgitter/Braunschweig|Standortes in Salzgitter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ahf-muenchen.de/Tagungsberichte/Berichte/pdf/2002/029-02.pdf | wayback=20060221153144 | text=Tagungsbericht, PDF}} der [[Arbeitsgemeinschaft historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland|AHF]], abgerufen am 18. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Oktober 2014 wurde in der Konzernzentrale die &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichteausstellung 1938–1945&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, die den  Opfern der [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus]] am Standort Linz der Reichswerke Hermann Göring gewidmet ist und seit 2016 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte Museum&amp;#039;&amp;#039; trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;voestalpine: [https://www.voestalpine.com/zeitgeschichte/Museum Zeitgeschichte MUSEUM] (abgerufen am 27. Februar 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Helmut Lackner|Titel=Das &amp;quot;Zeitgeschichte Museum&amp;quot; der voestalpine AG in Linz|Sammelwerk=[[Stahl und Eisen]]|Band=137|Nummer=2|Jahr=2017|Seiten=78–80|DOI=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende und Wiederaufbau ===&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende wurden die ehemaligen Hermann-Göring-Werke als deutsches Eigentum von den Alliierten (USA) beschlagnahmt. Das Unternehmen firmierte erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;VÖEST&amp;#039;&amp;#039;). Am 16. Juli 1946 wurde die VÖEST aufgrund des [[Verstaatlichung in Österreich|Verstaatlichungsgesetzes]] von 1946 schließlich in das Eigentum des österreichischen Staates übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesgesetz vom 26. Juli 1946 über die Verstaatlichung von Unternehmungen (Verstaatlichungsgesetz), StF: BGBl. Nr. 168/1946&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbliebenen 4.400 Arbeiter der VÖEST begannen nun mit dem Wiederaufbau. Als erstes wurde das Gaskraftwerk, das auch heute noch den Großteil der Energieversorgung sicherstellt, wiederaufgebaut. Betrieben wird es mit [[Kokereigas|Kokerei-]] und [[Gichtgas]] sowie heute auch mit [[Erdgas]]. Danach wurden die Kokerei, der Hochofen und das Stahlwerk wieder in Betrieb genommen. Für eine Produktion fehlte es anfänglich auch an Ressourcen, nicht zuletzt finanziellen. Erst durch den Verkauf eines Hochofens an ein schwedisches Unternehmen im Jahr 1947 konnten die notwendigen Ressourcen erworben werden und der Hochofen wieder im Produktivbetrieb angeblasen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;expeditionvoestalpine&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1947 konnte damit auch wieder Stahl produziert werden, und im gleichen Jahr ergänzte ein weiterer [[Siemens-Martin-Verfahren|Siemens-Martin]]-Ofen die Stahlproduktionskapazität. 1951 waren drei, ab 1956 vier Hochöfen in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Jahrzehnten wurden bis zu 5 der in einer Reihe stehenden gleich großen Hochöfen betrieben, von denen jedoch mehrere stillgelegt wurden, als ein deutlich größerer, höherer in Betrieb ging. In den 1980ern baute die Voestalpine auch Eisen- und Stahlwerke in verschiedenen Ländern, darunter Polen, Sowjetunion und die USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufschwung ===&lt;br /&gt;
Die VÖEST bildete das Fundament der [[Verstaatlichung in Österreich|Verstaatlichten Industrie]], die spätere [[ÖIAG|Österreichische Industrieholding AG]] (ÖIAG). Ab 1947 erlebte die VÖEST einen beständigen Aufschwung und wurde spätestens mit der Entwicklung des [[LD-Verfahren]]s zur Stahlerzeugung im Jahre 1952 zum Paradebetrieb der Verstaatlichten Industrie. Im selben Jahr wurde auch die [[GIWOG]] – &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützige Industrie-Wohnungsges. m.b.H. Linz&amp;#039;&amp;#039; – gegründet. Diese stellte VÖEST-Mitarbeitern Wohnraum zur Verfügung. So wurden von dieser Gesellschaft Wohnsiedlungen wie beispielsweise bereits 1952 die Muldenstraßensiedlung mit 178 Wohneinheiten errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schiffbau ====&lt;br /&gt;
Nachdem LD-Stahl auch für den [[Schiffbau]] zugelassen wurde, erwog die VÖEST, eine eigene [[Reederei]] zu gründen. Grund dafür war, dass die Frachtkosten für Kohle und Erztransporte zwischen 1950 und 1970 massiven Preisschwankungen unterlagen. Pro Tonne musste das Unternehmen zwischen 22 und 120 englischen [[Shilling#Großbritannien|Shilling]] bezahlen. Die [[Ister Reederei]] wurde gegründet, und im Dezember 1958 lief bei der [[Flensburger Schiffbau-Gesellschaft]] das erste Schiff vom Stapel, die zu 100 % aus LD-Stahl gebaute „Linzertor“. Im März 1959 erreichte das Schiff [[New York City]] als ihr erstes Fahrziel. Nach der Löschen der Ladung trat das Schiff die Weiterfahrt in Richtung [[Hampton Roads]] im südöstlichen [[Virginia]] an, um dort für die Rückfahrt Kohlefracht aufzunehmen. Weitere Schiffe wurden in Auftrag gegeben. Im November 1960 lief das zweite Frachtschiff, die „Wienertor“ bei der [[AG Weser]] in [[Bremen]] vom Stapel. Es besaß eine Länge von 159,44&amp;amp;nbsp;m, eine maximale Breite von 20,20&amp;amp;nbsp;m und einen Freibord-[[Tiefgang]] von etwa 9,89&amp;amp;nbsp;m. Es konnte eine Geschwindigkeit von ungefähr 15,5 Knoten erreichen und maximal 16.250 [[Tonne (Einheit)|t]] laden. Das dritte Schiff der VÖEST-Reederei war die „Kremsertor“, die am 20. Jänner 1966 in einem Sturm vor der Küste [[Vereinigtes Königreich|Großbritanniens]] bei [[Plymouth]] sank. Als Ersatz wurde Ende Oktober 1967 die „Buntentor“ in der Flensburger Werft fertiggestellt. Es war mit einer Tragfähigkeit von 38.000&amp;amp;nbsp;t das größte VÖEST-Schiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die VÖEST selbst baute Schiffe. In der von 1974 bis 1991 zum Konzern gehörenden [[Schiffswerft Korneuburg]], die unter der NS-Besatzung den Hermann-Göring-Werken einverleibt und ausgebaut worden war, wurden über 100 Passagierschiffe für die [[Sowjetunion]] gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übernahme der österreichischen Stahlwerke ====&lt;br /&gt;
1973 wurde die damals wirtschaftlich in Bedrängnis geratene [[Steiermark|steirische]] &amp;#039;&amp;#039;Alpine Montan AG&amp;#039;&amp;#039; (vollständige Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisch-Alpine Montangesellschaft|Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Hauptproduktionsstätte in Leoben-Donawitz) auf politischen Druck hin wieder in die VÖEST eingegliedert, zu der sie bereits vor 1946 gehört hatte. Auch die anderen damaligen österreichischen Stahlerzeuger [[Böhler-Uddeholm|Böhler]] und [[Schoeller-Bleckmann Stahlwerke|Schoeller-Bleckmann]] wurden auf politischen Wunsch hin in den neuen Konzern miteingebracht. Das neu entstandene Unternehmen erhielt den Namen &amp;#039;&amp;#039;VÖEST-Alpine AG&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurde der bis heute größte Hochofen mit einer Kapazität von 3,3 Millionen Tonnen pro Jahr in Betrieb genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;expeditionvoestalpine&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise ===&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Jahren wurde der starke politische Einfluss auf das verstaatlichte Unternehmen zunehmend zur Arbeitsplatzsicherung eingesetzt. Diese Praxis fand ihr Ende im Jahre 1985, als das zum Mischkonzern angewachsene Unternehmen einen durch Öl[[Derivat (Wirtschaft)|derivatgeschäfte]] noch verstärkten Rekordverlust von 25 Milliarden [[Österreichischer Schilling|Schilling]] einfuhr (siehe [[Intertrading-Skandal]]). In der Folge wurde das Unternehmen massiv re- und umstrukturiert und der Personalstand stark abgebaut. Der damalige Finanzminister [[Ferdinand Lacina]] entließ den gesamten VÖEST-Vorstand und beendete mit einer neuen gesetzlichen Grundlage das bis dahin übliche Parteien[[proporz]]-System, das die Bestellung der Unternehmensführung von politischer Zugehörigkeit anstatt von wirtschaftlicher Qualifikation abhängig gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ex-Staatsunternehmen auf Fusionskurs&amp;#039;&amp;#039;, [[Der Standard]], 30. März 2007, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das entlassene Personal bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben zu unterstützen, wurde 1987 die [[Stahlstiftung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stahlstiftung.at/stahlstiftung/stahlstiftung/geschichte.php | wayback=20070928181317 | text=Geschichte der Stahlstiftung}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teilung ===&lt;br /&gt;
1988 und 1989 wurde die VÖEST-Alpine AG in sechs Branchenholdings aufgeteilt (&amp;#039;&amp;#039;VÖEST Alpine Stahl AG&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Stahl Linz Ges. m. b. H.&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Maschinen- und Anlagenbauholding AG&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Industrieanlagenbau Ges. m. b. H.&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bergbau Holding AG&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Machinery, Construction &amp;amp; Engineering Ges. m. b. H.&amp;#039;&amp;#039;). Mit dem Privatisierungsgesetz von 1993 wurde das Firmenkonglomerat im Wesentlichen in drei Konzerne zerlegt, die bis 1995 teilprivatisiert wurden:&lt;br /&gt;
* [[VOEST-Alpine Industrieanlagenbau]] – damals Teil der neu gegründeten [[VA Technologie]] AG, danach der [[Metallurgie]]zweig von [[Siemens Industrial Solutions and Services]], seit 2016 [[Primetals Technologies]] (eine Group Company von [[Mitsubishi Heavy Industries]])&lt;br /&gt;
* [[Böhler-Uddeholm AG]] – die schwedische Uddeholm wurde kurz zuvor gekauft und mit Böhler vereinigt, Börsengang 1995&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;VOEST-ALPINE STAHL AG&amp;#039;&amp;#039; – die heutige &amp;#039;&amp;#039;Voestalpine&amp;#039;&amp;#039;, Börsengang 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorstandsvorsitzende ===&lt;br /&gt;
* [[Hans Malzacher]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;art467,3138626&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nachrichten.at/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/ein-stahlstadtkind-als-chef-der-voestalpine;art467,3138626 | titel=Ein Stahlstadtkind als Chef der voestalpine | abruf=2019-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Krebs&lt;br /&gt;
* Friedrich Kuretschka&lt;br /&gt;
* Walter Falkenbach&lt;br /&gt;
* 1947–1952: [[Heinrich Richter-Brohm]]&lt;br /&gt;
* 1952–1961: [[Walter Hitzinger]]&lt;br /&gt;
* 1961–1977: [[Herbert Koller (Manager)|Herbert Koller]]&lt;br /&gt;
* 1977–1985: [[Heribert Apfalter]]&lt;br /&gt;
* 1985–1986: Richard Kirchweger&lt;br /&gt;
* 1986–1988: Herbert Lewinsky&lt;br /&gt;
* 1988–1992: [[Ludwig von Bogdandy]]&lt;br /&gt;
* 1992–2001: Peter Strahammer&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * 2001–2003: Franz Struzl&lt;br /&gt;
* 2003–2019: [[Wolfgang Eder (Manager)|Wolfgang Eder]]&lt;br /&gt;
* ab 2019: [[Herbert Eibensteiner]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;art467,3138626&amp;quot;/&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachfolgeunternehmen ==&lt;br /&gt;
=== Voestalpine AG ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Voestalpine 2017 logo.svg|mini|Logo Voestalpine AG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Börsengang im Jahr 1995 wurde die Privatisierung der bis dahin noch zu 100 Prozent im Staatseigentum ([[ÖIAG]]) befindlichen &amp;#039;&amp;#039;VÖEST-Alpine&amp;#039;&amp;#039; eingeleitet. Das Unternehmen wurde in vier Divisionen gegliedert:&lt;br /&gt;
* Stahl&lt;br /&gt;
* Bahnsysteme&lt;br /&gt;
* Automotive&lt;br /&gt;
* Profilform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurde die vollständige Privatisierung beschlossen – die letzten Staatsanteile wurden zum Verkauf angeboten. Seit demselben Jahr firmiert das Unternehmen wieder unter der traditionellen Bezeichnung [[voestalpine|Voestalpine AG]], jedoch in neuer Schreibweise im Logo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. März 2007 gab das Unternehmen bekannt, den Stahlerzeuger [[Böhler-Uddeholm]] übernehmen zu wollen, nachdem dessen Kernaktionär seine Anteile zum Verkauf anbot. Nach dem Ende der Angebotsfrist Anfang Juni 2007 verfügte der Konzern mit über 50 % der Anteile nun über die Mehrheit, wenn auch mit weniger Anteilen als ursprünglich erwartet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diepresse.com/home/wirtschaft/economist/308515/index.do DiePresse.com: Voestalpine: Böhler-Übernahme mit Schönheitsfehler]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile wurde der Anteil, mit Stand vom 6.&amp;amp;nbsp;September 2007, auf 79,2 % am Grundkapital erhöht. Die Integration als fünfte Division &amp;#039;&amp;#039;Edelstahl&amp;#039;&amp;#039; findet statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siemens VAI ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Siemens-VAI-Logo.svg|mini|Logo Siemens VAI 2015]]&lt;br /&gt;
Der ehemalige &amp;#039;&amp;#039;VÖEST-Alpine Industrieanlagenbau&amp;#039;&amp;#039; (VAI) wurde zuerst Teil der neu gegründeten börsennotierten [[VA Technologie]] AG. Ab 2005 war das Unternehmen der [[Metallurgie]]zweig von [[Siemens Industrial Solutions and Services]] und firmierte als Siemens VAI. 2015 wurde daraus durch ein Joint Venture das Unternehmen [[Primetals Technologies]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige technische Entwicklungen aus dem Konzern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LD-Tiegel, Technisches Museum Wien, Juni 2009.jpg|mini|LD-Tiegel der VÖEST aus dem Jahr 1952, heute im [[Technisches Museum Wien|Technischen Museum Wien]]]]&lt;br /&gt;
=== LD-Verfahren ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Linz-Donawitz-Verfahren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der VÖEST entwickelte Linz-Donawitz-Verfahren (LD-Verfahren) ist eine der bedeutendsten [[Erfindung]]en in der Stahlerzeugung, bei dem technisch reiner [[Sauerstoff]] auf Roheisen geblasen wird. 1952 ging das weltweit erste LD-Stahlwerk am Standort Linz in Betrieb. Das heutige Stahlwerk &amp;#039;&amp;#039;LD-3&amp;#039;&amp;#039;, das 1973 eröffnet wurde, gilt bis heute als eines der modernsten der Welt. Das [[Know-how]] der Ingenieure der damaligen Neubauabteilung wurde später in den neu gegründeten [[VOEST-Alpine Industrieanlagenbau]] (VAI) ausgelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Corex-Verfahren ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Corex}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Corex-Prozess wurde von der [[VOEST-Alpine Industrieanlagenbau]] (VAI) entwickelt. Die erste großtechnische Corex-Anlage wurde Ende 1989 bei [[Iron and Steel Corporation|ISCOR]], mittlerweile Teil des [[Arcelor Mittal|Arcelor-Mittal]]-Konzernes, in [[Südafrika]] errichtet (Kapazität etwa 300.000 [[Tonne (Einheit)|Tonnen]] pro Jahr). Eine zweite Corex-Anlage wurde bei [[POSCO]] in [[Südkorea]] mit einer Kapazität von 600.000 Tonnen pro Jahr erfolgreich in Betrieb genommen. Weitere Anlagen sind in Planung und in Bau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Oliver Rathkolb]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Zwangsarbeit: Der Standort Linz der Reichswerke Hermann Göring AG Berlin, 1938–1945&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau Wien 2001. 2 Bände. ISBN 978-3-205-99417-6.&lt;br /&gt;
* [[Karl Fallend]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit – Sklavenarbeit in den Reichswerken Hermann Göring am Standort Linz: (Auto)biographische Einsichten&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau Wien 2001 (Band 2).&lt;br /&gt;
* Wilfried Leisch: &amp;#039;&amp;#039;Du VOEST mir. Texte/Bilder/Fakten. Das Buch wider das Vergessen zur Voest-Privatisierung.&amp;#039;&amp;#039; Hg. v. Konzernbetriebsrat im ÖGB-Verlag Wien 2004. ISBN 978-3-7035-1025-0.&lt;br /&gt;
* Christian Hager, Markus Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Die Werksbahn der Voest-Alpine Stahl Linz GmbH&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 978-3-927587-39-7&lt;br /&gt;
* Franz Summer: &amp;#039;&amp;#039;Das VOEST-Debakel&amp;#039;&amp;#039; Wien, 1987. ISBN 978-3-7015-0101-4&lt;br /&gt;
* Günter Kaar, [[Manfred Carrington]], Andreas Reiter: &amp;#039;&amp;#039;LiNZ-Zeitgeschichte – von der Provinz- zur Stahlstadt, der Beginn der VÖEST.&amp;#039;&amp;#039; Lentia-Verlag, Linz 2012, ISBN 978-3-9503469-0-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.geschichteclubstahl.at/ Verein zur Erforschung und Dokumentation der Geschichte der VÖEST]&lt;br /&gt;
* [https://www.voestalpine.com/group/de/ Homepage voestalpine]&lt;br /&gt;
* [https://www.voestalpine.com/stahlwelt voestalpine Stahlwelt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Voest}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Österreich)]]&lt;br /&gt;
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