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	<title>Utricularia albocaerulea - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:44:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Utricularia_albocaerulea&amp;diff=1353718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Girus: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2022-05-28T05:57:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Utricularia albocaerulea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Nicol Alexander Dalzell|Dalzell]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Wasserschläuche&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Utricularia&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Wasserschlauchgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Lentibulariaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Lippenblütlerartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Lamiales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Utricularia albocaerulea imported from iNaturalist photo 175891994 on 21 April 2022.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Wasserschläuche]] (&amp;#039;&amp;#039;Utricularia&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Wasserschlauchgewächse]] (Lentibulariaceae). Diese [[fleischfressende Pflanzen]]art wächst [[terrestrisch]]. Dieser [[Endemit]] kommt ausschließlich in [[Indien]] in den [[Westghats]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; ist eine kleine, vermutlich einjährige, [[krautige Pflanze]]. Sie hat nur wenige fadenförmige [[Rhizoid]]e, die vom Ansatz des Blütenstandsschaftes aus wachsen, am Ansatz bis zu 0,5&amp;amp;nbsp;Millimeter verdickt sind, sich zur Spitze hin auf rund 0,1 Millimeter verjüngen und 1 bis 2 Zentimeter lang sind. Es gibt nur wenige, verzweigte [[Stolo|Ausläufer]]; sie sind kapillar, rund 0,2 Millimeter dick und mehrere Zentimeter lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laubblätter werden nur wenige gebildet, zumeist während der Blütezeit. Die gestielten Laubblätter entspringen dem Ansatz des Blütenstandsschaftes sowie den [[Nodium|Knoten]] der Ausläufer. Die dreinervige Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 5 Millimetern sowie einer Breite von etwa 1 Millimeter verkehrt-eiförmig mit gerundetem oberen Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallen gibt es nur wenige, sie sitzen an den Ausläufern sowie den Blättern, sind rund und haben einen Durchmesser von rund zwei Millimetern. Die Fallenöffnung weist zum Fallenansatz, unter ihr sitzen zwei einfache Anhängsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von September bis November. Der aufrechte, einzelne Blütenstandsschaft ist 8 bis 15 Zentimeter lang und bei einem Durchmesser von 0,5 bis 1 Millimetern fadenförmig und kahl. An ihm sitzen wenige, den [[Tragblätter]]n ähnliche [[Schuppenblätter]]. Die Tragblätter sind bis zu 1,5 Millimeter lang, spitz zulaufend und breit eiförmig-dreieckig. Die Vorblätter sind wesentlich kürzer, nur rund 0,15 Millimeter breit und [[ahle]]nförmig. Zwei bis fünf Blüten stehen in einem Abstand von bis zu 3 Zentimetern locker in einem [[Traube|traubigen]] [[Blütenstand]] zusammen. Die Blütenstiele stehen während der [[Anthese]] aufrecht, sind schmal geflügelt, fadenförmig und bis zu 8 Millimeter lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die duftenden, zwittrigen [[Blüte]]n sind bei einer Länge von 0,9 bis 1,5 Zentimetern [[zygomorph]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die [[Kelchblätter]] sind ungleich gelappt, breit-eiförmig, der obere Lappen ist spitz zulaufend, der untere schmaler und am Ende gespalten-elliptisch. Die blassblauen [[Kronblätter]] sind 1,2 bis 1,5 Zentimeter lang. Die weiße Oberlippe ist etwa 4 Millimeter breit und oberhalb eines quadratischen Ansatzes annähernd kreisförmig, ihre seitlichen Ränder zurückgebogen und das obere Ende abgerundet. Die Unterlippe ist liegend elliptisch, bis zu 1,5 Zentimeter breit, am Ansatz gabelig verdickt, mit zurückgebogenen seitlichen Rändern und eingekerbtem Ende, der Schlund ist bewimpert. Der ahlenförmige, spitz zulaufende Sporn ist gerade oder schwach aufgebogen, steht zur Unterlippe in einem Winkel von annähernd 90° und ist rund sechs Millimeter lang. Die Staubbeutel sind gebogen und rund einen Millimeter lang, der Griffel ist kurz, die Oberlippe der Narbe halbkreisförmig, die Unterlippe kürzer. Die [[Pollen]] sind drei-, vier- oder fünf[[colporat]], zwischen 20 und 25 Mikrometer lang und 28 bis 33 Mikrometer breit. Der [[Fruchtknoten]] ist eiförmig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Fruchtzeit biegen sich die Blütenstiele herab, die Kelchblätter vergrößern sich nach der Blüte und sind häutig. Die bei einer Länge von etwa 3 Millimetern breit-elliptische, abgeflachte [[Kapselfrucht]] besitzt eine häutige Außenhaut und wird von den Kelchblättern vollständig umschlossen; zur Reife öffnet sie sich längs und gibt viele Samen frei. Die Samen sind eiförmig und 0,3 bis 0,35&amp;amp;nbsp;Millimeter lang. Die [[Samenschale]] (Testa) weist ein Muster aus länglichen, annähernd drei- bis rechteckigen Zellen auf, deren Abgrenzungen stark erhöht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standortbedingungen ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Westghats India Monsoon.jpg|mini|Die Westghats im Monsun]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; kommt ausschließlich in den [[Westghats]] vor, einer Gebirgslandschaft im Südwesten des indischen Bundesstaates [[Maharashtra]] rund 150 Kilometer südöstlich von [[Mumbai]] (ehemals Bombay).&amp;lt;ref name=mass /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besiedelt feuchte Böden und nasse Felsen auf weitläufigen, flachen Plateaus in niedrigen bis mittleren Höhenlagen. Vegetation findet sich dort ausschließlich zur [[Monsun]]-Zeit – zumeist Arten der Familien der [[Poaceae]], [[Cyperaceae]] und der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Eriocaulon]]&amp;#039;&amp;#039;. In der zweiten, nur vier bis sechs Wochen dauernden Hälfte der Monsunzeit bildet &amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam mit anderen Wasserschläuchen (&amp;#039;&amp;#039;[[Utricularia reticulata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Utricularia purpurascens]]&amp;#039;&amp;#039;) außerordentlich große Bestände aus, die sich über mehrere Quadratkilometer hinziehen können. Der gesamte Bestand blüht – bis auf einige Nachzügler am Ende der Saison – synchron; aufgrund der Dichte der Bestände stehen dabei 300 bis 600 Blüten pro Quadratmeter gleichzeitig in Blüte.&amp;lt;ref name=mass /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Monsun]]zeit herrschen starke Regenfälle, die die roten bis schwarzen, teilweise sehr sauren (pH 4,5–6,0) [[Laterit]]-Böden auswaschen, so dass sich keine Nährstoffe ansammeln können, dazu kommen starke Winde und dichte Nebel. Zum Ende der Monsun-Zeit häufen sich heiße und trockene Phasen, auf den Oberflächen der Felsen können Temperaturen bis über 50&amp;amp;nbsp;°C vorkommen. In dieser Zeit stirbt die krautige Vegetation auf den Plateaus vollständig ab.&amp;lt;ref name=mass /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] von &amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1851 durch [[Nicol Alexander Dalzell]] in &amp;#039;&amp;#039;Hooker&amp;#039;s Journal of Botany and Kew Garden Miscellany&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Seite 279.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt; Das [[Epitheton#Biologie|Artepitheton]] &amp;#039;&amp;#039;albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; bedeutet übersetzt „weiß-blau“ und verweist auf die Farbe der Blüten. Es existieren weder Synonyme noch infraspezifische Taxa.&amp;lt;ref name=pt /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Art (Biologie)|Art]] &amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; gehört zur [[Gattung (Biologie)#Untergliederung einer Gattung|Sektion]] &amp;#039;&amp;#039;Oligocista&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Gattung (Biologie)|Untergattung]] &amp;#039;&amp;#039;Bivalvaria&amp;#039;&amp;#039; in der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Wasserschläuche|Utricularia]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=pt /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; ähnelt stark der ebenfalls in Indien [[Endemit|endemischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Utricularia lazulina]]&amp;#039;&amp;#039;, zu der Taylor eine enge Verwandtschaft vermutet. Die Arten unterscheiden sich allein in ihrer Samengestalt und der Breite der Unterlippe der Krone. Eng verwandt sind auch die Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Utricularia purpurascens]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Utricularia reticulata]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=mass /&amp;gt;.&amp;lt;ref name=pt /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im indischen Volksmund heißt die Pflanze „&amp;#039;&amp;#039;Sitáchi A&amp;#039;sre&amp;#039;&amp;#039;“, zu deutsch „Sita&amp;#039;s Tränen“. Dies verweist auf ihren legendären Ursprung: [[Sita (Mythologie)|Sita]], Gemahlin von [[Rama (Mythologie)|Rama]], wird von einem Dämon entführt. Nachdem Rama sie befreit hat, zeiht er sie unberechtigterweise der Treulosigkeit, ihre Tränen fallen auf das südliche [[Konkan]] und verwandeln sich dort in die blühenden Pflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nairne&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Genus Utricularia. A Taxonomic Monograph.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kew Bulletin. Additional Series.&amp;#039;&amp;#039; 14). Royal Botanic Gardens – Kew, London 1989, ISBN 0-947643-72-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=50188061|WissName=Utricularia albocaerulea|Zugriff=2018-11-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=pt&amp;gt;&lt;br /&gt;
Peter Taylor: &amp;#039;&amp;#039;The Genus Utricularia. A Taxonomic Monograph.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kew Bulletin. Additional Series.&amp;#039;&amp;#039; 14). Royal Botanic Gardens – Kew, London 1989, ISBN 0-947643-72-9.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=mass&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nina Hobbhahn, Heike Küchmeister, Stefan Porembski: &amp;#039;&amp;#039;Pollination Biology of Mass Flowering Terrestrial Utricularia Species (Lentibulariaceae) in the Indian Western Ghats.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 8, Nr. 6, 2006, {{ISSN|1435-8603}}, S. 791–804, {{doi|10.1055/s-2006-924566}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nairne&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alexander Kyd Nairne: &amp;#039;&amp;#039;History of the Konkan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;History of the Konkan Dakhan and Southern Marátha Country&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gazetteer of Bombay Presidency.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Tl 2, {{ZDB|2702321-7}}). Government Central Press, Bombay 1894/1896, S. 1–131, hier [https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.280089 S. 28].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bsienvis.nic.in/files/Utricularia%20albocaerulea.pdf &amp;#039;&amp;#039;Utricularia albocaerulea&amp;#039;&amp;#039; - PDF.] bei [http://www.bsienvis.nic.in/ &amp;#039;&amp;#039;ENVIS Centre on Floral Diversity&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;Botanical Survey of India&amp;#039;&amp;#039;, Kolkata, West Bengal.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserschlauchgewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lentibulariaceae]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fleischfressende Pflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Girus</name></author>
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