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	<title>Usus in renatis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T15:11:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Usus_in_renatis&amp;diff=899130&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Herfried Münkler; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-08T16:30:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Herfried Münkler; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der lateinische Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Usus in renatis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (‚Gebrauch [des Gesetzes] bei den Wiedergeborenen‘) oder auch der „dritte Gebrauch des Gesetzes“ (latein. &amp;#039;&amp;#039;tertius usus legis&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der [[Evangelische Theologie|evangelischen Theologie]] die dritte Aufgabe des [[Gesetz (Theologie)|Gesetzes]], nämlich seine Geltung auch für die Christen. Damit gehört dieser Begriff in den Zusammenhang der Auseinandersetzung der [[Reformation|Reformatoren]] um das Verhältnis von Gesetz und [[Evangelium (Glaube)|Evangelium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der zweifache Gebrauch des Gesetzes bei Luther ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Duplex usus legis}}&lt;br /&gt;
[[Martin Luther]] unterschied zwischen einem &amp;#039;&amp;#039;usus legis civilis&amp;#039;&amp;#039;, dem bürgerlichen Recht, und einem theologischen Gebrauch. Der erste Gebrauch des Gesetzes verhindere durch Strafandrohung das Böse. Diese Anwendung des Gesetzes gelte für die weltliche Gesellschaft, könne aber nichts Gutes bewirken, sondern sei vielmehr nur ein Beleg für die Ungerechtigkeit der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Josef Suda: &amp;#039;&amp;#039;Die Ethik Martin Luthers&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2006, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach {{B|Röm|13|1}} habe Gott dieses bürgerliche oder auch natürliche Gesetz in die Hand der weltlichen [[Obrigkeit]] gegeben (siehe: [[Zwei-Reiche-Lehre]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Luthers [[Rechtfertigungslehre]] besteht „das vornehmste Amt oder Kraft des Gesetzes“, der &amp;#039;&amp;#039;usus elenchticus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;theologicus&amp;#039;&amp;#039;, in der Aufdeckung der völligen Verderbnis der menschlichen Natur durch die [[Erbsünde]] und der Überführung der Unfähigkeit des Menschen zum Guten. Er könne daher nur durch den [[sola fide|Glauben]] an das Evangelium gerettet werden. In der Festlegung von Geboten als Lebensregel auch für die Christen sah er die Gefahr der [[Werkgerechtigkeit]], denn das Gesetz könne ja nichts Gutes bewirken. Gesetz und Evangelium sind somit bei Luther Gegensätze. Die Gläubigen sind deshalb nicht an das Gesetz gebunden. Der &amp;#039;&amp;#039;Usus in renatis&amp;#039;&amp;#039; kommt daher in Luthers Schriften nicht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Eichhorn: &amp;#039;&amp;#039;Erwählung – Bildung – Demokratie. Das Gemeinwohlverständnis in der reformierten Tradition&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Herfried Münkler]], Harald Bluhm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gemeinwohl und Gemeinsinn&amp;#039;&amp;#039;. Akademie Verlag, 2002, ISBN 3-05-003679-6, S.&amp;amp;nbsp;131–153, hier S.&amp;amp;nbsp;135&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der &amp;#039;&amp;#039;Usus tertius legis&amp;#039;&amp;#039; bei  Melanchthon ==&lt;br /&gt;
Erstmals wurde der dreifache Gebrauch des Gesetzes von [[Philipp Melanchthon]] in der zweiten Auflage seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Loci communes|Loci communes rerum theologicarum]]&amp;#039;&amp;#039; 1535 formuliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Melanchthon: &amp;#039;&amp;#039;Loci communes theologici&amp;#039;&amp;#039;, II, 6 ff. 1535.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;usus politicus&amp;#039;&amp;#039; diene der Aufrechterhaltung der äußeren Ordnung, der &amp;#039;&amp;#039;usus elenchticus&amp;#039;&amp;#039; (der aufdeckende Gebrauch) der Erkenntnis der [[Sünde]] und der daraus folgenden Angewiesenheit auf die [[Gnade (Theologie)|Gnade]] Gottes. Das Gesetz verdamme den Gläubigen, der ja bereits [[Erlösung|erlöst]] wurde, nicht, sondern diene ihm im &amp;#039;&amp;#039;usus in renatis&amp;#039;&amp;#039; als göttliche Richtlinie für die Lebensführung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Honecker (Theologe)|Martin Honecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die theologische Ethik: Grundlagen und Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, 2002, S.&amp;amp;nbsp;76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auffassung folgte die [[Konkordienformel]] von 1577. Sie verurteilte die Auffassung, dass der wiedergeborene Christ das Gesetz nicht mehr benötige (Art.&amp;amp;nbsp;6: „Vom dritten Brauch des Gesetzes“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der &amp;#039;&amp;#039;Usus tertius legis&amp;#039;&amp;#039; bei Calvin ==&lt;br /&gt;
Für [[Johannes Calvin]] hat das Gesetz ebenfalls diese drei Aufgaben: Es diene als Zuchtmeister des  sündigen Menschen, indem es sein Gewissen anregen &amp;#039;&amp;#039;(usus elenchticus)&amp;#039;&amp;#039; und ihn zur Gerechtigkeit zwingen &amp;#039;&amp;#039;(usus politicus)&amp;#039;&amp;#039; solle. Sein eigentlicher Zweck sei es aber, den Gläubigen zu belehren und zu erziehen. &amp;#039;&amp;#039;Usus in renatis&amp;#039;&amp;#039; meint dabei die Anwendung des Gesetzes für das Leben in [[Heiligung]]. Die einzelnen Gebote sind dabei dem Gläubigen verpflichtend auferlegt. Dass er sie vollbringen kann, ist das Wirken des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] und Beweis für die [[Prädestination|Erwählung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Calvin: &amp;#039;&amp;#039;Institutio&amp;#039;&amp;#039; (1559) 7,6–13, siehe auch: Christoph Friedrich Thiele: {{Webarchiv|url=http://www.ekd.de/calvin/arbeit/jurist.php |wayback=20141105142853 |text=&amp;#039;&amp;#039;Calvin arbeitet. Jurist&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-20 18:34:21 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl die &amp;#039;&amp;#039;[[Confessio Gallicana]]&amp;#039;&amp;#039; als auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Heidelberger Katechismus]]&amp;#039;&amp;#039; übernahmen diese Einteilung, die das Gesetzesverständnis der [[Reformierte Kirchen|reformierten Kirchen]] prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Joest]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesetz und Freiheit. Das Problem des tertius usus legis bei Luther und die neutestamentliche Parainese&amp;#039;&amp;#039;. 4.&amp;amp;nbsp;Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1968.&lt;br /&gt;
* {{TRE|28|227|245|Recht/Rechtstheologie/Rechtsphilosophie V. Rechtsethik in der Neuzeit|[[Hans-Richard Reuter]]}}&lt;br /&gt;
* [[Martin Seils]]: &amp;#039;&amp;#039;Tertius usus legis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Verlag Schwabe &amp;amp; Co, Basel 1998, Sp. 1027–1031.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Andreas Pangritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kritik der evangelischen Gesetzeskritik. Das Verständnis des „Gesetzes“ bei Johannes Calvin, Karl Barth – und darüber hinaus.&amp;#039;&amp;#039; (Bonn 2009, [https://www.reformiert-info.de/Zur_Kritik_der_evangelischen_Gesetzeskritik-7656-0-56-7.html PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Ethik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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