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	<title>Ustka - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ustka&amp;diff=145745&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Demographie */ archivlink gemeindeverzeichnis.de</title>
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		<updated>2026-03-02T12:29:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Demographie: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort = Ustka&lt;br /&gt;
| Wappen = [[Datei:POL Ustka COA.svg|100px|Wappen von Ustka]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft = Pommern&lt;br /&gt;
| Powiat = Słupsk&lt;br /&gt;
| PowiatLink = Słupski&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 54&lt;br /&gt;
| Breitenminute = 35&lt;br /&gt;
| Breitensekunde = &lt;br /&gt;
| Längengrad = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute = 51&lt;br /&gt;
| Längensekunde = &lt;br /&gt;
| OrtFläche = 10.14&lt;br /&gt;
| Höhe = 3&lt;br /&gt;
| Postleitzahl = 76–270&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl = 59&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen = GSL&lt;br /&gt;
| Straße1 = [[Droga wojewódzka 203|DW 203]]: Ustka → [[Darłowo]]–[[Koszalin]]&lt;br /&gt;
| Straße2 = [[Droga wojewódzka 210|DW 210]]: Ustka → [[Słupsk]]–[[Unichowo]]&lt;br /&gt;
| Schienen1 = [[Polnische Staatsbahn|PKP]]-Linie 405: [[Bahnstrecke Piła–Ustka|Ustka → Słupsk–Piła]]&lt;br /&gt;
| Flughafen1 = [[Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig|Danzig]]&lt;br /&gt;
| GemeindeTyp = Stadtgemeinde&lt;br /&gt;
| GemeindeFläche = 10.14&lt;br /&gt;
| TERYT = 2212011&lt;br /&gt;
| Bürgermeister = Jacek Maniszewski&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bip.um.ustka.pl/m,454,burmistrz.html], abgerufen am 14. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2022&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße = ul. Ks. Kard. Stefana Wyszyńskiego 3&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bip.um.ustka.pl/m,422,informacje-ogolne.html], abgerufen am 14. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt = 76-270 Ustka&lt;br /&gt;
| Webpräsenz = www.ustka.pl&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ustka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈustka}}] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Stolpmünde&amp;#039;&amp;#039;; [[Kaschubische Sprache|kaschubisch]]&amp;lt;ref name=Naum127 &amp;gt;Im Jahr 1867 gab es unter den Einwohnern des [[Kreis Stolp|Kreises Stolp]] noch 188 [[Kaschuben]] in einigen Dörfern in der Nähe der Küstenseen und im Südosten ([[Rokity (Czarna Dąbrówka)|Groß Rakitt]]); vergleiche [[Gustav Neumann (Geograph)|Gustav Neumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geographie des Preußischen Staats.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Band 2, Berlin 1874, S. 127–128, Ziffer 4 ([https://books.google.de/books?id=mx5fAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA127 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ùskô&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Hafenstadt und Sitz einer [[Gmina|Landgemeinde]] [[Ustka (Landgemeinde)|gleichen Namens]] – der die Gemeinde selbst jedoch nicht angehört – in der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Pommern]], [[Powiat Słupski]]. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Kurort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ortschaft liegt in [[Hinterpommern]], am östlichen Ufer der Mündung der [[Słupia]] in die [[Ostsee]]. Zu beiden Seiten der Stadt, die das größte Seebad zwischen [[Darłowo]] und [[Sopot]] ist, verlaufen breite Sandstrände, die sich durch ihren feinen Sand auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtwappen ==&lt;br /&gt;
Das Stadtwappen von Stolpmünde wurde 1922 von [[Wilhelm Granzow]] ([[Duninowo|Dünnow]]) geschaffen. Seine Familie ist seit mehr als 500 Jahren in Pommern ansässig, und er symbolisierte im Wappen (Handelsschiff und Nixe mit Lachs in der Hand) die Haupteinnahmequellen der Hafenstadt: Seehandel, Tourismus und Fischerei. Das Wappen ist vielerseits im Ort zu sehen, besonders das Monument für die 76 Einwohner von Stolpmünde, welche im Ersten Weltkrieg starben. Die Stadtverwaltung von Ustka hat das Stadtwappen ‚modernisiert‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ustka z lotu ptaka IMG 6828.jpg|mini|320px|Luftbild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ustka latarnia port 2006.JPG|mini|320px|Hafen und Leuchtturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AFT0052.jpg|mini|320px|Weststrand, Molen, Hafen und Oststrand mit Promenade]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ustka, dawny kościół ewangelicki (HB2).jpg|mini|320px|Pfarrkirche von 1888]]&lt;br /&gt;
Am 2. September 1337 stellten die Grafen [[Jesko von Schlawe]] und [[Jesko von Rügenwalde]] aus dem Adelsgeschlecht der [[Swenzonen]] eine Urkunde aus, mit der sie den Verkauf des Stolpmünder Hafens und des Dorfs Arnshagen an den Magistrat der Stadt [[Słupsk|Stolp]] bestätigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Wilhelm Brüggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 929, Ziffer 10 ([http://books.google.de/books?id=yZRLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA929 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Dokument wurde Stolpmünde erstmals offiziell erwähnt. Der erste Kirchenbau wird auf das Jahr 1355 datiert, Stolpmünde wurde jedoch als Filialgemeinde Wintershagen zugeordnet. Der Hafen war von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt Stolp, die 1382 Mitglied der [[Hanse]] wurde. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erlebte der Hafen seine erste Blütezeit, als Stolp Handelsbeziehungen bis nach England und zu den Niederlanden betrieb. Zu dieser Zeit hatte Stolpmünde die benachbarten pommerschen Häfen [[Rügenwalde]] und [[Kołobrzeg|Kolberg]] nach Umschlagszahlen übertroffen. Einhundert Jahre später hatte Danzig die Vormachtstellung im [[Ostseehandel]]. Die Hafenanlagen verfielen und die Versandung der Stolpemündung brachte den Schiffsverkehr fast zum Erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einem Visitationsbericht vom 28. Juli 1590 geht hervor, dass Stolpmünde zu dieser Zeit über eine eigene Schule verfügte. Nachdem sich der Niedergang des Hafens über zwei Jahrhunderte erstreckt hatte, trat erst mit dem Herrschaftsantritt [[Mark Brandenburg|Brandenburgs]] 1648 eine Besserung der Verhältnisse ein. Ein Hinweis der Stolper Regierungsverwaltung im Jahre 1667 veranlasste Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]], zugunsten des Hafens eine Sondersteuer in [[Pommern]] einzuführen, und 1670 wurde mit den Erneuerungsarbeiten im Hafen begonnen. Der beginnende Aufschwung wurde schon bald darauf durch den [[Schwedisch-Brandenburgischer Krieg|schwedisch-brandenburgischen Krieg]] (1674–1679) gestoppt; die geringere Ostseeschifffahrt ließ die Hafeneinnahmen drastisch sinken und der Hafen verfiel. Im Dezember 1690 zerstörte eine Sturmflut die Hafenanlage. 1695 wurde mit Wiederherstellungsarbeiten begonnen, doch der Hafen war immer wieder von Versandung bedroht. Hochsee-Frachtschiffe mussten weit vor dem Hafen in der Ostsee auf Reede liegen und mittels kleinerer Schiffe oder [[Leichter (Schiffstyp)|Leichter]] be- und entladen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Friedrich Wutstrack]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachtrag zur Kurzen historisch-geographisch-statistischen Beschreibung von dem königlich-preußischen Herzogtum Vor- und Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. Stettin 1795, S. 255 ([https://books.google.de/books?id=67gDAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA255 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch konnte der Schiffbau unvermindert weiterbetrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1784 gab es in Stolpmünde einige Kaufmannsspeicher, ein Schulhaus, in dem der Küster wohnte, der zugleich Organist war, einige Handwerker sowie Schiffer und Seeleute, die neben der Seefahrt Lachsfang betrieben, und insgesamt 37 Haushaltungen. Am 1. August 1778 wurden durch eine Feuersbrunst 18 Häuser zerstört. Diese wurden bald neu errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Wilhelm Brüggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. Teil II, Band 2, Stettin 1784, [http://books.google.de/books?id=uwk_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA929 S. 929–930, Nr. 10.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. September 1831 schloss Stolp mit dem [[Preußen|preußischen Staat]] einen Vertrag über die entschädigungslose Übereignung des Hafens ab und leitete damit eine entscheidende Wende ein. 1863 stellte die preußische Regierung 150.000 Taler für den Hafenausbau zur Verfügung und bereits 1865 liefen über 500 Schiffe den Hafen an. 1866 stellte Stolp eine Fläche von 34 Hektar und 18.750 Mark zur Hafenerweiterung zur Verfügung. Im Zuge der Erweiterungsarbeiten wurde der Hafen auf acht Meter vertieft. Um 1890 wurde gegen die immer wieder drohende Versandung der Flussmündung ein Bagger angeschafft, der im Dauerbetrieb arbeitete. 1878 wurde der Hafen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der nun florierende Hafenbetrieb verhalf dem Ort zu Wohlstand. So waren die Einwohner in der Lage, 1885 eine neue Kirche mit 720 Sitzplätzen im barocken Baustil zu erbauen. Im Jahr 1892 wurde der 21,5 Meter hohe [[Leuchtturm Ustka]] mit dem Lotsenhaus erbaut. Zum weiteren Ausbau des Hafens bewilligte die preußische Regierung 1899 fast eine halbe Million Mark, die vor allem für die Verlängerung der Molen verwendet wurden. Am 24. September 1903 wurde der neue Hafen mit seinen zwei 500 Meter weit in die Ostsee hinausgebauten Molen, die den Hafen vor der Versandung schützen und die heute ein beliebter Aufenthaltsort von Touristen sind, feierlich eröffnet. Im gleichen Jahr gründeten 46 Stolpmünder Fischer den Hochseefischerei-Verein, mit dem Voraussetzungen für die Entwicklung eines Fischereihafens geschaffen wurden. 1925 verfügte die Stolpmünder Fischereiflotte über 102 Schiffe, und 1933 arbeiteten in Stolpmünde 176 Fischer, acht Räuchereien und 53 Räucheröfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1886 wurde für den Reichsgründer [[Otto von Bismarck]] in Strandnähe eine stattliche Sommerresidenz errichtet. Der Backsteinbau beherbergte 2008 eine Pension (‚Red House‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts verbesserte sich auch die Infrastruktur des Ortes. 1904 nahmen ein Gaswerk und 1911 ein Elektrizitätswerk den Betrieb auf. Zwischen 1928 und 1930 wurden in Stolpmünde eine zentrale Wasserversorgung und die Kanalisation verlegt. 1928 erreichte die Zahl der Badegäste mit 3.003 Besuchern einen vorläufigen Höhepunkt, der Badebetrieb, dessen Anfänge bis 1820 zurückreichen, war zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor des Ortes geworden. 1934 wurden noch einmal Erweiterungsmaßnahmen im Handelshafen durchgeführt, die sich über zwei Jahre hinstreckten. Mittels dieser Anstrengungen gelang es, die Häfen in Rügenwalde und Kolberg wieder zu überflügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang der 1930er Jahre hatte die Gemarkung von Stolpmünde eine Fläche von 11,2 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen gab es drei Wohnstätten, an denen insgesamt 375 bewohnte Wohnhäuser standen:&lt;br /&gt;
# Forsthaus b. Stolpmünde&lt;br /&gt;
# Hohenhagen&lt;br /&gt;
# Stolpmünde&lt;br /&gt;
Um 1935 hatte die Stadt Stolpmünde unter anderem sechs Hotels, vier Gasthöfe und Restaurants, zwei Bankgeschäfte, vier Seefisch-Großhandlungen, sieben Fisch-Räuchereien, zwei Maschinenfabriken, eine Molkerei, eine Mühle, zwei Schiffsmakler und über ein Dutzend Kolonialwarenhandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klockhausʼ &amp;#039;&amp;#039;Kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs&amp;#039;&amp;#039;, Band 1 A, Berlin 1935, S. 1153 ([https://books.google.de/books?id=HRoCFyeSekIC&amp;amp;pg=https://books.google.de/books?id=HRoCFyeSekIC&amp;amp;pg=RA2-PT298 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Dünen von Stolpmünde befand sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs der zentrale Schießplatz zur Übung mit scharfer Munition der deutschen Flakartillerie. Pläne von 1938 für den Ausbau zu einem Großhafen fielen dem ein Jahr später begonnenen Krieg zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 hat das sowjetische U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[S-13 (U-Boot, 1941)|S-13]]&amp;#039;&amp;#039; mit drei Torpedos die [[Wilhelm Gustloff (Schiff)|Wilhelm Gustloff]] gegen 21:15 Uhr etwa 23&amp;amp;nbsp;[[Seemeile]]n vor der Stolpmünder Küste versenkt. Es war der [[Liste bedeutender Schiffsversenkungen|verlustreichste Untergang]] eines einzelnen Schiffes in der [[Geschichte der Seefahrt]]. Von den bis zu 10.000 Menschen an Bord konnten nur 1239 gerettet werden. Ein Gedenkstein erinnert an die Tragödie. In der Nacht vom 9. auf den 10.&amp;amp;nbsp;Februar 1945 versenkte dasselbe U-Boot auch die [[Steuben (Schiff)|Steuben]] vor Stolpmünde. Zwischen 1100 und 4200 Menschen kamen ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Witthöft, Hans Jürgen |Titel=Norddeutscher Lloyd |Verlag=Koehlers Verlagsgesellschaft |Ort=Hamburg |Datum=1973 |ISBN=3-7822-0088-8 |Seiten=81 (1100)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rothe, Claus |Titel=Deutsche Ozean-Passagierschiffe |TitelErg=1919 bis 1985 |Auflage=1. |Verlag=transpress Verlag |Ort=Berlin |Datum=1990 |ISBN=3-341-00805-5 |Seiten=75 (3000)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Witthöft, Hans Jürgen |Titel=Die Deutsche Handelsflotte 1939–1945 |TitelErg=Band 2 Handelsschiffe*Blockadebrecher*Hilfskriegsschiffe |Verlag=Muster-Schmidt Verlagsgesellschaft |Ort=Göttingen |Datum=1971 |Seiten=201 (4200)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Schlacht um Ostpommern]] wurde der Hafen zum Umschlagplatz für Tausende von Flüchtlingen. Bis zum 8. März 1945 wurden von Stolpmünde aus fast 33.000 Menschen mit Schiffen in Richtung Westen gebracht. Am Abend dieses Tages nahmen Truppen der [[Rote Armee|Roten Armee]] die Stadt ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. August 1945 wurde der Ort seitens der [[sowjetisch]]en Besatzungsmacht der [[Volksrepublik Polen]] zur Verwaltung überlassen. Im Dezember 1945 begann die polnische Administration mit der [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|Vertreibung der einheimischen Einwohner]] in Richtung Westen. Der erste Transport erfolgte in einem [[Güterzug]] in der Nacht vom 3. zum 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1945, ein zweiter mit etwa 500&amp;amp;nbsp;Bewohnern aus Stolpmünde und Umgebung am 8.&amp;amp;nbsp;Juni 1946 und der letzte am 18.&amp;amp;nbsp;August 1946. Später wurden in der [[Bundesrepublik Deutschland]] 2904 und in der [[DDR]] 427 aus Stolpmünde vertriebene Bewohner ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Pagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Stolp in Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Lübeck 1989, S. 967 ([https://www.stolp.de/tl_files/Dokumente/Dokumente_Heimatorte/Stolpmuende_Pagel.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ortsbeschreibung Stolpmünde&amp;#039;&amp;#039;; PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stolpmünde erhielt die polnische Ortsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ustka&amp;#039;&amp;#039;. Als Kohleausfuhrhafen und Werftenstandort nahm der Ort schnell an Bedeutung zu und erhielt Stadtrecht. In seiner Nähe wurde im Gebiet des ehemaligen Flakgeländes ein Truppenübungsplatz eingerichtet, von dem in den 1960er und 1970er Jahren [[Höhenforschungsrakete]]n vom Typ [[Meteor (Höhenforschungsrakete)|Meteor]] gestartet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Nixe (Ustka).JPG|Meerjungfrau mit Lachs in der Hand und darunter „modernisiertes“ Wappen&lt;br /&gt;
 Ustka 1890-1900.jpg|Um 1900&lt;br /&gt;
 Rote Villa (Ustka).JPG|Rote Villa von 1890, in der [[Otto von Bismarck|Bismarck]] wohnte&lt;br /&gt;
 Infotafel in Ustka.JPG|Infotafel vor dem Denkmal&lt;br /&gt;
 POL USTKA POMNIKI 007 (2).JPG|Zweisprachiger Gedenkstein auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
 Schild des Sterbenden Kriegers.JPG|Schild des &amp;#039;&amp;#039;Sterbenden Kriegers&amp;#039;&amp;#039; von [[Josef Thorak]]&lt;br /&gt;
 Sterbender Krieger.JPG|&amp;#039;&amp;#039;Sterbender Krieger&amp;#039;&amp;#039;, 1922 geschaffen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| – || Flecken und Hafen, bewohnt von einigen Handwerkern, Fischern, Schiffern und Seefahrern, mit etlichen Kaufmannsspeichern, einem Schulhaus, einem Holzwärterkaten, einer Filialkirche von Wintershagen und 37 Feuerstellen (Haushaltungen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brüggemann&amp;quot;&amp;gt;[[Ludwig Wilhelm Brüggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 929–330, Ziffer 10 ([http://books.google.de/books?id=yZRLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA929 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1818 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 458 || Flecken, mit einem Hafen, einer Holzwärterei und einer Wassermühle&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAM&amp;quot; &amp;gt;Alexander August Mützell und [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;P–S&amp;#039;&amp;#039;, Halle 1823, S. 389, Ziffer 7186 ([https://books.google.de/books?id=MQKbGMwLPBcC&amp;amp;pg=PA389 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FvR&amp;quot; &amp;gt;[[Friedrich von Restorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Topographische Beschreibung der Provinz Pommern mit einer statistischen Uebersicht&amp;#039;&amp;#039;, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1827, S. 272 ([https://books.google.de/books?id=Z5JaAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA272 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1852 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1118 || Flecken&amp;lt;ref&amp;gt;Kraatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats.&amp;#039;&amp;#039; Decker, Berlin 1856, S. 602 ([https://books.google.de/books?id=g7QDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA602 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1864 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1505 || am 3. Dezember, Gemeindebezirk&amp;lt;ref&amp;gt;Königliches Finanzministerium: &amp;#039;&amp;#039;Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Köslin&amp;#039;&amp;#039;: 10. &amp;#039;&amp;#039;Kreis Stolp&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1866, S. 42–49, Ziffer 274 ([https://www.google.de/books?id=sd4nAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA9-PA42 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1682 || am 3. Dezember, Gemeindebezirk&amp;lt;ref name=&amp;quot;KönStat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1880 || am 1. Dezember, Gemeindebezirk, davon 1849 Evangelische, zwei Katholiken, acht sonstige Christen und 21 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;KönStat&amp;quot;&amp;gt;Königliches Statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Pommern und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1874, S. 154–155, Ziffer 137 ([https://books.google.de/books?id=VP0_AQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA154 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 1974 || am 1. Dezember, Gemeindebezirk, davon 1945 Evangelische, acht Katholiken, drei sonstige Christen und 18 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;KsB&amp;quot;&amp;gt;Königliches statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Provinz Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1888, S. 170–171, Ziffer 129 ([https://www.google.de/books?id=u5cPiWw4NeoC&amp;amp;pg=PA170 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 2012 || am 1. Dezember, Gemeindebezirk&amp;lt;ref&amp;gt;Königliches statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Viehstandslexikon für den preußischen Staat&amp;#039;&amp;#039;. IV. &amp;#039;&amp;#039;Provinz Pommern&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1895. II. &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbezirk Köslin&amp;#039;&amp;#039;. 10 &amp;#039;&amp;#039;Kreis Stolp&amp;#039;&amp;#039;, S. 68, Ziffer 127 ([https://books.google.de/books?id=tIRPAQAAMAAJ&amp;amp;pg=RA3-PA68 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 2831 || am 1. Dezember&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/stolp.htm |titel=Landkreis Stolp|titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20231121204655if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?pommern/stolp.htm |archiv-datum=2023-11-21 |abruf=2026-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1925 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 3876 || darunter 3692 Evangelische, 80 Katholiken und drei Juden&amp;lt;ref name=stuebs &amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130929022744/http://gemeinde.stolpmuende.kreis-stolp.de/ Die Gemeinde Stolpmünde Die Gemeinde Stolpmünde im ehemaligen im Kreis Stolp in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 4003 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=stolp.html#ew39stlpdarso}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;| 4789 || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anzahl Einwohner vor und nach 1945.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GUS2007&amp;quot;&amp;gt;Für Juni 2007; {{Webarchiv |url=http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/PUBL_ludnosc_stan_struktura_teryt_1pol_2007.pdf |text=Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007 |wayback=20080216015323}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://polnische-ostsee-urlaub.de/ustka/ |titel=Ustka (Stolpmünde): Guide für Urlaub an der Polnischen Ostsee |werk=Polnische Ostsee |sprache=de |abruf=2025-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
=== Pfarrkirchen ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1355 wurde in Stolpmünde die erste Kirche &amp;#039;&amp;#039;St. Johannis und St. Nicolai&amp;#039;&amp;#039; geweiht, die mit 250 Plätzen im 19. Jahrhundert für den einwohnermäßig expandierenden Hafenort zu klein wurde. Eine neue, größere (720 Plätze) Kirche wurde im neugotischen Stil errichtet und am 10. Juli 1888 feierlich eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Vorgängerkirche war der barocke Altaraufbau erhalten geblieben, dessen Mittelteil die Kanzel einnahm. Im Turm befand sich ein überlebensgroßes Kruzifix aus Holz, roh geschnitzt und mit Leinwand überzogen – offensichtlich ein sehr altes, aber nicht datierbares Werk. In einem Glaskasten war ein Schiffsmodell aufgestellt, das 1682 vom Schiffer &amp;#039;&amp;#039;Mathias Brandt&amp;#039;&amp;#039; der Kirche geschenkt worden war. Ein zweites hing in der Kirche. Das Gotteshaus erhielt damals ein neues Orgelwerk, das als eines der schönsten galt, das der Orgelbauer [[Christian Friedrich Völkner]] aus dem Nachbarort [[Duninowo|Dünnow]] angefertigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisher [[evangelisch]]e Kirche wurde 1945 zugunsten der [[Römisch-katholische Kirche in Polen|Katholischen Kirche]] enteignet. Im Jahre 2004 wurde im Nachbarort [[Przewłoka (Ustka)|Przewłoka]] (&amp;#039;&amp;#039;Strickershagen&amp;#039;&amp;#039;) ein weiteres Kirchengebäude errichtet sowie eine Kapelle erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen-/Pfarrgemeinde ===&lt;br /&gt;
Die 1355 geweihte Stolpmünder Kirche wurde als Filialkirche der [[Parochie]] [[Grabno (Ustka)|Wintershagen]] zugeordnet. Diese Verbindung blieb offiziell bis in das beginnende 20. Jahrhundert bestehen. Wie in den umliegenden Orten hielt die [[Reformation]] schon im Jahre 1535 Einzug. Stolpmünde wurde der [[Generalsuperintendent]]ur [[Słupsk|Stolp]] eingegliedert, die 69 Jahre bestand, bis sie 1604 in der Generalsuperintendentur [[Stettin]] aufging. Der Bestand an Kirchenbüchern reichte bis 1655 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Wehrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenbücher in Pommern&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 42, Stettin 1892, S. 201–280, insbesondere S. 265 ([https://www.google.de/books?id=cXVJxsYCJukC&amp;amp;pg=PA265 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Parochie Wintershagen waren außer Stolpmünde die Orte [[Zapadle (Ustka)|Grasbruch]], [[Dalimierz Przewłocki|Karshof]], [[Niestkowo|Nesekow]], Silberberg und [[Przewłoka (Ustka)|Strickershagen]] eingepfarrt. Sie gehörte bis 1945 zum [[Kirchenkreis]] [[Słupsk|Stolp]]-Stadt in der [[Kirchenprovinz Pommern]] der [[Kirche der Altpreußischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts reiften in Anbetracht der Baufälligkeit des Wintershagener Pfarrhauses sowie der zunehmenden Seemannsseelsorge-Aufgaben im wachsenden Hafenort Stolpmünde die Überlegungen, den Pfarrsitz nach Stolpmünde zu verlegen. 1908/09 wurde der Plan Wirklichkeit, und zum 1. Oktober 1909 wurde der Pfarrsitz der Parochie Wintershagen-Stolpmünde nach Stolpmünde verlegt. Im Jahre 1940 zählte sie 5157 Gemeindeglieder, von denen immerhin 4277 in Stolpmünde wohnten. Damals war die Bevölkerung zu 97,6 % evangelisch (2,1 % katholisch, 0,1 % jüdisch und 0,2 % konfessionslos).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polnisches Kirchspiel seit 1945 ===&lt;br /&gt;
Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung anwesende polnische Einwohnerschaft gehört mehrheitlich zur [[Römisch-katholische Kirche in Polen|Katholischen Kirche in Polen]]. Am 1. Juni 1951 wurde in Ustka eine eigene katholische Pfarrei errichtet. Der wachsenden Zahl der Einwohner trug man durch den Bau zweier zusätzlicher Kirchen 1990 und 2004 Rechnung, die alle beide zu Pfarrkirchen erhoben wurden. Der Ort ist heute außerdem Sitz des nach ihm benannten [[Dekanat]]s im [[Bistum Köslin-Kolberg]] des [[Erzbistum Stettin-Cammin|Erzbistums Stettin-Cammin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ort leben nur wenige polnische evangelische Kirchenglieder. Sie sind dem Pfarramt der [[Kreuzkirche (Słupsk)|Kreuzkirche in Słupsk]] in der [[Diözese Pommern-Großpolen]] der [[Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen|Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrer bis 1945 ===&lt;br /&gt;
Seit Stolpmünde im Jahre 1909 Sitz des Pfarramtes wurde, amtierten hier als Geistliche:&lt;br /&gt;
# Ernst Felix Gotthold Krüger, 1909–1921&lt;br /&gt;
# Hans Bockenhagen, 1921–1928&lt;br /&gt;
# Martin Simon, 1928–1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Über die [[Droga wojewódzka 210|Woiwodschaftsstraße 210]] und die [[Bahnstrecke Piła–Ustka|Eisenbahnlinie Ustka–Słupsk]] wird nach 18 Kilometern die Stadt [[Słupsk]] (Stolp) erreicht. Dort verlaufen die [[Droga krajowa 6|Landesstraße 6]] und die [[Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk|Bahnlinie von Danzig nach Stettin]]. Im Stadtgebiet liegen der Bahnhof Ustka auf der östlichen Seite der Stolpe, und der 2019 neu errichtete Haltepunkt Ustka Uroczyska auf der westlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nahverkehr in Ustka ist für Residenten und Personen ab 70 Jahren kostenlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gp24.pl/zmiany-w-komunikacji-publicznej-w-ustce-w-sezonie-autobusy-jezdza-takze-w-weekendy-ale-dla-turystow-nie-za-darmo/ar/c1-18635983 |titel=Zmiany w komunikacji publicznej w Ustce. W sezonie autobusy jeżdżą także w weekendy, ale dla turystów nie za darmo |werk=gp24pl. |datum=2024-06-27 |sprache=pl |abruf=2024-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstädte ==&lt;br /&gt;
* [[Kappeln]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Jenssen]] (1942–2022), deutscher Politiker (SPD), Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtags&lt;br /&gt;
* [[Arend Baumann (Sänger)|Arend Baumann]] (1944–2014), deutscher Opernsänger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landgemeinde Ustka ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ustka (Landgemeinde)}}&lt;br /&gt;
Die Landgemeinde Ustka, zu der die Stadt selbst nicht gehört, umfasst eine Fläche von 218,1 km² und hat {{EWZ|PL|2212102}} Einwohner (Stand {{EWD|PL|2212102}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnergemeinde ist [[Anklam]] in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.anklam.de/Rathaus/Partnerstädte/Ustka?&amp;amp;La=1 anklam.de] abgerufen am 14. Februar 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stolpmünde, Flecken und Seebad, an der Mündung der Stolpe in die Ostsee, Kreis Stolp, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Gazetteer&amp;#039;&amp;#039;, mit Eintrag aus &amp;#039;&amp;#039;Meyers Orts- und Verkehrslexikon&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Stolpmünde ([https://www.meyersgaz.org/place/20887014 meyersgaz.org]).&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Pagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Stolp in Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Lübeck 1989, S. 942–969 ([https://www.stolp.de/tl_files/Dokumente/Dokumente_Heimatorte/Stolpmuende_Pagel.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ortsbeschreibung Stolpmünde&amp;#039;&amp;#039;; PDF])&lt;br /&gt;
* [[Hans Moderow]], Ernst Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Evangelischen Geistlichen Pommerns von der Reformation bis zur Gegenwart. Auf Grund des Steinbrück’schen Ms. bearbeitet&amp;#039;&amp;#039;. 2. Teil: Ernst Müller: &amp;#039;&amp;#039;Der Regierungsbezirk Köslin&amp;#039;&amp;#039;. Sannier, Stettin 1912.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Wilhelm Brüggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern&amp;#039;&amp;#039;. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 929–330, Ziffer 10 ([http://books.google.de/books?id=yZRLAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA929 Google Books]).&lt;br /&gt;
* Ludwig Böttger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungs-Bezirks Köslin&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Heft 1: &amp;#039;&amp;#039;Kreis Stolp&amp;#039;&amp;#039;, Saunier, Stettin 1894, S. 98–99 ([https://www.google.com/books?id=bppOTbPjeiwC&amp;amp;pg=PA98 Google Books]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/pommern/stolp/stolpmue.htm &amp;#039;&amp;#039;Amtsbezirk Stolpmünde&amp;#039;&amp;#039; (Territorial.de)]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20190908062810/http://gemeinde.stolpmuende.kreis-stolp.de/ Die Gemeinde Stolpmünde im ehemaligen im Kreis Stolp in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011])&lt;br /&gt;
* [https://www.ustka.pl/ Website der Stadt] (polnisch, englisch)&lt;br /&gt;
* [https://eustka.com/ustka-stolpmunde Stolpmünde - Ustka, damals und heute] (polnisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kurorte in Polen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Seebäder und Badeorte an der Ostsee in Polen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Słupski}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4106030-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ustka| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seebad in Polen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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