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	<title>Ustjurt-Plateau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T17:06:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ustjurt-Plateau&amp;diff=748671&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: linkfix: youtube-redirect, entfernung von tracking-parameter; siehe user:CamelBot.</title>
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		<updated>2025-04-13T19:56:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: linkfix: youtube-redirect, entfernung von tracking-parameter; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ustjurt-plateau (6593022525).jpg|mini|Am Ustjurt-Plateau in Usbekistan]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ustjurt-Plateau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ust-Urt-Plateau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ausgedehnte, wüsten- bis steppenartige [[Hochebene]] in Mittelasien. Sie gehört zum [[Tiefland von Turan]] und liegt zwischen [[Kaspische Senke|Kaspischer Senke]] und [[Westlicher Aralsee|Westlichem Aralsee]] auf dem Staatsgebiet von [[Usbekistan]], [[Turkmenistan]] und [[Kasachstan]]. Das Plateau ist etwa 180.000&amp;amp;nbsp;km² groß und hebt sich mit einer 60 bis 150&amp;amp;nbsp;m hohen Steilstufe von seiner Umgebung ab. Seine Meereshöhe beträgt im Mittel 160 bis 200&amp;amp;nbsp;m, die höchste Erhebung liegt bei {{Höhe|370}}. Der Name Ust-Urt bedeutet nach M. Goeje (1875) „Hochland“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geologisch handelt es sich um ein [[Tafelland]] aus einer großen [[Mergel]]- und [[Kalkstein|Kalkplatte]], in deren Senken sich [[Salzsee]]n gebildet haben. Unterhalb des Plateaus kommen [[Erdöl]] und [[Erdgas]] vor. Nach Oberflächengestalt und [[Bewuchs]] werden vier Gebiete unterschieden:&lt;br /&gt;
* weite, völlig ebene [[Lehm]]regionen&lt;br /&gt;
* die große Salzregion am Aralsee&lt;br /&gt;
* einige hügelige Sandgebiete im Südosten&lt;br /&gt;
* die [[Mergel]]-Region im Osten.&lt;br /&gt;
Pflanzengeografisch und geologisch besteht Verwandtschaft zu den südlichen Ausläufern des [[Ural]]gebirges, die sich als Hügelkette der [[Mugodschar-Gebirge|Mugodscharen]] etwa 500&amp;amp;nbsp;km zum Nordwesten des [[Nördlicher Aralsee|Nördlichen Aralsees]] fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach Westen weit in den [[Kaspisee]] vorragende Halbinsel [[Mangyschlak]] wird meist zum Ust-Urt gezählt, hat jedoch quer dazu verlaufende Gebirgsachsen. Am Nordrand des Plateaus erreicht sie im [[Mangghystau (Gebirge)|Mangghystau-Gebirge]] (Gora Bessoki) eine Meereshöhe von 556 Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Fließgewässern ist der Ust-Urt sehr arm. Im Nordwesten fließt der [[Tschegan]], verliert sich aber bald in der Wüste. Das einzige Flüsschen [[Arass-Kuil]] auf der Ostseite wendet sich nach Westen, im Sommer vertrocknet es aber großteils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Alexander von Humboldt]] führte um 1830 erste geologische Forschungen durch. Er stellte [[geognostisch]] und [[Orographie|orografisch]] einen Zusammenhang zum Ural fest, u.&amp;amp;nbsp;a. in der fast parallelen &amp;#039;&amp;#039;Ausrichtung der Centralaxen&amp;#039;&amp;#039;. Geologisch ist der Ust-Urt jedoch jünger (siehe unten) und baut sich großteils aus horizontalen [[Tertiär (Geologie)|Tertiärschichten]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nordwestliche Rand des Plateaus zeigt eine ununterbrochene Reihe tiefer Einschnitte, deren Terrassen oft von großen Trümmern eines Muschel-Konglomerates bedeckt sind. Man hat sie daher schon vor über 100 Jahren als Spuren einer früheren Küste gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Geologie sieht hier einen Zusammenhang mit dem [[Sarmatien|Sarmatischen Meer]], das sich nach dem [[Oligozän]] vom Mittelmeer über das [[Schwarzes Meer|Schwarze]] und [[Kaspisches Meer|Kaspische Meer]] bis zur [[Mittelasiatische Senke|mittelasiatischen Senke]] erstreckte. An seinen Ufern setzten sich [[fluvial]]e [[Fluviatiles Sediment|Sedimente]] aus den angrenzenden Gebirgen ab, die etwa gleichzeitig mit den [[Alpen]] aufgefaltet wurden. Die sarmatischen Sedimente des früheren Meeres bestehen aus [[Tonminerale]]n, Sand, [[Sandstein]], [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeraten]] und [[Kalkstein|Kalk]]. Spätere [[Krustenbewegung]]en verdrängten das Meer in einen kleinen Teil des südlichen [[Turan-Senke|Turan]], während der Norden angehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Pliozän]] (vor 3–6 Mill. Jahre) kam das Meer nochmals zurück, erreichte aber nicht mehr die früheren Ausmaße und schuf die Grenze zwischen der Hochebene Ust-Urt und der Wüste [[Karakum]] sowie den [[Ungus]] (ein abflussloses Tal inmitten der Wüste). Die tektonischen Bewegungen erzeugten neben vielen kleinen Senken auch das [[Aralbecken]], das einem Teil des eingesunkenen Sockels entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des etwas erhöhten Mittelteils ist das Tafelland recht einheitlich aufgebaut und besteht aus waagrecht liegenden Mergeln und Kalken des mittleren und oberen [[Sarmatium|Sarmats]], darunter liegen rote Sande und Tone, unter diesen eisenschüssige Sande und Konglomerate des [[Aquitan]]s. Im Südteil verläuft der [[Erosion (Geologie)|Erosionsrand]] der Tafel vom [[Karabugas]]-Golf nach Südosten bis zur [[Karakum]]-Wüste und macht diese Unterlage sichtbar, ebenso einige Rinnen und Wannen auf der Hochebene selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An ihrem Nordrand ist auch die Unterlage des [[Miozän]] aufgeschlossen: alle Schichtfolgen von Oligozän, Eozän und Paläozän sind vorhanden, in größerer Randentfernung auch die [[Oberkreide]]. Sie liegen fast horizontal –&amp;amp;nbsp;mit geringer Neigung nach Süden&amp;amp;nbsp;– und sind [[Orogen|ungefaltet]], was den Ust-Urt als eigenständigen Block betont. Nur zwischen Oligozän und Miozän zeigt eine schwache [[Diskordanz]] tektonische Bewegungen dieses Zeitraums an. Auch in der jüngeren Geschichte bis vor 20.000 Jahren wurden die Steilabhänge des Plateaus noch einmal von einem Binnensee umspült, das zu dieser Zeit aber nicht mehr mit den Weltmeeren verbunden war, sondern vom [[Amudarja]] gespeist wurde, der auch die riesigen Sandmengen in die Wüste brachte und sich dabei immer wieder ein neues Bett suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Feuerstuhl und Wüstensand.&amp;#039;&amp;#039; Auf MZ durch die Karakum. Dokumentation. Fernsehen der DDR, 1987. [https://www.youtube.com/watch?v=mw4V0XZmpMc&amp;amp;t=808 Archiviert bei YouTube 13:28]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tier- und Pflanzenwelt ==&lt;br /&gt;
Das wüstenhafte Ustjurt-Plateau ist Heimat von verschiedenen – teils seltenen – Tierarten wie [[Saiga|Saiga-Antilopen]], [[Karakal]]en und Steppenwildschafen (Transkaspischer [[Urial]]). Weiterhin leben verschiedene Reptilien- und Nagerarten auf dem Plateau. Die flachwellige Bodenstruktur bietet auch diversen Raubvögeln ein Jagdrevier, so beispielsweise dem [[Uhu|Turkmenen-Uhu]], dem [[Würgfalke]]n oder dem [[Mönchsgeier]]. Das Ustjurt-Plateau beheimatete einst [[Gepard|asiatische Geparde]] (&amp;#039;&amp;#039;Acinonyx jubatus raddei&amp;#039;&amp;#039;, lebt nur noch im [[Iran]] und ist akut vom Aussterben bedroht) und verschiedene Unterarten der [[Kropfgazelle]]. Aufgrund der klimatischen Veränderungen durch die Wasserableitung aus [[Amu Darja]] und [[Syr Darja]] für die Bewässerung der Baumwollmonokulturen in Usbekistan hat sich auch die Flora und Fauna des Ustjurt-Plateaus verändert. Der genaue Bestand der einzelnen Tierarten ist weitgehend unbekannt, da das Plateau abgelegen liegt und keine Straßen oder Eisenbahnlinien vorhanden sind. Ein bedeutendes Schutzgebiet am Südrand des Plateaus ist das [[Kaplankyr-Naturreservat]] in Turkmenistan. Ein in [[Kasachstan]] gelegener Teil des Ustjurt-Plateaus ist ebenfalls ein staatliches Naturreservat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.geo.tu-freiberg.de/hydro/aral/aral_de/aboutme.htm Geologie und Entstehungsgeschichte des Aralsees]&lt;br /&gt;
* [[Carl Hiekisch]]: [http://dspace.utlib.ee/dspace/bitstream/10062/5786/1/hiekisch_system.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das System des Ural »Eine orographische Darstellung des europäisch-asiatischen Grenzgebirges«&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, 250p. (relevant p.&amp;amp;nbsp;37-52), Universität Dorpat, 1881] (PDF-Datei; 9,73 MB)&lt;br /&gt;
* [http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01809911 Geologie: Der Block von Ust-Urt, K.&amp;amp;nbsp;Leuchs 1931]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{coordinate|NS=43/17//N|EW=55/33//E|region=KZ/TM/UZ-QR|type=landmark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1190753561|VIAF=5235156374135907710000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ustjurtplateau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Turkmenistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Usbekistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kasachstan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CamelBot</name></author>
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