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	<title>Uskoken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Uskoken&amp;diff=200528&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-22361-26 am 21. April 2026 um 17:56 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-21T17:56:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Uskok. Serbli. Skoko.jpg|mini|hochkant|Darstellung eines Uskoken im 19. Jahrhundert (Stich von [[Christian Gottfried Heinrich Geißler|Christian Geißler]])]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uskoken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom slawischen Wort &amp;#039;&amp;#039;uskočiti&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, [[Deutsche Sprache|deutsch]]: „einspringen“) bezeichnete man einen militärisch organisierten Verband in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]], der hauptsächlich aus Flüchtlingen der verschiedenen&amp;lt;ref&amp;gt;Catherine Wendy Bracewell: The Uskoks of Senj: Piracy, Banditry, and Holy War in the Sixteenth-Century, 1992&amp;lt;/ref&amp;gt; Volksgruppen bestand, die aus [[Osmanisches Reich|osmanisch]] besetzten Gebieten stammten und sich zwischen den [[Interessensphäre]]n der drei [[Großmacht|Großmächte]] [[Habsburgermonarchie|Habsburgerreich]], der [[Republik Venedig]] sowie dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] als [[Freischar|Freischärler]] betätigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kliški uskoci.jpg|mini|Uskoken in [[Klis]] (Nachstellung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IvanLenkovic.jpg|mini|links|hochkant|Burghauptmann [[Ivan Lenković]], Uskokenführer]]&lt;br /&gt;
Die ersten Uskoken dürften Flüchtlinge aus der [[Herzegowina]] gewesen sein, die sich um 1530 in [[Dalmatien]] auf den Besitzungen des kroatischen Befehlshabers [[Petar Kružić]] im Bereich der ungarischen Festung [[Klis]] bei Split und Umgebung sammelten. Sie waren römisch-katholischen Glaubens. Die Tracht der Uskoken orientierte sich an jener ihrer Ursprungsgebiete. Die Hosen, aus weißem, grobem Tuch waren bis zum Knie eng, oben etwas weiter. Die Hemden hatten weite, am Rande bestickte Ärmel. Das [[Wams]] hatte eine doppelte Reihe von Knöpfen. Dazu wurden leichte Riemenschuhe und als Kopfbedeckung ein rotes Käppchen mit einer Kranichfeder getragen.  Bewaffnet waren die Senjer Uskoken bevorzugt mit [[Muskete]], [[Streitaxt]] oder [[Streitkolben]]. Dazu kamen ein kurzes [[Scimitar (Waffe)|Krummschwert]] (Handschar), eine Pistole und ein Messer. Ihre durchwegs ausgezeichnete Bewaffnung war türkischer oder venezianischer Herkunft und nicht selten im Kampf erbeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SenjNehajgrad0.jpg|mini|[[Festung Nehaj]] bei [[Senj]] ([[Kroatien]])]]&lt;br /&gt;
Als 1537 die Osmanen Klis eroberten, flohen die überlebenden Uskoken nach [[Senj]], das fortan ihr [[Hauptstützpunkt]] wurde. Es waren mehr als tausend waffenfähige Leute, meist kriegsbedingt aus der Heimat vertrieben. Die Minderheit bildeten die von den [[Habsburg]]ern zu bezahlenden Stipendiati, während die unbezahlten Venturini (ital. &amp;#039;&amp;#039;[[Abenteuer|Glücksritter]]&amp;#039;&amp;#039;) die Mehrheit stellten. Sie hatten geschworen, für ihre verwüstete Heimat und ihre unterdrückten Völker Rache zu nehmen und zwar „gleicherweise an Türken wie an Venezianern und zwar immer und überall“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schautafeln im Museum der [[Festung Nehaj]], 27. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Senj aus führten sie einen erbitterten Kampf sowohl gegen die Osmanen als auch gegen die Republik Venedig, besonders an der Küste von [[Zadar]], wiewohl auch Handelsschiffe der [[Republik Ragusa]] von ihnen ausgeraubt wurden. Oberhalb der Stadt Senj befindet sich die gut erhaltene Uskoken-Burg [[Burg Nehajgrad|Nehajgrad]]. Zwar wurden den Senjer Uskoken von den [[Habsburgermonarchie|österreichischen]] Grenzgenerälen, Erzherzögen und Kaisern immer wieder Geld, Nahrung und Kleidung für die Grenzverteidigung versprochen, bei der Auszahlung kam es jedoch aufgrund korrupter Offiziere und Geschäftemacher oft zu jahrelangen Verzögerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schautafeln, Festung Nehaj.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Senjer Uskoken überhaupt längere Zeit gegen Großmächte wie Osmanen und [[Republik Venedig|Venezianer]] bestehen konnten, beruhte auf der geographischen Lage des Ortes. Senj war über den Landweg lange schwer erreichbar und  liegt im Zentrum des [[Bora (Wind)|Bora]]-Gebiets. Entlang der Küste und im Festland sympathisierte die Bevölkerung mit den Uskoken und warnte sie bei der Sichtung von Feinden tagsüber mit Rauch und nachts mit Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Uskoken im Senjer Kanal.JPG|mini|Uskoken-Schiffe verfolgen ein großes Schiff ([[Stich und Schnitt|Stich]] um 1600)]]&lt;br /&gt;
Durch großes seefahrerisches  Können, ausgerüstet mit wendigen, kleineren Booten, waren die Uskoken besonders in den Windphasen der Bora unschlagbar. Die starke Bora im Senjer Kanal war von den venezianischen Kapitänen gefürchtet, da ihr weder große Galeeren noch Kriegsschiffe ausreichend Widerstand leisten konnten. Die Uskoken hatten hingegen bis zu 30 schnelle Segelschiffe mit fünf bis zwölf Paar Segel und bis zu fünfzig Kämpfern Besatzung. Segelnd und rudernd, meist während der Nacht und oft in seichten Gewässern, operierten sie von [[Pula]], [[Piran]] und [[Monfalcone]] im Norden bis zur [[Neretva]] und der [[Bucht von Kotor]] im Süden. Ihr meist unerwartetes Erscheinen mit den in den „Todesfarben“ Schwarz und Rot gefärbten Schiffen war der Schrecken aller feindlichen Schiffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Senj]] begannen die Uskoken mit Duldung Österreichs damit, venezianische Schiffe zu überfallen. Schon [[Minuccio Minucci]] vermutete, dass Höflinge des Erzherzogs aus politischen Gründen – aber auch aus Eigeninteresse – die Piraterie der Senjer Uskoken anstifteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annemarie Grünfelder |url=https://hrcak.srce.hr/clanak/45666 |titel=Die &amp;quot;Alltagsgeschichte&amp;quot; der Zengger Uskoken |datum=5.11.2001 |seiten=109 |sprache=Kroatisch |abruf=10.02.2025 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Republik Venedig gelang es nicht, die Uskoken unter ihre Kontrolle zu bringen. Ihre Stärke war den Venezianern unbegreiflich: „Es scheint als ob ihnen die Winde, das Meer und die Teufel geholfen hätten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Minnucio lt. Schautafel, Festung Nehaj.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1600 begann man auf Befehl von [[Ferdinand II. (HRR)|Erzherzog Ferdinand II.]], die Uskoken aus Senj zu verjagen. Kaiserlicher Kommissär wurde der österreichische General Joseph von Rabatta, der unbarmherzig und sehr hart gegen die Bevölkerung vorging. Am Silvestertag 1601 eskalierte die Situation, die Uskoken drangen in das Kastell ein und töteten Rabatta und seine Knechte. Dem Senjer Bischof [[Markantun de Dominis]]-Gospodnetić hingegen gelang noch die Flucht vor den aufgebrachten Uskoken. Er hatte sich den Unmut der Bevölkerung zugezogen, da er mit allen Mitteln versuchte, Senj, Podgorje, [[Vinodolska općina|Vinodol]] und Rijeka den Venezianern zu übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies gab 1612 die Veranlassung zum [[Friauler Krieg|Uskoken-Krieg]] oder „Krieg um [[Gradisca d’Isonzo|Gradiska]]“ zwischen Österreich und der Republik Venedig, der in einem Massaker der Venezianer in [[Karlobag]] am 10. Januar 1615 eskalierte. Die Uskoken wurden zwar weder zu Lande noch auf dem Wasser besiegt, mussten sich aber dem 1617 in Paris und Madrid zwischen den Großmächten geschlossenen Frieden fügen. Senj kam unter österreichische Besatzung. Die am Kampf beteiligten Uskoken sollten ins Landesinnere nach [[Brinje]], [[Otočac]], [[Brlog]], Vinodol und Istrien umgesiedelt werden, zogen aber 1617 bevorzugt in das Gebiet von [[Karlovac]] und an die [[Kupa]], wo schon seit 1524 ein Teil der Uskoken im [[Žumberak-Gebirge]] wohnte.&lt;br /&gt;
Alle Uskoken-Schiffe wurden verbrannt. Im fortwährenden Kampf mit den Osmanen bildete sich später aus den Uskoken der Kern der [[Militärgrenze]]r, die in den [[Großer Türkenkrieg|osmanisch-österreichischen Kriegen]] von 1683 bis 1699 und von 1788 bis 1791 den Osmanen Widerstand leisteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer gesamten Geschichte gab es gemäß [[Alberto Tenenti]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tenenti&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alberto Tenenti |Titel=Piracy and the Decline of Venice 1580–1615 |Sammelwerk=University of California Press eBooks |Datum=1967-12-31 |Seiten=5, 10 |Originaltitel=Venezia e i corsari |Originalsprache=it |DOI=10.1525/9780520311602}}&amp;lt;/ref&amp;gt; größtenteils mehr als 600 aber nie mehr als 1000&amp;amp;nbsp;Uskoken gleichzeitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Uskoken ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Schadowitz|Janko Šajatović]] (1624–1704)&lt;br /&gt;
* [[Ivan Lenković|Ivan Lenkovic]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
In [[Kurt Held]]s Jugendroman &amp;#039;&amp;#039;[[Die rote Zora und ihre Bande (Roman)|Die rote Zora und ihre Bande]]&amp;#039;&amp;#039; nennt sich die titelgebende Gruppe nach dem historischen Vorbild Uskoken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Festung Nehaj]]&lt;br /&gt;
* [[Žumberak-Gebirge|Uskokengebirge]]&lt;br /&gt;
* [[Serbische epische Dichtung]] (der Uskoken-Zyklus)&lt;br /&gt;
* [[Johann Schadowitz]] (Krabat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Klaus-Peter Matschke&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Kreuz und der Halbmond&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Die Geschichte der Türkenkriege&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Artemis &amp;amp; Winkler&lt;br /&gt;
   |Ort=Düsseldorf/Zürich&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-538-07178-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=254 ff.}}&lt;br /&gt;
* [[Stephan Steiner (Historiker)|Stephan Steiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Rückkehr unerwünscht. Deportationen in der Habsburgermonarchie der Frühen Neuzeit und ihr europäischer Kontext.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2014, S. 155–219 (Kapitel VI: &amp;#039;&amp;#039;Trompeter an den Vormauern der Christenheit. Die „Ausschaffungen“ der Uskoken von Senj.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Uskoks|Uskoken}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Uskoke}}&lt;br /&gt;
* [http://www.senj.info/Templates/stadt_uskoken.htm Stadt Senj – Die Uskoken]&lt;br /&gt;
* [https://www.kriegsreisende.de/neuzeit/uskoken.htm Die Uskoken von Senj – Habsburgs Wachhunde an der Militärgrenze auf kriegsreisende.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4254620-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kroatische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Republik Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irreguläre Truppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte Sloweniens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
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