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	<title>Ursern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-05T15:03:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lfx&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name= Urseren (1382–1410)&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:Wappen Urseren.svg|150px|Wappen der Talschaft Urseren]]&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Historische Karte CH 1385.png|350px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Urseren&amp;amp;nbsp;im&amp;amp;nbsp;Jahr&amp;amp;nbsp;1385 unterhalb der Bildmitte&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = Urserental&lt;br /&gt;
|Vorläufer =1239/40: Reichsvogtei [[Rapperswiler|Grafschaft Rapperswil]], [[Kloster Disentis]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1283: Reichsvogtei [[Habsburg|Herzogtum Österreich]], [[Kloster Disentis]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1318: Reichsvogtei Konrad von Moos (Urseren, Uri)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1382: Reichsunmittelbare Talschaft&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1410: [[Kanton Uri|Urner]] [[Landrecht (Mittelalter)|Landrecht]]&lt;br /&gt;
|Regierungsform = ([[Kanton Uri|Uri]])&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Landammann]]&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[Kanton Uri|CH-UR]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = &lt;br /&gt;
|Reichsmatrikel = &lt;br /&gt;
|Reichskreis = kreisfrei&lt;br /&gt;
|Karte Reichskreis = &lt;br /&gt;
|Kreistag = &lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = &lt;br /&gt;
|Dynastien = &lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[römisch-katholisch]]&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|Deutsch]]&lt;br /&gt;
|Fläche = 192,27 km²&lt;br /&gt;
|Einwohner = &lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = Reichsexemption&amp;amp;nbsp;1648&amp;lt;br /&amp;gt;1798: [[Kanton Waldstätten]]&amp;lt;br /&amp;gt;1803: [[Kanton Uri]]&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Urserental 1.JPG|mini|Die Urseren mit Blick auf [[Realp UR|Realp]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Furka Urserental.jpg|mini|Blick von der Furka-Passhöhe in die Urseren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andermatt from Pazola.jpg|mini|Blick vom [[Badus]] am östlichen Rand des Tals mit Andermatt im Vordergrund]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ursern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urseren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urserental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{rmS|{{Audio|Roh-sursilvan-Val d&amp;#039;Ursera.ogg|&amp;#039;&amp;#039;Val d’Ursera&amp;#039;&amp;#039;}}}})&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|7467|Ursern|Autor=Hans Stadler|Datum=2014-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Talschaft]] im Quellgebiet der [[Reuss (Fluss)|Reuss]] im [[Schweiz]]er [[Kanton (Schweiz)|Kanton]] [[Kanton Uri|Uri]]. Ursern bildet ein zentrales Plateau auf etwa {{Höhe|1500|CH}} zwischen den Pässen [[Furkapass|Furka]] im Westen, dem [[Gotthardpass]] im Süden und dem [[Oberalppass]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urserental besteht aus den Gemeinden [[Andermatt]], [[Hospental]] und [[Realp UR|Realp]]. Die Talbürger sind seit 1888 in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Korporation Ursern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vereint, einer der beiden öffentlich-rechtlichen [[Korporationsgemeinde|Korporationen]] des Kantons Uri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Talschaft liegt südlich der [[Schöllenen]]schlucht und ist dadurch vom Rest des Kantons abgetrennt. Es bestehen Übergänge zu den Nachbarkantonen über den [[Furkapass]] (Richtung [[Bezirk Goms|Obergoms]], [[Kanton Wallis]]), den [[Oberalppass]] (Richtung [[Surselva]], [[Kanton Graubünden]]) und den [[Gotthardpass]] (Richtung [[Valle Leventina|Leventina]], [[Kanton Tessin]]). Deshalb führt die Talschaft seit jeher ein eigenes Leben. Geographisch zählt auch ein Teil der Tessiner Gemeinde [[Airolo]] nördlich des Gotthardpasses zur Talschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: left&amp;quot; | Jahr&lt;br /&gt;
| 1643 || 1799 || 1850 || 1900 || 1950 || 2000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: left&amp;quot; | Einwohner&lt;br /&gt;
| 700 ca. || 1143 || 1304 || 1316 || 1699 || 1634&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urserental und seine Seitentäler gehören zu den weniger dicht besiedelten Tälern der Schweizer Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gemeinde !! !! Einwohner !! Fläche !! Bevölkerungsdichte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Andermatt]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Andermatt-coat of arms.svg|20px]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 1&amp;#039;320&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 62,15&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 21,2 Einwohner/km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hospental]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wappen Hospental.svg|20px]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 216&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 34,97&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 6,2 Einwohner/km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Realp]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Realp-coat of arms.svg|20px]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 133&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 77,97&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 1,7 Einwohner/km²&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urserental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wappen Urseren.svg|20px]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 1&amp;#039;669&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 192,27&amp;amp;nbsp;km²&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot; | 8,7 Einwohner/km²&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Stand: 26. Juli 2014&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Der älteste urkundlich belegte Name der Talschaft ist &amp;#039;&amp;#039;Ursaria&amp;#039;&amp;#039; (1234). Er ist romanischen Ursprungs und bedeutet Bärental. Dem entspricht das alte Wappen der Talschaft, ein in Grün steigender schwarzer Bär mit weissem Kreuz im Rücken. Das Kreuz steht für die ehemalige Zugehörigkeit zum [[Kloster Disentis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dessen Besitz gelangte die Talschaft um das Jahr 800. Vor dem 12. Jahrhundert erfolgte eine Kolonisation durch [[Walser]]. Die ursprüngliche romanische Bevölkerung wurde assimiliert. Die Kolonisten besassen besondere Privilegien. So durften sie einen eigenen Ammann wählen, der vom Abt von Disentis mit der [[niedere Gerichtsbarkeit|niederen Gerichtsbarkeit]] belehnt wurde. Die [[hohe Gerichtsbarkeit]] lag seit 1232 bei den [[Rapperswiler|Grafen von Rapperswil]], den [[Kastvogt|Kastvögten]] von Disentis. Das Verhältnis zwischen der Abtei und Ursern war oft gespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben der Rapperswiler kam die Vogtei über Ursern 1283 an das Haus [[Habsburg]], 1317 an einen niederen Adligen aus Uri. Dieses versuchte, den [[Gotthardpass]] ganz unter seine Kontrolle zu bringen. 1332/1333 kam es zum &amp;#039;&amp;#039;Disentiner Krieg,&amp;#039;&amp;#039; einem Konflikt zwischen Ursern und Uri einerseits und dem Kloster Disentis andererseits, der mit der Niederlage des Abtes im [[Gefecht auf der Oberalp]] endete. 1382 verlieh der deutsche König [[Wenzel (HRR)|Wenzel]] Ursern die [[Reichsfreiheit]]. Diese wurde mehrfach bestätigt, zuletzt durch Kaiser [[Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]] 1566.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1410 schloss die Talschaft Ursern mit dem [[Kanton Uri|Land Uri]] ein ewiges Landrecht und wurde so Teil der [[Alte Eidgenossenschaft|Alten Eidgenossenschaft]]. Uri übernahm als Schirmort die Vertretung gegen aussen, Ursern blieben im Inneren jedoch weitgehende Freiheiten. 1649 kaufte sich die Talschaft von den letzten Verpflichtungen gegenüber dem Kloster Disentis los. Das Landrecht mit Uri wurde immer wieder erneuert, zuletzt 1779.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Talgemeinde unter dem [[Ancien Régime]] fand am 22.&amp;amp;nbsp;Mai 1798 statt, dann wurde Ursern Teil des [[Helvetische Republik|helvetischen]] [[Kanton Waldstätte|Kantons Waldstätten]]. Im [[Zweiter Koalitionskrieg|Zweiten Koalitionskrieg]] wurde die Talschaft schwer verwüstet. Österreichische, französische und russische Truppen besetzten sie abwechslungsweise. Zeitweise mussten bis zu 10&amp;#039;000 Soldaten unterhalten werden. Seit 1803 ist Ursern Teil des Kanton Uri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht verwirklicht wurde der Plan, das Tal in einen einzigen [[Stausee]] zu verwandeln und die Dörfer Andermatt, Hospental und Realp zu fluten ([[Urserenkraftwerk]]). Die Stauseeprojekte wurden 1920 und 1946 von der Bevölkerung mit Erfolg bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teufelsbruecke St-Gotthard 1811.jpg|mini|150px|[[Peter Birmann]]: Teufelsbrücke mit Säumern, 1824]]&lt;br /&gt;
Ein Haupterwerb im Urserental war die Herstellung von [[Käse]]. Der «Urseler» oder «Urserer» Käse war im 18. Jahrhundert weithin bekannt und wurde an verschiedene Residenzen geliefert. Der relativ fette Käse wurde in hohe Blöcke geformt und zum Transport in Baumrinde eingewickelt. Zum Verzehr bohrte man ein Loch in den Käselaib und höhlte ihn nach und nach aus. Er galt als Spezialität für Liebhaber, denn man ass ihn erst, wenn er sehr reif war, wodurch er einen starken Geruch entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Lage an mehreren strategisch wichtigen Alpenpässen war während Jahrhunderten das [[Säumer]]wesen eine wichtige Einnahmequelle. Durch den zunehmenden Ausbau der Gotthard-Passstrasse und den Bau der Eisenbahn- und Strassentunnels verschwand diese Branche im Laufe des 20. Jahrhunderts gänzlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Wyss: &amp;#039;&amp;#039;Verkehr am St.&amp;amp;nbsp;Gotthard.&amp;#039;&amp;#039; In: Carlo Bonetti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationales Gotthard Museum.&amp;#039;&amp;#039; Airolo 1989, S. 92–117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutendster Wirtschaftszweig ist heute der [[Tourismus]]. Der Ferienort Andermatt profiliert sich als Wander- und Wintersportort. Das vom Investor [[Samih Sawiris]] gegründete Tourismusprojekt [[Andermatt Swiss Alps]] realisiert seit 2010 verschiedene Projekte zur Steigerung der touristischen Konkurrenzfähigkeit Andermatts, darunter Luxushotels, Skigebiete und ein Golfplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.orascomdh.com/de/destinationen/operative-destinationen/andermatt.html |wayback=20140811172443 |text=Projektbeschreibung von &amp;#039;&amp;#039;Orascom&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-20 17:29:14 InternetArchiveBot }} (26. Juli 2014)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Urserental liegt am Fusse mehrerer bekannter Alpenpässe, und verzeichnet daher viele Logiernächte von Motorrad-Touristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Korporation Ursern}} Korporation Ursern ==&lt;br /&gt;
Die Korporation Ursern, eine [[Nutzungsgenossenschaft]], ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ([[Korporationsgemeinde]]) und wird aus der Gesamtheit der Talbürgerinnen und Talbürger&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korporation-ursern.ch/Buergerfamilien.18.0.html &amp;#039;&amp;#039;Bürgerfamilien&amp;#039;&amp;#039;] auf korporation-ursern.ch (abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; in Ursern gebildet. Das Hoheitsgebiet der Korporation Ursern erstreckt sich über die Gemeinden Andermatt, Hospental und Realp. Der Besitz reicht von Alpen und Wäldern über Felsen und Gletscher bis hin zu Bächen und Bergseen. Ihre Hauptaufgaben sind die Förderung der Land- und Alpwirtschaft, der Lawinenverbau, das Fürsorgewesen, die Kultur, das Bildungswesen und der Tourismus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korporation-ursern.ch/Home.3.0.html &amp;#039;&amp;#039;Korporation Ursern&amp;#039;&amp;#039;] auf korporation-ursern.ch (abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der heutigen Form besteht die Korporation Ursern seit 1888, als die Korporationen Uri und Ursern vom Kanton Uri getrennt und eigene Persönlichkeiten des öffentlichen Rechts wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korporation-ursern.ch/Geschichte.15.0.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039;] auf korporation-ursern.ch (abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Jahr an einem Sonntag im Mai findet die Talgemeinde statt, eine regionale [[Landsgemeinde]]. Sie erlässt Gesetze, bestimmt über das Korporationsgut, befindet über die Jahresrechnung und das Budget, erteilt das Talbürgerrecht und wählt alle zwei Jahre den Talrat, den Engern Rat, den Talammann, die Rechnungsprüfungskommission und den Verwaltungsrat des Elektrizitätwerks Ursern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korporation-ursern.ch/Talgemeinde.19.0.html &amp;#039;&amp;#039;Talgemeinde&amp;#039;&amp;#039;] auf korporation-ursern.ch (abgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Mundart ===&lt;br /&gt;
Die bekannteste Schriftstellerin des Tals ist die Mundart[[lyrik]]erin Marie Meyer-Bollschweiler (1872–1957). Ihr Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Us yysem Urschnertall&amp;#039;&amp;#039; behandelt Themen aus Alltag und Brauchtum und ist ein wichtiges Dokument der lokalen Mundart.&amp;lt;ref&amp;gt;Marie Meyer-Bollschweiler: &amp;#039;&amp;#039;Us yysem Urschnertall.&amp;#039;&amp;#039; Andermatt 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[höchstalemannisch]]en Mundart der Ursern ist eine von [[Emil Abegg]] verfasste und 1911 publizierte Monographie gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Abegg: [https://www.e-helvetica.nb.admin.ch/de/view/monografie/991017979055403976/CH-002157-5:5911339 &amp;#039;&amp;#039;Die Mundart von Urseren&amp;#039;&amp;#039;] (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik]].&amp;#039;&amp;#039; Band IV). Huber, Frauenfeld [1911].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Weitern&amp;lt;!--sic, schweizbezogen--&amp;gt; findet sie in einem Anhang zum &amp;#039;&amp;#039;Urner Mundartwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von [[Felix Aschwanden]] und [[Walter Clauss]] (1982, 2013),&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Aschwanden, Walter Clauss: &amp;#039;&amp;#039;Urner Mundartwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;19. Jahresgabe der Bibliotheksgesellschaft Uri;&amp;#039;&amp;#039; zugleich &amp;#039;&amp;#039;Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemeinverständlicher Darstellung.&amp;#039;&amp;#039; Band VIII)). Altdorf 1982. – Felix Aschwanden: &amp;#039;&amp;#039;Neues Urner Mundartwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Altdorf 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; im &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]]&amp;#039;&amp;#039; und im &amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]]&amp;#039;&amp;#039; Berücksichtigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Andermatt Talmuseum.JPG|mini|Andermatt:Talmuseum Ursern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andermatt Kolumbankirche.JPG|mini|Andermatt: St. Kolumban]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Andermatt-Teufelsbruecke.jpg|mini|Andermatt: Teufelsbrücke über der Schöllenschlucht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hospental Dorf.jpg|mini|Hospental: Ortskern mit Pfarrkirche und Turm]]&lt;br /&gt;
* Talmuseum Ursern, Andermatt (Ausstellung über Natur, Brauchtum, Wirtschafts-, Alltags- und Militärgeschichte im Suworow-Haus von 1786)&lt;br /&gt;
* Nationales Gotthard Museum, Gotthard-Passhöhe (Zeigt die Mythologie und Geschichte des Gotthardpasses und der Region)&lt;br /&gt;
* Festungsmuseum Hospiz Gotthard, Gotthard-Passhöhe (In der ehemaligen Artilleriefestung werden neben Militärgeschichte auch landschaftliche und ökologische Aspekte beleuchtet)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.andermatt.ch/de/erlebnisse/Museen Andermatt Tourismus] (abgerufen am 26. Juli 2014).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sakralbauten ===&lt;br /&gt;
* Kirche St. Kolumban, Altkirch bei Andermatt ([[Romanik|spätromanische]] Kirche aus dem 13. Jahrhundert, ehemalige Talkirche)&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche]] [[St. Peter und Paul (Andermatt)|St. Peter und Paul]], Andermatt (1748–1750 errichtete grosszügige [[Barock]]kirche mit markantem Turmhelm und reicher [[Kirchenausstattung|Ausstattung]])&lt;br /&gt;
* [[Friedhofskapelle]] St. Michael, Andermatt (1640–1641 erstellt)&lt;br /&gt;
* [[Wallfahrtskirche]] Maria Hilf, Andermatt (1735–1736 oberhalb des Dorfes erbaute barocke Kirche zum Schutz gegen Lawinen, Altarbilder von [[Melchior Paul von Deschwanden]])&lt;br /&gt;
* Kapelle St. Wendelin, Andermatt (1708 an der Oberalp-Passstrasse errichtet)&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, Hospental (1706–1710 erbaute barocke [[Saalkirche]])&lt;br /&gt;
* Kapelle St. Karl, Hospental (1721 geweihte Kapelle mit neubarocker Ausstattung, angebaut an das ehemalige Pfrundhaus)&lt;br /&gt;
* Kapelle St. Nikolaus, [[Zumdorf]] bei Hospental (1719–1720 erbaut)&lt;br /&gt;
* Kapelle St. Josef, Steinbergen bei Hospental (1683 erbaut)&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche Heilig Kreuz, Realp (1879–1880 errichtete Kirche mit wertvoller [[Neugotik|neugotischer]] Ausstattung und Altarbildern von Melchior Paul von Deschwanden)&lt;br /&gt;
* Kapelle Maria Hilf, Tiefenbach bei Realp (1927 erbaut)&lt;br /&gt;
* Hospizkapelle San Gottardo, Gotthard Passhöhe (auf frühmittelalterlichen Fundamenten errichtete Passkapelle im ehemaligen [[Kapuziner]]hospiz)&lt;br /&gt;
* Totenkapelle, Gotthard Passhöhe (1577 erwähnter, mehrfach erneuerte Kapelle unterhalb der Passhöhe)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz. Band 2 2005&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kunstführer durch die Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Bern 2005, S. 570 und 902–906.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Reformierte Kirche, Andermatt (1915 errichtete [[Evangelisch-Reformierte Landeskirche Uri|reformierte]] [[Diaspora]]kirche im [[Heimatstil]])&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Evangelisch Reformierte Kirche in Uri. 1885–1985.&amp;#039;&amp;#039; Schattdorf 1985, S. 13–15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Chilä Altkirch, Altkirch bei Andermatt (2012 gegründete [[Freikirche]] mit Lokal unweit der Kolumbanskirche)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.altkirch.ch/chilä-altkirch/über-uns/ Website der &amp;#039;&amp;#039;Chilä Altkirch&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 1. Dezember 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profanbauten ===&lt;br /&gt;
In allen drei Gemeinden der Talschaft befinden sich historische Bauernhäuser aus verschiedenen Epochen. Besonders gut erhalten ist der Ortskern des 1669 abgebrannten und wieder erbauten Hospental.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Teufelsbrücke (Schöllenen)|Teufelsbrücke]] (über die [[Schöllenen]]schlucht, erhalten sind die Brücken von 1830 und 1956)&lt;br /&gt;
* [[Suworow-Denkmal]] (Monumentaldenkmal im Fels unweit der Teufelsbrücke, 1895–1898 zum Gedenken an die gefallenen Russen beim Durchzug General [[Alexander Wassiljewitsch Suworow|Suworows]] 1799 errichtet)&lt;br /&gt;
* Turm, Hospental (1226 erstellt, weithin sichtbares Wahrzeichen der Ursern)&lt;br /&gt;
* Hotel St. Gotthard, Hospental (1723 errichtetes, prunkvolles Gasthaus vor der alten Brücke von 1681)&lt;br /&gt;
* Gotthard-Hospiz, Gotthard Passhöhe (Diverse historische Gebäude und Denkmäler aus dem 17. bis 20. Jahrhundert)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schweiz. Band 2 2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Die Universitäten [[Universität Bern|Bern]] und [[Universität Basel|Basel]] unterhielten in der Ursern von April 2009 bis März 2012 das Forschungsprojekt VALUrsern. Untersucht wurde der Einfluss einer veränderten Landnutzung auf die [[Hydrologie]] der Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.forschungsportal.ch/unibe/abstracts/A_83296267.html | titel=Forschungsbericht der Universität Bern | archiv-url=https://web.archive.org/web/20120617043256/http://www.forschungsportal.ch/unibe/abstracts/A_83296267.html | archiv-datum=2012-06-17 | sprache=en |abruf=2017-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Schaffner (Historiker)|Martin Schaffner]]: &amp;#039;&amp;#039;Talgeschichte. Ursern im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Hier und Jetzt, Zürich 2023, ISBN 978-3-03919-570-1.&lt;br /&gt;
* {{HLS|7467|Ursern|Autor=Hans Stadler|Datum=2014-01-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Urserntal|Ursern|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{Ethorama|EKchbbAAg2fFInrDi3ha}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=46.612599|EW=8.543898|type=landmark|region=CH-UR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4107479-8|VIAF=315126247}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Schweizerische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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