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	<title>Urlauchert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:26:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urlauchert&amp;diff=2904449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: falsche Abkürzung, fehlende Punkte und Klammern</title>
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		<updated>2025-10-19T18:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsche Abkürzung, fehlende Punkte und Klammern&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt nur die Geologie um eine frühe Urlauchert. Zur Geologie und Geschichte des Flusses der letzten 5,3 Mio. Jahre siehe [[Flussgeschichte der Lauchert]].}}&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urlauchert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden mehrere [[Geologie|geologische]] Zustände in der Urgeschichte des Landschafts- und Flusssystems der [[Flussgeschichte der Lauchert|Lauchert]] bezeichnet. Die Lauchert ist heute ein kleiner Fluss auf der Mittleren [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]. Nach langen Prozessen der [[Verwitterung]], massiver Abtragungen, [[Sedimentation]], [[Tektonik|tektonischen Bewegungen]] und ersten [[Verkarstung]]en sind aber die Flusslandschaften und Landoberflächen einer Urlauchert nahezu verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rare Geoarchive ==&lt;br /&gt;
Nur für die letzten 5,3 Millionen Jahre (Ma), das heißt, für das [[Pliozän]] und das nachfolgende [[Quartär (Geologie)|Quartär]] gibt es ausreichend [[Geoarchiv]]e, mit deren Hilfe eine relativ lückenlose Darstellung dieses Teils der [[Flussgeschichte der Lauchert]] möglich ist. Die frühe Flussgeschichte muss aus wenigen noch interpretierbaren Relikten rekonstruiert werden. Die [[Geologie]] geht davon aus, dass eine Urlauchert einer von wenigen großen nach Süden gerichteten Entwässerungssträngen [[Südwestdeutschland]]s war. Heute ist die Lauchert nur noch ein recht kleiner Fluss, der von geologischen und hydrogeologischen Phänomenen in seiner (oberirdischen) Existenz bedroht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eozän und Oligozän (≈ 65 bis 24 Ma) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Graupensandrinne Hegau Schwäbische Alb2.jpg|mini|Geologischer Schnitt durch den Hegau]]&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen für die Entstehung einer Urlauchert wurden in den [[Känozoikum|känozoischen]] Epochen (Erdneuzeit: [[Tertiär]] und Quartär) durch die Bildung des [[Oberrheingraben]]s (≈50 Ma) und der [[Alpen]] ([[alpidische Orogenese]] und Vorland-Senkung des [[Molassebecken]]s, ≈30 Ma) geschaffen. Dadurch entstanden die beiden großen, die Geologie Südwestdeutschlands prägenden [[Becken (Geologie)|Beckenlandschaften]].&lt;br /&gt;
Im Molassebecken wechselten sich Meereseinbrüche und Verlandungsphasen mehrfach ab. Es gibt dort daher sowohl Meeres[[Sedimente und Sedimentgesteine|ablagerungen]] (Untere Meeresmolasse, UMM; Obere Meeresmolasse, OMM) als auch Süßwassersedimente (Untere Süßwassermolasse, USM; Obere Süßwassermolasse, OMM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nordrand des Molassebeckens, vor allem im [[Hegau]], verzahnt sich die [[Fazies|Randfazies]], [[Fluviatiles Sediment|fluviatile]] Kalkstein-[[Geröll]]e, zurückgehend auf die Aufarbeitung des [[Weißer Jura|Weißen Jura]] der Schwäbischen Alb, mit der Beckenfazies der USM. Diese geröllführenden Sedimente weit über den Neckar hinaus entwässernder vor-miozäner Urflüsse sind nachträglich mit kalkigem Bindemittel „[[Zement (Geologie)|verkittet]]“ worden und werden heute als „Ältere Jura-[[Konglomerat (Gestein)#Juranagelfluh|Nagelfluh]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 39; Erl. GeoK 1:50000, 1992, Hegau, S. 42ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Miozän (≈24 bis 5,3 Ma) Spuren alter Flusssysteme ===&lt;br /&gt;
Mindestens bis zu Beginn des Ober-[[Miozän]] war Südwestdeutschland noch ein extremes Flachrelief (100-250 m über NN, heute:560-1000 m).&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Albtrauf]] als Nordkante [[Tektonik|tektonisch]] angehobener Juraschichten und das [[Südwestdeutsches Schichtstufenland|Südwestdeutsche Schichtstufenland]] waren noch nicht ausgebildet. Die Juraschichten reichten noch weit über den heutigen Albtrauf nach Norden hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Im ≈60 Ma (unterstes [[Tertiär]]) alten [[Schlot (Geologie)|Vulkanschlot]] des [[Katzenbuckel]]s, ca. 40&amp;amp;nbsp;km N [[Heilbronn]], wurde Mittlerer- und Unterer Jura gefunden. Eberle (2007), S. 29; Geyer &amp;amp; Gwinner (1986), S. 291&amp;lt;br /&amp;gt;Im nördlichsten Vulkanschlot des [[Schwäbischer Vulkan|Schwäbischen Vulkanismus]] (≈ 15 Ma, Mittel-Miozän), dem kleinen [[Aufschluss (Geologie)|Aufschluss]] bei [[Scharnhausen]] – immerhin 19 km Luftlinie zum heutigen Albtrauf – ist Ober-Jura belegt. Villinger (2008) S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Flüsse in breiten, flachen Rinnen [[mäander]]nd, entwässerten mit geringem Gefälle noch weit über das heutige [[Neckar]]gebiet hinaus. Die Juratafel war noch kaum zertalt. In diesem miozänen Milieu hat sich wahrscheinlich die Urlauchert entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem letzten Zurückweichen des Flachmeeres aus dem Molassebecken (≈ 20 Ma) entwickelte sich im Nordteil die als Geoarchiv nachgewiesene so genannte „[[Graupensandrinne]]“, die noch von Ost nach West in die Westschweiz entwässerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach deren Zuschüttung am Ende der Molasse-[[Sedimentation]] (≈ 11-10 Ma&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;) entwickelte sich allmählich die [[Urdonau]] und bildete, etwa bis 8 Ma, ein fast ganz Südwestdeutschland und die Schweiz umfassendes Flusssystem (das noch kleine Flusssystem des Oberrheingrabens ausgenommen). Die Urlauchert wird sehr wahrscheinlich in beide Entwässerungsstränge, Graupensandrinne und Urdonau, gemündet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer zweiten großen tektonischen Phase ab dem Ober-Miozän hob sich die Juratafel und kippte nach SE.&amp;lt;ref&amp;gt;Der wichtigste Beleg dafür ist die heute von 900 m im W bis ca. 450 m im E verlaufende [[Klifflinie]] des letzten Molassemeeres&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Erdzeitabschnitt vertiefte sich der Oberrheingraben und in ihm entwickelte sich ein [[Ur-Rhein]], dessen Einzugsgebiet anfangs noch gering war. Die neue, tiefere [[Erosionsbasis]] griff aber durch kräftigere [[Erosion (Geologie)|rückschreitende Erosion]] der [[Flusssystem des Rheins|Rheintributäre]] das nach S gerichtete [[Einzugsgebiet|Entwässerungssystem]] der Juratafel unablässig an. Das veränderte die Verhältnisse in Südwestdeutschland grundlegend. Der rasch wachsende Rhein machte sich z. B. eine mächtige nach Süden fließende [[Urlone]] tributär, d. h., er drehte vor der Juratafel die Fließrichtung um!&amp;lt;ref&amp;gt;Die Urlone, bestehend aus einer „Cannstatter Lone“ die in den Norden bis etwa Heilbronn reichte und eine „Tübingen Lone“ als Vorläufer des [[Neckar]], hatte große Teile Südwestdeutschlands in das Molassebecken entwässert. Die Urfils als Nebenfluss der Urlone wurde zum Nebenfluss des Neckar, Villinger (2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Urlone wurde schließlich am Albtrauf bei [[Geislingen an der Steige]] geköpft ([[Strunkpass]]). Heute ist die [[Lone]] ein auf der Mittleren [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in [[Lonsee]] entspringender, extrem [[Karst|verkarsteter]], streckenweise [[Trockental|trockenfallener]], kleiner Bach.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Karstwasser der kleinen Lone sammelt sich großenteils im [[Donauried]]. Rund 60 % des von der [[Landeswasserversorgung]] Baden-Württemberg in [[Langenau]] gewonnenen Trinkwassers ist Karstwasser, überwiegend von der Lone.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sichtbare-Lauchertgraben-Schulter Schwäbische Alb.jpg|mini|Jüngere Jura-Nagelfluh beidseitig der [[Flussgeschichte der Lauchert|Lauchert]]. Im [[Lauchertgraben]] auch mit verworfen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Restflächen fluviatiler Schotterstränge beidseitig der großen Urflüsse Urlauchert und Urlone sind bis heute als „Jüngere Jura-Nagelfluh“ erhalten und belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Schreiner 1965 und Erl. Geokarte 7821, S. 47ff Flussablagerung im Obermiozän, Fazies der OSM. Ufrecht bezieht sich auf die Erkenntnisse von Kiderlen (1931) und datiert die Jura-Nagelfluh der Urlauchert früher: ”Die Schüttung der Jura-Nagelfluh erfolgte (auf der Mittleren Alb) noch vor oder spätestens gleichzeitig mit dem unter- bis mittel-miozänen Albvulkanismus“ (≈15 Ma); Für die Urlauchert fand sich Nagelfluh auch im Schlot des Vulkans “Hungersberg-Münsingen”, Ufrecht (2006) S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; W und E der Lauchert bei [[Veringenstadt|Veringendorf (Veringenstadt)]] ist an 5 Stellen Jüngere Jura-Nagelfluh belegt, 9&amp;amp;nbsp;km E von der Lauchert auch auf größeren Flächen um [[Hettingen#Inneringen|Inneringen (Hettingen)]] und [[Langenenslingen|Emerfeld (Langenenslingen)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Erl. GeoK 7821, [[Veringenstadt]], 1978, S. 48; Abel (2003a); Geyer&amp;amp;Gwinner (1986), S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Graupensandrinne zugeschüttet und die Molassesedimentation beendet war, waren die Unterläufe der von Norden kommenden großen Flüsse durch gewaltige Schuttmassen (überwiegend OSM aus dem S) plombiert. Durch massive [[Sedimentation|Abtragung]] im weiteren Verlauf vom Ober-Miozän bis Unter-Pliozän wurden die tertiäre OSM und auch jurassische Schichten unterschiedlich stark wieder abgeräumt. Heute sind nur noch einige wenige Reste tertiärer Decken am südlichen Albrand verblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007), S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Eintiefung begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ober-Miozän und weit bis ins Mittel-Pliozän (≈3,5 Ma) waren die Urflüsse, die Südwestdeutschland von Norden her entwässerten: [[Urdonau|Feldberg-Donau]], [[Brigach]] und [[Breg]], [[Prim (Neckar)|Urprim (Prim)]], [[Schmeie|Urschmeie (Schmeie)]],&amp;lt;ref&amp;gt;die Schmeie heißt bis [[Straßberg (Zollernalbkreis)]] Schmiecha&amp;lt;/ref&amp;gt; Urlauchert, [[Lauter (Donau)|Urlauter (Lauter)]], [[Lone|Urlone (Lone)]], [[Urbrenz|Urbrenz (Brenz)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Villinger in Rosendahl (2007), S. 15. Die Aare der Aare-Donau war zwar bis zum Mittel-Pliozän ein Hauptstrang des Donauflusssystems, entwässerte aber die Schweiz, nicht Südwestdeutschland&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ober-Miozän (ab ≈11 Ma): Spuren einer ersten Verkarstungsphase ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Flussgeschichte von Urlauchert und Lauchert ist von der Entwicklung der Verkarstung und der Weitung von [[Kluft (Geologie)|Klüften]] und [[Höhle]]n, nicht zu trennen. Bei der Neuvermessung (2005/6) einer Reihe von heute überwucherten [[Bohnerz]]gruben der Burghalde, einem [[Zeugenberg]] auf der Mittleren [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] südlich von [[Salmendingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kornbühl]], Monk, Aufberg, Käpfle und Burghalde sind dem Albtrauf nicht-vorgelagerte, nicht-vulkanische Zeugenberge bei [[Salmendingen]]/[[Melchingen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden höhlentypische Sedimente, [[Tropfstein]]bildungen und [[Sinter|Wandversinterungen]] vorgefunden. Durch diese Befunde angeregt, wurden zahlreiche (Groß-)[[Säugetiere|Säugetier]]-[[Fauna]]reste, die in der Zeit der letzten Bohnerzschürfungen um 1900 gesammelt und bewahrt worden waren, erneut [[Paläontologie|paläontologisch]] klassifiziert. Die [[Taxon|Taxa]] konnten Faunenarten zugeordnet werden, die zwischen Unter- bis Ober-Miozän jeweils zeitweise hier verbreitet waren. Zeit-Überschneidungen im „[[ELMMZ Neogen|MN 9]]“ („European Land Mammal Mega-Zone“) erlauben es, die Grubenoberflächen und die Hintereinanderreihungen der Bohnerzgruben als Höhlenruinen eines „post-ober-miozänen Reliefs“&amp;lt;ref&amp;gt;Ufrecht (2006), S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; (also als prädanubisch&amp;lt;ref&amp;gt;Eberle (2007) S. 46, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;) zu interpretieren. So gelang für die Schwäbische Alb erstmals der Nachweis einer Verkarstungsphase, die auf die miozäne Urlauchert bezogen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Urtal Oberste-Lauchert Schwäbische Alb.jpg|mini|Breites Tal einer &amp;#039;&amp;#039;Urlauchert&amp;#039;&amp;#039;? Oberste Lauchert, sehr klein, oft trockengefallen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fluss-Anzapfung Strunkpass Schwäbische Alb.jpg|mini|West-Ost-[[Geologisches Profil|Längsprofil]] von [[Rottenburg am Neckar]] bis [[Mägerkingen]]; Belege für ehemals große Albflüsse.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist die mit bis zu 1,5 km sehr breite Talmulde der Obersten Lauchert vom Albtrauf bis zur [[Erpf (Fluss)|Erpfmündung]], wo das kleine Lauchert-Rinnsal gerade mal bis zu drei Meter breit ist. Es kann vermutet werden, dass dies das Tal einer Urlauchert des „Fluss-Niveaus IV“&amp;lt;ref&amp;gt;Abel (2003a), S. 87 ff.; Ufrecht (2006), S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist, das heute am Albtrauf in Richtung Nordwest in der Luft ausstreicht – „geköpft“ wurde, das heißt, das Tal bildet einen [[Strunkpass]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die rückschreitende Erosion im [[Rhein|Rheinischen Flusssystem]] trägt auch heute noch zur ständigen Südverlegung des Albtraufs bei.&amp;lt;/ref&amp;gt; Empirisch belegt ist das Phänomen Strunkpass in der Literatur zur Schwäbischen Alb für die [[Fehla]], die von der rheinischen [[Starzel (Neckar)|Starzel]] westlich von [[Burladingen]] geköpft wurde. Offensichtlich gab es eine höher liegende und weiter nördlich reichende Urfehla. Ältestpleistozäne ([[Villafranchium#Tegelen-Faunengemeinschaft|Tegelen]]) Neckar-Terrassenschotter nahe der Starzel-Mündung sind belegt. Ufrecht bringt die Urfehla plausibel mit gleich alten Faunafossilien der [[Karls- und Bärenhöhle]] in Verbindung. Für ihn ist das breite Oberste Laucherttal und die Anzapfung durch die [[Steinlach]] und der ohnehin belegte Zusammenhang von Bären- und Karlshöhle mit der Lauchert naheliegend.&amp;lt;ref&amp;gt;Ufrecht (2003), Ufrecht (2006) S. 54. Ältestpleistozäne Schotter belegen den Neckar bei Rottenburg in ca. 415 m NN (Rähle &amp;amp; Bibus, 1992); in der lauchertnahen, heute in 800 m isolierten, früheren Flusshöhle Bären- und Karlshöhle finden sich ebenfalls Belege aus dem Tegelen. Die Flusshöhle wird von Abel (2003a), S. 87 ff., einer Urlauchert des „Fluss-Niveaus IV“ zugeordnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordfortsetzung einer Urlauchert oberhalb der heutigen Erpfmündung ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt (Stand: 2011). Daher gilt auch noch die ebenso unsichere Interpretation, dass [[Geomorphologie|Morphologie]], alte Erpf-[[Flussterrasse]]n und die Bären- und Karlshöhle als pliozäne Geoarchive einer alten, noch nicht trockengefallenen Urerpf die Nordfortsetzung der Lauchert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Abel (2003a), S. 68; Scheff (1983)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Übrigen sind das miozäne und frühpliozäne Relief des Juraplateaus, einschließlich des Urlauchert-Reliefs, völlig abgetragen und daher geologisch bis heute nicht zuverlässig rekonstruierbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Abel (2003a)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erl. GeoK: Geologische Karte von Baden-Württemberg, 1:25000, Erläuterungen zu Blatt Nr, Blattname, Jahr; Hrsg.: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Freiburg, (LGRB)&lt;br /&gt;
* Kiderlen (1931): Kiderlen, Helmut, Beiträge zur Stratigraphie und Paläogeographie des süddeutschen Tertiärs, (Diss., Tü 1930). Neues Jahrbuch f. Mineralogie, Geologie u. Paläontologie, Beilage-Band, B 66, S. 215–384, Stuttgart 1931&lt;br /&gt;
* Schreiner (1965): Schreiner, A., Die Juranagelfluh im Hegau. Jh. geol. L.-Amt, Baden-Württ., 7.&lt;br /&gt;
* Scheff (1983): Scheff, J. Verkarstung im oberen Laucherttal – Versuch einer Altersdatierung, S. 99ff, Laichinger Höhlenfreund, 18, Laichingen 1983&lt;br /&gt;
* Geyer &amp;amp; Gwinner (1986): Geyer, O.F., Gwinner, M. S., Geologie von Baden-Württemberg, 3. Auflage, Stuttgart 1986&lt;br /&gt;
* Rähle &amp;amp; Bibus (1992): Rähle, W. &amp;amp; Bibus, E., Eine altpleistozäne Molluskenfauna in den Höhenschottern des Neckars bei Rottenburg, Württemberg. Jahreshefte des Geologischen Landesamt Baden-Württemberg, 34, Freiburg 1992, S. 319–341.&lt;br /&gt;
* Erl. GeoK 1:50000: Geologische Karte 1:50000 von Baden-Württemberg, Erläuterungen zu Blatt Hegau und westl. Bodensee, Hrsg.: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), Freiburg 1992&lt;br /&gt;
* Ufrecht (2003): Ufrecht, W., Abel, Th. &amp;amp; Harlacher, Chr., Zur plio-pleistozänen Entwicklung der Bären- und Karlshöhle bei Erpfingen (Schwäbische Alb) unter Berücksichtigung der Sintertechnologie, Laichinger Höhlenfreund, 38, H. 2/2003, Laichingen 2003&lt;br /&gt;
* Abel (2003a): Abel, Th., Untersuchungen zur Genese des Malmkarsts der Mittleren Schwäbischen Alb im Quartär und jüngeren Tertiär (Diss., Tü 2003), TGA, C67, Tübingen 2003&lt;br /&gt;
* Ufrecht (2006): Ufrecht, W., Ein plombiertes Höhlenruinenstadium auf der Kuppenalb zwischen Fehla und Lauchert (Zollernalbkreis, Schwäbische Alb), Laichinger Höhlenfreund, Laichingen 2006&lt;br /&gt;
* Eberle (2007): Eberle, J.; Eitel, B.; Blümel, W. D.; Wittmann, S., Deutschlands Süden vom Erdmittelalter zur Gegenwart, Heidelberg 2007&lt;br /&gt;
* Villinger (2008): Villinger, E., Die Schwäbische Alb – eine geologische Bilderbuchlandschaft, in: Rosendahl (2008), S. 8–23.&lt;br /&gt;
* Rosendahl (2008): Rosendahl, W. u. a. (Hrsg.), Wanderungen in der Erdgeschichte (18), Schwäbische Alb, 2. Auflage, München 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Commons Bildmaterial ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lauchert|Lauchert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schwäbische Alb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Sigmaringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Donau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauchert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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