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	<title>Urlaub - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urlaub&amp;diff=34249&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-18T17:35:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die berechtigte Abwesenheit (von der Arbeit); zu anderen Namen und Bedeutungen siehe [[Urlaub (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Days-of-vacation-and-holidays.png|mini|Durchschnittliche Anzahl von Urlaubs- und Feiertagen in verschiedenen Ländern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urlaub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Zeit, in der eine arbeitsfähige Person von der Arbeit freigestellt ist. In Deutschland und Österreich wird unter Urlaub in der Regel der Erholungsurlaub verstanden (Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;Ferien&amp;#039;&amp;#039;), in der Schweiz umgekehrt nur andere Urlaubsarten als Ferien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort „urloub“ stand im [[Mittelhochdeutsch]]en für „die Erlaubnis, wegzugehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Mittelhochdeutsches_w%C3%B6rterbuch_bd_A_L_1/04UrAAAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=urlaub+urloup&amp;amp;pg=PA1018&amp;amp;printsec=frontcover Wilhelm Müller, &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1854, S. 1018]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus entwickelte sich „die Erlaubnis, für eine Zeit lang sich vom Amte, aus dem Dienste zu entfernen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Deutsches_W%C3%B6rterbuch/LqlgEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=urlaub+urloup&amp;amp;pg=PA982&amp;amp;printsec=frontcover Friedrich Ludwig Karl Weigand, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1878, S. 982]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Frühneuhochdeutsche Sprache|Frühneuhochdeutschen]] bedeutete „urlauben“ eher „entlassen, entfernen aus dem Dienst“. In den Nürnberger Ratserlässen des 16. Jahrhunderts werden beispielsweise Türmer, Torwächter, Stadtknechte usw. für dienstliches Fehlverhalten „mit straf des urlaubens“ bedroht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=coVKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA263&amp;amp;lpg=RA1-PA263&amp;amp;dq=%22straf+des+urlaubs%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zAA15BU45V&amp;amp;sig=ACfU3U1ZoPrO8twzy6SF4R0eIBUPLGbv6w&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwih4saowumFAxV3zwIHHfyCDzwQ6AF6BAgMEAM#v=onepage&amp;amp;q=%22straf%20des%20urlaubs%22&amp;amp;f=false Kammegerichtliches Staatsarchiv (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Kaiserlichen und Reichs-Cammer-Gerichts unter der glorwürdigen Regierung Kaiser Carls V.&amp;#039;&amp;#039;, 1767, S. 263]&amp;lt;/ref&amp;gt;, woraus heute die [[#Beurlaubung|Beurlaubung]] entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Sprachgeschichtlich geht der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Urlaub&amp;#039;&amp;#039; auf das [[Althochdeutsch|alt-]] und [[mittelhochdeutsch]]e Substantiv &amp;#039;&amp;#039;urloup&amp;#039;&amp;#039; zurück, das zunächst ganz allgemein „Erlaubnis“ bedeutete. In der höfischen Sprache der mittelhochdeutschen Zeit bezeichnete es dann die Erlaubnis wegzugehen, die ein Höherstehender oder eine Dame dem [[Ritter]] erteilen konnte. So baten im [[Hochmittelalter]] Ritter ihren [[Lehnsherr]]en um &amp;#039;&amp;#039;urloub&amp;#039;&amp;#039;, also um „Urlaub“.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Bross, &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Germanistische Linguistik für das bayerische Staatsexamen&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen: Gunter Narr, 2014, S.&amp;amp;nbsp;176; ISBN 978-3-8233-6850-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten [[Liebeslied]]ern kommt das Wort Urlaub auch in der Bedeutung vor, dass eine Beziehung (z.&amp;amp;nbsp;B. durch die Walz von Handwerksgesellen) eine Zeitlang „stillgelegt“ wird. Eine weitere Überlieferung ist, wenn die [[Ernte]] (aus der Land- oder Weinwirtschaft) eingebracht war, konnten die Knechte und Mägde zum Altbauern, dem „Ur“ gehen und um Er„laub“nis fragen. Gab dieser die Erlaubnis, wurde auch oft zugleich ein „[[Trinkgeld]]“ zur Vergnügung mit ausbezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wandelte sich die Bedeutung: Urlaub wurde als „offizielle vorübergehende Freistellung von einem Dienstverhältnis“ verstanden, allgemeiner dann als „dienst- oder arbeitsfreie Tage, die der Erholung dienen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/urlaub |titel=Urlaub |titelerg=Sprachratgeberartikel |hrsg=[[Duden]] |abruf=2012-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal taucht der Begriff – offenbar ganz geläufig im Sprachgebrauch – in Publikationen des späten 17. Jahrhunderts auf. Ein sehr früher Eintrag findet sich in den [[Monatliche Unterredungen einiger guten Freunde|Monatlichen Unterredungen einiger guter Freunde von allerhand Büchern und andern annehmlichen Geschichten]] vom Juni 1691. Am Ende eines literarischen Artikels schreibt der Autor: „Ehe wir aber den Leser völlig Urlaub geben / wollen wir noch von zweyen herrlichen Griechischen Scribenten / die man in Leipzig wieder neu aufflegen wird / etwas melden …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge des bezahlten Jahresurlaubs liegen im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/tsp/2005/ts_20050709/ts_20050709_02.html |wayback=20090517130703 |text=Tagesspiegel-Beilage der Freien Universität Berlin vom 9. Juli 2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 18. Jahrhundert taucht der Urlaub vor allem im Zusammenhang mit dem Militär auf: „Nach dem Feldzuge gieng er mit Urlaub nach Wien …“ Der „[[Augustin-Joseph de Mailly|Graf von Mailly]], der in der [[Schlacht bei Roßbach|Schlacht bey Roßbach]] gefangen worden und [[Ehrenwort|auf Parole]] Urlaub bekommen, nach Paris zu reisen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Beide Zitate finden sich im &amp;#039;&amp;#039;Genealogischen Archivarius, Theil 106,&amp;#039;&amp;#039; 1759&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im deutschen Arbeitsrecht übliche Begriff &amp;quot;Erholungsurlaub&amp;quot; (§ 1 BUrlG) geht zurück auf einen Beitrag des Buchdruckers Ludwig Rexhäuser &amp;quot;Erholungsurlaub für Arbeiter&amp;quot;, 1907 im gewerkschaftlichen Correspondenzblatt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1980/1980-11-a-716.pdf Jürgen Reulecke, Die Anfänge des Erholungsurlaubs für Arbeiter], 1980, S. 716&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schweiz hingegen wird der [[Erholungsurlaub]] ausschließlich als Ferien (vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;feriae&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Festtage&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet, so in {{Art.|329a|OR|ch}} [[Obligationenrecht (Schweiz)|OR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Urlaub in Spanien.jpg|mini|Erholungsurlaub von Mutter und Sohn in Spanien]]&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich ist, wenn von Urlaub gesprochen wird, in Deutschland und in Österreich häufig der [[Erholungsurlaub]] gemeint, in der Schweiz hingegen umgekehrt ziemlich alle Urlaubsarten außer dem Erholungsurlaub (der als Ferien bezeichnet wird).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erholungsurlaub ist &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Art von Urlaub. Welche Art Urlaub gemeint ist, hängt von seiner Zweckbindung ab. Beim Erholungsurlaub steht die [[Erholung]] und [[Rekonvaleszenz]] des [[Arbeitnehmer]]s, beim [[Erziehungsurlaub]] die [[Erziehung]] und [[Betreuung (Recht)|Betreuung]] eigener oder fremder [[Kindheit|Kinder]] im Vordergrund. Der Urlaub stellt die Arbeitskräfte temporär von ihrer Arbeitspflicht frei. Zu den Arbeitskräften gehören Arbeitnehmer, [[Beamter (Deutschland)|Beamte]], [[Richter]], [[Soldat]]en oder auch [[Selbständiger|Selbständige]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Creifelds]]/[[Klaus Weber (Jurist, 1957)|Klaus Weber]], &amp;#039;&amp;#039;[[Weber (Rechtswörterbuch)|Rechtswörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, 2000, S. 1389; ISBN 3-406-46411-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sprachliche Trennung zwischen Urlaub ([[Schweizer Hochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Urlaub&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|vacation}}, {{frS|vacances reposantes}}, {{nlS|vakantie}}) und Erholungsurlaub (Schweizer Hochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;Ferien&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|annual leave}}, {{frS|vacances}}, {{nlS|ontspannende vakantie}}) kommt in vielen Sprachgemeinschaften oder Länder zum Ausdruck, wobei [[Feiertag]]e nicht mitzählen; in anderen, so in Deutschland, fehlt diese Trennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es gibt folgende Urlaubsarten (Länderspezifische Arten siehe weiter unten):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Urlaubsart&lt;br /&gt;
! [[Definition]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bildungsurlaub]] || dient der [[beruf]]lichen [[Fortbildung]] des Arbeitnehmers&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elternzeit]], [[Mutterschaftsurlaub]], [[Vaterschaftsurlaub]]|| ist ein Zeitraum unbezahlter [[Freistellung (Arbeitsrecht)|Freistellung von der Arbeit]] nach der [[Geburt]] eines [[Kindheit|Kindes]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Erholungsurlaub]] (D, A) Ferien (CH) || dient der [[Erholung]] und der [[Rekonvaleszenz]] der [[Arbeitskraft]].&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Unbezahlter Urlaub&amp;#039;&amp;#039; || beruht auf einer freiwilligen [[Vereinbarung]] zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und lässt die Hauptpflichten aus dem [[Arbeitsverhältnis]] ([[Arbeitspflicht (Arbeitsrecht)|Arbeitspflicht]] und [[Arbeitsentgelt]]) ruhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Soziale_Sicherung_bei_Arbeitsunf%C3%A4higkei/erhoDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=unbezahlter+urlaub&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;printsec=frontcover Norbert Finkenbusch, &amp;#039;&amp;#039;Soziale Sicherung bei Arbeitsunfähigkeit&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderform von Urlaub heißt [[Sabbatical]]. Vor allem Lehrer und andere Beamte nutzen diese Möglichkeit, bei einem Einkommen von z.&amp;amp;nbsp;B. 80 % des ursprünglichen Monatsgehaltes nach vier Jahren ein „Urlaubsjahr“ einzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beurlaubung ==&lt;br /&gt;
Die Beurlaubung ist in der [[Privatwirtschaft]] die dauerhafte [[Freistellung (Arbeitsrecht)|Freistellung]] eines Arbeitnehmers von seiner Arbeitspflicht, die meist im Zusammenhang mit der [[Beendigung des Arbeitsverhältnisses]] steht. Im Beamtenrecht ist die Beurlaubung die Freistellung vom Dienst ohne [[Besoldung]] etwa zur Betreuung minderjähriger Kinder oder Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Ruge_u_a_Arbeitsrecht_im_%C3%B6ffentlichen_D/k7swDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=beurlaubung+arbeitsrecht&amp;amp;pg=PA206&amp;amp;printsec=frontcover  Henning Rabe von Pappenheim/Jan Ruge/Klaus Pawlak/Martin Krömer (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Arbeitsrecht im öffentlichen Dienst&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 206]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorausgesetzt wird, dass ein [[wichtiger Grund]] vorliegt und dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Während der Beurlaubung darf ein anderes [[Arbeitsverhältnis]] aufgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 27. Juni 2001, Az.: 5 AZR 424/99 = {{Rspr|BAGE 98, 157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Urlaub (Deutschland)}}&lt;br /&gt;
Wichtigste Rechtsgrundlage ist das [[Bundesurlaubsgesetz]] (BUrlG), das den Erholungsurlaub regelt. Von den gesetzlichen Regelungen darf im [[Tarifvertrag]], in der [[Betriebsvereinbarung]] oder im [[Arbeitsvertrag (Deutschland)|Arbeitsvertrag]] abgewichen werden, doch dürfen dabei die Mindestregelungen nicht unterschritten werden ([[Günstigkeitsprinzip]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Personalwirtschaft/_SLRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=urlaub+lexikon&amp;amp;pg=PA312&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Weber/Wolfgang Mayrhofer/Werner Nienhüser/Rüdiger Kabst, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Personalwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 312]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Großunternehmen]] können aus Gründen der  [[Betriebsorganisation]] auch [[Betriebsferien]] angeordnet werden, so dass ein großer Teil der Arbeitnehmer zur selben Zeit Erholungsurlaub nehmen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] beträgt der Urlaub nach einer Dienstzeit von weniger als 25 Jahren 30 Werktage und erhöht sich nach Vollendung des 25. Jahres auf 36 Werktage ({{§|2|UrlG|RIS-B|DokNr=NOR40144614}} UrlG), wobei auf die Erfordernisse des Arbeitgebers und die Erholungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen ist ({{§|4|UrlG|RIS-B|DokNr=NOR40137145}} UrlG). Spezialvorschriften sind {{§|15|HausbesorgerG|RIS-B|DokNr=NOR12096153}} ff. HausbesorgerG und {{§|45|HausbesorgerG|RIS-B|DokNr=NOR40225163}} ff. Bauarbeiter-UrlaubsG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wird anstatt von Urlaub von „Ferien“ gesprochen. Die Schweizer &amp;#039;&amp;#039;fahren&amp;#039;&amp;#039; nicht in den &amp;#039;&amp;#039;Urlaub&amp;#039;&amp;#039;, sondern &amp;#039;&amp;#039;gehen&amp;#039;&amp;#039; in die &amp;#039;&amp;#039;Ferien&amp;#039;&amp;#039;. Das Wort „Urlaub“ wird in der Schweiz verwendet für die Abwesenheit von dienstlicher [[Tätigkeit]] ([[Militärdienst#Schweiz|Militärdienst]], [[Polizei]], [[Feuerwehr]] usw.), wobei die Beurlaubten meist auch im Urlaub den Regeln, bzw. dem Recht des betreffenden Dienstes unterstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{Art.|329a|OR|ch}} [[Obligationenrecht (Schweiz)|OR]] hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedes Dienstjahr wenigstens vier Wochen, dem Arbeitnehmer bis zum vollendeten 20. Altersjahr wenigstens fünf Wochen Ferien zu gewähren. {{Art.|329c|OR|ch}} OR schreibt vor, dass wenigstens zwei Ferienwochen zusammenhängend genommen werden müssen. Die Entgeltfortzahlung ist in {{Art.|329d|OR|ch}} OR gesichert. Der Mutterschaftsurlaub ergibt sich aus {{Art.|329f|OR|ch}} OR, der Betreuungsurlaub ist in {{Art.|329h|OR|ch}} ff. OR geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
In der [[Europäische Union|Europäischen Union]] haben nach {{Art.|31|GRCh|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Charta der Grundrechte der Europäischen Union]] Arbeitnehmer unter anderem das Recht auf bezahlten [[Jahresurlaub]]. Das Grundrecht verdrängt, was sein Bestehen selbst anbelangt, aufgrund ihm zuerkannter Direktwirkung abweichende nationale Rechtsvorschriften. Weiterhin ist im Rahmen der Verpflichtung zur unionsrechtskonformen Auslegung des nationalen Rechts, vorrangig und so weit wie möglich das in Art. 7 der EU-Richtlinie 2003/88 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung normierte und von der EuGH-Rechtsprechung konkretisierte Recht auf einen vierwöchigen Mindestjahresurlaub zur Geltung zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://infocuria.curia.europa.eu/tabs/document?source=document&amp;amp;text=&amp;amp;docid=293841&amp;amp;pageIndex=0&amp;amp;doclang=DE&amp;amp;mode=req&amp;amp;dir=&amp;amp;occ=first&amp;amp;part=1 EuGH, 19. Dezember 2024 C‑531/23 Loredas] -, Rn. 35, 48; allgemein [https://www.bverfg.de/e/rs20250929_2bvr093419 BVerfG, 29. September 2025 - 2 BvR 934/19] -, Rn. 210, 226  &amp;lt;/ref&amp;gt; Danach soll der Jahresurlaub dem Arbeitnehmer einerseits ermöglichen, sich von der Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten zu erholen, und ihm andererseits eine Zeit der Entspannung und Freizeit gewähren&amp;lt;ref&amp;gt;[https://infocuria.curia.europa.eu/tabs/document?source=document&amp;amp;text=&amp;amp;docid=303872&amp;amp;pageIndex=0&amp;amp;doclang=DE EuGH, 04.September.2025 - C-253/24 Pelavi] -, Rn.72 f. (76),  [https://www.bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/9-azr-216-24/ BAG, 19. August 2025 - 9 AZR 216/24] -, Rn. 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Anspruch auf Urlaub setzt grundsätzlich voraus, dass der Arbeitnehmer im Laufe des Bezugszeitraums tatsächlich gearbeitet hat und ist auf der Grundlage der tatsächlich im Rahmen des Arbeitsvertrags geleisteten Arbeitszeit zu bestimmen. Ausnahmsweise wird dem Arbeitnehmer auch für Zeiten, solange er ärztlich krankgeschrieben ist, der Erwerb des Anspruchs auf bezahlten Jahresurlaub zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:62025CO0037 EuGH, 15. Juli 2025 - C-37/25 GTC Dijon] -, Rn. 20 f., 36 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Europäischer Gerichtshof|EuGH]] (EuGH) entschied im November 2018, dass Arbeitnehmer den ihnen nach [[Unionsrecht]] zustehenden Urlaub (also den gesetzlichen Mindesturlaub) nicht automatisch verlieren, wenn sie zuvor keinen &amp;#039;&amp;#039;Urlaubsantrag&amp;#039;&amp;#039; gestellt haben. Urlaubsansprüche sollen nach Auffassung des EuGH nur dann automatisch verfallen, wenn der Arbeitnehmer tatsächlich in der Lage war, seinen bezahlten Jahresurlaub zu nehmen. Dies sei nur dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer erforderlichenfalls sogar dazu auffordert, den Urlaub zu nehmen und ihm mitteilt, dass der nicht genommene Urlaub am Ende des zulässigen Übertragungszeitraums oder am Ende des [[Arbeitsverhältnis]]ses verfallen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 6. November 2018: Az.: C-684/16 (Shimizu) und C-619/16 (Kreuziger) = {{Rspr|NJW 2019, 495}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Erholungsurlaub gilt gemeinhin als „schönste Zeit des Jahres“&amp;lt;ref&amp;gt;Stephanie Günther/Wolfgang Müller, &amp;#039;&amp;#039;Die schönste Zeit des Jahres: Wissenswertes zum Urlaubsrecht&amp;#039;&amp;#039;, in: Der Betriebsrat, 2010, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist als unentziehbare gesetzlich bedingte [[Sozialstandard|soziale Mindestleistung]] des Arbeitgebers zur Erhaltung und Wiederauffrischung der Arbeitskraft des bei ihm beschäftigten Arbeitnehmers aufzufassen.&amp;lt;ref&amp;gt;BAG, Urteil vom 7. November 1985, Az.:6 AZR 169/84 = {{Rspr|BAGE 50, 124}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Sicht der [[Arbeitspsychologie]] dient Urlaub – bestehend aus Entgeltfortzahlung und Freistellung von der Arbeit – zur Rekonvaleszenz und Stärkung der [[Arbeitsmotivation]], zum Abbau von [[Stress]] und der [[Freie Entfaltung der Persönlichkeit|Selbstentfaltung]] der Arbeitskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Erarbeitung_als_Voraussetzung_des_Ur/ZhQwDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=urlaub+erholung&amp;amp;pg=PA56&amp;amp;printsec=frontcover Julia M. König, &amp;#039;&amp;#039;Die Erarbeitung als Voraussetzung des Urlaubsentgeltanspruchs&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 56]&amp;lt;/ref&amp;gt; Urlaub kann das während der [[Arbeitszeit]] angesammelte [[Arbeitsleid]] und die empfundene  [[Arbeitsschwere]] mildern, so dass die [[Arbeitszufriedenheit]] zurückgewonnen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da an freien Tagen (Urlaub, Sonn- und Feiertage) nicht gearbeitet wird, wirkt sich [[volkswirtschaft]]lich eine hieraus resultierende verringerte [[Produktion]] – [[ceteris paribus]] – negativ auf das [[Bruttoinlandsprodukt]] aus und bremst das [[Wirtschaftswachstum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Vergleichende_Volkswirtschaftslehre/xg50DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=urlaub+arbeitsproduktivit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA181&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich Peter Ritter, &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 180 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt auch für Verkürzungen der Arbeitszeit. Bereits die Einführung eines neuen Feiertages kann zur Verringerung des Wirtschaftswachstums beitragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Makro%C3%B6konomie/kbPBqRDa40YC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bruttoinlandsprodukt+Feiertag&amp;amp;pg=PA55&amp;amp;printsec=frontcover Olivier Blanchard/Gerhard Illing, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 55 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Urlaub wirkt sich insofern negativ bei der [[Kalenderbereinigung]] aus. Es ist fraglich, ob [[technischer Fortschritt]] und [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]] dem dauerhaft ausgleichend entgegenwirken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Als [[Ferien]] hingegen werden (außerhalb der Schweiz) Zeiträume bezeichnet, in denen eine [[Institution]] vollständig schließt ([[Schulferien]], [[Betriebsferien]], [[Semesterferien]] usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Urlaubsentgelt]], [[Urlaubsgeld]] („13./14.&amp;amp;nbsp;Monatsgehalt“)&lt;br /&gt;
* [[Arbeitnehmerüberlassung]]&lt;br /&gt;
* [[Betriebliche Übung]]&lt;br /&gt;
* [[Urlaubsservice]]&lt;br /&gt;
* [[Urlauberkreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Abschied Christi von Maria|Urlaubergruppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks/Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Holidays|Urlaub}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Urlaub}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Urlaub|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4062137-6|LCCN=sh85075603}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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