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	<title>Urban Pierius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T17:38:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urban_Pierius&amp;diff=862246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-05T21:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Urban-Pierius.jpg|mini|hochkant|Urban Pierius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urban Pierius,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;auch: Birnbaum&amp;#039;&amp;#039; (* um 1546 in [[Schwedt/Oder|Schwedt]]; † [[12. Mai]] [[1616]] in [[Bremen]]) war ein deutscher evangelischer Theologe, Professor an den Universitäten Frankfurt/Oder und Wittenberg, Superintendent in Brandenburg an der Havel, Dresden und Bremen, Generalsuperintendent von Küstrin und dem sächsischen Kurkreis, Hofprediger in Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Urban war ein Kind armer Eltern. Er besuchte zunächst auf Kosten des [[Grafen von Hohenstein]] das Gymnasium in [[Kostrzyn nad Odrą|Küstrin]] und studierte ab 1560 an der [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Universität Frankfurt (Oder)]]. Während seines Studiums nahm er seinen ins Griechische übersetzten Nachnamen, Pierius, als Gelehrtennamen an und erwarb 1570 den akademischen Grad eines [[Magister]]s. Zunächst begann er ein Studium der Rechtswissenschaften, wechselte dann aber zu einem Theologiestudium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit fand er Aufnahme an der philosophischen Fakultät der Universität, wo er 1572 die Professur für Philosophie übernahm. 1576 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er unter dem Vorsitz von [[Andreas Musculus]] zum [[Doctor theologiae|Doktor der Theologie]], übernahm im Folgejahr das [[Rektor]]at der Universität und wurde [[Professor]] an der theologischen Fakultät. Obwohl er selbst die [[Konkordienformel]] unterschrieben hatte, trat er gegen diese auf. Lange blieb er aber nicht als Professor in Frankfurt (Oder). Denn er folgte schon im selben Jahr einem Ruf nach [[Brandenburg an der Havel]], wo er als Oberpfarrer an der [[St. Gotthardt (Brandenburg an der Havel)|St.-Gotthardt-Kirche]] und als [[Superintendent]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahre später, 1581, folgte er einer Berufung, als Generalsuperintendent nach Küstrin. Als [[Philippisten|Philippist]] machte er sich jedoch den [[Gnesiolutheraner]]n verdächtig. Daraufhin wurde von ihm verlangt, seine Lehransichten von der Person Christi und dem Abendmahl 1586 vor dem Kurfürsten [[Johann Georg (Brandenburg)|Johann Georg von Brandenburg]] zu bekennen. Auf Betreiben von [[Nikolaus Krell]] wurde er an den Hof von [[Christian I. (Sachsen)|Christian&amp;amp;nbsp;I. von Sachsen]], den er 1586 bereits persönlich kennengelernt hatte, nach Dresden als Superintendent und Hofprediger berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sachsen machte er sich ebenfalls des [[Kryptocalvinismus]] verdächtig. Dennoch konnte sich Pierius behaupten und übernahm Ende 1590, nach dem Tod von [[David Voit]], dessen Stelle in Wittenberg als Oberpfarrer an der [[Stadtkirche Lutherstadt Wittenberg|Stadtkirche]] und Generalsuperintendent des sächsischen [[Kurkreis]]es. Am 26. April 1590 übernahm er die erste Professur an der theologischen Fakultät der [[Leucorea|Universität Wittenberg]]. Obwohl seine Vorlesungen großen Anklang fanden, geriet er in einen hitzigen Streit mit den Diakonen an der Schlosskirche über den [[Exorzismus]], bis diese aus ihrer lutherischen Überzeugung heraus die Stadt verließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Christian&amp;amp;nbsp;I. von Sachsen begann dessen Nachfolger, der Administrator [[Friedrich Wilhelm I. (Sachsen-Weimar)|Friedrich Wilhelm von Sachsen-Weimar]], wieder einen lutherischen Kurs einzuführen. Pierius, der als führender Vertreter des Kryptocalvinismus angesehen wurde, ging auf Anordnung des Regenten am 13. November 1591 in dem [[Schloss Wittenberg]] in Haft und wurde von seinen Ämtern suspendiert. Die Königin [[Elisabeth I.|Elisabeth von England]] verwendete sich für ihn, da er 1588 ein Gedicht über den Untergang der spanischen Armada verfasst hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin wurde er 1593 aus der Haft entlassen und verließ das Kurfürstentum Sachsen, nachdem er sich verpflichtet hatte, nie wieder gegen lutherische Geistliche vorzugehen. Er begab sich dann nach [[Zerbst/Anhalt|Zerbst]] in [[Anhalt]], fand dann eine Anstellung in [[Amberg]] als Pfarrer und folgte 1599 einem Ruf nach [[Bremen]] als Pastor und wurde 1604 Superintendent, welche Ämter er bis zu seinem Tode ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Examen und Erleuterung Der in der Leichpredigt, uber den enthäupten D. Nicolaum Krell gehalten, Fürgebrachten Newen Religions Streiten, eingestrewten falschen beschüldigungen und unerfindlichen Anklagen&amp;#039;&amp;#039;. Wessel, Bremen 1603. ([https://books.google.de/books?id=bdHpjzuvARIC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]). &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abfertigung Des Ubiquistischen Predigers D. Philippi Nicolai zu Hamburg / wegen seiner unbefügten zunötigung uber das Examen der Krellischen Leichpredigt&amp;#039;&amp;#039;. Wessel, Bremen 1603. ([https://opendata2.uni-halle.de/explore?bitstream_id=e3f94fe3-059f-48d1-82c2-60dba26774ab&amp;amp;handle=1516514412012/28241&amp;amp;provider=iiif-image Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brevis Repetitio Doctrinae Orthodoxae De Persona Et Officio Christi, Tribvs Dispvtationibvs In Celeberrima Academia VVitebergensi publice propositae &amp;amp; explicatae&amp;#039;&amp;#039;. Lehmann, Wittenberg 1591. ([https://books.google.de/books?id=uWhSAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ejus repetitio seu defensio contra Balthas. Menzerum.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Confessio publica.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Typus doctrinae orthodoxae de persone &amp;amp; officio Christi.&amp;#039;&amp;#039; Wittenberg 1591.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klagpredigt, Uber den Tödtlichen, jedoch Christlichen vnnd Gottseligen Abgang deß Weiland Durchleuchtigsten Hochgebornen Fürsten vnnd Herrn, Herrn Christians, Hertzogen zu Sachsen deß heiligten Römischen Reichs Ertzmarschalln vnnd Churfürsten&amp;#039;&amp;#039;. Lehman, Wittenberg 1591.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formulae precum.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Disputatio ex Peripateticorum sententia de animaesentientis facultate interiori, seu de sensibus interioribus, ut vulgò nominant&amp;#039;&amp;#039;. (Rsp. Michael Haslob) Frankfurt (Oder) 1572. ([https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.zvdd.de%2Fdms%2Fmetsresolver%2F%3FPPN%3DPPN805383654&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=5&amp;amp;cHash=3413f8c61dfeaa7766f56a16f2e9bf7e Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bericht Von der Christlichen Tauffe einer gebornen Tuerckin, WJe dieselbe in oeffentlicher Versamlung zu Amberg ihres Glaubens Bekaentniß gethan vnnd darauf getaufft worden.&amp;#039;&amp;#039; Neben&amp;amp;Ketzel, Lich 1600. ([https://opendata2.uni-halle.de/explore?bitstream_id=23cf42c5-2d86-46b1-82a3-fd850e3e39b9&amp;amp;handle=1516514412012/4986&amp;amp;provider=iiif-image Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|28|58|90|91|Pierius, Urban}}&lt;br /&gt;
* {{JöcherGelehrten |Lemma=Pierius (Urban), sonst Birnbaum genannt |Band=3 |Spalte=1559 |Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* Johann Christoph Erdmann: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbeschreibungen und litterarische Nachrichten von den Wittenbergischen Theologen seit der Stiftung der Universität 1502, bis zur dritten hundertjährlichen Säkularfeier 1802; aus den Matrikeln und andern glaubwürdigen Urkunden. Ein Beitrag zur Kursächs. Reformations- und Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Samuel Gottfried Zimmermann, Wittenberg 1804.&lt;br /&gt;
* {{ADB|26|117|122|Pierius, Urban|[[Gotthard Lechler]]|ADB:Pierius, Urban}}&lt;br /&gt;
* [[Thomas Klein (Historiker)|Thomas Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Zweite Reformation in Kursachsen (1586–1591).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Köln / Graz 1962.&lt;br /&gt;
* Thomas Klein: &amp;#039;&amp;#039;Urban Pierius, Geschichte der kursächsischen Kirchen- und Schulreformation.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|115650873}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115650873|VIAF=35191226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pierius, Urban}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Brandenburgische Universität Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Geistlicher (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalsuperintendent (Kurkreis Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1616]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prorektor (Brandenburgische Universität Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pierius, Urban&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Birnbaum, Urban; Pierius, Urbanus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher lutherischer Theologe, Professor, Superintendent, Generalsuperintendent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1546&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwedt/Oder|Schwedt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Mai 1616&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drucker03</name></author>
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