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	<title>Urantrennarbeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:11:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Urantrennarbeit&amp;diff=257681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pluderhose am 19. Juni 2025 um 23:00 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-19T23:00:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urantrennarbeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (UTA) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Separative Work Unit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (SWU) ist ein Begriff, der bei der [[Urananreicherung]] verwendet wird und den für die Trennung von [[Isotop|Uranisotopen]] erforderlichen Aufwand beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hängt ab von&lt;br /&gt;
* der Uranmenge, die zwecks Anreicherung den Prozess durchläuft,&lt;br /&gt;
* dem Anreicherungsgrad des gewünschten Produkts und&lt;br /&gt;
* dem Abreicherungsgrad des verbleibenden Urans (dem sog. [[Abreicherung|Tails]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es keine unmittelbar messbare Größe für die Trennarbeit gibt, musste eine Formel entwickelt werden, mit der man aus den Parametern Durchsatzmenge, [[Anreicherungsgrad]] und [[Abreicherungsgrad]] einen Wert errechnen kann, der proportional zu dem technischen und energetischen Aufwand bei der [[Isotopentrennung]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinfacht kann man sagen, dass die Urantrennarbeit umso größer ist, je mehr Uran durchgesetzt wird und je vollständiger die Trennung zwischen den schwereren und leichteren Isotopen erfolgt, d.&amp;amp;nbsp;h. je höher der Anreicherungsgrad und je geringer der Abreicherungsgrad gewählt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urantrennarbeit hat die Dimension einer [[Masse (Physik)|Masse]]. Man definiert als Einheit „kg&amp;amp;nbsp;UTA“, wobei der Zusatz UTA zur Unterscheidung von wirklichen Massen im deutschsprachigen Raum üblich geworden ist. 1000 kg UTA werden auch als 1&amp;amp;nbsp;t UTA bezeichnet. Im Englischen ist der Begriff „Separative Work Unit“ (SWU) üblich. Es gilt: 1&amp;amp;nbsp;SWU = 1&amp;amp;nbsp;kg UTA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Um 1&amp;amp;nbsp;kg angereichertes Uran zu erzeugen, sind je nach gewähltem Abreicherungsgrad (Anteil des Isotops &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U im [[Abreicherung|Tails]]) folgende Urantrennarbeiten erforderlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei einem Anreicherungsgrad von 3 % (Anteil des Isotops &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U im Produkt):&lt;br /&gt;
** bei 0,01 % Abreicherungsgrad: 12,39 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,05 % Abreicherungsgrad: 7,727 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,10 % Abreicherungsgrad: 5,905 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,15 % Abreicherungsgrad: 4,915 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,20 % Abreicherungsgrad: 4,253 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,25 % Abreicherungsgrad: 3,765 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,30 % Abreicherungsgrad: 3,383 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,71 % Abreicherungsgrad: 1,781 kg UTA&lt;br /&gt;
* Bei einem Anreicherungsgrad von 20 % (Anteil des Isotops &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U im Produkt):&lt;br /&gt;
** bei 0,01 % Abreicherungsgrad: 114,18 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,05 % Abreicherungsgrad: 74,74 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,10 % Abreicherungsgrad: 59,33 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,15 % Abreicherungsgrad: 50,97 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,20 % Abreicherungsgrad: 45,37 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,25 % Abreicherungsgrad: 41,24 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,30 % Abreicherungsgrad: 38,01 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,71 % Abreicherungsgrad: 24,46 kg UTA&lt;br /&gt;
* Bei einem Anreicherungsgrad von 85 % (Anteil des Isotops &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U im Produkt):&lt;br /&gt;
** bei 0,01 % Abreicherungsgrad: 513,1 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,05 % Abreicherungsgrad: 340,7 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,10 % Abreicherungsgrad: 273,3 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,15 % Abreicherungsgrad: 236,7 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,20 % Abreicherungsgrad: 212,3 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,25 % Abreicherungsgrad: 194,2 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,30 % Abreicherungsgrad: 180,1 kg UTA&lt;br /&gt;
** bei 0,71 % Abreicherungsgrad: 120,9 kg UTA&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei gleichem Anreicherungsgrad wird also der Aufwand umso größer, je weniger &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U sich im abgereicherten Uran befinden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 100 – 200&amp;amp;nbsp;t UTA sind erforderlich, um den jährlichen Anreicherungsbedarf für einen typischen [[Leichtwasserreaktor]] mit 1000&amp;amp;nbsp;MW elektrischer Leistung zu decken. Große [[Uran-Anreicherung|Urananreicherungsanlagen]] verfügen über Kapazitäten von mehreren tausend Tonnen UTA pro Jahr. Für die einzige in Deutschland in Betrieb befindliche [[Urananreicherungsanlage Gronau|Anreicherungsanlage Gronau]] wurde eine Kapazitätserweiterung auf 4.500&amp;amp;nbsp;t UTA/a beantragt und im Jahre 2005 genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energieverbrauch ==&lt;br /&gt;
Neben den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen, welche beim [[Uranbergbau]] anfallen, ist die Energie, welche für die Urananreicherung benötigt wird, der Hauptfaktor beim CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausstoß der Kernkraft &amp;#039;&amp;#039;im laufenden Betrieb&amp;#039;&amp;#039;. Emissionen, welche bei Bau/Rückbau, Endlagerung usw. anfallen, können hingegen in den Bereich der [[Fixkosten]] verortet werden, da diese nicht oder nur unwesentlich mit der pro Kraftwerk produzierten Strommenge skalieren. Ein nach wenigen Monaten Testbetrieb stillgelegter Reaktor erzeugt bei Bau und Rückbau genauso viel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wie einer, der jahrzehntelang im Dauerbetrieb gewesen ist. [[Natururanreaktor]]en haben keinen Energiebedarf für Urananreicherung, sind jedoch aufgrund anderer Nachteile weniger verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ältere Verfahren der Gasdiffusion ist enorm energieintensiv. Zu Zeiten des [[Manhattan-Projekt]]s war zeitweise der Großteil der US-Stromerzeugung nur zum Betrieb dieser Anlagen nötig.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.osti.gov/opennet/manhattan-project-history/publications/DE99001330.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Kilo Urantrennarbeit mittels Gasdiffusion benötigt rund 2400&amp;amp;nbsp;kWh. Hingegen erfordert dieselbe Menge Urantrennarbeit mittels Zentrifugen lediglich 40–50&amp;amp;nbsp;kWh.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.world-nuclear.org/information-library/nuclear-fuel-cycle/conversion-enrichment-and-fabrication/uranium-enrichment.aspx&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist ein Unterschied bis zum Faktor&amp;amp;nbsp;60.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.urenco.com/swu-calculator SWU Calculator], UTA-Rechner auf der Website von [[Urenco]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernbrennstofftechnik]]&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pluderhose</name></author>
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