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	<title>Uranmunition - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Uranmunition&amp;diff=16760&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HobbyAstronaut: u. a. doppelten Inhalt entfernt</title>
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		<updated>2026-04-15T19:18:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;u. a. doppelten Inhalt entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:30mm DU slug.jpg|mini|Urankern eines panzerbrechenden DU-Geschosses Kaliber 30 mm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uranmunition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DU-Munition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{enS|depleted uranium}}), ist [[panzerbrechende Munition]], deren Geschosse [[Abreicherung|abgereichertes]] [[Uran]] enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Margit Fink: [https://idw-online.de/en/news124118 &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Metal of Dishonor&amp;quot; - munitions from depleted Uranium (DU) contaminates soils in crisis areas&amp;#039;&amp;#039;], auf idw-online.de, 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen [[Dichte (Physik)|Dichte]] (≈19,1&amp;amp;nbsp;g/cm³) des Urans haben Urangeschosse eine hohe [[Querschnittsbelastung]] und damit eine hohe [[Durchschlagskraft]].&lt;br /&gt;
Das abgereicherte Uran besteht, im Vergleich zu Natururan, zu einem geringeren Anteil aus dem spaltbaren [[Isotop|Uranisotop]] &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U und damit größtenteils aus dem nicht durch thermische Neutronen spaltbaren Isotop &amp;lt;sup&amp;gt;238&amp;lt;/sup&amp;gt;U. Die Radioaktivität des abgereicherten Urans (die [[Alphastrahlung|α-Strahlungs]]-Aktivität ist mit 15.000&amp;amp;nbsp;[[Becquerel (Einheit)|Bq]]/g etwa 40 % geringer als die von Natururan) erfüllt in diesem Fall keinen militärischen Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Erste Versuche mit Uran-Hartkerngeschossen führte die deutsche [[Wehrmacht]] im Zweiten Weltkrieg durch. Da die Produktion der [[Panzergranate 40]]&amp;amp;nbsp;– ein Panzerabwehrgeschoss mit unterkalibrigem [[Wolfram]]-Hartkern&amp;amp;nbsp;– aufgrund des Wolframmangels im Sommer 1943 eingestellt werden musste, war man auf der Suche nach Alternativen. Im März 1944 wurden erfolgreich Versuche mit Urankern-Munition durchgeführt. Infolge Materialmangels kam es aber auch hier nicht zu einer weiteren Herstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Militärgeschichtliches Forschungsamt]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5/2, ISBN 3-421-06499-7, S. 646.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uranmunition wird seit Mitte der 1970er-Jahre zur Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge eingesetzt. Während bekanntermaßen 21 Staaten Uranmunition bevorraten (USA, Russland, Großbritannien, China, Schweden, Niederlande, Griechenland, Frankreich, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Türkei, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Israel, Saudi-Arabien, Irak, Pakistan, Thailand, Südkorea und Japan), haben bislang nur die USA die Verwendung dieser Munition in Kriegen zugegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Röhrlich: [https://www.welt.de/gesundheit/article173224341/Uran-Munition-Wie-schlimm-sind-die-gesundheitlichen-Folgen.html &amp;#039;&amp;#039;Nach dem Krieg bleibt der giftige Staub&amp;#039;&amp;#039;] In: Welt Online, 5. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kamen mehrere tausend Tonnen Uranmunition zum Einsatz, darunter im [[Zweiter Golfkrieg|Zweiten Golfkrieg]] (320 Tonnen), im [[Bosnienkrieg]] ([[Operation Deliberate Force]]), im [[Kosovo-Krieg]], im [[Irakkrieg]] und im [[Bürgerkrieg in Syrien|syrischen Bürgerkrieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Sydow: [https://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-usa-raeumen-einsatz-von-uranmunition-ein-a-1134694.html &amp;#039;&amp;#039;USA räumen Einsatz von Uranmunition in Syrien ein.&amp;#039;&amp;#039;] In: Spiegel Online, 16. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Allein im Irakkrieg 2003 verschoss die „[[Koalition der Willigen (Irakkrieg)|Koalition der Willigen]]“ zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Brown: [https://www.theguardian.com/uk/2003/apr/25/internationaleducationnews.armstrade &amp;#039;&amp;#039;Gulf troops face tests for cancer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. April 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.huffingtonpost.com/2013/03/20/iraq-war-anniversary-birth-defects-cancer_n_2917701.html &amp;#039;&amp;#039;Iraq War Anniversary: Birth Defects And Cancer Rates At Devastating High In Basra And Fallujah.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[The Huffington Post]], 20. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russischer Überfall auf die Ukraine ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2023 sagte [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] der Ukraine für ihre Verteidigung gegen den [[Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022|russischen Überfall seit Februar 2022]] die Lieferung von 14 [[Kampfpanzer]]n vom Typ &amp;#039;&amp;#039;[[Challenger 2]]&amp;#039;&amp;#039; zu:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Uhlig |url=https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/702795/Grossbritannien-liefert-Uran-Munition-an-Ukraine |titel=Großbritannien liefert Uran-Munition an Ukraine |werk=deutsche-wirtschafts-nachrichten.de |hrsg=Deutsche Wirtschaftnachrichten |datum=2023-03-22 |abruf=2023-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser kann [[Wuchtgeschoss]]e aus abgereichertem Uran verschießen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Marco Zschieck | url=https://taz.de/Uranmunition-fuer-die-Ukraine/!5955563/ | titel=Uranmunition für die Ukraine: Uran alleine reicht nicht | werk=taz.de | datum=2023-09-07 | abruf=2023-10-05 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Till Eichenauer |url=https://www.rnd.de/politik/ukraine-grossbritannien-liefert-urangeschosse-wie-gefaehrlich-sind-sie-2QQ6NWSWJVD2THMHVFBYCJFN64.html |titel=Briten liefern Ukraine Munition aus radioaktivem Material: Wie gefährlich sind Urangeschosse? |werk=Redaktionsnetzwerk Deutschland |hrsg=Redaktionsnetzwerk Deutschland |datum=2023-03-03 |abruf=2023-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang September 2023 bestätigte die US-Regierung, Uranmunition an die Ukraine, für die abgegebenen &amp;#039;&amp;#039;[[M1 Abrams|M1 Abrams A1]]&amp;#039;&amp;#039; zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.defense.gov/News/Releases/Release/Article/3516840/biden-administration-announces-additional-security-assistance-for-ukraine/ |titel=Biden Administration Announces Additional Security Assistance for Ukraine |sprache=en-US | datum=2023-09-06 |abruf=2023-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Abgereichertes [[Uran]] fällt als [[radioaktiver Abfall]] bei der [[Uran-Anreicherung|Anreicherung]] von Uran für die [[Energieerzeugung]] in Leichtwasser-[[Kernkraftwerk|Atomkraftwerken]] und bei der Produktion von [[Kernwaffe]]n an. Für die Herstellung von 1&amp;amp;nbsp;kg Uran mit einem [[Anreicherungsgrad]] von 5 % werden 11,8&amp;amp;nbsp;kg natürliches Uran benötigt. Somit stehen 10,8&amp;amp;nbsp;kg abgereichertes Uran für eine Weiterverarbeitung zur Verfügung. Bisher wurden nur etwa 5 % des anfallenden abgereicherten Urans weiterverwendet. Die militärische Verwendung der Abfälle aus der Urananreicherung spart die Kosten der Zwischenlagerung von nicht benötigtem abgereicherten Uran. Die Herstellung von Uranmunition ist beispielsweise im Vergleich zur [[Wolframcarbid]]munition günstiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das abgereicherte Uran besteht, im Vergleich zu Natururan, zu einem geringeren Anteil aus dem spaltbaren [[Isotop|Uranisotop]] &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U und damit größtenteils aus dem nicht durch thermische Neutronen spaltbaren Isotop &amp;lt;sup&amp;gt;238&amp;lt;/sup&amp;gt;U. Die Radioaktivität des abgereicherten Urans (die [[Alphastrahlung|α-Strahlungs]]-Aktivität ist mit 15.000&amp;amp;nbsp;[[Becquerel (Einheit)|Bq]]/g etwa 40 % geringer als die von Natururan, die 25.000&amp;amp;nbsp;Bq/g beträgt&amp;lt;ref&amp;gt;Labor Spiez Schweiz: {{Webarchiv |url=http://www.labor-spiez.ch/de/dok/hi/dedokhidu.htm |wayback=20080222043807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Depleted Uranium (abgereichertes Uran)&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) erfüllt in diesem Fall außer eventueller Abschreckungswirkung keinen militärischen Zweck. Weiterhin kann Uranmunition auch Spuren von [[Transurane]]n wie zum Beispiel [[Plutonium]] enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Rostker: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.gulflink.osd.mil/du_ii/ |wayback=20070205005224 |text=Environmental Exposure Report: Depleted Uranium in the Gulf (II).}}&amp;#039;&amp;#039; Department of Defense, 13. Dezember 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mark 149 Mod 2 20mm ammunition.jpg|mini|20-mm-Munition für das [[Phalanx CIWS]] auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Missouri (Schiff)|Missouri]]&amp;#039;&amp;#039; (BB-63)]]&lt;br /&gt;
Uranmunition besteht entweder zu einem großen Teil aus Uran in Legierung mit anderen Metallen wie [[Titan (Element)|Titan]] oder [[Molybdän]] oder nur teilweise in Form eines länglichen Kerns inmitten eines Geschosses aus anderen Materialien. Da Uran [[Korrosion (Chemie)|korrosionsanfällig]] ist, sind die Geschosse zumindest mit einem dünnen Schutzmantel aus anderem Metall umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
Urangeschosse sind [[Wuchtgeschoss]]e, die durch hohen [[Impuls (Physik)|Impuls]] die Panzerung eines [[Militärisches Ziel#Hartziel|Hartziels]] durchschlagen. Uran eignet sich für diese Einsätze vor allem wegen seiner sehr hohen Dichte, aber auch wegen der Eigenschaft, sich beim Aufschlag so zu verformen, dass eine Spitze erhalten bleibt; daher wird Uranmunition auch als „selbstschärfend“ bezeichnet – ein Effekt, der auch in Wolfram-Schwermetalllegierungen erreicht werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;[https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/02670836241260514 Tungsten heavy alloys for kinetic energy penetrators]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein zusätzlicher Effekt ist, dass sich beim Aufprall auf ein gepanzertes Ziel heißer Uranstaub bildet, der sich bei Luftkontakt im Inneren spontan entzündet ([[pyrophor]]er Effekt). Dadurch kann die mitgeführte Munition oder der Treibstoff entzündet werden, was zu der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sekundärexplosion&amp;#039;&amp;#039; des Zieles führen kann (siehe auch [[Cook off]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urangeschosse werden als [[Panzer]]munition in Form von [[Treibspiegel|Treibkäfiggeschossen]], wie bei der Munition [[M829]] (circa 4,5&amp;amp;nbsp;kg Uran pro Geschoss), sowie als Hartkernmunition von [[Maschinenkanone]]n eingesetzt. In nennenswertem Umfang wurde die Munition „PGU-14/B API Armor Piercing Incendiary [DU] 30&amp;amp;nbsp;mm Ammunition“ mit dem Flugzeug [[Fairchild-Republic A-10]] verschossen. Ein Projektil PGU-14/B enthält 301&amp;amp;nbsp;Gramm Uran-238, das mit einem Gewichtsanteil von 0,75 % Titan [[Legierung|legiert]] und mit einem [[Mantelgeschoss|Mantel]] von 0,8&amp;amp;nbsp;mm Aluminium umhüllt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Munition: PGU-14/B API [https://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/pgu-14.htm Detailinformation] In: &amp;#039;&amp;#039;fas.org&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 15. Juni 2011 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren ist Uranmunition für Maschinenkanonen in den Kalibern 25&amp;amp;nbsp;mm und 20&amp;amp;nbsp;mm beim Militär verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf den Menschen ==&lt;br /&gt;
Uran ist sowohl chemisch [[Giftigkeit|giftig]] als auch [[Radioaktivität|radioaktiv]]. Hierbei ist bei Uranmunition die Radioaktivität reduziert, während die chemische Wirkung unverändert ist. Aufgrund der geringen [[Aktivität (Physik)|Aktivität]] der Geschosse wird dabei nicht die radiologisch, sondern die chemisch toxische Wirkung auf die Nieren bei einer ausreichenden Aufnahme als das eigentliche Risiko angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.un.org/disarmament/convarms/depleted-uranium/ &amp;#039;&amp;#039;Depleted Uranium&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[un.org]]&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 27. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iaea.org/topics/spent-fuel-management/depleted-uranium &amp;#039;&amp;#039;Depleted Uranium&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;iaea.org&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 27. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt kein internationales Abkommen, das den Einsatz von abgereichertem Uran explizit verbietet. Jedoch wird im [[Genfer Protokoll]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ihl-databases.icrc.org/en/ihl-treaties/geneva-gas-prot-1925 &amp;#039;&amp;#039;Protocol for the Prohibition of the Use of Asphyxiating, Poisonous or Other Gases, and of Bacteriological Methods of Warfare. Geneva, 17 June 1925&amp;#039;&amp;#039;.] [https://ihl-databases.icrc.org/en/ihl-treaties/geneva-gas-prot-1925/protocol Volltext] auf Englisch und [https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/48/375_387_405/de Übersetzung] auf Deutsch.&amp;lt;/ref&amp;gt; allgemeiner die Verwendung von giftigen Stoffen im Krieg verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Physikalische Wirkung ===&lt;br /&gt;
Abgereichertes Uran&amp;amp;nbsp;– mit einem Gehalt von 99,8 % &amp;lt;sup&amp;gt;238&amp;lt;/sup&amp;gt;U und 0,2 % &amp;lt;sup&amp;gt;235&amp;lt;/sup&amp;gt;U&amp;amp;nbsp;– ist selbst ein [[Alphastrahlung|Alphastrahler]], dessen Strahlung Kleidung und Haut nicht durchdringt. Die α-Aktivität von &amp;lt;sup&amp;gt;238&amp;lt;/sup&amp;gt;U und die von seinen Zerfallsprodukten ausgehende [[Betastrahlung]] ergeben eine gesamte [[Aktivität (Physik)|Aktivität]] von etwa 40.000&amp;amp;nbsp;[[Becquerel (Einheit)|Bq]] pro Gramm DU. Die Radioaktivität ist wegen der Halbwertszeit von &amp;lt;sup&amp;gt;238&amp;lt;/sup&amp;gt;U mit 4,5 Milliarden Jahren schwach. Ein&amp;amp;nbsp;Kilogramm abgereichertes Uran erzeugt in einer Entfernung von einem&amp;amp;nbsp;Meter eine jährliche Strahlendosis von 1&amp;amp;nbsp;mSv, das entspricht etwa einem Drittel der Aufnahme durch natürliche Quellen (2–3&amp;amp;nbsp;mSv/Jahr).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Labor Spiez]], Schweiz: {{Webarchiv |url=http://www.labor-spiez.ch/de/dok/hi/pdf/dedokhiduk_0001.pdf |wayback=20080222043807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Depleted Uranium (abgereichertes Uran)&amp;#039;&amp;#039;}}, 2000 (PDF; 148&amp;amp;nbsp;kB), S.&amp;amp;nbsp;4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch kann die von ihm erzeugte [[Strahlendosis#Dosisleistung|Dosisleistung]], wenn sie über einen längeren Zeitraum oder auf kurze Entfernung wirkt, das [[Genom|Erbgut]] schädigen und [[Krebs (Medizin)|Krebs]] auslösen. Die eigentliche Gefahr geht aber nicht von &amp;#039;&amp;#039;äußerer&amp;#039;&amp;#039; Strahlung aus, sondern von über die Atemwege und Nahrung aufgenommenen uran- oder uranoxidhaltigen Stäuben (&amp;#039;&amp;#039;innere&amp;#039;&amp;#039; Strahlung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Bewertung der Schädlichkeit der relativ schwachen ionisierenden Strahlung herrscht Uneinigkeit. Da nur wenige Erkenntnisse zu auftretenden Schäden durch geringe Strahlungsdosen vorliegen, werden diese aus den bekannten Daten über Schäden von hohen Dosisleistungen abgeleitet. Diese Vorgehensweise ist jedoch umstritten, manche Studien zeigen weit geringere Schäden durch niedrige Strahlungsdosen als diese Extrapolation vermuten ließe, andere Forscher vermuten im Gegenteil größere Risiken als bisher angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Wirkung ===&lt;br /&gt;
Uran wirkt chemisch wie viele andere [[Schwermetalle]] und schädigt als Gift den [[Stoffwechsel]] der [[Inneres Organ|inneren Organe]], vorwiegend der [[Niere]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;efferth&amp;quot;&amp;gt;Thomas Efferth: &amp;#039;&amp;#039;Molekulare Pharmakologie und Toxikologie: Biologische Grundlagen von Arzneimitteln und Giften.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2006, ISBN 978-3-540-21223-2, S.&amp;amp;nbsp;238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boecker&amp;quot;&amp;gt;Werner Böcker, Helmut Denk, Philipp Ulrich Heitz: &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium Pathologie.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, Urban&amp;amp;Fischer, 2007, ISBN 978-3-437-43400-6, S.&amp;amp;nbsp;296.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die chemische Giftigkeit ist besonders in den ersten Wochen nach der Aufnahme einer größeren Uran-Menge von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswirkungen ===&lt;br /&gt;
Von der intakten Munition geht eine relativ geringe Gefahr aus, da der intakte Metallmantel bzw. auch das massive Geschoss selbst die meisten ionisierenden Strahlen abschirmt. Auch das von verschossenen [[Wuchtgeschoss|Penetratoren]] ausgehende Risiko wird meist als gering eingeschätzt. Die Hauptwirkung entsteht, weil sich beim Einschlag der Geschosse auf ein hartes Ziel ein [[Aerosol]] aus feinsten Uran- und [[Uran(IV)-oxid|Uranoxid]]-Partikeln bildet. Dieses kann bis in die tieferen Atemwege eingeatmet oder über die Nahrung aufgenommen werden und dadurch in beiden Fällen in die [[Blutkreislauf|Blutbahn]] geraten. Grundlagenuntersuchungen zur möglichen Strahlenbelastung durch DU-Munition wurden vom [[Helmholtz-Zentrum München]] vorgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Li WB, Gerstmann UC, Höllriegl V, Szymczak W, Roth P, Hoeschen C, Oeh U: &amp;#039;&amp;#039;Radiation dose assessment of exposure to depleted uranium.&amp;#039;&amp;#039; J Expo Sci Environ Epidemiol. 2009 Jul;19(5): 502–514, PMID 18596688&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand dazu lautet, ein Großteil des bei einmaligem Kontakt aufgenommenen Materials werde rasch ausgeschieden. Nach Angaben der WHO&amp;lt;ref name=&amp;quot;who&amp;quot;&amp;gt;WHO: {{Webarchiv |url=http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs257/en/ |wayback=20120815092349 |text=&amp;#039;&amp;#039;Depleted uranium.&amp;#039;&amp;#039;}} Fact sheet N°257, Januar 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden innerhalb weniger Tage 90 % des löslichen Urans aus dem Blut ausgeschieden und 98 % des über die Nahrung aufgenommenen sowie 95 % des eingeatmeten Urans werden ausgeschieden, ohne je ins Blut zu geraten.&lt;br /&gt;
Kritiker antworten darauf, dass die verbleibenden 2 bis 5 % giftig genug seien und dass die Ausscheidungsrate nur für die einmalige Aufnahme, nicht jedoch für die tägliche und kontinuierliche Aufnahme über Trinkwasser und Nahrung gelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.who.int/ionizing_radiation/pub_meet/en/DU_Eng.pdf &amp;#039;&amp;#039;Depleted uranium: sources, exposure and health effects.&amp;#039;&amp;#039;] Executive summary der [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]], Januar 2003 (PDF; 23&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin führen sie an, dass sich unlösbare Partikel bis zu acht Jahre lang in der Lunge einlagern können. Dort wirken sie dann sowohl aufgrund der Alpha-Strahlung, als auch aufgrund der chemischen Eigenschaften stark krebserregend. Zudem kann es auch im kurzen Zeitraum zwischen der Aufnahme in den Körper und der Ausscheidung zu akuten Vergiftungen mit schweren, langanhaltenden Schäden bis zum [[Akutes Nierenversagen|akuten Nierenversagen]] kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;efferth&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;boecker&amp;quot; /&amp;gt; Die WHO hat daher in derselben Empfehlung Grenzwerte für die tägliche Aufnahme von löslichen Uranverbindungen von 0,5&amp;amp;nbsp;μg/kg Körpergewicht, von 5&amp;amp;nbsp;μg/kg für unlösliche Verbindungen und von maximal 1&amp;amp;nbsp;μg/m³ in der Umgebungsluft bei Aufnahme über den Atemtrakt empfohlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;who&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf Boden und Grundwasser ==&lt;br /&gt;
Eine potenzielle Bedrohung stellen ebenfalls die in den Boden geschossenen Projektile dar, die innerhalb von fünf bis zehn Jahren vollständig [[Korrosion|korrodieren]] können und dadurch das Uran in das [[Grundwasser]] freisetzen. Ende 2000 durchgeführte Messungen der [[Internationale Atomenergieorganisation|Internationalen Atomenergieorganisation]] im ehemaligen [[Jugoslawien]] zeigten bisher nur minimal erhöhte Urankonzentrationen im Grundwasser, die nicht über denen von Regionen mit naturbedingt höherem Urangehalt liegen. Nachdem 2003 laut einem Bericht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://postconflict.unep.ch/publications/BiH_DU_report.pdf &amp;#039;&amp;#039;Depleted Uranium in Bosnia and Herzegovina. Post-Conflict Environmental Assessment.&amp;#039;&amp;#039;] [[Umweltprogramm der Vereinten Nationen|UNEP]], Mai 2003 (PDF; 17,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Umweltprogramm der Vereinten Nationen|UNEP]] in Bosnien im Boden, in der Luft und im Trinkwasser abgereichertes Uran gefunden wurde, empfiehlt sie eine mehrjährige Beobachtung durch regelmäßige Wasserproben vorzunehmen und in der Zwischenzeit das Wasser aus „anderen Quellen“ zu beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer Studie der Forscher vom [[Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf]] (HZDR) verwittert das Material der Urangeschosse im Boden und wandelt sich langfristig zu [[Sabugalit]] um, einem Stoff, der zu den [[Aluminium]]-[[Uranylverbindungen|Uranylphosphaten]] zählt. Die vollständige Umwandlung der Uranmunition in Sabugalit, in dem das giftige Uran fest gebunden ist, könnte nach Schätzungen der Forscher in rund 50 Jahren erwartet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftler des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der [[Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft]] (FAL) in Braunschweig zeigten, dass in den Boden als Uranoxid eingebrachtes metallisches Uran und Uranoxid durch physikochemische und biologische Vorgänge gelöst und für Pflanzen aufnehmbar wird. Nach 3 Jahren Verbleib im Boden waren in den Versuchen der FAL bis zu 40 % des zugeführten Urans in mobile Verbindungen übergegangen. Solche mobilen Uran-Verbindungen können entweder von Pflanzen aufgenommen, oder in Böden und Gewässer verlagert werden. Die von den Pflanzen aufgenommenen Uran-Mengen hingen in den Versuchen der FAL direkt von den Uran-Konzentrationen im Boden ab. Bezogen auf den Gesamturangehalt des Bodens gingen 0,4–0,6 %, oder bezogen auf den verfügbaren Anteil an Uran 5–6 % aus dem Boden in oberirdische Teile von Pflanzen über. Die Uran-Konzentrationen der Pflanzen lagen schon in den geringsten Belastungsstufen um bis zu tausendmal höher als in den Kontrollen. Die FAL-Wissenschaftler fanden aber auch, dass die Mobilisierung des Urans mit abnehmender Fruchtbarkeit des Bodens (niedrigere pH-Werte, geringere Gehalte an mineralischen Pflanzennährstoffen, vor allem Phosphor) zunimmt. Wenig fruchtbare Böden sind aber gerade typisch für Krisengebiete, wo die Bevölkerung  in hohem Maße auf Selbstversorgung vom eigenen Boden angewiesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrötter S, Schnug E, Fleckenstein J, Lamas M, Rivas M: &amp;#039;&amp;#039;Uranbelastung von Böden in militärischen Krisengebieten: Einfluss von Bodeneigenschaften auf die Pflanzenverfügbarkeit von Uran.&amp;#039;&amp;#039; Landbauforschung Völkenrode SH 258:33-34, 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schick J, Schroetter S, Lamas M, Rivas M, Kratz S, Schnug E: &amp;#039;&amp;#039;SOIL TO PLANT INTERFACE OF URANIUM. Loads and Fate of Fertilizer Derived Uranium&amp;#039;&amp;#039;, pp. 157–167. Edited by L.J. De Kok &amp;amp; E. Schnug. 2008 Backhuys Publishers, Leiden, The Netherlands.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit diesem Umwandlungsprozess ist parallel ein „Auswaschungsprozess“ verbunden, der deutlich länger anhält. „Dabei entstehen neue carbonathaltige Uranverbindungen, die sehr gut wasserlöslich sind“ und so in Sicker- und Grundwasser gelangen und von Pflanzen aufgenommen werden können. Die im Sickerwasser gemessenen Werte sind vergleichbar mit Werten, die „in ehemaligen Uranabbaugebieten, wie den Bergwerken bei [[Bad Schlema|Schlema]] in Sachsen“ gemessen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helm&amp;quot;&amp;gt;[https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=24122&amp;amp;pNid=0 &amp;#039;&amp;#039;Langzeitstudie zur Auflösung von Uranmunition.&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), abgerufen am 21. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Gefahr der Inhalation des Uran-Aerosols sollten Soldaten und Zivilisten einen Atemschutz anlegen, wenn sie sich in Gebieten aufhalten, in denen vor kurzem panzerbrechende Munition eingesetzt worden ist. Bis sich das Aerosol vollständig niedergeschlagen hat, können besonders in [[Arides Klima|ariden]] Gebieten Tage vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien und Kritik ===&lt;br /&gt;
Über das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung herrscht Uneinigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Gegnern dieser Waffen, wie der Organisation [[Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges]] (IPPNW), wird Uranmunition für Krebserkrankungen, Missbildungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://educate-yourself.org/cn/depleteduraniumandafghanbabies29apr06.shtml Beitrag mit Abb. u.&amp;amp;nbsp;a. zu Missbildungen bei Neugeborenen] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; und Folgeschäden wie das [[Golfkriegssyndrom]] verantwortlich gemacht. Sie führen an, dass Statistiken einen nicht zu übersehenden Anstieg gerade von Haut- und Lungenkrebserkrankungen in betroffenen Kriegsgebieten zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Studien der [[Weltgesundheitsorganisation]] (WHO) und [[Internationale Atomenergieorganisation|Internationalen Atomenergieorganisation]] (IAEO) liegt keine besondere radiologische Gefährdung vor. Im &amp;#039;&amp;#039;WHO guidance on exposure to depleted uranium&amp;#039;&amp;#039; heißt es explizit, dass keine Studie eine Verbindung zwischen Kontakt mit abgereichertem Uran und dem Auftreten von Krebs oder angeborenen Defekten finden konnte (&amp;#039;&amp;#039;No study has established a link between exposure to DU and the onset of cancers or congenital abnormalities.&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Kritiker bemängeln die Methodik und werfen den Studien mangelnde Unabhängigkeit vor. Gegner der Uranmunition fordern die Durchführung neuer Auswertungen und Bewertungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=18257520|Titel=URAN-MUNITION: Tödlicher Staub|Autor=Siegesmund von Ilsemann|Jahr=2001|Nr=3|Datum=15. Januar 2001}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der so genannte &amp;#039;&amp;#039;[[Anthony Lloyd, Baron Lloyd of Berwick|Lloyd]]-Bericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lloyd-gwii.com/admin/ManagedFiles/4/LloydReport.pdf |wayback=20111009125800 |text=lloyd-gwii.com}} (PDF; 829&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; über Gesundheitsschäden bei britischen Golfkriegsveteranen zeigte die Existenz des Golfkriegssyndroms auf und untersuchte eine Reihe von potenziellen Auslösern dafür. Uranmunition wurde dabei als einer der potenziellen Auslöser bezeichnet, allerdings verwies die Studie auch klar auf den Mangel an gesicherten Fakten über die Risiken. Besonders hervorgehoben wurde ein früherer Bericht der [[Royal Society]], der die Gefahr von Uranmunition für Soldaten als nach heutigem Wissensstand eher gering einschätzte, allerdings ebenfalls [[Langzeit-Experiment|Langzeitstudien]] und weitergehende Untersuchungen forderte. Der Bericht weist darauf hin, dass ihm Ergebnisse von solchen Untersuchungen nicht zur Verfügung gestellt wurden.&lt;br /&gt;
Die britische Regierung merkte an, die Finanzierung des Berichts sei intransparent.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/4018603.stm &amp;#039;&amp;#039;Call to recognise Gulf War effect&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;bbc.co.uk&amp;#039;&amp;#039;. 17. November 2004, abgerufen am 27. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Irak ist das am stärksten durch Uranwaffen kontaminierte Land. US-amerikanisches und britisches Militär verschossen in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition. Die Zivilbevölkerung war nicht über die Risiken des Einsatzes informiert. Feldstudien über die Auswirkungen von Uranmunition im Irak wurden aufgrund der Weigerung der USA, Orts- und Mengenangaben über verschossene Munition zur Verfügung zu stellen, stark behindert. Die Friedensorganisation Pax hat vom [[Ministerie van Defensie|niederländischen Verteidigungsministerium]] im Rahmen des „[[Freedom of Information Act]]“ einige wenige US-Koordinaten erhalten. Aus diesen geht hervor, dass die US-Armee 2003 DU auch in Wohngebieten eingesetzt hat. Die Anzahl der Krebserkrankungen in der Provinz [[Babil]], südlich von Bagdad, stieg von 500 diagnostizierten Fällen im Jahr 2004 auf 9.082 im Jahr 2009.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wilhelm von Pax |url=https://www.neopresse.com/politik/usa/usa-setzen-erneut-auf-uranmunition-immer-mehr-krebsleidende-kriegsgebieten/ |titel=USA setzen erneut Uranmunition ein: Immer mehr Krebsleidende in Kriegsgebieten |hrsg=[[Neopresse]] |datum=2014-11-05 |abruf=2020-02-20 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Uran-Munition wurde in fünf Kriegen, unter anderem auch im Kosovo und in Afghanistan eingesetzt.&lt;br /&gt;
Die Studie &amp;#039;&amp;#039;Krebs, Kindersterblichkeit und Geburtenänderung im Geschlechterverhältnis&amp;#039;&amp;#039; von Chris Busby, Malak Hamdan und Entesar Ariabi von 2010 zeigte einen Anstieg bei Krebs und Missbildungen in Falludscha/Irak. Die Studie beschäftigte sich jedoch nicht mit der Identifizierung der/s konkreten Verursacher/s des Anstiegs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Chris Busby, Malak Hamdan, Entesar Ariabi |Titel=Cancer, Infant Mortality and Birth Sex-Ratio in Fallujah, Iraq 2005–2009 |Sammelwerk=International Journal of Environmental Research and Public Health |Band=7 |Nummer=7 |Datum=2010 |DOI=10.3390/ijerph7072828 |Seiten=2828–2837}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen ==&lt;br /&gt;
Eine etwas geringere panzerbrechende Wirkung lässt sich mit [[Wolframcarbid]] (Dichte: ca. 16&amp;amp;nbsp;g/cm³, je nach Zusammensetzung) erreichen, das nicht radioaktiv ist. Bei gleicher Aufschlaggeschwindigkeit besitzt es eine 5 bis 10 % geringere Durchschlagskraft als Uran, da sich ein Uranprojektil beim [[Penetration (Militärtechnik)|Durchdringen]] der Panzerung selbst schärft, das Wolframcarbidprojektil hingegen stumpf wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolframcarbid ist allerdings schwerer zu verarbeiten und teurer als abgereichertes Uran, das als Abfallprodukt der Atomindustrie leicht verfügbar ist. Ähnlich wie oxidierter Uranstaub&amp;lt;ref&amp;gt;{{GESTIS|ZVG=7920|CAS=7440-61-1|Name=Uran|Abruf=2024-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kann auch Wolframcarbidstaub, der Spuren von [[Cobalt]] enthält, bei chronischer Exposition eine [[Lungenfibrose]] auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GESTIS|ZVG=491085|CAS=12070-12-1|Name=Wolframcarbid|Abruf=2014-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundeswehr verwendet Wolframcarbidmunition. Die USA haben die Munition des [[Phalanx CIWS]] größtenteils durch Wolframcarbidgeschosse ersetzt, während in anderen Waffensystemen wie dem [[M1A1]] auch Uranmunition weiterhin zum Einsatz kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Siegwart-Horst Günther]], Forscher zum Krankheitsbild durch Uranmunition&lt;br /&gt;
* [[Frieder Wagner]], Autor von &amp;#039;&amp;#039;Todesstaub – made in USA: Uranmunition verseucht die Welt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}{{Commonscat|Depleted uranium}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.grs.de/de/aktuelles/uranmunition |titel=Uranmunition |abruf=2023-12-30|abruf-verborgen=1|kommentar=Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 2023}}&lt;br /&gt;
* Elena Bruess, Joe Snell, Madhurita Goswami: [https://thebulletin.org/2020/07/war-and-the-environment/ &amp;#039;&amp;#039;War and the environment: The disturbing and under-researched legacy of depleted uranium weapons&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bulletin of the Atomic Scientists|thebulletin.org]]&amp;#039;&amp;#039;. (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2013/irak-uranmunition-100.html ARD-Weltspiegel Irak Uranmunition – das strahlende Vermächtnis], 3. Februar 2013&lt;br /&gt;
; Videos&lt;br /&gt;
* [[Frieder Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra – Uranwaffen und ihre Folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;die Story&amp;#039;&amp;#039; (WDR 2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Munition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nukleares Material]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uran]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HobbyAstronaut</name></author>
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