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	<title>Ur-Rhein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T19:05:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ur-Rhein&amp;diff=1735579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2025-03-02T13:56:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ur-Rhein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man frühere Zustände im Verlauf des [[Rhein]]s, besonders, bevor zu Beginn des [[Känozoisches Eiszeitalter|aktuellen Eiszeitalters]] das [[Flusssystem des Rheins]] den für die heutige Situation entscheidenden Zuwachs aus dem Alpenraum erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf und Einzugsgebiet ==&lt;br /&gt;
Bevor der absinkende [[Oberrheinische Tiefebene|Rhein-Grabenbruch]] die bereits zum [[Rhône]]-Tal ausgebrochene einstige &amp;#039;&amp;#039;[[Urdonau|Aare-Donau]]&amp;#039;&amp;#039; zu Beginn des [[Pleistozän]]s (vor rund 2,6 Millionen Jahren) nach Norden fließen und zum Rhein werden ließ, lagen die [[Quelle]]n des Rheins nach heutiger Kenntnis wenig südwestlich des [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhls]] bei [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]]. Der wohl um 400 Kilometer lange Ur-Rhein war damit zunächst ein Fluss der [[Mittelgebirge]] wie die [[Weser]] oder die [[Maas]] und im heutigen [[Rheinhessen]] etwa 45 bis 60 Meter breit. Hier verlief er bis zu 20 Kilometer weiter westlich (das heutige Mainzer [[Rheinknie]] existierte noch nicht) und durchquerte dann ein Hügelland, das sich später zum [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]] herausheben sollte und den Rhein bis heute im [[Talweg (Geographie)|Talweg]] des einstigen, noch gut erkennbaren Muldentals das schroffe [[Mittelrhein]]tal einschneiden lässt. Seine Mündung lag im Bereich der [[Niederrheinische Bucht|Niederrheinischen Bucht]]. Die [[Paläogeographie|paläogeographische]] Situation ist südlich des Rheinischen Schiefergebirges noch wenig bekannt. Die Hypothese, dass es in Rheinhessen einen Abschnitt als Höhlenfluss gegeben habe, ist nicht mehr aktuell.&amp;lt;ref&amp;gt;Anm.: Eine Zeitlang (ab 1998) wurde vom Mainzer [[Geologe]]n Winfried Kuhn die Hypothese vertreten, dass &amp;#039;&amp;#039;Ur-Rhein&amp;#039;&amp;#039; in Rheinhessen ein Höhlenfluss gewesen sein könnte. Die Vermutung gründete auf dem bisher singulären Fund eines im früheren Flussbett des Ur-Rheins entdeckten etwa 35 Kubikmeter großen Kalksteinbrockens.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Vorläufer ==&lt;br /&gt;
Vor rund 30 Millionen Jahren, in der [[Rupelium|Rupel]]-Stufe des [[Oligozän]], erstreckte sich in den [[Graben (Geologie)|Grabenstrukturen]] des heutigen [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheingrabens]] und der [[Hessische Senke|Hessischen Senke]] eine Meeresstraße. Damit war auch dieses Gebiet noch nicht Teil des Einzugsgebietes. Die Oberläufe dieses noch kleineren Ur-Rheins verliefen im Bereich der heutigen unteren [[Lahn]] und der unteren [[Mosel]]. Die ältesten Vorläufer sind durch punktuell erhaltene Flusssedimente (&amp;#039;&amp;#039;Vallendarer Schotter&amp;#039;&amp;#039;) besonders entlang der Mosel nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem auch der Bereich der Hessischen Senken im Zuge der allmählich ansteigenden [[Mittelgebirgsschwelle]] landfest geworden war, wurde auch der größte Teil des Oberrheingrabens zum Einzugsgebiet des Ur-Rheins. Die anfangs sehr viel kürzeren Vorläufer von [[Main#Geomorphologie und Hydrologie|Main]] und [[Neckar#Flussgeschichte|Neckar]] bildeten zeitweise ein gemeinsames Nebenfluss-System, das oberhalb der Mündung der [[Nahe (Rhein)|Nahe]] den Rhein erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Entwicklungsstadien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Selection of stones from Schertlesee IMGP9977.jpg|mini|Auswahl an [[Geröll]]en aus [[Schotter|Rheinschotter]] der [[Niederterrasse des Oberrheins]], Fundort: [[Schertle-See]] bei Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
Vor etwa 3 Millionen Jahren (gegen Ende des [[Pliozän]]s) war der frühere Oberlauf der [[Urdonau]] zum [[Doubs]] und zur [[Rhone]] ausgebrochen. Nicht sehr viel später, im [[Gelasium]], brach dann dieser &amp;#039;&amp;#039;[[Aare-Doubs|Sundgaustrom]]&amp;#039;&amp;#039; nach Norden zum Oberrheingraben durch. Nach diesem gewaltigen Zuwachs an Wassermenge fehlte allerdings noch immer der heutige Alpenrhein, der erst im mittleren Pleistozän vor etwa 450.000 Jahren seinen nördlichen Verlauf zur verbliebenen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Feldberg-Donau&amp;#039;&amp;#039; aufgab zugunsten eines gefällereicheren Abflussweges nach Westen zum Oberrhein über das heutige [[Hochrhein]]tal.&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Keller: &amp;#039;&amp;#039;[https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/deliver/index/docId/19845/file/BLB_Keller_Alpenrhein_Umlenkung.pdf] Zur Umlenkung eines Flusses im Eiszeitalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort folgte er im Wechsel [[kaltzeit]]licher Aufschotterungs- und Erosionsphasen unterschiedlichen Fließwegen, so bis zur [[Riß-Kaltzeit]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Klettgau]]-Rinne&amp;#039;&amp;#039; zwischen dem heutigen [[Schaffhausen]] und dem [[Lauffen (Ettikon)|Lauffen bei Ettikon]]. Danach schnitt er sein heutiges, südlicher verlaufendes Tal ein. Seit der vorübergehenden Talverschüttung während der [[Würmkaltzeit]] findet er erst mit dem [[Rheinfall]] den Weg zurück in dieses oberhalb davon weiterhin von [[fluvioglazial]]en Schottern verfüllte Flussbett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute andauernde Absenkung des Oberrheingrabens bewirkt ein stärkeres Gefälle seiner Nebenflüsse, das sie auch [[Rückschreitende Erosion|rückschreitend]] in die benachbarten Fluss-Einzugsgebiete hineinerodieren lässt. Auf diese Weise wurden mehrere frühere aus dem Norden kommende Donau-Nebenflüsse nacheinander zum [[Main]] und zum [[Neckar]] hin umgelenkt ([[Flussanzapfung|angezapft]]), was ihre heutigen charakteristischen Richtungswechsel erklärt. Auch die [[Mosel]] konnte so den alten Oberlauf der Maas zu ihrem eigenen machen. Zuletzt kappte die [[Wutachschlucht|Wutach]] den Oberlauf der restlichen Donau im [[Südschwarzwald]] und führt seitdem auch sein Wasser dem Rhein zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna am Ur-Rhein ==&lt;br /&gt;
Am Ur-Rhein lebten vor zehn Millionen Jahren [[Elefanten]] sowie [[Nashörner]] (teilweise auch ohne Horn), [[Chalicotherien|krallenfüßige Huftiere]], [[Tapire]], [[Equidae#Oligozän|dreizehige Ur-Pferde]], kleinwüchsige [[Hirsche]], [[Antilope|Wald-Antilopen]], [[Schweine]], [[Bärenhunde]] (mit Merkmalen von [[Bären]] und [[Hunde]]n), [[Katzenbär]]en, [[Insektenfresser]], [[Hyänen]], [[Säbelzahnkatzen]] und [[Menschenaffen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[René Hantke]], &amp;#039;&amp;#039;Flussgeschichte Mitteleuropas. Skizzen zu einer Erd-, Vegetations- und Klimageschichte der letzten 40 Millionen Jahre&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, Enke, 1993, ISBN 3-432-99781-7&lt;br /&gt;
* [[Hans Schneider (Geologe)|Hans Schneider]], &amp;#039;&amp;#039;Über junge Krustenbewegungen in der voralpinen Landschaft zwischen dem südlichen Rheingraben und dem Bodensee&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der [[Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen|Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen]]&amp;#039;&amp;#039;, 1973 und 1975&lt;br /&gt;
* [[Ernst Probst]], &amp;#039;&amp;#039;Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren&amp;#039;&amp;#039;, München, GRIN-Verlag, 2009, ISBN 978-3-640-24801-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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