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	<title>Unxia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T21:26:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unxia&amp;diff=1912023&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;S.K.: /* Literatur */ Parameter korrigiert</title>
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		<updated>2020-10-30T21:40:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Parameter korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unxia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lat.]]) war ein Beiname der römischen Gottheit [[Juno (Mythologie)|Juno]], unter dem sie eine Funktion als Schutz- und Ehegöttin hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martianus Capella]], &amp;#039;&amp;#039;De nuptiis Philologiae et Mercurii&amp;#039;&amp;#039; 2,149 ([https://archive.org/stream/martianvscapella00martuoft#page/42/mode/2up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ritualisierte Vorgehen bei einer [[Hochzeit (römische Antike)|römischen Hochzeit]] wurde in verschiedene Einzelschritte aufgeteilt, von denen jedes unter den besonderen Schutz der Göttin gestellt wurde, die dafür einen speziellen Beinamen erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|III,2|2563||Cinxia|[[Emil Aust]]||}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Iuno Unxia&amp;#039;&amp;#039; stand der [[Brautpaar|Braut]] bei, wenn diese das neue Haus betretend die Türpfosten gegen bösen Zauber und zur heiligen Einweihung mit duftendem Parfümöl bestrich. Ihr Name leitet sich dementsprechend von dem lateinischen Verb &amp;#039;&amp;#039;ungere&amp;#039;&amp;#039; her, das „salben, parfürmieren“ bedeutet. Aus dieser Vokabel war vermutlich ursprünglich der Beiname &amp;#039;&amp;#039;Ungsia&amp;#039;&amp;#039; hergeleitet worden, der sich im Laufe der Jahrhunderte durch sogenannte [[Assimilation (Phonologie)#Richtung der Angleichung|reziproke Assimilation]] zu &amp;#039;&amp;#039;Unxia&amp;#039;&amp;#039; veränderte. Nahe verwandt war Unxia mit Cinxia, ebenfalls einem Beinamen der Juno, der sich von &amp;#039;&amp;#039;cingere&amp;#039;&amp;#039; („[sich] gürten“) herleitet und auf das An- und Ablegen des Brautgürtels bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werk des spätantiken [[Rhetor]]s und [[Kirchenvater]] [[Arnobius der Ältere|Arnobius des Älteren]] erscheint Unxia dieser Tradition entsprechend als Göttin des Salbens.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnobius der Ältere]], &amp;#039;&amp;#039;Adversus Nationes&amp;#039;&amp;#039; 3,25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Opfer (Religion)|Opfer]] seien ihr [[Unfruchtbarkeit|unfruchtbare]] Kühe dargebracht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnobius der Ältere, &amp;#039;&amp;#039;Adversus Nationes&amp;#039;&amp;#039; 7,21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nordrhein-westfälischen [[Jülich]] wurde (in einem Turm der Kirche [[St. Mariä Himmelfahrt (Jülich)|St. Mariä Himmelfahrt]] eingemauert) zu einem unbekannten Zeitpunkt ein lateinischer Weihaltar gefunden, der mittlerweile wieder verschollen ist, auf dem aber Berichten zufolge folgender Teil des Textes noch erhalten war: „Deae Unciae / Quintinus / Quintinianus / Quintus / Candidus / [— —]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|7870|R=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; („Der Göttin Uncia [geweiht] von Quintinus [und] Quintinianus [und] Quintus [und] Candidus [...]“). Ob der Stein ursprünglich noch mehr Text umfasste oder sogar in der Neuzeit noch weitere Passagen erhalten waren, lässt sich aufgrund der Überlieferungslage nicht eindeutig sagen. Dem Althistoriker [[Fritz Moritz Heichelheim]] zufolge dürfte es sich bei &amp;#039;&amp;#039;Uncia&amp;#039;&amp;#039; um eine Schreibweise des Juno-Beinamens Unxia zu handeln, also um einen Beleg für deren Verehrung in der germanischen Provinz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|IX A,1|604||Uncia 1|[[Fritz Moritz Heichelheim]]||}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen diese Interpretation spricht allerdings, dass die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Dea&amp;#039;&amp;#039; (oder die männliche Form &amp;#039;&amp;#039;Deus&amp;#039;&amp;#039;) auf Inschriften meistens eher einheimischen, nichtrömischen Gottheiten vorangestellt wird. Der Archäologe [[Peter Noelke]] hält Uncia deshalb für eine bisher nicht bekannte [[Keltische Gottheiten|keltische Göttin]], die nichts mit der römischen Juno zu tun habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Noelke]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Stand der Erforschung des römischen Jülich bis 1986.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Jülicher Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 56, 1988, S. 11–18, hier S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Pokrowskij: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur lateinischen Stammbildungslehre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band XXXVIII, 1905, S. 282 f. (zur Bildung des Namens).&lt;br /&gt;
* {{RE|X,1|1114|1123|Fundstelle=hier Sp. 1118|Iuno 1|[[Carl Olof Thulin]]||}}&lt;br /&gt;
* {{Roscher|6|95|96|Unxia|[[Johann Baptist Keune]]}}&lt;br /&gt;
* {{RE|IX A,1|604||Uncia 1|[[Fritz Moritz Heichelheim]]||zur Inschrift aus Jülich}}&lt;br /&gt;
* Frank Biller: &amp;#039;&amp;#039;Kultische Zentren und Matronenverehrung in der südlichen Germania inferior&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Osnabrücker Forschungen zu Altertum und Antike-Rezeption.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). Marie Leidorf, Rahden (Westfalen) 2010, ISBN 978-3-89646-734-8, S. 69 f. (zugleich Dissertation, Universität Osnabrück 2005 – ausführliche Behandlung der Inschrift aus Jülich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;S.K.</name></author>
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