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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Unwert</id>
	<title>Unwert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T01:26:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unwert&amp;diff=1902182&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yurgfai: Im Kontext (Strafrecht) falsche und unbelegte Aussage entfernt.</title>
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		<updated>2024-03-25T21:16:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Im Kontext (Strafrecht) falsche und unbelegte Aussage entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff aus dem [[Strafrecht]]. Es wird unterschieden nach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handlungsunwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesinnungsunwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Der Gesinnungsunwert spielt als Element der Unrechtslehre eine untergeordnete Rolle, nachdem das Gesinnungsstrafrecht als solches als überholt gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsches Strafrecht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolgsunwert ===&lt;br /&gt;
Unter dem Erfolgsunwert einer Tat versteht man die Verletzung oder Gefährdung des jeweiligen Schutzobjektes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Rellensmann |url=https://www.juraindividuell.de/artikel/einfuehrung-in-das-strafrecht/ |titel=Einführung in das Strafrecht |werk=Jura Individuell |datum=2022-01-11 |abruf=2022-09-05 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handlungsunwert ===&lt;br /&gt;
Der Handlungsunwert der Tat beschreibt die Art und Weise der Tatbegehung (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Vorsatz (Recht)|vorsätzliche Begehung]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesinnungsunwert ===&lt;br /&gt;
Der Gesinnungsunwert beschreibt den [[Schuld (Strafrecht)|Schuldgehalt]], welcher dem Täter bei Begehung seiner Tat vorzuwerfen ist. Dabei geht es also um die persönliche Vorwerfbarkeit hinsichtlich einer konkreten Tat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreichisches Strafrecht ==&lt;br /&gt;
Im österreichischen [[Strafrecht]] werden die rechtswidrige Handlung selbst und ihre Wirkungen &amp;#039;&amp;#039;[[Unrecht]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Dieser Begriff ist quantifizierbar, es gibt schwereres und leichteres Unrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Unwert der verbotenen &amp;#039;&amp;#039;Handlung&amp;#039;&amp;#039; stellt die erste Stufe des Unrechts dar, den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Handlungsunwert&amp;#039;&amp;#039;. Dabei ist zwischen [[Vorsatz (Deutschland)|Vorsatz]] und [[Fahrlässigkeit]] zu unterscheiden, welche jeweils wieder quantifizierbar sind ([[Eventualvorsatz]] – Direkter Vorsatz, leichte Fahrlässigkeit – grobe Fahrlässigkeit).&lt;br /&gt;
* Tritt in der Folge der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039; hinzu, steigert sich der Unrechtsgehalt im Ganzen. Gemeint ist, dass die Handlung des Täters Folgen hat, diese jedoch auch unbedingt der Handlung des Täters zurechenbar sein müssen – für Folgen, die beispielsweise Dritte oder das Opfer selbst erst herbeiführen oder die außerhalb absolut jeglicher Lebenserfahrung liegen, ist der Handelnde nicht verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;primäre Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den Eintritt einer konkreten &amp;#039;&amp;#039;Gefahr&amp;#039;&amp;#039;. Die ist dann der Fall, wenn das Handlungsobjekt in den konkreten Wirkungsbereich der gefährlichen Handlung gerät, jedoch keine Verletzung erfolgt.&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;sekundäre Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet dann den Eintritt des &amp;#039;&amp;#039;Verletzungs&amp;#039;&amp;#039;erfolges, die Verwirklichung der Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dazu:&lt;br /&gt;
# Der Autolenker A schneidet eine unübersichtliche Kurve, es ist nicht ausgeschlossen, dass ein anderes Fahrzeug entgegenkommt. Glücklicherweise kommt kein anderes Fahrzeug, die Handlung ist konkret gefährlich (von ihr geht eine Gefahr aus, da es nicht sicher ist, dass die Fahrbahn frei ist).&lt;br /&gt;
# A schneidet wie zuvor die Kurve, diesmal kommt jedoch ein anderes Fahrzeug entgegen. Im letzten Moment lässt sich ein Zusammenstoß vermeiden. In diesem Fall kommt zum &amp;#039;&amp;#039;Handlungsunwert&amp;#039;&amp;#039; (Beispiel 1) ein &amp;#039;&amp;#039;primärer Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039; hinzu, nämlich die konkrete Gefahr für alle Fahrzeuginsassen. Diese Gefahr ist Auswuchs der gefährlichen Handlung (das Schneiden der unübersichtlichen Kurve, Beispiel 1) und steigert somit den Unwertgehalt im Ganzen.&lt;br /&gt;
# Wieder schneidet A die Kurve, diesmal kommt es jedoch zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Fahrzeug, bei dem der Lenker A verletzt wird/alle Personen verletzt werden/alle Personen sterben. In allen drei Varianten kommt zur konkret gefährlichen Handlung (Beispiel 1) ein zurechenbarer Verletzungserfolg (also ein &amp;#039;&amp;#039;sekundärer Erfolgsunwert&amp;#039;&amp;#039;) hinzu. Freilich in jeder der drei Varianten ein anderer, jedoch stellt jede einen Erfolg dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmaß des verwirklichten Unrechts beeinflusst die Strafhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Unwerte – Handlungsunwert und Erfolgsunwert – stehen in einem logischen Abhängigkeitsverhältnis:&lt;br /&gt;
Möglich ist ein Handlungsunwert ohne Erfolgsunwert (eine gefährliche &amp;#039;&amp;#039;Handlung&amp;#039;&amp;#039; ohne dass etwas passiert = Beispiel 1), jedoch nicht ein zurechenbarer Erfolgsunwert ohne eine damit zusammenhängende gefährliche Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der äußeren Beschreibung der Delikte im [[Strafgesetzbuch (Österreich)|österreichischen Strafgesetzbuch]] (StGB) lassen sich daher unterscheiden:&lt;br /&gt;
* sogenannte &amp;#039;&amp;#039;schlichte [[Tätigkeitsdelikt]]e&amp;#039;&amp;#039;, bei denen nur eine bestimmte Handlung gefordert ist, um das volle Unrecht des Delikts herzustellen (beispielsweise [[Kurpfuscherei]] ({{§|184|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029733}} StGB) – das Unrecht der Tat ist allein das Handeln des Täters und auch dann hergestellt, wenn die Behandlung gut oder schlecht ist)&lt;br /&gt;
* sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Erfolgsdelikt]]e&amp;#039;&amp;#039;, bei denen eine Veränderung in der Außenwelt (ein Erfolg) gefordert ist (beispielsweise [[Mord]] (§ 75 StGB) – der Mord ist erst dann ein vollendeter Mord nach {{§|75|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029618}} StGB, wenn das Opfer wirklich stirbt und der Tod auf die Tat des Täters zurückzuführen ist; ansonsten kann beispielsweise (bloß) versuchter Mord vorliegen: A schießt auf B, verfehlt ihn – der erforderliche Erfolg (Tod des Opfers B) fehlt der Tat, weswegen das Erfolgsdelikt Mord nicht erfüllt ist (allerdings wird der taugliche Versuch im österreichischen Strafrecht durch {{§|15|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029556}} StGB dem vollendeten Delikt gleichgesetzt, weswegen der Mordversuch des A am B wie ein vollendeter Mord strafbar ist, jedoch ein Milderungsgrund für A besteht, da der Erfolg eben ausgeblieben ist). Viele Delikte des österreichischen StGB beschreiben die Tathandlung nicht näher, bloß den Erfolg. Daher ist die Art und Weise der Erfolgsherbeiführung unerheblich (siehe etwa Mord nach § 75 StGB: &amp;quot;Wer einen anderen tötet, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen&amp;quot; – Erschießen, vergiften, hängen, mit dem PKW überfahren – all das sind taugliche Tathandlungen für § 75). Solche Delikte werden bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;Erfolgs-Verursachungs-Delikte&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Strafrecht Allgemeiner Teil 1.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Springer Verlag, 2004, S. 72 ff.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Heinrich Jescheck]], [[Thomas Weigend]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Strafrechts, Allgemeiner Teil.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Duncker&amp;amp;Humblot Verlag, 1996, S. 8, 49 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yurgfai</name></author>
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