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	<title>Unterwelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unterwelt&amp;diff=47753&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: ggf. mit weniger Tippfehlern sinnvoll</title>
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		<updated>2026-02-05T17:19:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ggf. mit weniger Tippfehlern sinnvoll&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterwelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ursprünglich alles, was sich unter der Erdoberfläche befindet, unter anderem die bildhafte Vorstellung einer [[Jenseits|jenseitigen]] Welt, die in den [[Mythos|Mythen]] vieler [[Kultur]]en vorkommt und ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reich der Toten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Totenreich“, „Totenwelt“) bezeichnet. Die Götter der Unterwelt werden zuweilen auch als die &amp;#039;&amp;#039;chthonischen&amp;#039;&amp;#039; Mächte (von griechisch &amp;#039;&amp;#039;chthon&amp;#039;&amp;#039;, Erde) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgeleitet vom [[Englische Sprache|englischen]] &amp;#039;&amp;#039;Underworld&amp;#039;&amp;#039; etablierte sich in der deutschen Sprache um die 1920er Jahre auch der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Unterwelt&amp;#039;&amp;#039; für sogenannte „[[Asozialität|asoziale]]“ Schichten von [[Kriminell]]en oder die [[Verbrecher]]welt&amp;lt;ref&amp;gt;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen nach Pfeifer, [https://www.dwds.de/wb/Unterwelt online] auf [[DWDS]], abgerufen am 28. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezeichnet in der Gegenwartssprache ein zwielichtiges Milieu von Berufsverbrechern, besonders in Großstädten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Unterwelt &amp;#039;&amp;#039;Unterwelt, die&amp;#039;&amp;#039;], duden.de, abgerufen am 28. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Unterwelt stand ursprünglich für die durchaus räumliche Vorstellung eines Ortes, der unterhalb der normal zugänglichen Welt angesiedelt ist (bezogen auf die Vorstellung der Erdoberseite als Scheibe), dann zunehmend für einen Ort außerhalb der Welt der Sterblichen, an dem besondere Wesen und auch die Geister der Verstorbenen (daher auch oft die Bezeichnung „Totenreich“ oder „Reich des Todes“) vermutet wurden. In dieser Begriffsvariante handelt es sich um ein Vorläuferkonzept späterer Jenseits-Vorstellungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den kulturspezifischen Aspekten gibt es auch kulturübergreifende, so gibt es meist einen [[Herrscher]] oder ein Herrscherpaar aus einem Göttergeschlecht, der oder das der Unterwelt vorsteht. Die Unterwelt ist der Wohnort der [[Totengott|Todes-]] und Unterwelt[[gottheit]]en. Hierher gelangen die Verstorbenen, meist von Seelenführer oder Fährmann geleitet, über das Grenzwasser. Im Westen, jenseits des Ozeans, wo die Sonne untergeht, wird der Eingang zur Unterwelt vermutet. Bewacht durch [[dämon]]ische Wesen erlaubt sie den Eintritt nur den Toten und verbietet ihn für Lebende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Kulturen ist die Unterwelt ein öder und finsterer, dennoch moralisch unbewerteter Aufenthaltsort. In einigen Religionen entwickelte sich dagegen die Vorstellung von einer grauen- und qualvoll ausgestalteten [[Hölle]] als dem Wohnsitz des Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Analytische Psychologie]] in der Tradition [[Carl Gustav Jung]]s bringt die Unterwelt in Zusammenhang mit dem sogenannten [[Mutterarchetyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Antonymie|antonymische]] Begriff ist die Oberwelt ([[Himmel (Religion)|Himmel]]). Laut [[Mircea Eliade]] werden beide häufig über den [[Weltenbaum]] verbunden vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mircea Eliade]]: &amp;#039;&amp;#039;Ewige Bilder und Sinnbilder.&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-458-34212-5, S. 42–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
=== Griechische Mythologie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Unterwelt der griechischen Mythologie}}&lt;br /&gt;
In der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] wird die Unterwelt so beschrieben: Ihr Herrscher ist der Gott [[Hades]] (römisch: [[Pluton|Pluto]]), sie heißt selber auch der Hades. Hades’ Gattin ist [[Persephone]]. Mit Hilfe des Fährmannes [[Charon (Mythologie)|Charon]] kann der Fluss [[Styx]], der Ober- und Unterwelt voneinander trennt, überquert werden. Der dreiköpfige Höllenhund [[Kerberos|Zerberus]] bewacht den Eingang und sorgt dafür, dass kein Lebender den Hades betritt und kein Toter ihn verlässt. Eine Ausnahme diesbezüglich war der Abstieg von [[Orpheus]] in die Unterwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenrichter [[Minos]], [[Rhadamanthys]] und [[Aiakos]] sitzen (nach späteren Vorstellungen) über die Seelen zu Gericht. Die meisten gehen in die von der [[Lethe (Mythologie)|Lethe]] (Strom des Vergessens) umflossenen [[Elysion|elysischen Gefilde]] ein, wo sie als Schatten schmerzlos fortbestehen oder auch in ewiger Glückseligkeit leben. (Nach einer anderen, mindestens ebenso alten Vorstellung befand sich das [[Elysion]] in weiten Fernen jenseits des Okeanos, auf den Inseln der Seligen.) Die Frevler aber werden in den [[Tartaros]] gestoßen, die tiefste Region, die von unheimlichen Gestalten bewohnt wird. Diejenigen, die Verfehlungen gegen die Götter begangen haben, sollen hier ewige Qualen erleiden. Der Bereich ist von einer ehernen Mauer und dem flammenden Fluss [[Phlegethon|Pyriphlegeton]] umgeben und dient [[Zeus]] als Gefängnis für Missetäter und Gottesfrevler (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Tantalos]], [[Sisyphos]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordische Mythologie ===&lt;br /&gt;
Die Begriffe [[Niflheim]] und [[Helheim]] bezeichnen die Unterwelt in der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]]. Hier herrscht die Göttin [[Hel (Mythologie)|Hel]], die allerdings nie handelnd in Erscheinung tritt und auch erst spät personifiziert wurde. Ihr Reich ist von einem Fluss umgeben, über den eine goldene Brücke führt. Die Riesin Modgudur bewacht die Brücke und befragt die Ankömmlinge nach Namen und Geschlecht, nach anderen der Helhund [[Garm]]. Erst danach und der Überwindung des eisernen Zauns erreicht die verstorbene Seele das Reich Helheim. Helheim ist dabei kein Ort der [[Strafe]], sondern ein Aufenthaltsort der Toten, die an [[Krankheit]] oder Altersschwäche (den „Strohtod“ im Bett bzw. Strohlager) gestorben sind. Als Strafort innerhalb Helheims wird in der [[Edda]] die [[Náströnd]] geschildert. Die meisten dieser Vorstellungen sind allerdings bereits christlich beeinflusst oder reflektieren griechische Elemente (Höllenhund Garmr/[[Kerberos]], Höllenfluss Gjoll/[[Styx]] usw.) Die Hel der vorchristlichen Germanen war hingegen kein Ort der Verdammten, nur der dunkle, neblige Ort der Toten, wo sie so ähnlich wie im Diesseits weiterlebten, jedoch nicht zurückkehren konnten (daher die wachende Riesin Modgudur vor dem Höllentor Helgrind). Auch [[Walhall]]a als Ort der gefallenen Helden kam erst später hinzu, und es gab diesen Ort nur in der Vorstellung der Nordgermanen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Golther]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der germanischen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; 1908; 3. Auflage: Magnus-Verlag, Kettwig 1987, ISBN 3-88400-111-6, S. 471–478.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finnische Mythologie ===&lt;br /&gt;
In der [[Finnische Mythologie|finnischen Mythologie]] wird die  Unterwelt [[Tuonela]] am eingehendsten im [[Epos]] „[[Kalevala]]“ beschrieben. Sie wird von [[Tuoni]] und [[Tuonetar]] beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Totenreiche und -götter anderer Kulturen ===&lt;br /&gt;
* In der [[Ugarit|altsyrischen]] Mythologie hieß der Totengott [[Mot]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Freydank]] u. a.: Lexikon Alter Orient. Ägypten · Indien · China · Vorderasien. Wiesbaden: VMA-Verlag, 1997. ISBN 3-928127-40-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Mesopotamien]] ([[Sumerische Kultur|Sumerer]], [[Akkad]]er) galten [[Nergal]] und seine Gattin [[Ereschkigal]] als Herrscher der Unterwelt [[Kurnugia]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brigitte Groneberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Götter des Zweistromlandes. Kulte, Mythen, Epen.&amp;#039;&amp;#039; Artemis &amp;amp; Winkler, Stuttgart 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Tanach]] ist [[Scheol]] ein Ort der Toten.&lt;br /&gt;
* In [[Altes Ägypten|Ägypten]] waren [[Osiris]] sowie der Totenbegleiter und Balsamierungsgott [[Anubis]] die bedeutendsten Totengötter.&lt;br /&gt;
* Bei den [[Römisches Reich|Römern]] war [[Dis Pater|Dis]], auch genannt Pluto, der Herrscher der Unterwelt [[Orcus]].&lt;br /&gt;
* Die [[Kelten]] nannten den Herrn der Seelen [[Dagda]], die [[Wales|Waliser]] Gwydyon, die [[Gallier]] ihre Herrin [[Nantosuelta]] und die [[Irland (Insel)|Iren]] [[Morrigan]].&lt;br /&gt;
* Im [[Hinduismus|hinduistischen]] bzw. [[Buddhismus|buddhistischen]] Bereich ([[Hölle#Hinduismus]] bzw. japanisch [[Jigoku]]/chinesisch [[Diyu]]) ist der Todes- und Richtergott [[Yama (Todesgott)|Yama]] zuständig. Er entspricht im buddhistischen Zentralasien dem Geist Ärlik.&lt;br /&gt;
* Die [[Maya]] nannten die Unterwelt [[Xibalbá]].&lt;br /&gt;
* In der [[Melanesier|melanesischen]] Mythologie heißt das Reich der Toten [[Adiri (Mythologie)|Adiri]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Unterwelt in der Literatur ===&lt;br /&gt;
Die Unterwelt bzw. Unterweltsfahrten wurden auf vielfältigste Weise in der Literatur eingesetzt. Die Ursprünge dieser literarischen Höllenfahrten liegen teilweise im [[Höllenfahrt Christi|Descensus Christi]] sowie in antiken literarischen Vorlagen wie der Katabasis (von {{grcS|καταβαίνειν|katabaínein|de=hinabgehen}}) des [[Odysseus]], welche u. a. [[Vergil]] als Vorlage diente. Beispiele für die literarische Verarbeitung von Unterwelts- oder Höllenfahrten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im letzten Drittel des aus dem babylonischen Raum stammenden [[Gilgamesch-Epos]]&lt;br /&gt;
* Teile von [[Homer]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Vergil]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Augustins &amp;#039;&amp;#039;[[De civitate Dei]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* der altfranzösische &amp;#039;&amp;#039;[[Roman d’Énéas]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Heinrichs von Veldeke &amp;#039;&amp;#039;[[Eneasroman|Eneide]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;[[Visio Tnugdali]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Dante Alighieri]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Göttliche Komödie#Inferno|Inferno]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;[[Fortunatus]]&amp;#039;&amp;#039; (Reise zu [[Purgatorium des heiligen Patrick (Wallfahrtsort)|St. Patricius’ Fegefeuer]])&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang von Goethe]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Der Tragödie zweiter Teil|Faust II]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Unterwelt}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Totenreich}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Abyssus|Abyssus [2]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4062048-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Ort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tod (Mythologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jenseits]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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