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	<title>Untersteiermark - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-14T12:54:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kronländer Slowenien.svg|mini|hochkant=1.25|{{Farblegende|#d4ffaa|Die Untersteiermark (&amp;#039;&amp;#039;Spodnja Štajerska&amp;#039;&amp;#039;) (4) als eine der fünf historischen Landschaften Sloweniens}}]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im einstigen [[Slowenische Sprache|slowenischen Sprachgebrauch]], der dem deutschen entsprach, &amp;#039;&amp;#039;Spodnja Štajerska,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;slovenska Štajerska&amp;#039;&amp;#039; oder nur &amp;#039;&amp;#039;Štajerska,&amp;#039;&amp;#039; [[Kroatische Sprache|kroatisch]] &amp;#039;&amp;#039;Donja Štajerska&amp;#039;&amp;#039;) ist jener Teil des ehemaligen [[Geschichte der Steiermark|Herzogtums Steiermark]], der zwischen der unteren [[Mur (Fluss)|Mur]] und der oberen [[Save]] liegt. Er hat eine Fläche von 6050&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/448662/Jaenner-1919_Der-Bluttag-von-Marburg-a-d-Drau |titel=Jänner 1919: Der Bluttag von Marburg a.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;Drau |hrsg=[[Die Presse]] |abruf=2013-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-Archiv.525+M59184896630.0.html |titel=Tragödie im Siedlungsraum Südslawien |hrsg=[[Junge Freiheit]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131113152323/http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-Archiv.525+M59184896630.0.html |archiv-datum=2013-11-13 |abruf=2013-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.untersteirer.at/U-Geschichte.html |titel=Die Deutsch-Untersteirer |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131113151839/http://www.untersteirer.at/U-Geschichte.html |archiv-datum=2013-11-13 |abruf=2013-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Teil des Herzogtums gehörte das Gebiet seit dem [[Mittelalter]] bis 1918 zu den [[Habsburgermonarchie#Erblande|Habsburgischen Erblanden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende Oktober 1918 gehörte es de facto, seit dem [[Vertrag von Saint-Germain]] 1919 auch de jure zum [[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]], seit 1929 zu [[Jugoslawien]], bis 1941 als [[Königreich Jugoslawien|Königreich]] und ab 1945 als [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|Sozialistische Föderative Republik]]. Seit 1991 ist es Teil des neuen Staats [[Slowenien]]. Die Untersteiermark ist nicht identisch mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Südsteiermark]],&amp;#039;&amp;#039; dem Südteil des heutigen österreichischen Bundeslandes Steiermark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen „Südsteiermark“ und „Untersteiermark“ sind nicht immer genau zu trennen: In den Jahren um 1920 wurde diskutiert, ob die „Untersteiermark“ als „Südsteiermark“ bezeichnet werden sollte. Einige Veröffentlichungen aus dieser Zeit meinen mit Südsteiermark die Untersteiermark. Es wurde auch zur Diskussion gestellt, als Südsteiermark (nur) den um das Zentrum [[Maribor|Marburg]]/Maribor liegenden Teil der Untersteiermark zu bezeichnen. Damit waren die südöstlichen Teile des [[Marburger Kreis (Steiermark)|Marburger Kreises]] gemeint (im Unterschied zu den Gebieten um [[Celje|Cilli]]/Celje), somit im Wesentlichen das [[Drautal in Slowenien|Drautal]] (&amp;#039;&amp;#039;Podravje&amp;#039;&amp;#039;) im heutigen Slowenien. Dieses Gebiet hätte das [[Bachergebirge|Bachern]]-[[Poßruck]]-Gebiet, die [[Windische Bühel|Windischen Bühel]], die Südsteirische Randfurche im Süden des [[Bachergebirge|Bachern]], das [[Draufeld]] und [[Pettauer Feld]] sowie die Kollos (&amp;#039;&amp;#039;[[Haloze]]&amp;#039;&amp;#039;, der Gebietsstreifen bei [[Zavrč|Sauritsch]]/Zavrč, östlich und westlich der [[Burg Anchenstein]] südlich des Draufelds) umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grenze zur Mittelsteiermark wurde damals die Nordgrenze der Bezirke Marburg, [[Bezirk Windischgraz|Windischgraz]] und [[Luttenberg in der Steiermark|Luttenberg]] gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Sieger (Geograph)|Robert Sieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die landschaftliche Gliederung des Unterlandes.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz Hausmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Südsteiermark. Ein Gedenkbuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ulrich Moser (J.&amp;amp;nbsp;Mayerhoff), Graz 1925, S.&amp;amp;nbsp;28–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Hans Pirchegger]] überlegte, statt „Untersteiermark“ in einem seiner Werke den Namen „Südsteiermark“ zu verwenden, nahm aber angesichts des bereits 1557 verwendeten Begriffs „Untersteyer“ davon Abstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Pirchegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Untersteiermark in der Geschichte ihrer Herrschaften und Gülten.&amp;#039;&amp;#039; Buchreihe der Südostdeutschen Historischen Kommission. Band&amp;amp;nbsp;10, Oldenbourg, München 1962, {{ISSN|0562-5270}}, {{ZDB|541487-8}}, S.&amp;amp;nbsp;259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutendste Städte sind heute [[Maribor]] &amp;#039;&amp;#039;(Marburg an der Drau),&amp;#039;&amp;#039; [[Celje]] &amp;#039;&amp;#039;(Cilli),&amp;#039;&amp;#039; [[Velenje]] &amp;#039;&amp;#039;(Wöllan)&amp;#039;&amp;#039; und [[Ptuj]] &amp;#039;&amp;#039;(Pettau)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste deutscher Namen für slowenische Orte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufteilung auf die Statistischen Regionen ==&lt;br /&gt;
Mit der 2005 erfolgten Neugliederung der Republik Slowenien für EU-Zwecke (jedoch bislang ohne politisch-administrative Bedeutung) wurde ein Teil der Landschaft Štajerska, und zwar die Stadt [[Slovenj Gradec]] &amp;#039;&amp;#039;(Windischgrätz),&amp;#039;&amp;#039; sowie [[Radlje ob Dravi]] &amp;#039;&amp;#039;(Mahrenberg),&amp;#039;&amp;#039; [[Muta (Slowenien)|Muta]] &amp;#039;&amp;#039;(Hohenmauthen),&amp;#039;&amp;#039; [[Mislinja]] &amp;#039;&amp;#039;(Mißling),&amp;#039;&amp;#039; [[Vuzenica]] &amp;#039;&amp;#039;(Saldenhofen),&amp;#039;&amp;#039; [[Podvelka]] (Podwölling) und [[Ribnica na Pohorju]] &amp;#039;&amp;#039;(Reifing am Bachern)&amp;#039;&amp;#039; der [[Koroška (Statistische Region)|Statistikregion Koroška]] (Nr.&amp;amp;nbsp;4) zugeschlagen und der verbleibende Teil auf neubenannte [[Statistische Regionen in Slowenien|Statistikregionen]] – hauptsächlich Nr.&amp;amp;nbsp;8: [[Podravska|Podravska regija]] („Draugegend“) Nr.&amp;amp;nbsp;10: [[Savinjska|Savinjska regija]] („Sann-Gegend“) und Nr. 1:  [[Pomurska|Pomurska regija]] („Murgebiet“)–  aufgeteilt, so dass die Bezeichnung „Štajerska“ in der Reihe der nunmehr zwölf [[Statistische Regionen in Slowenien|Statistikregionen Sloweniens]] nicht mehr aufscheint.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Statistische Regionen in Slowenien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gebiete der Untersteiermark waren während des Mittelalters im Besitz verschiedener Adelsfamilien, deren wichtigste nicht Vasallen der steirischen Herzöge, sondern reichsfrei waren. Relativ eigenständig waren die [[Mark an der Drau|Grafschaft hinter dem Drauwald]] um Marburg an der Drau und die [[Cillier|Grafschaft Cilli]]. Beginnend im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erwarben die Markgrafen und Herzöge der Steiermark mehr und mehr Besitztümer im Gebiet der Untersteiermark. Mit dem Aussterben der [[Grafen von Cilli]] (1456) konnte Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]] deren bedeutenden Besitz mit dem [[Geschichte der Steiermark|Herzogtum Steiermark]] vereinigen. Der Ausbau der untersteirischen Städte und die Herausbildung eines städtischen [[Bürgertum]]s erfolgte in erster Linie durch den seit dem Mittelalter ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auffassung darüber, welches Gebiet als „Untersteiermark“ (oder „styria inferior“) zu verstehen sei, veränderte sich spätestens im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Bis in die erste Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde in der Literatur als „Untersteiermark“ das Gebiet südlich der Linie [[Gleinalpe|Gleinalm]] – [[Frohnleiten]] – [[Fischbacher Alpen]] – [[Alpl (Pass)|Alpl]] – [[Pfaffensattel|Pfaffen(-sattel)]], somit auch die West- und Oststeiermark gesehen. Der Grazer Kreis wurde als nördlicher Teil der Untersteiermark dargestellt (siehe historische Landkarte). Nördlich davon bildeten der [[Brucker Kreis|Brucker]] (und [[Judenburger Kreis|Judenburger]]) Kreis die Obersteiermark. Eine Mittelsteiermark wurde nicht dargestellt. [[Grazer Kreis|Grazer]], Marburger Kreis und [[Cillier Kreis]] wurden als Untersteiermark betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Jacob Heinrich Czikann, Franz Gräffer: &amp;#039;&amp;#039;Oesterreichische National-Encyklopädie oder alphabetische Darlegung der wissenswürdigsten Eigentümlichkeiten des österreichischen Kaiserthumes in Rücksicht auf Natur, Leben und Institutionen, Industrie und Commerz, öffentliche und Privat-Anstalten, Bildung und Wissenschaft, Literatur und Kunst, Geographie und Statistik, Geschichte, Genealogie und Biographie, sowie auf alle Hauptgegenstände seiner Civilisations-Verhältnisse. Vorzūglich der neuern und neuesten Zeit. Im Geiste der Unbefangenheit bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; In commission der F.&amp;amp;nbsp;Beck’schen Universitäts-Buchhandlung, Wien 1836. In sechs Bänden. Fünfter Band Seeauer&amp;amp;nbsp;-&amp;amp;nbsp;V, Steyermark&amp;amp;nbsp;II – Geographie und Statistik, S.&amp;amp;nbsp;200. {{Google Buch |BuchID=pOIBAAAAMAAJ |Hervorhebung=&amp;quot;Cillier Kreis&amp;quot; |Linktext=Czikann, National-Enzyklopädie 1836.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Baptist Schütz: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Erdkunde für denkende und gebildete Leser oder, Beschreibung aller Länder der fünf Welttheile, ihrer Lage, ihres Klimas, ihrer Naturprodukte, Landeskultur, merkwürdigsten Städte, schönsten Gegenden, interessantesten Kunstwerke, Ruinen und Denkmähler, dann ihrer Einwohner, deren Lebensart, Kleidung, Handel, Künste, Wissenschaften, Religion und Staatsverfassung&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;12, Verlag A.&amp;amp;nbsp;Doll, Wien 1808, S.&amp;amp;nbsp;172. {{Google Buch |BuchID=ORA5AAAAMAAJ |Hervorhebung=Untersteyermark |Linktext=Schütz, Allgemeine Erdkunde 1808.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--Ob diese Veröffentlichungen den damals (noch) aktuellen Stand wiedergeben oder nur bereits veraltete Ausführungen übernehmen, ist nicht gesichert.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erscheint der Begriff Mittel-Steiermark bereits in offiziellen amtlichen Unterlagen und die Untersteiermark ist auf Teile des Marburger Kreises und den Cillier Kreis eingeschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18490005&amp;amp;seite=00000664&amp;amp;zoom=2 Erlass] des Ministeriums des Inneren vom 23. August 1849, Reichsgesetzblatt Nr.&amp;amp;nbsp;373/1849, S.&amp;amp;nbsp;664.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Siedlungsgebiet Untersteiermark.jpg|mini|zentriert|hochkant=2.2]]&lt;br /&gt;
In der Untersteiermark lebten 1910 bei der letzten Volkszählung der Monarchie etwa 15 % deutschsprachige und 85 % slowenischsprachige Steirer, 73.148 Untersteirer gaben Deutsch als ihre Umgangssprache an. Während der deutsche Bevölkerungsanteil vor allem in den Städten wie Marburg (80 % Deutsche), [[Ptuj|Pettau/Ptuj]] (86 % Deutsche) und [[Celje|Cilli]] (67 % Deutsche), [[Lenart v Slovenskih Goricah|St.&amp;amp;nbsp;Leonhard in Windischbüheln/Lenart]], [[Ljutomer|Luttenberg]]/Ljutomer, [[Ormož|Friedau/Ormož]], [[Slovenska Bistrica|Windisch-Feistritz/Slovenska Bistrica]] und [[Windischgraz]]/Slovenj Gradec angesiedelt war, lebten die Slowenen hauptsächlich auf dem Land. Eine deutsche Bevölkerungsmehrheit gab es in einem Gebietsstreifen im Norden. Er reichte über das Drautal bis zum Kamm der Windischen Bühel. Ebenso das [[Apače|Abstaller Feld]] und die Sprachinsel, die Marburg mit einigen umgebenden Dörfern bildete. Trotzdem stellte die deutsche Minderheit vor dem Ersten Weltkrieg die Führungsschicht in Wirtschaft und Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Karner: &amp;#039;&amp;#039;Die Steiermark im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Leykam, Graz 1986, ISBN 3-7011-7171-8, S.&amp;amp;nbsp;124.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Die obige Karte über die „deutschen Hauptsiedlungsgebiete“ in Slowenien stammt aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Nach dem in der [[Österreichisch-Ungarische Monarchie|Österreichisch-Ungarischen Monarchie]] üblichen Sprachgebrauch bezeichnete man die deutschsprachigen Einwohner der Donaumonarchie als Deutsche).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], im November 1918, brachte der slowenische [[Major]] der [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|österreichisch-ungarischen Armee]] und spätere jugoslawische [[Generalität|General]] [[Rudolf Maister]] mit 4000 slowenischen Freiwilligen die mehrheitlich slowenisch besiedelte Untersteiermark wie auch das überwiegend deutsche Marburg unter seine Kontrolle. Die Landesversammlung des [[Herzogtum Steiermark|Herzogtums Steiermark]] nahm am 6. November 1918, bereits ohne die slowenischen Abgeordneten aus der Untersteiermark, zur Kenntnis, dass &amp;#039;&amp;#039;der andere im bisherigen Kronland mitseßhafte Volksstamm&amp;#039;&amp;#039; nunmehr außerhalb der [[deutschösterreich]]ischen Steiermark leben wolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich am 27. Jänner 1919 mehr als 10.000 pro-österreichische Untersteirer aus Anlass bevorstehender Verhandlungen einer [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Delegation unter Oberstleutnant [[Sherman Miles]] mit General Maister über die zukünftige Grenze auf dem Marburger Hauptplatz versammelten, eröffneten slowenische Soldaten das Feuer. Der [[Marburger Blutsonntag]] forderte 13&amp;amp;nbsp;Tote und 60&amp;amp;nbsp;Verwundete.&lt;br /&gt;
[[Datei:AvI Grätzer Kreis, nördliche Untersteiermark.jpg|mini|hochkant=1.5|Auf dieser historischen Landkarte um 1800 werden die Umgebung von Graz, West- und Oststeiermark als „nördlicher Teil der Untersteiermark“ bezeichnet; dies entspricht nicht dem um 1900 aktuellen Begriff.]]&lt;br /&gt;
Auf Grund des [[Vertrag von St. Germain|Vertrags von St.&amp;amp;nbsp;Germain]] wurde die Untersteiermark 1919 definitiv in das neu gegründete [[Königreich Jugoslawien|Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]], das spätere [[Jugoslawien]], eingegliedert. Die deutschsprachigen Beamten wurden entlassen und die deutschsprachigen Schulen auf slowenische Unterrichtssprache umgestellt. Diese Maßnahmen wurde von jugoslawischer Seite als eine Antwort auf die zwangsweise [[Germanisierung]] der Slowenen in den bei Österreich verbliebenen Gebieten [[Kärnten]]s dargestellt. Tausende Untersteirer verließen nach 1918 das Land, teils freiwillig, teils durch indirekte Maßnahmen gezwungen oder politisch abgeschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Karner: &amp;#039;&amp;#039;Die Steiermark im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Leykam, Graz 1986, ISBN 3-7011-7171-8, S.&amp;amp;nbsp;125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle deutschsprachigen Schulen und Vereine wurden zwangsaufgelöst bzw. beschlagnahmt. Bei der Volkszählung im Jahre 1921 war der Anteil der deutschsprachigen Untersteirer auf 22.531 gesunken und 1931 gaben nur noch 12.410 Personen Deutsch als ihre Muttersprache an.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Karner: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien.&amp;#039;&amp;#039; Hermagoras, Klagenfurt 1998, ISBN 3-85013-592-6, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Ergebnissen der Volkszählungen muss man berücksichtigen, dass sie auf den Angaben der Bevölkerung beruhen, wodurch die jeweils beherrschende Volksgruppe automatisch immer mehr Nennungen bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Balkanfeldzug (1941)|Angriff des Dritten Reiches auf Jugoslawien]] am 6. April 1941 wurde die Region von der [[Wehrmacht]] besetzt und bis 1945 als [[CdZ-Gebiet Untersteiermark]] verwaltet. Die [[Nationalsozialisten]] betrieben eine Politik der systematischen Germanisierung. Bei einer Ansprache in [[Maribor|Marburg an der Drau]] nach der Einnahme der Stadt befahl [[Adolf Hitler]] seinen Offizieren: „Machen Sie mir dieses Land wieder deutsch!“ Verwaltungsposten ebenso wie Lehrerstellen wurden entweder mit Beamten aus dem [[NS-Staat|Deutschen Reich]] oder Angehörigen der örtlichen [[Deutschsprachige Minderheiten|deutschen Minderheit]] ([[Volksdeutsche]]n) besetzt. Der Unterricht an den Schulen fand nur noch in [[Deutsche Sprache|deutscher Sprache]] statt. Slowenen wurden für den Dienst in der Wehrmacht zwangsrekrutiert und an die Ostfront geschickt, wo viele umkamen. Eine große Anzahl entzog sich dadurch, dass sie sich den [[Tito-Partisanen]] anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ansiedlung von etwa 11.200 deutschen [[Gottscheer]]n, die die von [[Italien]] annektierte Unter[[krain]] verließen, wurden etwa 36.100 Slowenen aus den Gebieten von Gurkfeld/[[Krško]], Rann/[[Brežice]], Lichtenwald/[[Sevnica]] und Ratschach/[[Radeče]]&amp;lt;!-- nicht Rateče! --&amp;gt; zwangsausgesiedelt und in Lager der [[Volksdeutsche Mittelstelle|Volksdeutschen Mittelstelle (VoMi)]] im Deutschen Reich deportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der [[AVNOJ-Beschlüsse]] vom 21. November 1944 wurden die Angehörigen der deutschsprachigen Minderheit nach der Niederlage der Wehrmacht 1945 von den jugoslawischen Behörden entschädigungslos enteignet (bewegliches und unbewegliches Vermögen) und nach Entzug ihrer staatsbürgerlichen Rechte auch [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|vertrieben]]. Viele als Volksdeutsche deklarierte Personen kamen in [[Internierungslager]]n um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1945 war die Untersteiermark wieder Teil Jugoslawiens und gehört nunmehr zu Slowenien, das 1991 unabhängig wurde. Die deutschsprachige Volksgruppe ist auf kleine Reste zusammengeschrumpft und wird von Slowenien nicht als Minderheit anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Untersteiermark im historischen Herzogtum Steiermark ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Aut Stmk OBERSTMK.png|mini|hochkant|{{Farblegende|#e69f59|Obersteiermark}}{{Farblegende|#f4d3ac|Mittelsteiermark}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Styrie en AT &amp;amp; en SI.PNG|mini|hochkant|Die historische Steiermark umfasste Gebiete in den heutigen Staaten Slowenien und Österreich.]]&lt;br /&gt;
; Gliederung des [[Geschichte der Steiermark|Herzogtums Steiermark]] in [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Obersteiermark]]&amp;#039;&amp;#039; ({{slS|Zgornja Štajerska}})&lt;br /&gt;
#: Die Grenze zwischen Ober- und Mittelsteiermark bildet das [[Steirisches Randgebirge|Steirische Randgebirge]] ([[Stubalpe]], [[Gleinalpe]], [[Hochalpe]] und [[Fischbacher Alpen]]).&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Mittelsteiermark]]&amp;#039;&amp;#039; ({{slS|Srednja Štajerska}})&lt;br /&gt;
#: 2a. &amp;#039;&amp;#039;[[Weststeiermark]]&amp;#039;&amp;#039; (westlich der Mur, früher auch Westmittelsteiermark)&lt;br /&gt;
#: 2b. &amp;#039;&amp;#039;[[Oststeirisches Hügelland|Oststeiermark]]&amp;#039;&amp;#039; (östlich der Mur, früher auch Ostmittelsteiermark)&lt;br /&gt;
#:: Weiters werden die Südteile der West- und Oststeiermark heute als &amp;#039;&amp;#039;[[Südsteiermark]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Diese ist nach Norden hin ungefähr durch die Linie [[Deutschlandsberg]] – [[Wildon]] – [[Bad Gleichenberg]] von der übrigen Mittelsteiermark abgegrenzt.&lt;br /&gt;
#: Die Grenze zwischen Mittel- und Untersteiermark bilden [[Poßruck]], der nördlichste Teil der [[Windische Bühel|Windischen Bühel]] und die [[Mur (Fluss)|Mur]].&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039; ({{slS|Spodnja Štajerska}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Janez Cvirn: &amp;#039;&amp;#039;„Das Festungsdreieck“. Zur politischen Orientierung der Deutschen in der Untersteiermark (1861–1914).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;76. Hrsg.: [[Historische Landeskommission für Steiermark]]. (Übersetzung des in slowenischer Sprache erschienenen Werkes &amp;#039;&amp;#039;Trdnjavski trikotnik: Politična orientacija Nemcev na Spodnjem Štajerskem (1861–1914). Maribor, 1997&amp;#039;&amp;#039;). Mit einem Nachwort von [[Martin Moll]]. LIT Verlag, Berlin/Münster/Wien 2017, ISBN 978-3-643-50757-0.&lt;br /&gt;
* Joachim Hösler: &amp;#039;&amp;#039;Von Krain zu Slowenien: die Anfänge der nationalen Differenzierungsprozesse in Krain und der Untersteiermark von der Aufklärung bis zur Revolution 1768 bis 1848&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-486-57885-0 (Habilitation Universität Marburg 2004, 414&amp;amp;nbsp;Seiten).&lt;br /&gt;
* Gerhard Jochem, Georg Seiderer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entrechtung, Vertreibung, Mord&amp;#039;&amp;#039;. NS-Unrecht in Slowenien und seine Spuren in Bayern 1941–1945. [[Metropol Verlag]], Berlin 2005, ISBN 3-936411-65-4.&lt;br /&gt;
* [[Harald Heppner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Slowenen und Deutsche im gemeinsamen Raum: neue Forschungen zu einem komplexen Thema&amp;#039;&amp;#039;. Tagung der Südostdeutschen Historischen Kommission (Maribor), September 2001. Oldenbourg, München 2002.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Karner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Stabsbesprechungen der NS-Zivilverwaltung in der Untersteiermark 1941–1944,&amp;#039;&amp;#039; Leykam, Graz 1996, ISBN 3-7011-7302-8.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Straka]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersteiermark Unvergessene Heimat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Eckart-Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;76). Wien 1980.&lt;br /&gt;
* Hans Hermann Frensing: &amp;#039;&amp;#039;Die Umsiedlung der Gottscheer Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg, München 1970, {{DNB|456659072}} (Dissertation FU Berlin).&lt;br /&gt;
* Hans Pirchegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Untersteiermark in der Geschichte ihrer Herrschaften und Gülten, Städte und Märkte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag R.&amp;amp;nbsp;Oldenbourg, München 1962.&lt;br /&gt;
* [[Ragimund Reimesch]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039;. Alpenland-Buchhandlung Südmark, Graz 1944.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Sattler: &amp;#039;&amp;#039;Die Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039;. Eine Darstellung der bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Grundlagen. Das Joanneum Nr.&amp;amp;nbsp;8, Steirische Verlagsanstalt, Graz 1942.&lt;br /&gt;
* Henning Volkmar: &amp;#039;&amp;#039;Untersteier die deutsche Südostmark.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Sima, Deutschlandsberg 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Styria (Slovenia)|Štajerska}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Untersteiermark}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pavelhaus.at/publikationen/signal01_deutsch/signal01_03.htm Pavelhaus.at: Die Deutschen in Slowenien 1918–1941]. Der Artikel behandelt insbesondere die Situation in der Untersteiermark sowie die militärische Machtübernahme in Marburg durch [[Rudolf Maister]].&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/info/spo_info.htm Südsteirische Post]. Zweimal wöchentlich von 1881 bis 1900 in Marburg erscheinende Zeitung.&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/info/mbz_info.htm Marburger Zeitung]. Amtliches Organ des Steirischen Heimatbundes. Dreimal wöchentlich von 1871 bis 1945 in Marburg erscheinende Zeitung (1870: Tagesbote für Untersteiermark, 1862–1864: Correspondent für Untersteiermark). {{ZDB|2799043-6}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Slowenien]]&lt;br /&gt;
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