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	<title>Unterlunkhofen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unterlunkhofen&amp;diff=279398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Coat_of_arms_of_Unterlunkhofen.svg durch CHE_Unterlunkhofen_COA.svg (von CommonsDelinker angeordnet: File renamed: Criterion 4 (harmonizing names of f</title>
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		<updated>2026-02-18T22:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Coat_of_arms_of_Unterlunkhofen.svg durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:CHE_Unterlunkhofen_COA.svg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:CHE Unterlunkhofen COA.svg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CHE_Unterlunkhofen_COA.svg&lt;/a&gt; (von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:CommonsDelinker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:CommonsDelinker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 4&lt;/a&gt; (harmonizing names of f&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Unterlunkhofen 2014.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Unterlunkhofen COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Unterlunkhofen 075.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Dorfzentrum von Unterlunkhofen&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = Bremgarten&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Bremgarten&lt;br /&gt;
| BFS = 4079&lt;br /&gt;
| PLZ = 8918&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.32138&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.38118&lt;br /&gt;
| HÖHE = 400&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 4.49&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = Peter Hochuli&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url = https://www.unterlunkhofen.ch/politik/gemeinderat.html/276 |titel = Gemeinderat |abruf = 2024-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.unterlunkhofen.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterlunkhofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: {{IPA|ˈundərluŋkˌχɔfə}})&amp;lt;ref&amp;gt;Andres Kristol: &amp;#039;&amp;#039;Unterlunkhofen&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire toponymique des communes suisses – [[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]] – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG).&amp;#039;&amp;#039; Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Bremgarten]] und liegt im [[Reuss (Fluss)|Reusstal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterlunkhofen, 2023.jpg|mini|Luftaufnahme Unterlunkhofen (im Hintergrund Rottenschwil), 2023]]&lt;br /&gt;
Das lang gestreckte Gemeindegebiet liegt zwischen der Reuss (die hier in nordwestlicher Richtung fliesst) und dem südwestlichen Abhang des [[Holzbirrliberg]]s. Das Dorfzentrum liegt dabei fast an der südlichen Grenze, etwa einen halben Kilometer nördlich davon der Weiler Huserhof ({{Höhe|425|CH|link=true}}). Etwa anderthalb Kilometer nordwestlich befindet sich der Weiler Geisshof ({{Höhe|381|CH}}), der Weiler Berghof ({{Höhe|518|CH}}) einen Kilometer östlich und der Weiler Erlihof ({{Höhe|493|CH}}) rund 1,2 Kilometer südöstlich. Die Reuss, welche die westliche Gemeindegrenze bildet, ist in diesem Bereich ein beinahe stehendes Gewässer, da sie weiter nördlich beim [[Kraftwerk Bremgarten-Zufikon]] gestaut wird. In sie münden der [[Arnerbach]] und der [[Ziegelbach (Reuss)|Ziegelbach]]. Auf dem Gebiet von Unterlunkhofen liegt der ein Kilometer lange und bis zu 300 Meter breite [[Flachsee]]. Er wurde in den 1970er Jahren künstlich geschaffen, ist ein idealer Lebensraum für bedrohte [[Vögel|Vogel]]- und [[Amphibien]]arten und steht unter [[Naturschutz]]. Rund um den See, der fünf Inseln aufweist, erstrecken sich [[Röhricht|Schilfgürtel]] und [[Sumpf|Sümpfe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1090 und 1110, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 449 [[Hektar]]en, davon sind 118 Hektaren mit Wald bedeckt und 45 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höchste Punkt befindet sich auf {{Höhe|582|CH}} im Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Bärhau&amp;#039;&amp;#039; nordöstlich des Dorfes, der tiefste auf {{Höhe|380|CH}} an der Reuss. Nachbargemeinden sind [[Oberwil-Lieli]] im Norden, [[Arni AG|Arni]] im Osten, [[Oberlunkhofen]] im Süden, [[Rottenschwil]] im Westen sowie [[Bremgarten AG|Bremgarten]] und [[Zufikon]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gegend um den Weiler Geisshof war bereits während der [[Jungsteinzeit]] besiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Holliger:  &amp;#039;&amp;#039;Eine neolithische und bronzezeitliche Siedlungsstelle in Unterlunkhofen/Geisshof.&amp;#039;&amp;#039; In: Archäologie der Schweiz, Band 3, 1980, Heft 1, S. 4–7, {{DOI|10.5169/seals-2521}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bärhau, einem rund anderthalb Kilometer östlich des Dorfes gelegenen Waldstück, befindet sich der grösste bisher in der Schweiz entdeckte Friedhof der frühen [[Eisenzeit]]. Die aus der [[Hallstattzeit|Hallstatt-Periode]] (ca. 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) stammende [[Nekropole]] umfasst 63 [[Hügelgrab|Grabhügel]]. Diese wurden Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts genauer erforscht, dabei fand man diverse [[Grabbeigabe]]n. Der grösste Hügel, auf dem drei [[Menhir]]e stehen, ist etwa vier Meter hoch und besitzt einen Durchmesser von 30 Metern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/bks/dokumente_1/kultur/kantonsarchaeologie/sehenswuerdigkeiten_1/BKSKA_Sehenswuerdigkeiten_Unterlunkhofen_baerhau.pdf |titel=Die Grabhügel von Unterlunkhofen-Bärhau |hrsg=[[Kantonsarchäologie Aargau]] |zugriff=2010-01-18 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NekropoleUnterlunkofen01.jpg|mini|links|Keltengrab Nr. 38 im Bärhau]]&lt;br /&gt;
Im Gebiet Lunkhoferacker fand ein Bauer im Jahr 1890 zwei bestens erhaltene [[Römisches Reich|römische]] [[Mosaik]]fussböden. Durch die Kantonsregierung finanziell unterstützt, wurden sie untersucht und gehoben. Mit Ausnahme einzelner Sondierbohrungen sind die übrigen Teile des [[Gutshof]]es bis heute nicht untersucht worden. Die Mosaiken stellen Meerestiere und quadratische Muster dar, sie sind heute im Historischen Museum im [[Landvogteischloss Baden]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Martin Hartmann, Hans Weber | Titel=Die Römer im Aargau | Verlag=Verlag Sauerländer | Ort=Aarau | Jahr=1985 | Seiten=202–204 | ISBN=3-7941-2539-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung von &amp;#039;&amp;#039;Lunchunft&amp;#039;&amp;#039; erfolgte im Jahr 853 (überliefert in einer Kopie des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts). Damals schenkte ein Priester seinen Hof dem neu gegründeten Kloster [[St. Leodegar im Hof|St. Leodegar]] in [[Luzern]]. Später gehörte der [[Oberlunkhofen]], Unterlunkhofen, [[Jonen]] und [[Arni-Islisberg]] umfassende [[Kehlhof (Gebäude)|Kelnhof]] dem [[Fürstabtei Murbach|Kloster Murbach]] im [[Elsass]]. Eine inzwischen überholte Theorie nahm an, der Ortsname stamme von einem [[Gallorömische Kultur|gallorömischen]] &amp;#039;&amp;#039;Lundacumbeta&amp;#039;&amp;#039;, einem «Hochtälchen an der Lunda» (&amp;#039;&amp;#039;Lunda&amp;#039;&amp;#039; könnte eine in der Antike verwendete Namensform für die [[Reuss (Fluss)|Reuss]] gewesen sein). Durch Lautverschiebung sei daraus ein [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsches]] &amp;#039;&amp;#039;Lundgumwt&amp;#039;&amp;#039; und ein [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsches]] &amp;#039;&amp;#039;Lunchhof&amp;#039;&amp;#039; («bei den Höfen an der Lunda») entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Beat Zehnder | Herausgeber=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau | Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau | Sammelwerk=Argovia | Band=Band 100 | Verlag=Verlag Sauerländer | Ort=Aarau | Jahr=1991 | Seiten=441–444 | ISBN=3-7941-3122-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andres Kristol: &amp;#039;&amp;#039;Unterlunkhofen&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG).&amp;#039;&amp;#039; Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine neue Deutung geht von einem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;Longus Campus&amp;#039;&amp;#039; bzw. romanischen &amp;#039;&amp;#039;Longocampo&amp;#039;&amp;#039; («langes Feld») aus, welches sich über die althochdeutsche Form &amp;#039;&amp;#039;Lungochampfo&amp;#039;&amp;#039; zu einem ebenfalls althochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;Lungchumpft&amp;#039;&amp;#039; wandelte (Nebensilbenschwund, Nebensilbenangleichung, Sprosslaut &amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; am Wortende analog zu den Ortsnamen Küsnach&amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039; oder Biberis&amp;#039;&amp;#039;-t&amp;#039;&amp;#039;). Die Endung &amp;#039;&amp;#039;-chunft&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;-kunft&amp;#039;&amp;#039; der ersten schriftlichen Belege begann jedoch schon Ende des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts einem plausibler klingenden &amp;#039;&amp;#039;-hofen&amp;#039;&amp;#039; zu weichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Daniel Gut | Titel=Longus Campus und die Romania Submersa im Reusstal |Sammelwerk=Beiträge zur Namenforschung NF 47 (2) | Jahr=2012 | Seiten=163–189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1291 kaufte [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf I.]] den Kelnhof, auch die Stadt Luzern und 15 weitere Dörfer gelangten für 2000 Mark Silber in den Besitz der [[Habsburg]]er. Diese Transaktion war eine der Ursachen, dass die drei [[Urkanton]]e die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossenschaft]] gründeten. Nachdem der Kelnhof verwaltungstechnisch zuerst zum [[Freiamt Affoltern]] gehört hatte, bildete er zwanzig Jahre später ein eigenes Amt, das so genannte [[Kelleramt]]. 1415 eroberte die Stadt [[Zürich]] das Kelleramt und übernahm von den Habsburgern die [[Blutgerichtsbarkeit]]. Die [[niedere Gerichtsbarkeit]] war bereits seit 1410 im Besitz der Stadt [[Bremgarten AG|Bremgarten]], die 1482 ihren Einflussbereich auch auf den Huserhof ausdehnte. 1529 wurde die Bevölkerung von Oberlunkhofen [[Reformation|reformiert]], musste aber 1531 nach dem [[Zweiter Kappelerkrieg|Zweiten Kappelerkrieg]] wieder zum Katholizismus übertreten. 1673 ist erstmals ein Schulmeister belegt, der vermutlich das ganze Kelleramt unterrichtete; spätestens 1798 besass Unterlunkhofen eine eigene Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 27. auf den 28.&amp;amp;nbsp;März 1792 zerstörte ein Grossbrand weite Teile des Dorfes. 36 Haushaltungen mit 229 Personen verloren ihr Hab und Gut, nur vier Häuser blieben verschont. 1797, ein Jahr vor dem Zusammenbruch der alten Herrschaftsverhältnisse, verkaufte Bremgarten seine Rechte an die Dorfgemeinschaften. Nach der Eroberung der Schweiz durch die [[Erste Französische Republik|Franzosen]] und der Ausrufung der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] im März 1798 wurde das [[Kelleramt]] aufgelöst, und es entstanden die vier Gemeinden Ober- und Unterlunkhofen, Jonen und Arni-Islisberg. Diese gehörten zunächst zum kurzlebigen [[Kanton Baden]] und gelangten 1803 zum Kanton Aargau; die Bewohner hatten zunächst allerdings einen Anschluss an [[Kanton Zug|Zug]] oder [[Kanton Zürich|Zürich]] favorisiert. Seit 1823 gehören auch die ehemaligen [[Steckhof|Steckhöfe]] Huserhof und Geisshof zur Gemeinde Unterlunkhofen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein blieb Unterlunkhofen ein bescheidenes Bauerndorf. Bis 1980 stagnierte die Einwohnerzahl bei knapp unter 400. Dann setzte jedoch aufgrund der Nähe zur Stadt [[Zürich]] eine rege Bautätigkeit ein, und die Einwohnerzahl stieg innerhalb von vier Jahrzehnten um das Dreieinhalbfache an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterlunkhofen Flachsee.JPG|mini|Flachsee zwischen Unterlunkhofen und Rottenschwil]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Unterlunkhofen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] lautet: «Fünfmal geteilt von Weiss und Blau, überdeckt von rotem Pfahl.» Das seit 1929 von der Gemeinde geführte Wappen geht auf das Siegel des Edelknechts Hugo von Lunkhofen zurück,&amp;lt;ref&amp;gt;Der schweizerische genealogisch-heraldische Webkatalog: {{Webarchiv|url=http://www.chgh.net/heraldik/l/lu/lunkhofen.htm |wayback=20080706082611 |text=Familienwappen Lunkhofen (von, Rittergeschlecht)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das aus dem Jahr 1255 stammt. Es stellt symbolisch die Hauptstrasse (rot) sowie die drei Bäche (blau) Schwarzbächli, Arnibach und Wydenbächli dar, die das Wohngebiet durchqueren. Das Zürcher Dorf [[Zwillikon]] führt ebenfalls das Wappen der Herren von Lunkhofen, mit dem Unterschied, dass der Schild weiss-schwarz geteilt ist. Das Wappen findet sich auch im Rittersaal des Hauses «zum Loch» in Zürich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Zürich - Grossmünster - Haus zum Loch IMG 1287.jpg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stiftungswf.ch/publikationen.htm Schriftenreihe der Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen] – Zürcher Dorfwappen. Heft 10, {{Literatur | Autor=Joseph Melchior Galliker, Hans Rüegg | Titel= Schweizer Wappen und Fahnen. Band 10: Zürcher Dorfwappen (1. Teil)| Verlag = Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen | Ort=Zug | Jahr=2007 | Seiten=96 | ISBN=3-908063-10-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |hrsg=Statistik Aargau |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |datum=2001 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-05-15 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1850 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 442 || 364 || 345 || 379 || 368 || 371 || 400 || 761 || 1227 || 1289 || 1499&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4079}} Menschen in Unterlunkhofen, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4079}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 44,2 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 24,1 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 31,7 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |abruf=2019-05-15 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |offline=ja |archiv-bot=2023-02-03 02:44:29 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 94,6 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an sowie je 1,0 % [[Italienische Sprache|Italienisch]] und [[Englische Sprache|Englisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-05-15 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die [[Gemeindeversammlung]], übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Bremgarten zuständig. Unterlunkhofen gehört zum Friedensrichterkreis VII (Bremgarten).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |titel=Friedensrichterkreise |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2019-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Unterlunkhofen gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 280 Arbeitsplätze, davon 17 % in der Landwirtschaft, 39 % in der Industrie und 44 % im Dienstleistungssektor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |abruf=2019-05-15 |format=Excel, 157&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |offline=ja |archiv-bot=2023-02-03 02:44:29 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Erwerbstätige sind Wegpendler und arbeiten entweder in der Region [[Bremgarten AG|Bremgarten]] oder in den Agglomerationen von [[Zürich]] und [[Zug (Stadt)|Zug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Unterlunkhofen liegt an der Kantonsstrasse 262 zwischen [[Bremgarten AG|Bremgarten]] und [[Affoltern am Albis]], eine [[Reussbrücke Rottenschwil–Unterlunkhofen|Brücke]] führt über die Reuss nach [[Rottenschwil]]. Im Jahr 2008 wurde die Autobahn [[Autobahn 4 (Schweiz)|A4]] durch Affoltern am Albis und [[Birmensdorf]] eröffnet, wodurch sich die Verkehrsanbindung zum Grossraum [[Zug (Stadt)|Zug]] und [[Luzern]] verbessert hat. Durch das Dorf führen zwei [[Postauto]]linien, von Bremgarten nach [[Jonen]] sowie von [[Muri AG|Muri]] nach [[Zürich]] ([[Bahnhof Zürich Wiedikon|Bahnhof Wiedikon]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über einen [[Kindergarten]] und ein Schulhaus, in dem die [[Primarschule]] unterrichtet wird. Die [[Sekundarschule]] und die [[Realschule]] können in [[Jonen]] besucht werden, die Bezirksschule in Bremgarten. Das nächstgelegene Gymnasium ist die [[Kantonsschule Wohlen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1678|Autor=[[Geneviève Lüscher]], Anton Wohler}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Felder |Herausgeber=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] |Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau |Band=Band IV: Bezirk Bremgarten |Verlag=Birkhäuser Verlag |Ort=Basel |Jahr=1967 |ISBN=3-906131-07-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.unterlunkhofen.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Unterlunkhofen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Bremgarten Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 853]]&lt;/div&gt;</summary>
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