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	<title>Unter-Flockenbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-01T10:13:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                  = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart               = &lt;br /&gt;
| Gemeindename              = Gorxheimertal&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen                = Wappen Gorxheimertal.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung   = Vor der Eingemeindung Ortswappen, heute Wappen von Gorxheimertal&lt;br /&gt;
| Breitengrad               = 49.5316429&lt;br /&gt;
| Längengrad                = 8.72964621&lt;br /&gt;
| Bundesland                = HE&lt;br /&gt;
| Höhe                      = 193 &amp;lt;!-- mapcoordinates.net --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von                  = 177&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                  = 310&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug                = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                    = 2.94&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle             = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner                 = 1555&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum     = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum       = 1970-12-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach         = [[Grundelbachtal]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1             = 69517&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2             = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                  = 06201&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                  = &lt;br /&gt;
| Bild                      = GorxheimertalUnterFlockenbach2021-03-30-13-16-43.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung         = Zentrum von Unter-Flockenbach&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unter-Flockenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der zentrale Ortsteil der Gemeinde [[Gorxheimertal]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Landkreis Bergstraße]] und Sitz der Gemeindeverwaltung. Im Norden der Gemarkung liegt der historische [[Weiler]] Eichelberg, heute „Eichelberger Höfe“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Unter-Flockenbach liegt im [[Odenwald]] ca. 15&amp;amp;nbsp;km südöstlich von [[Heppenheim (Bergstraße)|Heppenheim]] am [[Grundelbach (Weschnitz)|Grundelbach]]. Der Grundelbach entspringt südlich von [[Oberflockenbach]] und durchfließt die Ortsteile von Gorxheimertal, bevor er in [[Weinheim]] in die [[Weschnitz]] mündet. Das Gebiet des Ortsteils besteht aus der Gemarkung Unter-Flockenbach mit einer Fläche von 294 [[Hektar]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/063066 |titel=Gemarkung Unter-Flockenbach |werk=GEOindex |abruf=2025-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, davon sind 113 Hektar Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt; Die Gemarkung und teilweise auch die Ortslage reicht im Süden bis an die Landesgrenze von Hessen nach [[Baden-Württemberg]]. Die Ortslage befindet sich auf 177 bis {{Höhe|310|DE-NHN}} und der höchste Punkt der Gemarkung ist der 409&amp;amp;nbsp;m hohe &amp;#039;&amp;#039;Steinkopf&amp;#039;&amp;#039; im Norden der Gemarkung. In der Gemarkung liegen die folgenden aktuellen bzw. historischen Siedlungsplätze:&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hof &amp;#039;&amp;#039;Am Gängelbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=13330 |titel=Am Gängelbach, Odenwaldkreis |datum=2010-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gehöftgruppe Eichelberger Höfe&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=13331 |titel=Eichelberger Höfe, Odenwaldkreis |datum=2023-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kloster &amp;#039;&amp;#039;Schwestern von der göttlichen Vorsehung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=KL|ID=14442 |titel=Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Unter-Flockenbach, Gemeinde Gorxheimertal |datum=2020-09-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Ortsteil Unter-Flockenbach grenzen, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, der [[Birkenau (Odenwald)|Birkenauer]] Ortsteil [[Buchklingen (Birkenau)|Buchklingen]], im Osten [[Trösel|Gorxheimertal-Trösel]], im Süden und Westen die Weinheimer Stadtteile [[Wünschmichelbach]], [[Oberflockenbach]], [[Ritschweier]] sowie das [[Gorxheim|Gorxheimtal]]. Durch den Ort verläuft die [[Landesstraße]],  die von Weinheim über Gorxheim kommend weiter über Trösel nach Unter-Abtsteinach verläuft. In der Ortslage zweigt die [[Kreisstraße]] K&amp;amp;nbsp;16 nach Süden zu dem Weinheimer Stadtteilen Oberflockenbach ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von den Anfängen bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die erste Erwähnung des Ortes findet sich nach 900 als &amp;#039;&amp;#039;Flockenbah&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Flockenbach&amp;#039;&amp;#039; im [[Lorscher Codex]], einem Besitzverzeichnis der [[Kloster Lorsch|Abtei Lorsch]]. Eine erste genaue Datierung erfolgte in den [[Monumenta Germaniae Historica]] mit 1012 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Fluchenbach&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1267 wird erstmals ein [[Burggraf]] auf der [[Starkenburg (Burg)|Starkenburg]] (über Heppenheim) genannt, der auch das [[Oberamt Starkenburg|„Amt Starkenburg“]], zu dem Unter-Flockenbach zählte, verwaltete. 1370 bewilligte Pfalzgraf [[Ruprecht I. (Pfalz)|Ruprecht I.]] dem Heinrich von Steyneklingen, das Dorf (Ober- und Unter-) Flockenbach an den Ritter Kleinheinrich von Erleheim für 500&amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl.]] zu verpfänden. Wann genau [[Kurmainz]] in den alleinigen Besitz von Flockenbach kam, ist nicht belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der für Kurmainz verhängnisvollen [[Mainzer Stiftsfehde]] 1461/62 wurde das gesamte Amt Starkenburg an Kurpfalz wiedereinlöslich verpfändet und blieb anschließend für 160&amp;amp;nbsp;Jahre pfälzisch. Pfalzgraf [[Friedrich I. (Pfalz)|Friedrich]] ließ sich für seine Unterstützung von Erzbischof [[Diether von Isenburg|Diether]] im durch die beiden Kurfürsten am 19. November 1461 geschlossenen „Weinheimer Bund“ das „Amt Starkenburg“ verpfänden, wobei Kurmainz das Recht erhielt, das Pfand für 100.000&amp;amp;nbsp;Pfund wieder einzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1480 ist überliefert, dass die [[Bede]] an die [[Kellerei (Amtsbereich)|Kellerei]] in Heppenheim abzuführen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfängen der [[Reformation]] sympathisierten die pfälzischen Herrscher offen mit dem lutherischen Glauben, aber erst unter [[Ottheinrich]], Kurfürst von 1556 bis 1559, erfolgte der offizielle Übergang zur lutherischen Lehre. Danach wechselten seine Nachfolger und gezwungenermaßen auch die Bevölkerung mehrfach zwischen der [[lutherisch]]en, [[Reformierte Kirchen|reformierten]] und [[Calvinismus|calvinistischen]] Konfession. Als Folge der Reformation hob die Kurpfalz 1564 das Kloster Lorsch auf. Die bestehenden Rechte wie [[Zehnte]]n, Grundzinsen, Gülten und [[Gefälle (Recht)|Gefälle]] des Klosters Lorsch wurden fortan durch die „Oberschaffnerei Lorsch“ wahrgenommen und verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|162251605|Seite=178 |Seiten=178ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gericht und untergeordnete Verwaltungseinheit entwickelte sich die [[Zent Abtsteinach]], deren älteste erhalten gebliebene Beschreibung aus dem Jahr 1590 stammt, in der aber Flockenbach noch nicht genannt wurde. Im Laufe des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) eroberten spanische Truppen der [[Katholische Liga (1609)|„Katholischen Liga“]] die Region und stellten damit 1623 die Kurmainzer Herrschaft wieder her. Damit musste die Bevölkerung wieder zum katholischen Glauben zurückkehren. Zwar zogen sich die spanischen Truppen nach 10 Jahren vor den anrückenden Schweden zurück, aber nach der Niederlage der Evangelischen in der [[Schlacht bei Nördlingen]] 1634 verließen auch die Schweden die Bergstraße und mit dem Schwedisch-Französischen Krieg begann ab 1635 das blutigste Kapitel des Dreißigjährigen Krieges. Aus der Region berichten die Chronisten aus jener Zeit: „Pest und Hunger wüten im Land und dezimieren die Bevölkerung, sodass die Dörfer öfters völlig leer stehen“. Mit dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] von 1648 wurde die Einlösung der Pfandschaft endgültig festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1654 ist der Nachweis erhalten, dass alle „Centmänner“ [[Leibeigenschaft|Leibeigene]] von Kurmainz waren. Außerdem ist überliefert dass, Unter-Flockenbach aus 6½ Huben bestand. Vom Zehnten fielen in diesem Jahr 2/3 an die Kellerei zu Heppenheim und 1/3 an das Domkapitel zu Mainz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es 1782 zu einer Umstrukturierung im Bereich des Kurmainzer [[Oberamt Starkenburg|Amtes Starkenburg]] kam, wurde der Bereich des Amtes in die vier untergeordnete [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amtsvogteien]] Heppenheim, Bensheim, Lorsch und Fürth aufgeteilt und das Amt in Oberamt umbenannt. Die Zente [[Zent Fürth|Fürth]], [[Zent Mörlenbach|Mörlenbach]] und Abtsteinach, wo Unter-Flockenbach lag, wurden der [[Amt Fürth (Odenwald)|Amtsvogtei Fürth]] unterstellt und musste ihre Befugnisse weitgehend abgeben. Zwar blieb die Zentordnung mit dem Zentschultheiß formal bestehen, dieser konnte jedoch nur noch die Anordnungen der übergeordneten Behörden ([[Oberamt Starkenburg]], Unteramt Fürth) ausführen. Das „Oberamt Starkenburg“ gehörte verwaltungsmäßig zum [[Kurmainz#Das Gebiet des Kurfürstentums und des Erzbistums Mainz|„Unteren Erzstift“]] des [[Kurmainz|Kurfürstentums Mainz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 19. Jahrhundert bis heute ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] erhielt die [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]], als Ausgleich für verlorene rechtsrheinische Gebiete, unter anderem Teile der aufgelösten Fürstentümer [[Kurmainz]], [[Kurpfalz]] und des [[Bistum Worms|Bistums Worms]] zugesprochen. Somit kam auch das Oberamt Starkenburg, und mit ihm Unter-Flockenbach, an Hessen-Darmstadt. Dort wurde die „Amtsvogtei Fürth“ vorerst als hessisches [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amt]] weitergeführt, während das Oberamt Starkenburg 1805 aufgelöst wurde. Die übergeordnete Verwaltungsbehörde war der „Regierungsbezirk Darmstadt“, der ab 1803 auch als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|311428620|Seite=358ff|Seiten=358ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 wurde auch das Gerichtswesen in der Landgrafschaft neu organisiert. Für das [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]] wurde das „Hofgericht Darmstadt“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] bzw. [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] vorgenommen. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das [[Oberappellationsgericht Darmstadt]]. Damit hatten die Zente und die mit ihnen verbundenen Zentgerichte endgültig ihre Funktion eingebüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. August 1806 erhob Napoleon die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, gegen deren Beitritt zum Rheinbund und Stellung hoher Militärkontingente an Frankreich, zum [[Großherzogtum Hessen|Großherzogtum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1812 wurde das ehemals Pfälzische [[Oberamt Lindenfels]] aufgelöst und das bereits als Zentort bestehende Wald-Michelbach erhielt eine eigene [[Vogt|Amtsvogtei]], deren Amtsbereich wurde auch Unter-Flockenbach zugewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KD&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162251605|Seite=243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Konrad Dahl berichtet 1812 in seiner &amp;#039;&amp;#039;Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues&amp;#039;&amp;#039; über Unter-Flockenbach als Ort der „Zent Abtsteinach“:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Flockenbach, gleich bei dem vorigen ([[Trösel]]), heißt auch Unterflockenbach und ist ein Dorf von 8 Huben mit 13 Häusern und 112 Selen. Der dasige Mönchwald gehörte vormals dem Karmeliterklefter zu Weinheim. Den Zehenden in diesem und dem verhergehenden Orte bezieht die Kellerei Heppenheim, für den kleinen Zehenden aber erhält der Pfarrer zu Absteinach ständig 22 Maltr. Hafer jährlich.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahl&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162251605|Seite=246}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Zum Weiler Eichelberg, der später als „Eichelberger Höfe“ zur Gemarkung Unter-Flockenbach gehörte, schrieb Konrad Dahl:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eichelberg 3 Höfe, mit einem Kameral-Erbbestandsguthe, bei Gorxheim, haben ihren Namen von dem nahgelegenen Eichelberg oder Aichelberg, und ihre Entstehung einem dasigen vormaligen Bergwerk zu verdanken (G. Widder I, 333).}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte-Hirschhorn-A-Gorxheim.jpg|mini|Kartenausschnitt Gorxheim, Trösel und Unter-Flockenbach mit den historischen Weilern Eichenberger Höfe und Kunzenbach aus „Großherzogtums Hessen (1823–1850) – Hirschhorn“]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1816 wurden im Großherzogtum Provinzen gebildet. Dabei wurde das vorher als „Fürstentum Starkenburg“ bezeichnete Gebiet, das aus den südlich des [[Main]]s gelegenen alten hessischen und den ab 1803 hinzugekommenen rechtsrheinischen Territorien bestand, in [[Starkenburg (Provinz)|„Provinz Starkenburg“]] umbenannt. 1821 wurden die Amtsvogteien in den Provinzen [[Starkenburg (Provinz)|Starkenburg]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] aufgelöst und [[Landratsbezirk]]e eingeführt, wobei Unter-Flockenbach zum [[Landratsbezirk Lindenfels]] kam. Im Rahmen dieser Reform wurden auch [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] geschaffen, die jetzt unabhängig von der Verwaltung waren. Deren [[Gerichtsbezirk]]e entsprachen in ihrem Umfang den Landratsbezirken. Für den Landratsbezirk Lindenfels war das [[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] als Gericht erster Instanz zuständig. Diese Reform ordnete auch die Verwaltung auf Gemeindeebene neu. So war die [[Bürgermeisterei (Großherzogtum Hessen)|Bürgermeisterei]] in [[Ober-Abtsteinach|Oberabtsteinach]] für Unter-Flockenbach und die Orte [[Buchklingen (Birkenau)|Buchklingen]], Eichelberg (heute Eichelberger Höfe in der Gemarkung Unter-Flockenbach), [[Gorxheim]], [[Gorxheim|Kunzenbach (heute eine Siedlung in der Gemarkung Gorxheim)]], [[Löhrbach]], [[Trösel]] und [[Unter-Abtsteinach|Unterabtsteinach]] zuständig. Entsprechend der Gemeindeverordnung vom 30. Juni 1821 gab es keine Einsetzungen von [[Schultheiß]]en mehr, sondern einen gewählten Ortsvorstand, der sich aus Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderat zusammensetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-555-01352-1|Seite=20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen&amp;#039;&amp;#039; berichtete 1829 über Unter-Flockenbach:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Flockenbach (L. Bez. Lindenfels) kath. Filialdorf, auch Unterstockenbach; liegt 4&amp;amp;nbsp;St. von Lindenfels, hat 19 Häuser und 170 kath. Einw. Der dasige Mönchwald gehörte vormals dem Karmeliterkloster zu Weinheim. Der Ort kam 1802 von Mainz an Hessen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=74}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Weiler Eichelberg („Eichelberger Höfe“) hatte dort seinen eigenen Eintrag:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eichelberg (L. Bez. Lindenfels) Weiler, hat 7 Häuser und 52 kath. Einw. und besteht aus mehreren bei Gorxheim gelegenen Höfen, die ihren Namen von dem nahgelegenen Eichel- oder Aichelberg haben und ihre Entstehung einem dasigen vormaligen Bergwerke verdanken. Sie gehören in die Gemarkung von Flockenbach. Eichelberg kam 1802 von Mainz an Hessen.&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|312528080|Seite=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurden [[Landkreis|Kreise]] geschaffen. Nach der am 20. August 1832 bekanntgegebenen Neugliederung sollte es in Süd-Starkenburg künftig nur noch die Kreise Bensheim und Lindenfels geben; der Landratsbezirk von Heppenheim sollte an den Kreis Bensheim fallen. Noch vor dem Inkrafttreten der Verordnung zum 15. Oktober 1832 wurde diese aber dahingehend revidiert, dass statt des Kreises Lindenfels neben dem Kreis Bensheim der Kreis Heppenheim als zweiter Kreis gebildet wurde, zu dem nunmehr Unter-Flockenbach gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten&amp;#039;&amp;#039; von 1845 findet sich folgender Eintrag:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Flockenbach b. Lindenfels. – Dorf, zur evangel. Pfarre Birkenau und katholischen Pfarre Abtsteinach gehörig. – 19 H. 17 kathol. E. – Großherzogth.&lt;br /&gt;
Hessen. – Provinz Starkenburg. – Kreis Heppenheim. – Landger. Fürth. – Hofgericht Darmstadt. – Das Dorf Flockenbach, auch Unter-Flockenbach genannt, ist im J. 1802 von Mainz an Hessen gekommen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|162810696|Seite=396 |Fundstelle=[Flockenbach]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Märzrevolution]] 1848 wurden die Kreise und die Landratsbezirke am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch „Regierungsbezirke“ ersetzt, wobei die bisherigen Kreise Bensheim und Heppenheim zum [[Regierungsbezirk Heppenheim]] vereinigt wurden. Bereits vier Jahre später  kehrte man aber zur Einteilung in Kreise zurück und Unter-Flockenbach kam zum neu geschaffenen [[Kreis Lindenfels|Kreises Lindenfels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren |Titel=Verordnung, die Eintheilung des Großherzogtums in Kreise Betreffend vom 12. Mai 1852 |Sammelwerk=Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1852 Nr. 30 |Datum= |Seiten=224–229 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10510180_00232.html?zoom=0.7000000000000002 Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek digital] |Format=PDF |KBytes=6000}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Dezember 1852 aufgenommenen Bevölkerungs- und [[Kataster]]listen&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|978-3-11-019056-4|Seite=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ergaben für Unter-Flockenbach&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|866461332|Seite=341}}&amp;lt;/ref&amp;gt;: Katholisches Filialdorf mit 237 Einwohnern. Zu ihm gehört der Weiler Eichelberg, dem von nahen Eichelberg seinen Namen hat und aus mehreren bei Gorxheim gelegenen Höfen besteht. Die Gemarkung besteht aus 1175 [[Morgen (Einheit)|Morgen]], davon 609 Morgen Ackerland, 160 Morgen Wiesen und 386 Morgen Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Statistiken des Großherzogtums Hessen werden, bezogen auf Dezember 1867, für das Filialdorf Unter-Flockenbach der Bürgermeisterei in Gorxheim, 15 Häuser, 227 Einwohner, der Kreis Lindenfels, das Landgericht Wald-Michelbach, die evangelische Pfarrei Birkenau mit dem Dekanat in Lindenfels und die katholische Pfarrei Ober-Abtsteinach des Dekanats Heppenheim, angegeben. Zur Gemarkung gehörten die Eicherberger Höfe (8 Häuser, 58 Einw.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot;&amp;gt;{{BibOCLC|162355422|Seite=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Großherzogtum Hessen 1871 Teil des Deutschen Reiches geworden war, wurde 1874 eine Anzahl von Verwaltungsreformen beschlossen. So wurden die landesständige Geschäftsordnung sowie die Verwaltung der Kreise und Provinzen durch Kreis- und Provinzialtage geregelt. Die Neuregelung trat am 12. Juli 1874 in Kraft und verfügte auch die Auflösung der Kreise Lindenfels und Wimpfen und die Wiedereingliederung Unter-Flockenbachs in den [[Kreis Heppenheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kukowski: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: Überlieferung aus dem ehemaligen Grossherzogtum und dem Volksstaat Hessen. Band 3.&amp;#039;&amp;#039; K.G. Saur, 1998, ISBN 3-598-23252-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1927 wurde Gemarkungsgröße mit 293,8&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinzen Starkenburg, [[Rheinhessen (Provinz)|Rheinhessen]] und [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Oberhessen]] wurden 1937 nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage aufgehoben. Zum 1. November 1938 trat dann eine umfassende Gebietsreform auf Kreisebene in Kraft. In der ehemaligen Provinz Starkenburg wurde der Kreis Bensheim aufgelöst und zum größten Teil dem Kreis Heppenheim zugeschlagen. Der Kreis Heppenheim übernahm auch die Rechtsnachfolge des Kreises Bensheim und erhielt den neuen Namen [[Landkreis Bergstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |titel=Schlagzeilen aus Bensheim zum 175-jährigen Bestehen des „Bergsträßer Anzeigers“. |titelerg=Die Entstehung des Kreises Bergstraße |datum=2007 |seiten=109 |format=PDF; 9,0&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161005121532/http://www.morgenweb.de/pdf/ba/175_Schlagzeilen.pdf |archiv-datum=2016-10-05 |abruf=2015-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Einwohnerzahlen von 1939 bis 1950 zeigen, nahm auch Unter-Flockenbach nach dem Zweiten Weltkrieg viele [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Flüchtlinge und Vertriebene]] aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1961 wurde die Gemarkungsgröße mit 294&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] angegeben, davon waren 113&amp;amp;nbsp;ha Wald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] der freiwillige Zusammenschluss von Unter-Flockenbach und [[Gorxheim]] zur Gemeinde [[Grundelbachtal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister  des Innern |titel=Zusammenschluß der Gemeinden Gorxheim und Unter-Flockenbach im Landkreis Bergstraße zur Gemeinde „Grundelbachtal“ |nr=3 |jahr=1971 |datum=1971-01-05 |seite=23 |seiten=111 |fundstelle=Punkt 123 |kbytes=5480}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 31. Dezember 1971 erfolgte dann die Gründung der Gemeinde Gorxheimertal aus Grundelbachtal und der Gemeinde [[Trösel]] mit den Ortsteilen Gorxheim, Unter-Flockenbach und Trösel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DEZ-1071&amp;quot;&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Gemeindegebietsreform Hessen; Zusammenschlüsse und Eingliederung von Gemeinden |fundstelle=Punkt 94, Abs. 78 |nr=3 |jahr=1972 |datum=1971-12-29 |seite=8 |seiten=84 ff. |kbytes=5980}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Bürgermeister war Adam Flößer. [[Ortsbezirk]]e wurden nicht gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seiten=349}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das Gemeindewappen der ehemaligen Gemeinde Trösel wurde auf die Gemeinde Gorxheimertal übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenschluss der drei Orte zur Gemeinde Gorxheimertal berichtet die Dorfchronik&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gorxheimertal.de/html2/kultur/geschichte/geschichte.html |text=Chronik der Gemeinde Gorxheimertal |wayback=20150317175739}}, abgerufen am 17. März 2015, Stand 2040&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* 1975 – Fertigstellung [[Feuerwehrhaus]] Unter-Flockenbach&lt;br /&gt;
* 1995 – 100 Jahre [[Freiwillige Feuerwehr]] Unter-Flockenbach&lt;br /&gt;
* 2002 – 100 Jahre „Altes Schulhaus“ Unter-Flockenbach&lt;br /&gt;
* 2012 – 1000 Jahre Flockenbach, 40 Jahre Gemeinde Gorxheimertal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerichte in Hessen ===&lt;br /&gt;
In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Starkenburg wurde das „Hofgericht Darmstadt“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen. Für Unter-Flockenbach war damit das Amt Fürth zuständig. Ab 1813 war dann das neu gebildete Justizamt in Fürth die erste Instanz. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Einrichtung der [[Landgericht (Großherzogtum Hessen)|Landgerichte]] im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]] das Gericht erster Instanz. 1853 wurde daraus ein neuer Landgerichtsbezirk ausgegliedert, das [[Landgericht Waldmichelbach]], zu dem auch Unter-Flockenbach gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Einführung des [[Gerichtsverfassungsgesetz]]es mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglich hessischen Landgerichte durch [[Amtsgericht]]e an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen [[Landgericht]]e nun als Obergerichte fungierten, wurde das [[Amtsgericht Wald-Michelbach]] im Bezirk des [[Landgericht Darmstadt|Landgerichts Darmstadt]] zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=HRBL |hrsg=Großherzog von Hessen und bei Rhein |titel=Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze |nr=15 |jahr=1879 |datum=1879-05-14 |seite=197 |seiten=197–211 |kbytes=17800}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde der Amtsgerichtsbezirk Wald-Michelbach [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingt]] vorübergehend aufgelöst, dem [[Amtsgericht Fürth (Hessen)|Amtsgericht Fürth]] zugeordnet und dort als Zweigstelle geführt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS |ref=nein |DB=OL |ID=13165 |titel=Wald-Michelbach, Landkreis Bergstraße |datum=2020-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was nach dem Krieg wieder rückgängig gemacht wurde. Zum 1. Juli 1968 wurde dann das Amtsgericht Wald-Michelbach aufgelöst,&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL |typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister der Justiz |titel=Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) |fundstelle=Artikel 1, Abs. 1 g) und Artikel 2, Abs. 1 c) |nr=4 |jahr=1968 |datum=1968-02-12 |seite=1 |seiten=41–44 |kbytes=298}}&amp;lt;/ref&amp;gt; womit Unter-Flockenbach endgültig in die Zuständigkeit des Amtsgerichts Fürth kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Bis zur [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung]] waren die [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämter]] und frühen Gerichte sowohl [[Gericht]] als auch [[Öffentliche Verwaltung|Verwaltungsorgan]].&amp;lt;/ref&amp;gt; denen Unter-Flockenbach angehört(e):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibOCLC|894925483|Seiten=43ff|Seite=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1782: [[Heiliges Römisches Reich]], [[Kurmainz|Kurfürstentum Mainz]], [[Oberamt Starkenburg|Amt Starkenburg]] (1461–1650 an [[Kurpfalz]] verpfändet), [[Zent Abtsteinach]]&lt;br /&gt;
* ab 1782: Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Mainz, [[Oberamt Starkenburg]], [[Amt Fürth (Odenwald)|Amtsvogtei Fürth]]&lt;br /&gt;
* ab 1803: Heiliges Römisches Reich, [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Starkenburg (Provinz)|Fürstentum Starkenburg]], [[Amt Fürth (Odenwald)|Amt Fürth]]&lt;br /&gt;
* ab 1806: [[Großherzogtum Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge der [[Rheinbundakte]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Fürstentum Starkenburg, Amt Fürth&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1812: Großherzogtum Hessen, Fürstentum Starkenburg, [[Amt Waldmichelbach]]&lt;br /&gt;
* ab 1815: Großherzogtum Hessen&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]]. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Starkenburg (Provinz)|Provinz Starkenburg]], Amt Waldmichelbach&lt;br /&gt;
* ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Landratsbezirk Lindenfels]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Trennung zwischen Justiz ([[Landgericht Fürth (Hessen)|Landgericht Fürth]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, [[Kreis Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1848: Großherzogtum Hessen, [[Regierungsbezirk Heppenheim]]&lt;br /&gt;
* ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Lindenfels&lt;br /&gt;
* ab 1867: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Volksstaat Hessen]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim&lt;br /&gt;
* ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, [[Landkreis Bergstraße]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Im Zuge der [[Volksstaat Hessen#Verwaltungsgliederung|Gebietsreform 1938]] wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1945: Deutsches Reich, [[Amerikanische Besatzungszone]],&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Groß-Hessen]], [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen|Land Hessen]], Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße&lt;br /&gt;
* ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Gemeinde [[Grundelbachtal]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 31. Dezember 1970 als Ortsteil zur Gemeinde [[Grundelbachtal]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Gemeinde Gorxheimertal&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Am 31. Dezember 1971 als Ortsteil zur Gemeinde Gorxheimertal.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Unter-Flockenbach 1614 Einwohner. Darunter waren 144 (8,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 213 Einwohner unter 18 Jahren, 653 zwischen 18 und 49, 387 zwischen 50 und 64 und 366 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 735 Haushalten. Davon waren 207 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 243 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 255 Paare mit Kindern, sowie 51 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 9 [[Wohngemeinschaft]]en. In 165 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 471 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1806: || 115 Einwohner, 12 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;EW1806&amp;quot;&amp;gt;{{Arcinsys Hessen|ID=v3787892 |linktext=Verzeichnis der Ämter, Orte, Häuser, Einwohnerzahl. (1806)|linkerg= HStAD Bestand E 8 A Nr. 352/4 |hrsg=default |datum=1806-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1812: || 112 Seelen, 8 [[Hubengut|Huben]] mit 13 Häusern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dahl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 170 Einwohner, 19 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1867: || 285 Einwohner, 33 Häuser&amp;lt;ref name=&amp;quot;WP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Unter-Flockenbach |width=450|float=none|maxEinwohner=1380&lt;br /&gt;
|255|241|250|237|268|276|320|332|324|366|532|599|617|700|953|961|1025|1110|1228&lt;br /&gt;
|vor1834=(1829,170)&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,1353)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,1614)&lt;br /&gt;
|quelle=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Religionszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1829: || 170 [[Römisch-katholische Kirche|katholische]] (= 100 %) Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;GW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 106 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 9,55 %) und 993 (= 89,46 %) katholische Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Der [[SV Unter-Flockenbach]] stieg 2022 und 2024 jeweils aus der Verbandsliga Hessen-Süd in die fünftklassige [[Fußball-Hessenliga|Hessenliga]] auf. Es folgte jeweils der direkte Wiederabstieg. Der Verein trägt seine Heimspiele auf dem Sportplatz Am Wetzelsberg aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Für den Straßenverkehr ist Unter-Flockenbach durch die Landesstraße L 3257 erschlossen, die in West-Ost-Richtung von [[Weinheim]] kommend alle Ortsteile von Gorxheimertal verbindet und weiter nach [[Unter-Abtsteinach]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Konrad Dahl: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-topographisch-statistische Beschreibung des Fürstenthums Lorsch, oder Kirchengeschichte des Oberrheingaues&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 1812. S.&amp;amp;nbsp;246 ([http://books.google.de/books?id=vJnomI9RGzYC online bei Google Books)]&lt;br /&gt;
* Georg W. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Starkenburg, Band 1&amp;#039;&amp;#039;  Oktober 1829 ([http://books.google.de/books?id=SJcAAAAAcAAJ online bei Google Books])&lt;br /&gt;
* {{HessBib |SW=unterflockenbach |GNDfehlt=2025-02-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.gorxheimertal.de/index_main.php?unid=2874&amp;amp;PHPSESSID=ced4f8ea773348d1e84a394dc83f6030 |titel=Geschichte der Gemeinde Gorxheimertal mit Unter-Flockenbach |hrsg=Gemeindevorstand der Gemeinde Gorxheimertal |abruf=2022-08-13}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=431008030 | titel=Unter-Flockenbach, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=13331 | titel=Eichelberger Höfe, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibOCLC|614375103|Seiten=711–712}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|DB=OL |ID=431008030 |datum=2018-10-16 |titel=Unter-Flockenbach, Landkreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12&lt;br /&gt;
 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen&lt;br /&gt;
 |werk=[[Zensus 2011]]&lt;br /&gt;
 |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]]&lt;br /&gt;
 |seiten=8 und 62&lt;br /&gt;
 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,8&amp;amp;nbsp;MB&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210711150906/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_a.pdf#page=12&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2021-07-11&lt;br /&gt;
 |abruf=2022-03&lt;br /&gt;
 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;RB1937&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HessAmtsBL |typ=HRBL |hrsg=Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler |jahr=1937 |nr=8 |datum=1937-04-01 |titel=Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen |seiten=121 ff |seite=125 |kbytes=11200}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Gorxheimertal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Unterflockenbach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bergstraße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Gorxheimertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bergstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 10. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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