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	<title>Universitas Valachorum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T02:46:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Universitas_Valachorum&amp;diff=569141&amp;oldid=prev</id>
		<title>85.186.127.155: Einleitung aktualisiert. (Kleine Bearbeitung)</title>
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		<updated>2025-05-07T16:38:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einleitung aktualisiert. (Kleine Bearbeitung)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Map Romanian Settling and Autonomy in Medieval Hungary.jpg|mini|hochkant=1.7|In Quellen Ende 13. Jahrhundert erwähnte walachische Dörfer (hellblau, mit Jahreszahl) und bekannte Weidegebiete in walachischem Besitz (schraffiert). Sitze walachischer [[Knes#Rumänen|Knesen]] und [[Woiwode]]n, erwähnt 1301–41 (violett), 1342–82 (rot) und 1382–1400 (gelb). Es gab im 14. Jahrhundert deutlich mehr walachische Siedlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.historyonmaps.com/bigmaphtmls/B31_big.html diese ergänzende Karte desselben siebenbürgisch-britischen akademischen Autors András Bereznay, der einen Atlas der Geschichte Siebenbürgens herausgab]. (Auch hier blau: überlieferte Dörfer Ende 13. Jahrhundert, rot: Dörfer und walachische Adelssitze, überliefert im 14. Jahrhundert, gelb: abseits gelegene walachische Streusiedlungen im 14. Jahrhundert)&amp;lt;/ref&amp;gt; Grün umrandet: Autonomie in der [[Maramuresch]] durch walachische Woiwoden für mehr als 50 Jahre bis 1385 (nördlicher, parallel zur politischen Beteiligung der &amp;#039;&amp;#039;Universitas Valachorum&amp;#039;&amp;#039; in Siebenbürgen/„Transsylvania“ bis 1366.)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universitas Valachorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Stand der [[Walachen]]&amp;#039;&amp;#039;, {{roS|Starea românilor}}) ist die [[latein]]ische Bezeichnung für eine Institution der Selbstverwaltung der [[Rumänen]] im mittelalterlichen [[Siebenbürgen|Transsylvanien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge dieser Institution sind unklar, sie dürften aber nicht älter als die [[Königreich Ungarn|ungarische]] Machtausdehnung auf Siebenbürgen im [[11. Jahrhundert]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Universitas Valachorum wurden die transsylvanischen Rumänen von den eigenen Adeligen ([[Wojwode|Woiwoden]], [[Knjaz|Knezen]]) geführt und genossen auch eine eigene Gerichtsbarkeit nach eigenem Recht (&amp;#039;&amp;#039;[[Jus Valachorum]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Siebenbürgen mit externen Bedrohungen wie den [[Tataren]], [[Kumanen]], [[Sarazenen]] und anderen [[Heidentum|Heiden]] (&amp;#039;&amp;#039;omnino Tartarorum vel Cumanum Saracenum vel Meugarium&amp;#039;&amp;#039;) konfrontiert war, rief man den Stand der Rumänen (Universitas Valachorum) zusammen mit den anderen Ständen Siebenbürgens (&amp;#039;&amp;#039;Universisque nobilibus Ungarorum, Saxonibus, Syculis et Volachis&amp;#039;&amp;#039;) zur Verteidigung des christlichen Glaubens – so Lodomerus, Erzbischof von [[Esztergom]], [[1288]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der König von Ungarn oder der [[Woiwode]] von Transsylvanien die Generalversammlung der Stände (&amp;#039;&amp;#039;congregatio generalis&amp;#039;&amp;#039;) einberief, trat die &amp;#039;&amp;#039;Universitas Valachorum &amp;#039;&amp;#039; zusammen mit den anderen drei Ständen Siebenbürgens auf: dem Adel, den [[Siebenbürger Sachsen|Sachsen]] und den [[Szekler]] (&amp;#039;&amp;#039;Universis nobilibus, Saxonibus, Syculis et Olachis in partibus Transiluanis&amp;#039;&amp;#039;) – so König [[Andreas III. (Ungarn)|András III]] [[1291]], bei Einberufung der Stände Siebenbürgens nach [[Alba Iulia|Weißenburg/Alba Iulia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte bislang bekannte Dokument über die Einberufung der Universitas Valachorum zur Generalversammlung der Stände Siebenbürgens in [[Turda|Thorenburg/Turda]] datiert aus dem Jahre [[1355]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmählich nach [[1366]] verloren die Rumänen ihren Status als &amp;#039;&amp;#039;Stand&amp;#039;&amp;#039; und wurden von den Versammlungen der Stände ausgeladen. In jenem Jahr erließ König [[Ludwig I. (Ungarn)|Ludwig I. von Ungarn]] in der Stadt Turda/Torda/Thorenburg ein law-and-order Dekret, das zum Teil gezielt gegen die Rumänen gerichtet war (&amp;#039;&amp;#039;presumptuosam astuciam diversorum malefactorum, specialiter Olachorum, in ipsa terra nostra existencium&amp;#039;&amp;#039; – die bösen Listen verschiedener Übeltäter, besonders Rumänen, die in diesem unserem Land wohnen; &amp;#039;&amp;#039;ad exterminandum seu delendum in ipsa terra malefactores quarumlibet nacionum, signanter Olachorum&amp;#039;&amp;#039; – zu vertreiben oder auslöschen aus diesem Land die Übeltäter jedweder Nation, nachdrücklich Rumänen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch dasselbe Dekret wird die Zugehörigkeit zum Adelstand von der Zugehörigkeit zur [[Katholische Kirche|Römisch-Katholischen]] Kirche bedingt. Folglich werden die [[Orthodoxe Kirchen|Orthodoxen]] vom Adelstand ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptgrund für diese Politik war politischer und kirchlicher Natur: für die auf katholische Missionierung gerichtete [[Anjou|Anjou-Dynastie]], erschien die Existenz einer [[Schisma|„schismatischen“]] [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] Adelsschicht unkompatibel mit dem katholisch-apostolischen Selbstverständnis der Ungarischen Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Dekret von Turda wurde den Adelstatus nicht nur vom Besitz über Land und Leibeigenen definiert, sondern bedurfte es auch einer königlichen Bestätigung in Form einer Schenkungsurkunde. Da die rumänische Elite, die größtenteils aus &amp;#039;&amp;#039;iudices&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;knezes&amp;#039;&amp;#039; bestand, die über ihre Untertanen nach althergebrachten rumänischem Recht (&amp;#039;&amp;#039;ius valachicum&amp;#039;&amp;#039;) herrschten, zumeist nicht Zustande brachte, die modernen königlichen Schenkungsurkunden zu beschaffen, sahen sich viele rumänische Adelige um ihren Besitz und Stand gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diesen doppelten Mechanismus – Ausschluss der [[Orthodoxe Kirchen|Orthodoxen]] aus dem Adelstand und Einführung der königlichen Schenkungsurkunden – waren die Rumänen nicht mehr fähig ihren Stand aufrechtzuerhalten und an die Ständeversammlungen teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ihre Privilegien nicht zu verlieren und auch politisch zu überleben, fügten sich Teile der rumänischen Oberschicht dem Dekret von 1366 und gingen zum Katholizismus über und dann in den ungarischen Adelstand („nobilis Ungaris“) unter. Die nicht bekehrten rumänischen Adeligen konnten auf Dauer ihren Status und Privilegien nicht verteidigen und sanken ins Bauertum wenn nicht in die Leibeigenschaft. Die Masse der [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] Rumänen blieben ohne politischen Führung, und damit ohne Repräsentanzrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die definitive Besiegelung des politischen und sozialen Ausschlusses der siebenbürgischen Rumänen kam aber nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes von [[1437]], als die [[Unio Trium Nationum]] (&amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Dreier Nationen&amp;#039;&amp;#039;) ausgerufen wurde, welche die Allianz und die alleinige politische Berechtigung der drei Stände der Adligen, der Sachsen und der Szekler proklamierte. Somit wurde dem Universitas Valachorum auch ein verfassungsrechtliches Ende gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Binder Pál: &amp;#039;&amp;#039;South-transylvanian antecedents and consequences of the formation of the Principality Muntenia.&amp;#039;&amp;#039; Századok, Budapest 1995/5&lt;br /&gt;
* I. Dani, K. Gündish u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Documenta Romaniae Historica, Series C, Transilvania 1366–1370.&amp;#039;&amp;#039; vol. XIII, Bucarest 1994, ISBN 973-27-0428-4.&lt;br /&gt;
* [[Béla Köpeczi]], Gábor Barta, István Bóna, László Makkai, Zoltán Szász u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte Siebenbürgens.&amp;#039;&amp;#039; Akadémiai Kiadó, Budapest 1989, ISBN 963-05-5667-7. ([https://mek.oszk.hu/02100/02113/html/index.html Volltext online mit Verlinkung aller Hauptkapitel])&lt;br /&gt;
* I.-A. Pop: &amp;#039;&amp;#039;Nations and Denominations in Transylvania (13th - 16th Century).&amp;#039;&amp;#039; In: Csaba Lévai u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tolerance and Intolerance in Historical Perspective.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni PLUS, Università di Pisa, 2003, ISBN 88-8492-139-2, S. 111–125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Siebenbürgen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumänische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königreich Ungarn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
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