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	<title>Universalgelehrter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:46:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Universalgelehrter&amp;diff=162320&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 17. März 2026 um 20:18 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Polyhistor}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonardo self.jpg|miniatur|hochkant|[[Leonardo da Vinci]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Selbstbildnis (Leonardo da Vinci)|Selbstbildnis als alter Mann]], um 1512; [[Biblioteca Reale]], Turin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universalgelehrter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird &amp;lt;!--umstritten seit der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] --&amp;gt;ein [[Wissenschaftler|Gelehrter]] mit ungewöhnlich vielseitigen Kenntnissen in verschiedenen Gebieten der [[Wissenschaft]]en bezeichnet. Ein verwandter Begriff, der in der Antike gelegentlich als ehrender Beiname eines Gelehrten – zum Beispiel des Grammatikers [[Lucius Cornelius Alexander Polyhistor]] – verwendet wurde, ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polyhistor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|πολυΐστωρ|polyhístōr|de=viel wissend, gelehrt}}).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Pape]] |Titel=Griechisch-Deutsches Handwörterbuch |Auflage=3. |Verlag=Vieweg &amp;amp; Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1914 |Kommentar=6. Abdruck der 3. Auflage von 1880}}; [https://www.duden.de/rechtschreibung/Polyhistor &amp;#039;&amp;#039;Polyhistor&amp;#039;&amp;#039;] bei Duden online. Von griech. ἵστωρ &amp;#039;&amp;#039;histōr&amp;#039;&amp;#039; „wissend“ ist auch griech.-lat. &amp;#039;&amp;#039;historia&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: „Wissen“) abgeleitet, vgl. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Historie &amp;#039;&amp;#039;Historie&amp;#039;&amp;#039;] bei Duden online.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem späten 17. Jahrhundert bezeichnet aber [[Polyhistorie]] die fächerübergreifende, philologisch-historische Gelehrsamkeit. Bereits in der Antike hatten &amp;#039;&amp;#039;Polyhistorie&amp;#039;&amp;#039; und die synonyme &amp;#039;&amp;#039;Polymathie&amp;#039;&amp;#039; oft den negativen Beiklang einer reinen Vielwisserei und der [[Buntschriftstellerei]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HWRh|[[Martin Mulsow]]|Polyhistorie|6|1521|1526}}; [[Wilhelm Schmidt-Biggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Polyhistorie/Polymathie&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Joachim Ritter]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;. Basel/Darmstadt 1971–2007, Bd. 7 (1989), Sp. 1083–1085.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das [[latein]]ische &amp;#039;&amp;#039;genius universalis&amp;#039;&amp;#039; („universaler Geist“) weitgehend dieselbe Bedeutung hat, enthält der moderne Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universalgenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; den Aspekt, dass der Gelehrte auf verschiedenen Gebieten außergewöhnliche Leistungen oder [[Genie|geniale]] Erfindungen hervorgebracht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Universalgenie &amp;#039;&amp;#039;Universalgenie&amp;#039;&amp;#039;] bei Duden online.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Christoph Bernhard Francke - Bildnis des Philosophen Leibniz (ca. 1695).jpg|miniatur|hochkant|[[Gottfried Wilhelm Leibniz]],&amp;lt;br /&amp;gt;Porträt von [[Christoph Bernhard Francke]], um 1700; [[Herzog Anton Ulrich-Museum]], Braunschweig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der altägyptische Erfinder und Ratgeber [[Imhotep]] gilt als erster namentlich genannter Universalgelehrter (ca. 2700 v. Chr.). Als Beispiel für einen Universalgelehrten aus der griechischen [[Antike]] lässt sich [[Aristoteles]] nennen, dessen Werke bis in die frühe Neuzeit maßgebend waren. In der [[Römisches Reich|römischen]] Antike ist der bedeutendste Universalgelehrte [[Plinius der Ältere]], als bekanntestes Beispiel eines Polyhistors wäre [[Marcus Terentius Varro]] zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für vielseitige Autoren im orientalischen Kulturkreis sind zunächst der Perser [[Avicenna|Ibn Sina]] (um 980–1037), im Westen als Avicenna bekannt, der als herausragende wissenschaftliche Persönlichkeit seiner Zeit gilt, der Syrer [[Ibn an-Nafis]] aus dem 13. Jahrhundert, Entdecker des [[Lungenkreislauf]]s und Verfasser eines religionsphilosophischen Romans, sowie der Kairoer Gelehrte [[as-Suyūtī]] (1445–1505), der in seinem Werk beinahe alle Wissenszweige behandelte, von der [[Koranexegese|Koranauslegung]] über [[Fiqh]], [[Hadith]]-Wissenschaft, Literatur, Lexikographie, Geschichte, Geographie, bis hin zu Pharmazie und Erotica.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albertus Magnus]], der Aristoteles im 13. Jahrhundert wieder im Abendland bekannt machte, war ein mittelalterlicher christlicher Universalgelehrter. Er war nicht nur Theologe und Philosoph, sondern in sämtlichen Bereichen der Naturforschung gebildet. Als Universalgelehrter des 16. Jahrhunderts ist der Schweizer Gelehrte [[Conrad Gessner]] zu bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Inbegriff des Universalgenies gilt zweifelsohne [[Leonardo da Vinci]]. Ein Zeitgenosse da Vincis war der Portugiese [[Duarte Pacheco Pereira]], welcher ein herausragender Wissenschaftler war und dieses Wissen in Seefahrt und Kriegsführung anwendete. Im Reformationszeitalter sind [[Philipp Melanchthon]] und [[Jodocus Willich]] für ihr vielseitiges Wissen bekannt gewesen. Berühmte Beispiele für [[barock]]e Universalgelehrte sind [[Gottfried Wilhelm Leibniz]], sein Zeitgenosse [[Isaac Newton]] sowie [[Johann Alexander Döderlein]]. Für die Zeit der [[Aufklärung]] sind [[Albrecht von Haller]], [[Michail Wassiljewitsch Lomonossow|Michail W. Lomonossov]] und [[Alexander von Humboldt]] zu nennen, für das 19. Jahrhundert [[William Henry Fox Talbot]]. Die vielseitig interessierten Künstlergenies [[Johann Wolfgang von Goethe]] und [[Rabindranath Tagore]] gelten als Universalgenies.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Fois-Kaschel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rabindranath Tagore. Ein anderer Blick auf die Moderne. Un autre regard sur la modernité.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Tübingen 2013, ISBN 978-3-7720-8499-7, S.&amp;amp;nbsp;13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 19. Jahrhundert, zu nennen ist hier etwa [[Charles Thomas Jackson]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Brandt, Karl-Heinz Krauskopf: &amp;#039;&amp;#039;„Eine Entdeckung in der Chirurgie“. 150 Jahre Anästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, 1996, S. 970–975, hier: S. 974.&amp;lt;/ref&amp;gt; ging die Zahl der Universalgelehrten zurück, weil das Wissen der Fachgebiete in gewaltigem Ausmaß zunahm. Heutzutage ist es den Gelehrten kaum mehr möglich, auch nur das Wissen einer einzigen [[Einzelwissenschaft|Disziplin]] wie Geschichte oder Mathematik vollständig zu überblicken. Die Wissenschaft ist von einer immer stärkeren Spezialisierung der Fachgebiete und der [[Experte|Fachleute]] geprägt. Aus diesem Grund gibt es heute keine Universalgelehrten im ursprünglichen Sinne. Man spricht heute eher von &amp;#039;&amp;#039;Universalisten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Generalisten&amp;#039;&amp;#039; – Menschen, die sehr vielseitig interessiert oder auf vielen Gebieten tätig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.duden.de/rechtschreibung/Generalist &amp;#039;&amp;#039;Generalist&amp;#039;&amp;#039;] bei Duden online.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Der österreichische Kulturphilosoph [[Franz Martin Wimmer]] resümiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat|In der Polyhistorie ist das Ideal der Umfassendheit vor allem wirksam geworden: alles, was geschrieben ist, findet ihr Interesse, ihr Gegenstand ist die res literaria als solche. Der Polyhistor bibliographiert und rezensiert, und was er veröffentlicht, ist eine möglichst umfassende kommentierte Bibliographie. Solche Bücher, nach Disziplinen geordnete Werkverzeichnisse, erscheinen schon ab der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der bedeutendste Polyhistor des 17. Jahrhunderts, [[Daniel Georg Morhof]] (1639–1691) schafft in seinem ‚Polyhistor literarius, philosophicus et practicus‘ die Voraussetzung für die [[Weltgeschichte]]n der [[Philosophie]], die im 18. Jahrhundert entstehen.|ref= &amp;lt;ref name=&amp;quot;FW&amp;quot;&amp;gt;[https://homepage.univie.ac.at/Franz.Martin.Wimmer/phhistvl4.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Philosophiehistorie – Philosophiehistorie zwischen Humanismus und Polyhistorie&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universalgelehrter| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissen (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Wissenschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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