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	<title>Universalbank - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler</title>
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		<updated>2025-11-20T16:08:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universalbanken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;universal banks;&amp;#039;&amp;#039;}} auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vollbanken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) sind [[Kreditinstitut]]e, die alle [[Bankgeschäft]]e betreiben und diese allen [[Kunde]]ngruppen anbieten. Konträrer Gegensatz im  Allgemeinen Bankwesen ist [[Trennbankensystem|Trennbank]], neben den Universalbanken gibt es außerdem [[Spezialbank]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lutz Richter |Titel=Universalbank |Hrsg=Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch |Sammelwerk=Gabler Banklexikon |Band=(K - Z) |Auflage=15. |Verlag=Springer Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2020 |ISBN=978-3-658-26756-8 |Seiten=2038}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Universalbanken sind der dominierende Bankbetriebstyp in der deutschen Kreditwirtschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hein: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; Trennbanken waren vor allem in den [[Glass-Steagall Act|USA lange dominierend]], ebenso in Großbritannien. Eine Charakterisierung von Universalbanken kann hinsichtlich der Sortimentsstruktur und hinsichtlich des Kundenkreises vorgenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Kehl: &amp;#039;&amp;#039;Die Universalbank&amp;#039;&amp;#039;, 1978, S. 26 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Hans Büschgen]] zeichnen sich Universalbanken dadurch aus, dass sie das [[Einlagengeschäft|Einlagen-]] und [[Kreditgeschäft]] mit dem [[Wertpapier]]geschäft verbinden, das sowohl [[Emission (Wirtschaft)|Emissions-]], [[Kommissionsverkauf|Kommissions-]], [[Wertpapierdepotgeschäft|Depotgeschäft]], [[Investmentgeschäft]] sowie den [[Eigenhandel]] umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Büschgen: &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre: Bankgeschäfte und Bankmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit können durch das Leistungsangebot einer Universalbank die Anforderungen, die von verschiedenen Kundengruppen gestellt werden, grundsätzlich erfüllt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Schäfers: [https://books.google.de/books?id=bXrPBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA33&amp;amp;dq=universalbanken&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=universalbanken&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Sortimentserweiterungen bei Universalbanken&amp;#039;&amp;#039;], 1999, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen das Universalbankprinzip sprechen jedoch aus der Sicht der Kritiker &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sicherheit der Depositen: Beim [[Investmentbank|Investmentbanking]] werden größere Risiken eingegangen. In einem Trennbankensystem kann die [[Refinanzierung]] nicht über Einlagen erfolgen, so dass die Depositen der Einleger im Trennbankensystem besser geschützt sind.&lt;br /&gt;
* Der Vorteil der Commercial Banks beim Zugang zu billigen [[Kredit|Krediten]] ist ein Nachteil für konkurrierende Investmentbanken.&lt;br /&gt;
* Interessenkonflikte zwischen Kreditvergabe und Emissionsunterstützung&lt;br /&gt;
* Insiderinformationen&lt;br /&gt;
* schlechte Kredite können durch schlechte [[Anleihen]] ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen und Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Das [[Kreditwesengesetz]] (KWG) kennt den Begriff der Universalbanken nicht. Ein Kreditinstitut, welches bloß einen wesentlichen Teil der enumerativ in {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 KWG aufgezählten Bankgeschäfte tätigt, wird als fokussierte Universalbank qualifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Kußmaul |Titel=fokussierte Universalbank |Hrsg=Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch |Sammelwerk=Gabler Banklexikon |Band=(A - J) |Auflage=15. |Verlag=Springer Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2020 |ISBN=978-3-658-20040-4 |Seiten=794}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob [[CRR-Kreditinstitut]]e zu den Universalbanken oder Spezialbanken gehören, hängt vom Sortimentsumfang und den Kundengruppen ab. Da einerseits der Kreditbegriff bankrechtlich umfassend ist und hierunter das gesamte [[Kreditgeschäft]] im weitesten Sinn erfasst wird und andererseits auch das [[Einlagengeschäft]] die verschiedensten Formen der Geldanlage beinhaltet, kann davon ausgegangen werden, dass CRR-Kreditinstitute zu den Universalbanken zu rechnen sind. Bankrechtlich betreiben CRR-Kreditinstitute die in § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 KWG aufgezählten Bankgeschäfte (§ 1 Abs. 3d Satz 4 KWG). Die hieraus resultierende Sortimentspalette rechtfertigt eine Zuordnung der CRR-Kreditinstitute zu den Universalbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bankenstatistik der [[Deutsche Bundesbank|Deutschen Bundesbank]] gibt es den Begriff der Universalbanken ebenfalls nicht, vielmehr verbergen sie sich innerhalb der Gruppen der [[CRR-Kreditinstitut|Kreditbanken]] ([[Großbank]]en, [[Regionalbank]]en und sonstige Kreditbanken), der [[Sparkasse]]n und [[Landesbank]]en und der [[Genossenschaftsbank]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschäfte der Universalbanken lassen sich aufteilen in:&lt;br /&gt;
* das [[Aktivgeschäft]] oder Kreditgeschäft:&lt;br /&gt;
** [[Geldleihe]]: [[Kontokorrentkredit]]e, [[Dispositionskredit]]e, [[Kleinkredit]]e, [[Investitionskredit]]e, [[Konsumkredit]]e, [[Baufinanzierung]]en, [[Realkredit]]e, [[Stand-by-Kredit]]e, [[Revolvierender Kredit]];&lt;br /&gt;
** [[Kreditleihe]]: [[Avalkredit]]e;&lt;br /&gt;
* das [[Passivgeschäft]] zur [[Refinanzierung]]: [[Einlagengeschäft]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Spareinlage|Sparkonten]], [[Sichteinlagen]], [[Termineinlagen]]), Bank[[Anleihe|schuldverschreibungen]] wie [[Sparbrief]]e;&lt;br /&gt;
* [[Dienstleistung]]en: [[Zahlungsverkehr]], [[Bargeld]]geschäft ([[Barauszahlung]], [[Bareinzahlung]]), [[Überweisung (Zahlungsverkehr)|Überweisungen]], [[Lastschrift]]verkehr, [[Inkasso]]geschäfte, [[Devisen]]- und [[Sorten]]geschäfte, [[Edelmetall]]handel oder [[Akkreditiv]]geschäft und [[Dokumenteninkasso|Dokumentengeschäft]] im [[Außenhandel]];&lt;br /&gt;
* [[Investmentgeschäft]] als [[Wertpapier]]geschäft: [[Wertpapierdepot|Verwahrung und Verwaltung]], [[Emission (Wirtschaft)|Emissionen]], An- und Verkauf von Wertpapieren, [[Vermögensverwaltung]];&lt;br /&gt;
* sonstige Dienstleistungen: Vermittlung anderer [[Finanzdienstleistung]]sprodukte ([[Lebensversicherung]]en etc.), [[Immobilie]]ngeschäft, [[Beratung]]sleistungen, Ausgabe von [[Kreditkarte]]n und [[Reisescheck]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hôtel Ritz Paris.jpg|mini|Place Vendôme – Zentrale des Crédit Mobilier, heute das [[Hôtel Ritz (Paris)|Hôtel Ritz]]]]&lt;br /&gt;
Universalbanken sind nach der Auffassung von [[Adolf Weber (Ökonom)|Adolf Weber]]&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Weber: &amp;#039;&amp;#039;Depositenbanken und Spekulationsbanken&amp;#039;&amp;#039;, 1938, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; und der späteren bankhistorischen Literatur auf die französische Bank &amp;#039;&amp;#039;Crédit Mobilier&amp;#039;&amp;#039; zurückzuführen. Der [[Société Générale du Crédit Mobilier]] war eine am 18. November 1852 von den Gebrüdern [[Émile Pereire|Émile]] und [[Isaac Pereire]] gegründete Aktienbank, die in Frankreich die [[Unternehmensfinanzierung|Industriefinanzierung]] durch [[Investitionskredit]]e und den [[Eisenbahnbau]] finanzierte, aber auch das [[Depositen]]- und [[Wechsel (Urkunde)|Wechselgeschäft]] betrieb. Sie zog 1854 zum [[Place Vendôme]], wo sie in das Gebäude des heutigen [[Hôtel Ritz (Paris)|Hôtel Ritz]] einzog. In der Folge entstanden weitere Banken dieser Art, die man als „Banques d’affaires“ oder „Societes financières“ bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joseph Schumpeter]] benannte nach ihm den „Crédit Mobilier-Typus“, mit dem er Universalbanken meinte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Schumpeter: &amp;#039;&amp;#039;Konjunkturzyklen: Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 666&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb nannte man die ersten deutschen Universalbanken lange Zeit noch „Crédit Mobilier-Banken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Gall: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Bank von ihrer Gründung bis zum Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als die großen französischen Privatbankhäuser der „Haute banque“, die in erster Linie den Handel mit [[Staatsanleihe]]n betrieben, rückte der Crédit Mobilier das universelle Bankgeschäft ins Zentrum seiner Banktätigkeit. Allerdings brach die Bank bereits im Oktober 1867 zusammen, sie wurde jedoch erst 1902 liquidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu jener Zeit gab es in Deutschland bereits die [[Darmstädter Bank für Handel und Industrie]], die wohl als erste deutsche Bank durch die Kombination verschiedener Bankgeschäfte den Schritt zur Universalbank vollzogen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz-Georg Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Saint-Simonistische Ursprünge des modernen Bankwesens&amp;#039;&amp;#039;, in: Bank-Archiv Nr. 15, 1930, S. 333&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstand nach dem Vorbild des „Crédit Mobilier“ und erhielt am 2. April 1853 die [[Banklizenz]]. Auch die [[Anselm Salomon von Rothschild|Rothschilds]] imitierten diesen Banktyp, indem sie sowohl kurzfristige als auch langfristige Finanztransaktionen durchführten und in Wien im Oktober 1855 die [[Creditanstalt-Bankverein|Österreichische Credit-Anstalt]] gründeten. Als typische deutsche Beispiele der „Crédit Mobilier-Banken“ folgten im Juli 1856 die [[Berliner Handels-Gesellschaft]], die [[Commerzbank]] (Februar 1870) und [[Deutsche Bank]] (März 1870). [[Eugen Schmalenbach]] unterschied noch 1912 als Banktypen „Crédit Mobilier-Banken“, Depositen- und Kreditbanken, [[Private Bank|Privatbanken]], Übersee- und Auslandsbanken und Genossenschaftsbanken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung]], Band 6, 1912, S. 263&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch im [[Kölner Bankwesen]] betrieben [[Privatbankier]]s bereits in den 1830er Jahren erfolgreich Universalbankgeschäfte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;German Banking 1850-1914: Development Assistance for the Strong&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Ländern war spätestens zu Beginn der 1880er Jahre das „Crédit Mobilier“-Experiment mehr oder weniger gescheitert, weil es nicht gelang, eine funktionierende und stabile Kombination von [[Geldmarkt]]- und [[Kapitalmarkt]]geschäften zu etablieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Windolf: [https://books.google.de/books?id=tB43wEzMgfMC&amp;amp;pg=PA281&amp;amp;dq=%E2%80%9ECr%C3%A9dit+Mobilier-Banken%E2%80%9C&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=%E2%80%9ECr%C3%A9dit%20Mobilier-Banken%E2%80%9C&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Finanzmarkt-Kapitalismus: Analysen zum Wandel von Produktionsregiment&amp;#039;&amp;#039;], Sonderheft 45, 2005, S. 281&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur in der preußischen [[Rheinprovinz]] und in [[Berlin]], in der [[Schweiz]] und teilweise in [[Österreich-Ungarn]] konnte sich das „Crédit Mobilier“-Experiment behaupten. Eine Renaissance erlebte das Universalbankwesen international ab 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Kußmaul zufolge wurde während der 1970er und 1980er Jahre der Gedanke der Allfinanz weitgehend aufgegeben. Hintergrund ist die mit dem Shareholder-Value-Konzept einhergehende zunehmende Renditeorientierung sowie die Segmentberichterstattung in den Jahresabschlüssen nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und (US-GAAP), welche bisher als Universalbanken tätige Institute gezwungen habe, ihre strategische Ausrichtung einer kritischen sowie aktienkursmaximierenden Betrachtung zu unterziehen und sich auf institutsspezifische Kernkompetenzen zu konzentrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankbetriebliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die [[Bankbetriebslehre]] untersucht insbesondere die Unterschiede zwischen Universalbanken und Spezialbanken. Universalbanken weisen im Regelfall eine wesentlich größere [[Betriebsgröße]] – gemessen an [[Bilanzsumme]] oder [[Geschäftsvolumen]] – auf als Spezialbanken. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden ist das [[Unternehmerrisiko]]. Bei gleicher Betriebsgröße weist eine Universalbank in der Regel ein geringeres Risiko auf als Spezialbanken, weil erstere durch ihr breiteres Produkt- und Kundenspektrum volkswirtschaftliche Risiken besser verarbeiten können.&amp;lt;ref&amp;gt;George J Benston: &amp;#039;&amp;#039;Universal Banking&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Economic Perspectives Vol 8 (3), 1994, S. 121–143&amp;lt;/ref&amp;gt; Die umfassendere Sortimentspolitik und/oder die Ausrichtung auf viele Kundengruppen ermöglichen nämlich eine bessere [[Diversifikation (Wirtschaft)|Diversifikation]] und [[Streuung (Statistik)|Streuung]] der Risiken, so dass sowohl [[Granularität (Kredit)|Granularität]] als auch [[Klumpenrisiko|Klumpenrisiken]] günstiger ausfallen; das gilt insbesondere für das vorhandene [[Kreditportfolio]]. Spezialbanken erwiesen sich hingegen als „Krisenherde“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Kohlhaussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Als Krisenherde haben sich vor allem die Länder mit Trennbanksystem erwiesen&amp;#039;&amp;#039;, in: Handelsblatt Nr. 92 vom 13. Mai 1993, S. B12/B14&amp;lt;/ref&amp;gt; da eine „erhebliche [[Koinzidenz]] zwischen [[Finanzkrise]]n und dem [[Trennbankensystem]]“ bestehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hilmar Kopper]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Universalbank ist kein Auslaufmodell: Krisenfestigkeit als Trumpf&amp;#039;&amp;#039;, in: BZ Nr. 67 vom 5. April 1995, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die in allen EU-Mitgliedstaaten geltende Capital Requirements Regulation geht von hoher Diversifizierung aus. Nach Nr. 100 CRR-Erwägungen sollten Kreditinstitute „einen diversifizierten Puffer liquider Aktiva halten, um bei kurzfristig angespannter Liquiditätslage den Liquiditätsbedarf decken zu können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fehlende Beschränkung auf eines oder wenige Bankgeschäfte und der Effekt des [[Standardisiertes Privatkundengeschäft|Mengengeschäfts]] führen bei Universalbanken schließlich zu [[Kosten]]vorteilen durch [[Economies of scale]]. Grund sind [[Fixkosten]]degressionen, wie sie sich durch eine günstigere [[Beschäftigung (Kostenrechnung)|Kapazitätsauslastung]] ergeben können.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Kreditwesen in Österreich: Festschrift für Hans Krasensky zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;, Österreichische Bankwissenschaftliche Gesellschaft, 1983, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem sind auch [[Economies of scope]] durch eine gemeinsame Nutzung von [[Produktionsfaktor]]en nachweisbar,&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph J. Börner: [https://books.google.de/books?id=9mP91wcnX08C&amp;amp;pg=PA351&amp;amp;dq=universalbank+Economies+of+scope&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=universalbank%20Economies%20of%20scope&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Strategisches Bankmanagement&amp;#039;&amp;#039;], 2000, S. 351 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; wodurch [[Synergie]]n genutzt werden können. Auf das Universalbankkonzept ist auch das moderne [[Allfinanz]]-Konzept zurückzuführen. Der Kritik, dass Universalbanken sich [[Interessenkollision]]en aussetzen könnten (wenn etwa Kenntnisse aus dem [[Investmentbanking]] bei der [[Beratung]] von [[Private Banking|Privatkunden]] eingesetzt werden), kann durch umfassende Beachtung von [[Compliance (BWL)|Compliance-Regeln]], Einsatz von [[Compliance Management System]]en bis hin zu [[Firewall]]-Regelungen begegnet werden. Außerdem müssen Banken etwaigen Interessenkonflikten nach {{§|63,80|WpHG|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;63 und 80}} [[Wertpapierhandelsgesetz]] (WpHG)  durch organisatorische Vorkehrungen begegnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Es gibt eine unverkennbare Entwicklung hin zum Universalbankensystem, seit sich [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] 1986 vom Trennbankensystem verabschiedet hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Bieling: [https://books.google.de/books?id=LsklBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA147&amp;amp;dq=gro%C3%9Fbritannien+trennbankensystem+1986&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gro%C3%9Fbritannien%20trennbankensystem%201986&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Internationale Politische Ökonomie: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;], 2011, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; und nun dort „Deposit banks“, „Merchant banks“ und „Investment banks“ nebeneinander bestehen. Seit dem &amp;#039;&amp;#039;Banking Act&amp;#039;&amp;#039; von 1987 gibt es den einheitlichen Begriff der „authorized institution“, zu deren Tätigkeit sowohl das Einlagengeschäft als auch das Kreditgeschäft gehören muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Krumnow/Ludwig Gramlich (Hrsg.): [https://books.google.de/books?id=rCUkBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1272&amp;amp;dq=gro%C3%9Fbritannien+trennbankensystem+1986&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gro%C3%9Fbritannien%20trennbankensystem%201986&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon: Bank – Börse – Finanzierung&amp;#039;&amp;#039;], 2000, S. 1272&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem auch [[Portugal]] im Jahre 1992 Universalbanken ermöglichte, kam die [[OECD]] im selben Jahr zu der Schlussfolgerung, dass es einen weltweiten Trend zu Gunsten des Universalbanksystems gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Banks under Stress&amp;#039;&amp;#039;, OECD (Hrsg.), 1992, S. 50–63&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA löste sich das Trennbankensystem durch den &amp;#039;&amp;#039;Gramm-Leach-Bliley Act&amp;#039;&amp;#039; vom November 1999 sowie der Tatsache auf, dass alle großen [[Investmentbank]]en im Rahmen der [[Finanzkrise ab 2007]] entweder von Universalbanken übernommen wurden oder ihren Status zu einer Universalbank änderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Schweizer ([[Credit Suisse]] und [[UBS]]) und österreichischen Banken ([[Raiffeisen Bank International]], [[UniCredit Bank Austria AG|Bank Austria]], [[Erste Bank]] und die [[BAWAG P.S.K.]]) sind ausschließlich Universalbanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der bisher bei universell tätigen Großbanken vorhandene umfassende Eigenhandel wird in den [[EU-Mitgliedstaaten]] einem „ringfencing“ unterworfen. In {{Art.|2|2013+I+3090|buzer}} Nr.&amp;amp;nbsp;4 führte das [[Trennbankengesetz]] im Januar 2014 unter anderem mit {{§|25f|kredwg|juris}} KWG für Universalbanken ein Trennbankensystem ein, wonach die Aktivitäten der [[Investmentbank]] aus der [[Bank|Geschäftsbank]] auszugliedern sind („ringfencing“). Bis Juli 2016 sind bei universell tätigen Großbanken sämtliche Bankgeschäfte im Sinne des {{§|3|kredwg|juris}} Abs. 2 und 4 KWG in einem wirtschaftlich, organisatorisch und rechtlich eigenständigen [[Unternehmen]] (Finanzhandelsinstitut) zu betreiben. Es handelt sich hierbei um „verbotene Geschäfte“, zu denen der Eigenhandel in [[Derivat (Wirtschaft)|Derivaten]] und [[Wertpapier]]en mit Ausnahme als [[Market-Maker]] oder [[Kreditgeschäft|Kredit-]] und [[Garantie]]geschäfte mit [[Hedgefonds]] gehören. Eine Materialitätsschwelle sieht vor, dass nur universell tätige Großbanken betroffen sind, deren [[Handelsbestand]] und [[Liquidität]]sreserve 100 Mrd. Euro (&amp;#039;&amp;#039;absoluter Schwellenwert&amp;#039;&amp;#039;) oder 20 % ihrer Bilanzsumme überschreiten und mindestens 90 Mrd. Euro erreichen (&amp;#039;&amp;#039;relativer Schwellenwert&amp;#039;&amp;#039;). Zudem bestimmen § 25f Abs. 1 und {{§|64s|kredwg|juris}} Abs. 2 KWG, dass ab dem 1. Juli 2015 [[CRR-Kreditinstitut]]e innerhalb eines Jahres nach Überschreitung der Schwellenwerte zwei Formen des Eigenhandels, nämlich&lt;br /&gt;
* das durch § 1 Abs. 1a Satz 3 KWG als Eigenhandel fingierte Eigengeschäft (§ 3 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 KWG) (mit Ausnahme des Eigenhandels im Kundenauftrag) und&lt;br /&gt;
* den Eigenhandel mittels einer hochfrequenten algorithmischen Handelstechnik (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4d KWG) – ausgenommen Market Making – sowie&lt;br /&gt;
* das Kredit- und Garantiegeschäft mit Hedgefonds&lt;br /&gt;
in ein Finanzhandelsinstitut auszugliedern haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Everling, Karl-Heinz Goedeckemeyer: [https://books.google.de/books?id=WdryCQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA389&amp;amp;dq=eigenhandel+eigengesch%C3%A4ft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=eigenhandel%20eigengesch%C3%A4ft&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Bankenrating: Normative Bankenordnung in der Finanzmarktkrise&amp;#039;&amp;#039;], 2015, S. 389 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4117291-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditinstitutstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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