<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Unitistenorden</id>
	<title>Unitistenorden - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Unitistenorden"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unitistenorden&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T01:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unitistenorden&amp;diff=2359684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unitistenorden&amp;diff=2359684&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-18T00:41:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Unitistensiegel.JPG|miniatur|Unitistensiegel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Göttinger Unitistenorden.JPG|miniatur|Ordenskreuz der Göttinger Unitisten]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unitisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren [[Studentenorden]] zur Zeit der [[Aufklärung]] im [[18. Jahrhundert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Studentenverbindungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Unitistenorden wurde  1774 von dem pommerschen Theologiestudenten &amp;#039;&amp;#039;Johann Georg Schütz&amp;#039;&amp;#039; sowie seinen Freunden &amp;#039;&amp;#039;Justinus Hermann Meyer&amp;#039;&amp;#039; aus [[Nette (Innerste)|Nette]], &amp;#039;&amp;#039;Ernst Felix Lundenreich&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Johann Christian Hempel&amp;#039;&amp;#039; aus [[Bad Colberg|Colberg]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] gestiftet. Die nächsten entstanden in [[Jena]] (1785), [[Göttingen]] (1786), [[Leipzig]], [[Frankfurt (Oder)]], [[Greifswald]], [[Helmstedt]], [[Marburg]] (1786), [[Rostock]] (1789) und [[Wittenberg]], vielleicht auch in [[Erlangen]]. Die Mitglieder waren vor allem [[Westfalen]], [[Mecklenburg]]er, [[Pommern]] und [[Baltendeutsche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einziger Orden waren die Unitisten streng religiös ([[Pietismus|pietistisch]]) orientiert. Anders als die anderen Orden nahmen sie auch Bürger (Nichtakademiker) und Offiziere auf. Der Ordenseid wurde auf das [[Evangelium (Buch)|Evangelium]] abgelegt. Die Ordenszahl war die heilige [[Drei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Direktion des Ordens lag in den Händen des Logenmeisters und eines freien Ausschusses, der wöchentliche Sitzungen hielt, monatliche Versammlungen der ganzen Gesellschaft veranstaltete und die Mitglieder (auch des Ausschusses) zur Verantwortung zog. Die Ähnlichkeiten in Selbstverständnis und Struktur der heutigen [[Corps]] sind unverkennbar.&lt;br /&gt;
; Ausschuss&lt;br /&gt;
: Logenmeister oder Senior&lt;br /&gt;
: Unterlogenmeister oder Subsenior&amp;lt;ref&amp;gt;Der Subsenior vertrat den Senior und sorgte für die innere Einrichtung des Ordens&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Repräsentant&amp;lt;ref&amp;gt;Der Repräsentant &amp;#039;&amp;#039;„sichert die übrigen Mitglieder vor jeder Bedrückung der anderen Beamten und hält selbige zur Erfüllung ihrer Pflichten an“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Ergänzungs-Beamter&amp;lt;ref&amp;gt;Aufnahme neuer Mitglieder&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: Kassen-Beamter&lt;br /&gt;
: Sekretär&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göttingen ===&lt;br /&gt;
Von der &amp;#039;&amp;#039;„Göttingschen Loge“&amp;#039;&amp;#039; (1786 oder 1785) sind ein &amp;#039;&amp;#039;„Kurtzer Auszug aus der Geschichte und den Gesetzen des Ordens zum Gebrauch bei Receptionen“&amp;#039;&amp;#039; und eine Mitgliederliste in der [[Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen|Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;8° Ns hist. lit. 112/10&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitgliederliste umfasst 185 Namen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Der Bund der Eintracht, in welchen Sie jetzt aufgenommen zu werden wünschen, ist eine geheime Gesellschaft in Rücksicht auf ihre innere Verfassung, deren Erhalt eine geheimnisvolle Einkleidung nothwendig macht. … Alle Zwecke der Unitisten vereinigen sich zur Erfüllung des höchsten und letzten Zweckes jedes sittlich vernünftigen Wesens, der Ausbildung aller seiner Dienste zur höchsten sittlichen Vollkommenheit&amp;#039;&amp;#039;.|Aus der Receptionsansprache der Göttinger Unitisten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedem Mitglied versprach der Orden &amp;#039;&amp;#039;„Zutrauen, Freundschaft und Bruderliebe“&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;„Schutz, Beistand und thätige Hilfe in jeder Noth und Gefahr“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegen den [[Duell|Zweikampf]] eingestellten [[Schokoladisten]] lösten ab 1792 Unruhen in [[Jena]] aus, die im gesamten [[HRR|Heiligen Römischen Reich]] zu einer Untersuchung und Verfolgung und schließlich dem Verbot aller Studentenorden führten.&lt;br /&gt;
Die Orden in Göttingen wurden daher im Oktober 1794 durch die Regierung in Hannover ebenfalls verboten und in der Folge durch die Universitätsbehörden scharf verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Brüdermann (1990), S. 236 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge dieser Untersuchungen wurde der Senior der Unitisten im Dezember 1795 relegiert, der Sekretär Hahn erhielt das Consilium abeundi. Der Orden wurde dadurch im Gegensatz zu den weiteren Göttinger Orden erheblich geschwächt. Gleichwohl bestand der Orden im Untergrund bis 1798 fort. Auch der Sekretär konnte einige Monate später an die Universität zurückkehren und blieb bis 1798 ohne Unterbrechung in seinem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl zu Unrecht wird behauptet, dass &amp;#039;&amp;#039;„von 1795 an ein nicht unbeachtlicher Teil der Göttinger Landsmannschaft Guestphalia und von 1798 ab die Mitglieder der Curonia Göttingen wohl vollständig in den Unitistenorden eingetreten seien“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BP&amp;quot;&amp;gt;Bauer und Pietzsch, 1968&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Mitgliedern gehörte [[Bernhard Jacob Friedrich von Halem]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|10|410|410|Halem-Ilksen, B. J. F. Freiherr von|Ernst Kelchner|ADB:Halem-Ilksen, Bernhard Friedrich Freiherr von}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Göttinger Logenmeister&lt;br /&gt;
: Anton Günter Tannen – 1786&lt;br /&gt;
: Graf Heinrich von der Goltz – 1787&lt;br /&gt;
: Christian Hermann Giese&amp;lt;ref&amp;gt;Hofprediger bei der Königin von England&amp;lt;/ref&amp;gt; – 1788&lt;br /&gt;
: Hans Detlev von Hammerstein – 1788&lt;br /&gt;
: Graf Adolf Theophil von Moltke – 1788&lt;br /&gt;
: Georg Heinrich Wilhelm von Weyhe – 1789&lt;br /&gt;
: Wilhelm Chassot von Florencourt – 1789&lt;br /&gt;
: Ernst Friedrich Wilhelm Marschall von Bieberstein&amp;lt;ref&amp;gt;fiel im Duell&amp;lt;/ref&amp;gt; – 1790&lt;br /&gt;
: Carl Wilhelm Kopp – 1791&lt;br /&gt;
: Ernst von Meltzing – 1792&lt;br /&gt;
: O. C. Nottlbeck – 1792&lt;br /&gt;
: Bernhard Bollhagen – 1794–1796&lt;br /&gt;
: Christoph Heinrich Heydorn – 1795&lt;br /&gt;
: Peter zur Mühlen&amp;lt;ref&amp;gt;1795 öffentlich relegiert&amp;lt;/ref&amp;gt; – 1795&lt;br /&gt;
: Friedrich von Wissel – 1798&lt;br /&gt;
: von Sass – 1798&lt;br /&gt;
: Balthasar Christoph Friedrich von Rieben – 1798–1799&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
===Leipzig===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Mitglieder ==&lt;br /&gt;
* [[Johan Jacob Anckarström]] (1762–1792), Mörder des schwedischen Königs Gustav III.&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Wolf Feuerstein]] (1786–1856), deutscher Arzt, der sich als preußischer Spion im Königreich Westphalen betätigte und später als Angehöriger des Lützowschen Freikorps an den Befreiungskriegen teilnahm. Er war ein langjähriger Freund von Friedrich Ludwig Jahn.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ludwig Jahn]] (1778–1852), deutscher Pädagoge und Initiator der Turnbewegung&lt;br /&gt;
* [[Ernst Friedrich Herbert zu Münster]] (1766–1839), deutscher Staatsmann und Politiker im Dienste des Vereinigten Königreiches und des Hauses Hannover, Ministerpräsident des Königreichs Hannover&lt;br /&gt;
* [[Kaspar Detlev von Schulte]] (1771–1846), wurde aber „wegen seines kalten Benehmens“ bald wieder von der Gemeinschaft ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Heerde: &amp;#039;&amp;#039;Das Publikum der Physik. Lichtenbergs Hörer.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2006, ISBN 978-3-8353-0015-6, S. 570, {{Google Buch |BuchID=rCNhDep9ZT0C |Seite=570}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Karl Ludwig von Woltmann]] (1770–1817), deutscher Historiker, Autor und Diplomat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Bauer (Historiker)]], F. A. Pietzsch: &amp;#039;&amp;#039;Zum Göttinger Unitistenorden (1786–1799)&amp;#039;&amp;#039;. [[Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung|Einst und Jetzt]], Bd. 13 (1968), S.&amp;amp;nbsp;55–67&lt;br /&gt;
* Stefan Brüdermann: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Studenten und akademische Gerichtsbarkeit im 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1990 ([https://books.google.de/books?id=j136y3IJMIEC Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Karl Hoede: &amp;#039;&amp;#039;Burschen heraus. Zur Erinnerung an den Ursprung der alten Burschenherrlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1962, S. 43–44, 54.&lt;br /&gt;
* [[Peter Kaupp]]: &amp;#039;&amp;#039;Freimaurerei und Burschenbrauch. Kontinuität von Ordenstraditionen im Korporationsstudententum.&amp;#039;&amp;#039; [[Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung|Einst und Jetzt]], Bd. 46 (2001), S.&amp;amp;nbsp;33–68.&lt;br /&gt;
* Friedrich August Pietzsch: &amp;#039;&amp;#039;Die Unitistenorden in Leipzig und das Stammbuch des stud. C. A. Herzog aus den Jahren 1800–1802&amp;#039;&amp;#039;. [[Verein für corpsstudentische Geschichtsforschung|Einst und Jetzt]], Bd. 7 (1962), S.&amp;amp;nbsp;118–130&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Unitisten &amp;#039;&amp;#039;Unitisten&amp;#039;&amp;#039;.] In: Pierer 1857, auf zeno.org&lt;br /&gt;
* [http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/u/ku03200.htm Oeconomische Encyclopädie (1773–1858)]&lt;br /&gt;
* Bernhard Schröter: [http://books.google.de/books?id=mLHHCU1h990C&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;lpg=PA202&amp;amp;dq=unitisten&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=sm7qxa_UGa&amp;amp;sig=Z6PF8-bvZerGrPez86d9WXkYxak&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=aawlTuaWCIP3sgbs-_CkCQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CEQQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=unitisten&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Unitisten&amp;#039;&amp;#039;.] 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Göttinger Studentengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenorden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1774]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1790er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>