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	<title>Unisono - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:47:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unisono&amp;diff=82008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ {{Begriffsklärungshinweis}}</title>
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		<updated>2024-11-19T23:30:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; {{Begriffsklärungshinweis}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der musikalische Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;unisono&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (italienisch „im Einklang, einstimmig“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.musiklexikon.info/musiklexikon/unisono |titel=Musiklexikon - unisono |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet das Verfahren, alle Beteiligten eines Klangkörpers gemeinsam dieselbe [[Melodie]] singen bzw. spielen zu lassen, auch in verschiedenen [[Oktave]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bandup.blog/lexikon/unisono |titel=&amp;quot;unisono&amp;quot; Definition {{!}} Musiktheorie Lexikon |werk=bandup |sprache=de-DE |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erzielte Effekt besteht in starker Durchschlagskraft bei gleichzeitig großer Klangentfaltung. Die europäische [[Kunstmusik]] strebt hier größtmögliche Präzision und damit möglichst vollständige Verschmelzung zu einem einheitlichen Gesamtklang an. Andere Musikkulturen wie die [[orientalische Musik]] oder gewisse Formen des [[Jazz]] bevorzugen die Individualisierung der Einzelstimmen durch kleine individuelle Abweichungen voneinander ([[Heterophonie]]). [[Johann Sebastian Bach]] trug [[Verzierung (Musik)|Verzierungen]] erst in die ausgeschriebenen Stimmen ein (und dadurch nicht überall exakt gleich), das lässt vermuten, dass auch er an diesen Stellen nicht vollständige Präzision anstrebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich bei einer mehrstimmigen Komposition aus der Stimmführung ein Übergang von der Zweistimmigkeit zur Einstimmigkeit (zum &amp;#039;&amp;#039;unisono&amp;#039;&amp;#039;) ergibt, erhalten die einzelnen Noten einen Hals nach oben und nach unten. Bei größeren Abschnitten werden die Notenhälse jedoch wie bei Einstimmigkeit gestielt und der Abschnitt mit italienisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;a due&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („zu zweit“) oder &amp;#039;&amp;#039;à 2&amp;#039;&amp;#039; gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wieland Ziegenrücker]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Musiklehre mit Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1977; Taschenbuchausgabe: Wilhelm Goldmann Verlag, und Musikverlag B. Schott’s Söhne, Mainz 1979, ISBN 3-442-33003-3, S. 19 und 192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unisono“ ist zudem eine Spielanweisung für [[Orchester]]musiker, die ein vorangegangenes [[divisi]], also eine Teilung der Gruppe in zwei oder mehr Untergruppen, aufhebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freemusicdictionary.com/definition/unisono-or-unis/ |titel=&amp;#039;Unisono or unis&amp;#039; {{!}} Definition on FreeMusicDictionary.com |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei manchen [[Synthesizer]]n findet sich ebenfalls die Möglichkeit, das Gerät im Unisono-Modus zu betreiben. Hierbei kann man das Gerät nicht mehr [[Polyphonie|polyphon]] spielen. Dafür wird beim Auslösen eines Tones (beispielsweise durch Drücken einer einzigen Taste) derselbe Ton durch alle vorhandenen Klangerzeuger gleichzeitig gespielt, was den Klang durchdringender und präsenter werden lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außerhalb der Musik drückt der Begriff Übereinstimmung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/unisono |titel=unisono – Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele |datum=2022-11 |sprache=de |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; („Sie behaupten unisono, dass…“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die geistlichen Werke der [[Mehrstimmigkeit]] wurden in ihrem liturgischen Gebrauch immer wieder durch einstimmige [[Gregorianik|gregorianische]] Passagen unterbrochen und kontrastiert. Komponisten der [[Musik der Renaissance|Renaissance]] nutzen diese Technik und ihre Wirkung, indem sie etwa nur jeden zweiten Vers eines Bibeltextes vertonten, während der Rest traditionell [[psalmodie]]rt wurde. Das erste bekannte als Effekt auskomponierte Unisono findet sich im 17. Jahrhundert in einer Instrumentalsonate von [[David Pohle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BachUnisono245.png|mini|200px|Beispiel aus der Matthäuspassion von J. S. Bach; rot: Alle Sing- und Instrumentalstimmen spielen hier unisono.]]&lt;br /&gt;
Im [[Barockmusik#Spätbarock|Spätbarock]] führte [[Antonio Vivaldi]] Unisono-[[Ritornell]]e in die Instrumentalkonzerten ein – zum ersten Mal wohl in den Konzerten 5 und 8 seiner Konzertsammlung [[L’Estro Armonico]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siegbert Rampe, &amp;#039;&amp;#039;Instrumentalmusik des Barock&amp;#039;&amp;#039;, 2018, ISBN 978-3-89007-873-1, S. 69&amp;lt;/ref&amp;gt; Bach verwendete dieses Mittel im [[Cembalokonzerte (Bach)#Konzert d-Moll BWV 1052|Cembalokonzert d-Moll (BWV&amp;amp;nbsp;1052)]]. Mit überraschender Wirkung verwendete er Unisoni auch zu Beginn mancher Schlussritornelle, etwa im 1. Satz des [[2. Brandenburgisches Konzert|2. Brandenburgischen Konzerts]] oder der dritten [[Gambensonaten (Bach)|Gambensonate]]. Mit kurzen Unisoni hebt er auch Übergänge hervor (etwa im 1. Satz des [[3. Brandenburgisches Konzert|3. Brandenburgischen Konzert]]) oder weist auf wichtige Textstellen hin (etwa in der [[Matthäus-Passion (J. S. Bach)|Matthäuspassion]] (BWV&amp;amp;nbsp;244) im Chor &amp;#039;&amp;#039;Der du den Tempel Gottes zerbrichst&amp;#039;&amp;#039; auf die Worte &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin Gottes Sohn“&amp;#039;&amp;#039; (siehe Notenbeispiel)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Unisono-Beispiel der [[Wiener Klassik]] stellt der Beginn von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] „[[Kleine Nachtmusik|Kleiner Nachtmusik]]“ dar. Durch die Assoziation an den [[Gregorianik|Gregorianischen Choral]] erzielt das Unisono auch immer wieder [[Hymne|hymnenartige]] Effekte, beispielsweise im Gefangenenchor „[[Va, pensiero]]“ aus [[Nabucco]] von [[Giuseppe Verdi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die europäische [[Neue Musik]] war jahrzehntelang einem polyphonen Stil verhaftet, in dem das Unisono als unangemessen empfunden wurde. Ein Werk, das hier einen radikal neuen Ansatz brachte, war &amp;#039;&amp;#039;Cheap Imitation&amp;#039;&amp;#039; (1969) von [[John Cage]]. Ab den achtziger Jahren verwendeten Komponisten wie [[György Ligeti]], [[Karlheinz Stockhausen]] oder [[Iannis Xenakis]] auch immer wieder Unisoni mit präzise notierten kleinen Abweichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musizierpraxis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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