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	<title>Union der Landstände - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2026-04-17T14:47:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grosse Union 1523.jpg|mini|Ratifikationsurkunde der Union der mecklenburgischen Landstände, sog. &amp;#039;&amp;#039;Große Union&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Siegel der Mecklenburgischen Ritter und Landschaft W0309518.jpg|mini|250px|Ritter- und Landschaft - Siegel, die drei ständischen Kreise symbolisierend]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Union der Landstände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Mecklenburg, auch &amp;#039;&amp;#039;Landständische Union&amp;#039;&amp;#039; oder (auf die Ritterschaft verkürzt) als &amp;#039;&amp;#039;Union der mecklenburgischen Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, war ein Vertrag vom 1. August 1523, in dem sich die [[Landstände]] [[Mecklenburg]]s zu einem ewigen Bund zusammenschlossen. Dieser bildete fast vier Jahrhunderte lang die Grundlage des [[Ständeordnung|ständischen]], mecklenburgischen Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Landstände in Mecklenburg bildeten sich seit dem 13. Jahrhundert heraus, als zunächst die [[Ritterschaft]], die Gesamtheit der [[Vasall]]en in Mecklenburg, in bestimmten Angelegenheiten zusammengerufen wurden (z.&amp;amp;nbsp;B. 1275 wurden die Vasallen in einem Vormundschaftsstreit vollzählig zusammengerufen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;LHA SN&amp;quot;&amp;gt;Vgl. „[http://archivdatenbank.landeshauptarchiv-schwerin.de/dothes.FAU?sid=095F8ED03&amp;amp;dm=1&amp;amp;thes=1 3. Mecklenburgische Landstände einschließlich ritterschaftliche Grundherrschaften und Landstädte]“, auf: [http://archivdatenbank.landeshauptarchiv-schwerin.de/ &amp;#039;&amp;#039;Landeshauptarchiv Schwerin: Onlinefindbücher&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 1. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Landschaft (Landstände)|Landschaft]], die Vertretung der [[Landstandschaft|landständigen]] Städte (Vgl.  [[Landstadt in Mecklenburg]]), geht auf den Beginn des 14. Jahrhunderts zurück, als die Ritterschaft zu ihren Versammlungen Vertreter der Städte hinzuzog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LHA SN&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die effektive Erhebung von Steuern für Landeszwecke, deren Aufkommen vor allem von Handelsumsätzen städtischer Kaufleute und von Löhnen freier Städter herrührte, der Kooperation der städtischen Finanzbehörden bedurfte, stand die Einführung oder Veränderung jeder einzelnen Steuer unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die mecklenburgischen Landtage. Die dorthin entsandten Vertreter repräsentierten Landschaft, Ritterschaft oder seit Beginn des 15. Jahrhunderts auch [[Prälat]]en, die alle drei zusammen die Landstände bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LHA SN&amp;quot;/&amp;gt; „Ihre weitere Formierung erfolgte im ständigen Machtkampf mit der Landesherrschaft.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;LHA SN&amp;quot;/&amp;gt; Seit der Einigung Mecklenburgs unter [[Heinrich IV. (Mecklenburg)|Heinrich IV. dem Dicken]] 1471 versammelten sich die jeweiligen Stände der drei Teilherrschaften Mecklenburg (Mecklenburgischer Kreis), Wenden ([[Wendischer Kreis]]) und Stargard ([[Stargardischer Kreis]]) zunehmend zu gemeinsamen Landtagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LHA SN&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog [[Magnus II. (Mecklenburg)|Magnus II.]] im November 1503 starb, hinterließ er drei Söhne und einen zur Mitregierung berechtigten Bruder. Es gab keine [[Primogenitur]]-Regelung in Mecklenburg; Magnus hatte aber empfohlen, die Leitung der Staatsgeschäfte seinem ältesten Sohn [[Heinrich V. (Mecklenburg)|Heinrich V.]] (1479–1552) zu überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich regierte gemeinschaftlich mit seinen Brüdern [[Erich II. (Mecklenburg)|Erich]] (1483–1508) und [[Albrecht VII. (Mecklenburg)|Albrecht VII.]] (1486–1547) und seinem Onkel [[Balthasar (Mecklenburg)|Balthasar]]. Letzterer starb am 16. März 1507 und Erich am 22. Dezember 1508, beide ohne Erben, so dass Heinrich und Albrecht in den Besitz des ganzen Landes kamen. Auch sie regierten zunächst gemeinschaftlich, obwohl Albrecht wiederholt eine Landesteilung befürwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Neubrandenburger Hausvertrag]] vom 7. Mai 1520 wurde festgelegt, dass Heinrich in [[Schwerin]] und Albrecht in [[Güstrow]] regieren sollte. Das [[Domanium]] wurde in zwei Hälften geteilt, der Klosterbesitz und die Städte blieben unter gemeinschaftlicher Regierung. Dies führte zu fortgesetzten Streitigkeiten zwischen den Brüdern und letztlich zu einer Stärkung der Eigenständigkeit der Landstände. Diese waren durch die Teilungspläne alarmiert und fürchteten um ihre Privilegien. Hinzu kamen die Auseinandersetzungen im Reich im Gefolge der [[Reformation]] und das Ende der [[Kalmarer Union]] im Norden mit der erzwungenen Abdankung von König [[Christian II. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian II..]] in Dänemark und Norwegen im Januar 1523 und der Wahl von [[Gustav I. Wasa]] zum König von [[Schweden]] am 6. Juni 1523. Die Landstände beschlossen daher am Rande des regulären Landtags in [[Sagsdorf]] 1523, eine Union zu schließen. Dazu kamen sie am Tag &amp;#039;&amp;#039;[[St. Peter ad Vincula|Vincula Petri]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Petri Kettenfeier&amp;#039;&amp;#039;, 1. August) 1523 in [[Rostock]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Vertragschließende Parteien waren die &amp;#039;&amp;#039;Prälaten&amp;#039;&amp;#039; (geistliche Würdenträger), &amp;#039;&amp;#039;Mannen&amp;#039;&amp;#039; (Ritter) und Städte der Landesteile Mecklenburg, [[Herrschaft Werle|Werle]], [[Herrschaft Rostock|Rostock]] und [[Herrschaft Stargard|Stargard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landstände verbanden sich in diesem Vertrage an Eides statt, auf ewig untereinander Rat, Beistand und Entschädigung zu leisten und Friede, Recht mit Einigkeit zu bewahren. Alle freien Einwohner (also nicht die der [[Leibeigenschaft]] unterworfene Landbevölkerung) eines jeden Kreises sollen einerlei Rechte, Privilegien und Freiheiten haben und sowohl in weltlichen, als auch in kirchlichen Sachen, nach einerlei Gesetzen, Verordnungen und Verträgen regiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vertretung der Landstände und zur Klärung von Streitigkeiten wurde ein Ausschuss von 22 Mitgliedern&amp;lt;ref&amp;gt;2 Prälaten: der Abt von Doberan und der Dompropst von Schwerin, je 4 Deputierte der drei ritterschaftlichen Kreise Mecklenburg, Wenden und Stargard sowie je 2 Deputierte der Städte Rostock, Wismar, Neubrandenburg und Güstrow. Die Vorderstadt Parchim kam in der Aufzählung der Städte an dieser Stelle des Vertrags nicht vor!&amp;lt;/ref&amp;gt; berufen, aus dem sich später der &amp;#039;&amp;#039;[[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs#Der Engere Ausschuß|Engere Ausschuß]]&amp;#039;&amp;#039; als Exekutivorgan der Landstände entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prälaten waren 1549 letztmals auf dem Landtag vertreten; als Folge der Reformation wurde ihr Landbesitz dem fürstlichen Domanium zugeschlagen. Danach gliederten sich die Landstände in das Korps der Ritterschaft und das [[Landschaft (Landstände)|Korps der Landschaft]]. Zur Ritterschaft gehörten die Besitzer [[Landstandschaft|landtagsfähiger]] Hauptgüter, zur Landschaft alle im Jahre 1549 existierenden [[Landstadt in Mecklenburg|Landstädte in Mecklenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Orte, welche erst später Stadtrecht erlangten, darunter die Residenzstädte [[Neustrelitz]] und [[Ludwigslust]], zählten nicht zur Landschaft.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zugehörigkeit zur Ritterschaft beruhte auf landtagsfähigem Landbesitz, nicht auf Abstammung. Zur Ausübung ständischer Selbstverwaltung waren die Gesamtstände als &amp;#039;&amp;#039;Ritter- und Landschaft&amp;#039;&amp;#039; in drei Kreise eingeteilt. In ihrer Bezeichnung: mecklenburgischer, [[Wendischer Kreis|wendischer]] und stargardscher Kreis lebten die drei mittelalterlichen Einzelherrschaften fort, in ihrer Abgrenzung hielten sie sich jedoch an die 1621 durch die Zweite [[Mecklenburgische Hauptlandesteilung]] geschaffenen Grenzen. Der mecklenburgische Kreis entsprach dem [[Mecklenburg-Schwerin|Herzogtum Schwerin]], der wendische dem [[Mecklenburg-Güstrow|Herzogtum Güstrow]] ohne das Land Stargard, das einen eigenen Kreis bildete und ab dem [[Hamburger Vergleich (1701)]] den Hauptteil des neuen Teilherzogtums [[Mecklenburg-Strelitz]] bildete. Dessen anderer, westlicher Teil, das [[Fürstentum Ratzeburg]], nahm an der Union nicht teil, da es als erst 1648 säkularisiertes Kirchengut komplett zum Domanium zählte. Die Kreise waren zu Selbstverwaltungszwecken in ritterschaftliche Ämter untergliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Korps der Landschaft errangen die Seestädte Rostock und [[Wismar]] eine Sonderstellung; sie gehörten keinem der Kreise an. Wismars Geschichte wurde zudem durch die schwedische Oberhoheit von 1648 bis 1803 in besonderer Weise geprägt. Nach Wismars de facto Rückgliederung 1803 und Schwedens de jure Verzicht 1903 gehörte die Stadt völkerrechtlich zu Mecklenburg. Die Landschaft gab der Wiederaufnahme Wismars in ihre Mitte zum 1. Juli 1897 statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer 1906 503&amp;quot;&amp;gt;Vgl. „Mecklenburg“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Großes Konversations-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;: 20 Bde., Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, 1902–1908, Band 13 &amp;#039;Lyrik – Mitterwurzer&amp;#039; (1906), pp. 499–508, hier p. 503.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landstädte wurden kreisweise durch je eine Vorderstadt geführt: [[Parchim]] stand an der Spitze der mecklenburgischen, [[Güstrow]] der wendischen und [[Neubrandenburg]] der stargardschen Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die projektierte Landesteilung wird zwar mit keinem Wort erwähnt, aber es ist klar, dass die Union vor allem auch dazu gegründet wurde, um durch die Beschwörung der &amp;#039;&amp;#039;Privilegien und Gerechtsame&amp;#039;&amp;#039; eine geschlossene Landstandschaft zu bleiben und dadurch jede Herrschaftsteilung in ihren Folgen zu minimieren, eine Real-Landesteilung unmöglich zu machen und das ständische Gesamtgefüge in Mecklenburg auf Dauer zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Ab 1523 bildeten die Stände eine dauerhafte, einheitliche, und damit mächtige landständische Korporation. Es begann der Ausbau der für Mecklenburg so bestimmenden landständischen Verfassung und Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet aller Herrschaftsteilungen der Dynastie blieben die mecklenburgischen Landstände eine gemeinsame, unteilbare Körperschaft. Die wachsende politische und ökonomische Kraft der landständischen Union hinderte die Landesherren in der Folgezeit an der Durchsetzung [[Absolutismus|absolutistischer]] Herrschaftspraxis. Die Prälaten als Vertreter der Klöster und [[Kollegiatstift]]e im Lande büßten im Zuge der Reformation ihre Bedeutung ein. 1549 zuletzt zu einem Landtag hinzugezogen wurden Prälaten 1552 nicht mehr als landtagsfähig anerkannt. Drei Klöster (die fortan so genannten Landesklöster [[Kloster Dobbertin|Dobbertin]], [[Kloster Malchow|Malchow]] und [[Kloster Ribnitz|Ribnitz]]) gingen 1572 als [[Frauenstift#Evangelische Damenstifte in Deutschland|lutherische Fräuleinstifte]] in die Regie der Ritter- und Landschaft über.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. „Mecklenburg“, in: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;: 20 Bde., Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, 1902–1908, Band 13 &amp;#039;Lyrik – Mitterwurzer&amp;#039; (1906), pp. 499–508, hier p. 501.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Ausscheiden der Prälaten bildete die Ritter- und Landschaft die Landstände Mecklenburgs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Ritter- und Landschaft&amp;#039;&amp;#039; entwickelte sich zur stärksten politischen Kraft des mecklenburgischen Gesamtstaates, den sie als eiserne Klammer über Jahrhunderte zusammenhielt. Diese Vereinigung, die &amp;#039;&amp;#039;alte Union&amp;#039;&amp;#039;, ist in der Folge verschiedentlich in Frage gestellt, doch immer wieder erneuert worden. 1733 bekräftigten die Landstände sie als &amp;#039;&amp;#039;Neue Union&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die neue sogenannte Union, der Mecklenburgischen Land-Stände: vom 20. Novembr. 1733.&amp;#039;&amp;#039; [Rostock], 1733 &amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Versuch der Herzöge, 1748 durch eine &amp;#039;&amp;#039;Konvention&amp;#039;&amp;#039; eine Teilung herbeizuführen, begegneten sie mit offenem Widerstand und Protesten.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Rechts-gegründete höchst-gemüßigte Vorstellung, was für eine Bewandniß es habe mit der von Beyder jetzt Regierenden Herren Hertzogen zu Mecklenburg-Schwerin und Strelitz Hochfürstl. Hochfürstl. Durchl. Durchl. unter sich, zu Trennung derer vereinigten Mecklenburgischen Lande und Land-Stände, sub dato 3. Augusti 1748. errichteten Convention: Mit Beylagen sub Num. I bis Num. LXXXV.&amp;#039;&amp;#039; Gedruckt im Jahr 1749. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich mussten die Herzöge im [[Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich|Landesgrundgesetzlichen Erbvergleich]] von 1755 die Union bestätigen, in welchem der Text von 1523 als Anlage 8 Bestandteil des Erbvergleichs war. Die Herzöge in Schwerin erkannten ab 1763 die [[Israelitische Landesgemeinde Mecklenburg-Schwerin|Landjudenschaft Mecklenburg-Schwerins]] als Standesvertretung ohne legislative Befugnisse aber mit Binnenautonomie an, während die Ritter- und Landschaft schon ihre Existenz ablehnte. Da der Versuch, [[Mecklenburg-Schwerin]] 1848 in eine konstitutionelle Monarchie umzuwandeln, mit dem [[Freienwalder Schiedsspruch]] scheiterte, wurde die Union nach kurzer Unterbrechung wiederbelebt und blieb bis zum Ende der Monarchie in Mecklenburg 1918 prägende Kraft der [[Verwaltungsgeschichte Mecklenburgs|mecklenburgischen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufhebung ==&lt;br /&gt;
Die Stände wurden als Konsequenz der [[Novemberrevolution]] 1918 durch Verordnung vom 3. Dezember 1918 als [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaften des öffentlichen Rechts]] aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://193.175.55.226/dzeig.FAU?sid=F241B98A3&amp;amp;dm=1&amp;amp;thes=1&amp;amp;ipos=%2300000107%23 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgische Landstände einschließlich ritterschaftliche Grundherrschaften und Landstädte&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-05-20 09:21:33 InternetArchiveBot}}, Bestandsgeschichte, Landeshauptarchiv Schwerin&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie existierten jedoch als Privatkörperschaften für ihre korporativen Angelegenheiten und zivilrechtlichen Institutionen wie den &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaftlichen Kreditverein&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaftliche Brandkasse&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Ratswitwenkasse&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Städtische Brandversicherungsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; mit ihren bisherigen Vertretungen unter der Bedingung der Annahme eines neuen Korporationsnamens weiter. Für die Abwicklung der Geschäfte wurde eine Regierungsgeschäftsstelle eingerichtet, die dem Staatsministerium unterstellt war und bis zum 10. Februar 1921 bestand. Noch bis 1927 gab es gerichtliche Auseinandersetzungen um Vermögenswerte, insbesondere um die Landesklöster, die bis vor den [[Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich]] geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Die Union wurde in zwei Ausfertigungen [[Ratifikation|ratifiziert]]. Beide Urkunden befinden sich seit der Übernahme des Landständischen Archivs 1924 im mecklenburgischen [[Landeshauptarchiv Schwerin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur: Landständisches Archiv 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Große Union ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Große Union&amp;#039;&amp;#039;, eine [[Kalligraphie|kalligraphisch]] ausgeführte [[Pergament]]-Urkunde von 37,7 × 74,3 cm, ist besiegelt von fünf Prälaten, 23 Rittern und sechs Städten. Die Unterzeichner waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prälaten ====&lt;br /&gt;
* Ulricus Malchow, Administrator der Kirchen von [[Schwerin]]&lt;br /&gt;
* Nicolaus, Abt zu [[Kloster Doberan|Doberan]]&lt;br /&gt;
* Nicolaus Franke, Senior des Schweriner [[Domkapitel]]s&lt;br /&gt;
* [[Barthold Moller (Theologe)|Bartholdus Moller]], Dekan &amp;#039;&amp;#039;der [[Jakobikirche (Rostock)|Domkirchen Sancti Jacobi in Rostock]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Hinricus Moller, Propst zu [[Kloster Dobbertin|Dobbertin]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Alsleben]]: &amp;#039;&amp;#039;Zusammenstellung aller Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; 2010–2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Bevollmächtigte und Befehlshaber, an statt und im Namen aller Prälaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ritter ====&lt;br /&gt;
Bevollmächtigte Befehlshaber aller Mannschaft waren&lt;br /&gt;
* Claus [[Lützow (Adelsgeschlecht)|Lützow]]&lt;br /&gt;
* Henning [[Halberstadt (Adelsgeschlecht)|Halverstadt]]&lt;br /&gt;
* Melcher [[Barfus|Barvoet]], [[Komturei Mirow|Komtur zu Mirow]]&lt;br /&gt;
* Wedige [[Maltzahn|Molzahn]]&lt;br /&gt;
* Clement [[Bülow (Adelsgeschlecht)|von Bülow]]&lt;br /&gt;
* Reimar [[Blücher (Adelsgeschlecht)|Blücher]]&lt;br /&gt;
* Jochim [[Hahn (Adelsgeschlecht)|Hane]]&lt;br /&gt;
* [[Kaspar von Schöneich]], Kanzler von Herzog [[Heinrich V. (Mecklenburg)|Heinrich V.]]&lt;br /&gt;
* Lütke [[Moltke (Adelsgeschlecht)|Moltke]]&lt;br /&gt;
* Matthias [[Oertzen (Adelsgeschlecht)|von Oerzen]]&lt;br /&gt;
* Jasper [[Finecke (Adelsgeschlecht)|Finke]]&amp;lt;!--fam. Zuordnung nicht ganz sicher--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wedige [[Oldenburg (mecklenburgisches Adelsgeschlecht)|Oldenburg]]&lt;br /&gt;
* Jacob [[Levetzow (Adelsgeschlecht)|Levezow]]&lt;br /&gt;
* Hinrich [[Wangelin (Adelsgeschlecht)|Wangelin]]&lt;br /&gt;
* Diedrich [[Flotow (Adelsgeschlecht)|Flotow]]&lt;br /&gt;
* Vicke [[Vieregg (Adelsgeschlecht)|Vieregge]]&lt;br /&gt;
* Eggert [[Quitzow (Adelsgeschlecht)|von Quitzow]]&lt;br /&gt;
* Berend [[Rohr (Adelsgeschlecht)|Rohr]]&lt;br /&gt;
* Achim [[Lühe (Adelsgeschlecht)|von der Lühe]]&lt;br /&gt;
* Lütke [[Bassewitz|Bassewiß]]&lt;br /&gt;
* Engelke [[Helpe (Adelsgeschlecht)|von Helpede]]&lt;br /&gt;
* Vollrad [[Preen (Adelsgeschlecht)|Preen]]&lt;br /&gt;
* Claus [[Pentz (Adelsgeschlecht)|Penze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Städte ====&lt;br /&gt;
* Bürgermeister &amp;lt;!--&amp;quot;und Ratmänner&amp;quot; -- Dieses Detail ist nicht plausibel; bitte prüfen! //--&amp;gt; der Städte [[Rostock]] und [[Wismar]], [[Neubrandenburg]], [[Güstrow]], [[Parchim]] und [[Schwerin]], als bevollmächtigte Befehlshaber, an statt und im Namen aller gemeinen [[Landstadt in Mecklenburg|Landstädte in Mecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleine Union ===&lt;br /&gt;
Daneben existiert die &amp;#039;&amp;#039;Kleine Union&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Accessionsurkunde&amp;#039;&amp;#039;, in der &amp;#039;&amp;#039;gemeyne Prelaten, Manne und Stede&amp;#039;&amp;#039; die von ihren Bevollmächtigten abgeschlossene und ausgefertigte Erbvereinigung für sich, ihre &amp;#039;&amp;#039;Geschlechte, Erven unde Nakamen&amp;#039;&amp;#039; anerkannte. Sie wurde von über 280 Angehörigen der Ritterschaft und 8 Städten unterzeichnet und besiegelt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kleine Union 1.gif|Liste der Unterzeichner der &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Union&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Aus &amp;#039;&amp;#039;Abdruck der alten Union der Mecklenburgischen Landes-Stände, und derselben Ratification, De Anno 1523. den 1. Augusti: in Plattdeutscher Sprache, samt beygefügter Hochteutschen Uebersetzung.&amp;#039;&amp;#039;o.&amp;amp;nbsp;O., um 1720&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kleine Union 2.gif|Liste der Unterzeichner der &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Union&amp;#039;&amp;#039; (Fortsetzung)&lt;br /&gt;
Datei:Kleine Union 3.gif|Liste der Unterzeichner der &amp;#039;&amp;#039;Kleinen Union&amp;#039;&amp;#039; (Schluss)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
Im Lichthof des Rostocker Ständehauses (heute [[Oberlandesgericht Rostock]]) findet sich ein Mosaik, das an die Union erinnert: unter den drei Wappen der ritterschaftlichen Kreise Mecklenburg (Stierkopf), Wenden (Greif) und Stargard (Arm mit Ring) stehen die Daten: &amp;#039;&amp;#039;1523 1. August&amp;#039;&amp;#039; (Union der Landstände) und &amp;#039;&amp;#039;1755 18. April&amp;#039;&amp;#039; ([[Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abdruck der alten Union der Mecklenburgischen Landes-Stände, und derselben Ratification, De Anno 1523. den 1. Augusti: in Plattdeutscher Sprache, samt beygefügter Hochteutschen Uebersetzung.&amp;#039;&amp;#039; – o.&amp;amp;nbsp;O., um 1720&lt;br /&gt;
* Grosse Union: Volltext ohne Namen der Unterzeichner bei [[Hugo Sachsse]]: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgische Urkunden und Daten.&amp;#039;&amp;#039; Rostock, 1900. S. 214–216 ([http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN477853463&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0096 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Kleine Union: Volltext ohne Namen der Unterzeichner bei Hugo Sachsse: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgische Urkunden und Daten.&amp;#039;&amp;#039; Rostock, 1900. S. 216–217 ([http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN477853463&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0097 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* Carl Hegel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der meklenburgischen Landstände bis zum Jahr 1555. Mit einem Urkunden-Anhang&amp;#039;&amp;#039;. Rostock, 1856. ([http://books.google.com/books?id=RM1DAAAAYAAJ Digitalisat] des Exemplars der [[Princeton University]])&lt;br /&gt;
* Uwe Heck, Gerhard Heitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Union der Stände von 1523. Ereignis und Folgen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolf Karge]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Jahrtausend Mecklenburg und Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1995, S. 134–142.&lt;br /&gt;
* Uwe Heck: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landtags in Mecklenburg. Ein Abriss&amp;#039;&amp;#039;. Rostock, 1997. ISBN 3-929544-48-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|253290473}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1523]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1918]]&lt;/div&gt;</summary>
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