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	<title>Unieradz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T15:54:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Unieradz&amp;diff=2463900&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Krdbot: Bot: Margarete Wietholz ist 1916 verstorben</title>
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		<updated>2025-06-10T04:01:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php/Margarete_Wietholz&quot; title=&quot;Margarete Wietholz&quot;&gt;Margarete Wietholz&lt;/a&gt; ist 1916 verstorben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unieradz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neurese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nerese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[plattdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Neires&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Dorf in der [[Woiwodschaft Westpommern]] in [[Polen]]. Es gehört zur [[Gmina Siemyśl]] &amp;#039;&amp;#039;(Gemeinde Simötzel)&amp;#039;&amp;#039; im [[Powiat Kołobrzeski]] &amp;#039;&amp;#039;(Kolberger Kreis)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ciconia ciconia nest in Unieradz (3).jpg|mini|Ortsbild mit Storchennest (Aufnahme von 2014)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt in [[Hinterpommern]], etwa 5 Kilometer nordöstlich von [[Siemyśl]] (&amp;#039;&amp;#039;Simötzel&amp;#039;&amp;#039;), 13 Kilometer südlich von&lt;br /&gt;
[[Kołobrzeg]] (&amp;#039;&amp;#039;Kolberg&amp;#039;&amp;#039;) und 97 Kilometer nordöstlich der regionalen Metropole [[Stettin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden der Gemarkung liegen die zugehörigen Wohnplätze [[Izdebno (Siemyśl)|Izdebno]] &amp;#039;&amp;#039;(Justinenthal)&amp;#039;&amp;#039; und [[Wszemierzyce]] &amp;#039;&amp;#039;(Marienhof)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Dorf wurde im 13. Jahrhundert im [[Herzogtum Pommern]] im Rahmen der [[Deutsche Ostsiedlung|Deutschen Ostsiedlung]] angelegt. Die ursprüngliche Dorfform war die eines [[Sackanger]]dorfes. Auf dem Anger steht die Dorfkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1266 verkaufte der Camminer Bischof [[Hermann von Gleichen]] das damals „Nerese“ genannte Dorf an das [[Kloster Dargun]]. Hierüber liegt auch eine Urkunde aus dem Jahre 1269 vor, nach der zusätzlich das benachbarte [[Nieżyn|Nessin]] an das Kloster verkauft wurde. Im Jahre 1278 wurde das Dorf als „Nyrezen“ genannt, im Jahre 1282 als „Unerese“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später gelangte Neurese in den Lehnsbesitz von Adligen, wann und auf welche Weise ist nicht überliefert. Im Jahre 1615 wurde [[Georg von Froreich]] (aus der ursprünglich deutsch-baltischen adligen Familie [[Froreich (Adelsgeschlecht)|Froreich]]) mit Neurese belehnt. Froreich wurde im selben Jahr zum Landrentmeister ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von J. S. Ersch und J. G. Gruber. Band 1, Brockhaus, Leipzig 1850, [http://books.google.de/books?id=VDlYAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA446 S. 446, rechte Spalte.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Froreich verkaufte Neurese um 1630 an Simon Fischer, einen herzoglichen Kammerrat. Später wurde Neurese ein Lehen der adligen Familie [[Manteuffel]] und war zeitweise in drei Anteile aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Große Lubinsche Karte|Großen Lubinschen Karte]] des Herzogtums Pommern von 1618 ist das Dorf als „Nereße“ eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ewald Joachim von Eichmann]], städtischer Landrat und Bürgermeister von Kolberg, kaufte in den Jahren 1704, 1707 und 1712 die drei Anteile und wurde so Besitzer von ganz Neurese. Nach seinem Tode 1714 fiel Neurese an seinen Sohn Matthias Friedrich von Eichmann. Dieser teilte im Jahre 1754 Neurese. Die eine Hälfte, Neurese A, behielt er; die andere Hälfte, Neurese B, übertrug er seinem Bruder Emanuel Ernst von Eichmann. Später gingen beide Gutsanteile durch verschiedene Hände. Unter den Besitzern von Neurese A ist für 1804 der Landrat [[Johann Wilhelm Christoph Steobanus von Wriechen]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert bestanden zeitweise der [[Gutsbezirk]] Neurese A, der Gutsbezirk Neurese B und eine kleine [[Preußische Landgemeindeordnung|Landgemeinde]] Neurese nebeneinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gutsbezirk Neurese A umfasste (Stand 1864) ein Gebiet von 394 Hektar. Davon gehörten zum Rittergut selbst 253 Hektar. Um 1850 wurde im Süden der Feldmark das Vorwerk [[Wszemierzyce|Marienhof]] angelegt. Im Gutsbezirk Neurese A wurden (Stand 1867) 108 Einwohner gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gutsbezirk Neurese B umfasste (Stand 1864) ein Gebiet von 345 Hektar. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde im Süden der Feldmark das Vorwerk [[Izdebno (Siemyśl)|Justinenthal]] angelegt. Im Gutsbezirk Neurese B wurden (Stand 1867) 119 Einwohner gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landgemeinde Neurese umfasste (Stand 1864) ein Gemeindegebiet von 196 Hektar. In der Landgemeinde Neurese wurden (Stand 1867) 51 Einwohner gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rittergut Neurese A wurde um 1880 aufgesiedelt, das Rittergut Neurese B schrittweise nach 1886. Insgesamt entstanden 33 neue Hofstellen, die überwiegend in der Feldmark verteilt angelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1870er Jahren wurden die Gutsbezirke Neurese A und Neurese B zu einem Gutsbezirk Neurese zusammengelegt. Nach der Aufsiedlung der Güter wurde der Gutsbezirk 1895 aufgelöst und sein Gebiet in die Landgemeinde Neurese eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1945 bildete Neurese eine Gemeinde im [[Landkreis Kolberg-Körlin]] der [[Provinz Pommern]]. In der Gemeinde wurde neben Neurese noch [[Wszemierzyce|Marienhof]] amtlich als Wohnplatz geführt, aber nicht mehr [[Izdebno (Siemyśl)|Justinenthal]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gemeinde.neurese.kreis-kolberg-koerlin.de/ Gemeinde Neurese] im Informationssystem Pommern.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde Neurese durch die [[Rote Armee]] besetzt. Das Dorf kam, wie alle Gebiete östlich der [[Oder-Neiße-Grenze]], an Polen. Die Dorfbewohner, die nicht zuvor geflohen waren, wurden durch Polen [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Der Ortsname wurde als „Unieradz“ polonisiert, wohl in Anlehnung an die aus dem Jahre 1282 überlieferte Namensform „Unerese“. Unter den polnischen Zuwanderern stammten viele aus der heutigen [[Ukraine]] und waren [[griechisch-uniert]]er Konfession.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Einwohnerzahlen ==&lt;br /&gt;
* 1816: 144 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Vollack]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 456.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1855: 284 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1871: 277 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1905: 358 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919: 356 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1933: 339 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1939: 323 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unieradz, kościół Michała Archanioła (Kirche in Neurese).jpg|mini|Kirche in Neurese (Aufnahme von 2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Lorenz Stojentin.jpg|mini|Kirchenfenster: Wappen der Familie [[Stojentin (Adelsgeschlecht)|Stojentin]]]]&lt;br /&gt;
Die Kirche in Neurese wurde um 1288 errichtet, also in der Zeit, als das Dorf dem [[Kloster Dargun]] gehörte. Sie hat denselben Grundriss wie die Kirche im benachbarten [[Nieżyn|Nessin]], das ebenfalls dem Kloster Dargun gehörte. Während das Nessiner Kirchengebäude aber, wohl um 1600, neu errichtet oder zumindest grundlegend renoviert wurde, ist das Kirchengemäuer in Neurese unverändert erhalten. Das Kirchenschiff ist aus Feldsteinen errichtet und nach Osten halbkreisförmig abgeschlossen. Der Kirchturm ist aus Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Kirchenfenstern sind Wappen der Familien [[Manteuffel]] und [[Stojentin (Adelsgeschlecht)|Stojentin]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten: Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Margarete Wietholz]] (1869–1916), deutsche Schriftstellerin, schrieb unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Margarete Nerese&amp;#039;&amp;#039; Erzählungen in plattdeutscher Sprache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Berghaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen&amp;#039;&amp;#039;. Teil III, Band 1, S. 392–394 ([http://books.google.de/books?id=1dQAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA392 Online]).&lt;br /&gt;
* [[Manfred Vollack]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 453–460.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Unieradz|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://kolberg-koerlin.de/ortsforschung/neurese/ Neurese] auf der Website des Vereins Kolberger Lande&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gmina Siemyśl}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=54/03/07|EW=15/34/46|type=city|region=PL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1266]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Westpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Siemyśl]]&lt;/div&gt;</summary>
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